Richtige Platzierung von HÜP und LWL-Konverter

  • Zur reinen Inbetriebnahme reicht es, den ONT und Router im Keller zu testen.

    Danach kannst du im Grunde auf eigene Faust eine passende Dose mit Kupplung setzen. Diese dann mit konfektioniertem Patchkabel zum Zielort verlegen.

    Dort erstmal wieder mit ONT auf Funktion prüfen. Wenn alles ok ist, kannst du den Wechsel auf die Gf-Fritzbox (oder was auch immer) anstoßen.

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  • Da ich sowieso einen neuen Router benötige würde ich gleich auf den 5590 Fiber umsteigen. Diesen kann ich ja sowohl mit LWL-Kabel als auch mit Ethernet ans Netz schließen - oder verstehe ich das falsch?

    Da ich kein vorkonfektioniertes Glasfaserkabel verbauen kann (bring ich leider nicht durch das Leerrohr) bin ich am überlegen entweder Meterware zu verbauen oder einen Stecker abzwicken.

    Was wuedet ihr empfehlen?

    Einmal editiert, zuletzt von X4-Tom (3. Dezember 2023 um 10:37)

  • Es ist immer empfehlenswert zunächst den ONT des Providers eine Zeitlang zu nutzen, bevor man ein eigenes Endegerät an die Glasfaser bringt. Aus diesem Grund ist zunächst ein Ethernetkabel empfehlenswert.

    Unkonfektioniertes Glasfaserkabel zu verlegen, empfehle ich niemals für Laien! Es ist aktuell noch zu kompliziert ohne Spezialwerkzeug (und passende Kenntnisse) einen geeigneten Stecker, geschweige denn Pigtail anzubringen.

    Allerdings gibt es für Laien gut geeignete fertig konfektionierte Systeme, die eine nachträgliche Steckermontage ermöglichen. So z.B.

    DiaLink FTTH System
    www.diamond.de
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  • Der Techniker wird dir sicherlich nicht ein Pigtail anspleißen, von dem Gedanken wirst Du dich lösen müssen.

    Warum sollte das Kabel von Kaiser nicht durch das Leerrohr passen? Die grünen Stecker werden erst nach dem Durchziehen montiert.

  • X4-Tom: bei den Kaiser Systemen (in Gf-Ta Variante besorgen, nicht nur das Systemkabel) sind die Enden so torkonfektioniert das Du es mit dem montiertem Ziehstrumpf mit vlt. 8x5mm auch durch belegte Leerrohre ziehen kannst.
    Ich habe das bei mir sogar (mit gut Fummelei), durch ein 4mm Innendurchmesser Speedpipe gezogen.

    ABER:
    Du schreibst "ihr bekommt einen Anschluss". D.h. es ist noch nichts verlegt? Bei der Telekom ist es so, das wenn Du ein 10mm Aufputzkabelkanälchen und Bohrungen zwischen Kellereintritt und Wunschort in Wohnung vorbereitest, man Dir die Dose bis zu 20m Glasfaser Inhouse verlegt. Dann hättest Du die Anschlussdose direkt am Ort des Routers. Andere Anbieter haben ggf. ähnliche Regelungen.

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  • X4-Tom: bei den Kaiser Systemen (in Gf-Ta Variante besorgen, nicht nur das Systemkabel) sind die Enden so torkonfektioniert das Du es mit dem montiertem Ziehstrumpf mit vlt. 8x5mm auch durch belegte Leerrohre ziehen kannst.
    Ich habe das bei mir sogar (mit gut Fummelei), durch ein 4mm Innendurchmesser Speedpipe gezogen.

    ABER:
    Du schreibst "ihr bekommt einen Anschluss". D.h. es ist noch nichts verlegt? Bei der Telekom ist es so, das wenn Du ein 10mm Aufputzkabelkanälchen und Bohrungen zwischen Kellereintritt und Wunschort in Wohnung vorbereitest, man Dir die Dose bis zu 20m Glasfaser Inhouse verlegt. Dann hättest Du die Anschlussdose direkt am Ort des Routers. Andere Anbieter haben ggf. ähnliche Regelungen.

    Hallo Erzknolle, ah ok das ist schonmal schön zu hören wenn jemand gute Erfahrung mit dem Kabel gemacht hat. Bei mir müsste es durch ein Wellrohr mit 14mm Innendurchmesser.

    Würde es zusammen mit einem CAT7 Kabel einziehen.

    Wieso die GF-TA Variante? Da hab ich ja dann beim Übergabepunkt erneut keinen Stecker oder verstehe ich das falsch?

    Bei meinem Anbieter ist leider keine weitere In-House-Verkabelung dabei. Der Medienkonverter wird in einem Radius von 1-2m von der Hauseinführung gesetzt und das war es leider.

  • Wieso die GF-TA Variante? Da hab ich ja dann beim Übergabepunkt erneut keinen Stecker oder verstehe ich das falsch?

    Bei solchen Anschlussdosen werden dann innerhalb eines sehr dezenten Gehäuses um 10x10x2cm die vorkonfektionierten, fragilen Stecker in eine Kupplung gesteckt an der Du wiederum Dein 1-2m Anschlusskabel zur Fritz!Box anstecken kannst.

    Das Kaiser Kabel ist nicht dafür gedacht das es frei liegt/bewegt wird - die Anschlusskabel die bei Fritz!Boxen etc. dabei liegen hingegen schon und die sind anders als die lange Strecke leicht zu ersetzen.
    Die durch die zusätzliche Steckverbindung entstehende Dämpfung von 0.25dB o.ä. ist in der Praxis normal kein Problem - das Hausnetz darf bei der Telekom z.B. insgesamt 1.5dB Verlust haben

  • Achso das meinst du. Hier wollte ich in meine Dose ein Glasfaser-Keystone einbauen. Damit kann ich das Kabel in der Dose lassen und von dort mit einem Patchkabel zum Router.

    Bzgl. dem Kabel habe ich noch eine Frage:

    Das ist ein zwei adriges Kabel. Vorne und hinten jeweils zwei Stecker welches aber dann aber in einem Mantel befindet oder sehe ich das falsch?

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  • Ok, wenn Du ins Rack eine geschützte Box (Spleißbox etc.) einbaust ginge das - nur direkt an den Keystone würde ich stark von abraten - da wäre ein auf ganzer länge armiertes GF-Kabel sinnvoller.

    Es gibt die Kaiser-Dinger mit 2 und mit 4 Fasern, über den Hauptteil der Länge hinweg in gemeinsamen weißen Mantel, korrekt. Die Enden sind ca. 45-50cm (meine ich, muss ich nochmal messen lt. Datenblatt 100cm) ohne den Hauptmantel und nur mit den einzelnen Fasern und deren Coating - quasi wie Pigtails - und einer kleinen Schnur zum ziehen. Der Teil der Leitung ist fragil/muss mechanisch geschützt werden, deswegen die Empfehlung zur Dose.

    Wenn Du die Gf-TA-Variante kaufst - auch ohne die Box zu montieren - hättest Du zumindest auf der einen Seite die gelben/stabileren Zusatzcoatings mit dran - das wäre schon eher Keystone tauglich (aber trotzdem sind die LC-Stecker natürlich nicht auf Zugkräfte ausgelegt).

    Bei meinen Gf-TA war die Gesamtlänge ziemlich genau die verkaufte Länge von 30,0m - da man die Enden aber aufrollen/schützen muss wären es in Deiner verlinkten Variante de facto dann 1,0m weniger (weißes) Kabel/verlegbare Leitungslänge als es verkauft wird. Musst Du sehr genau messen oder mit Überlänge im Rack etc. verstaut planen.

    Grundsätzlich bin ich mit der Qualität der Leitungen zu frieden, es ist aber halt Glasfaser und verzeiht keine mechanischen Kräfte. Den Einzug sofort stoppen bei spürbarem Widerstand und unbedingt mit gut Kabelgleitfett einziehen. 20€ Rotlichtquelle reicht um es vorher/hinterher auf Beschädigung zu prüfen (dann käme garkein Licht mehr durch)

  • Ich mein diese hier, gelbe Stecker auf der einen Seite, nur die Keramikhülsen auf der anderen Seite (die Seite muss eingezogen werden und hinterher werden die Plastikgehäuse draufgesteckt:

    https://www.kaiser-elektro.de/de_DE/produkte…ss-am-huep/?p=1

    Sieht man z.B. in dem Video hier:

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    Habe nachgemessen, bei mir ist die "Peitschenlänge" real 53-55cm, statt der im Datenblatt angegeben 100cm. D.h. ab 55cm ist eine kleine Hülse und ab da weißer Mantel drauf

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  • Ah OK. Das sieht gut aus. Das habe ich noch gar nicht gesehen. 👍

    Da bleiben dann die fertigen festen Stecker im Keller und im EG macht man die Box ran und wickelt das flexible Kabel drin auf.

    Einmal editiert, zuletzt von X4-Tom (3. Dezember 2023 um 19:36)

  • Habe nun nochmal mit meinem Anbieter geschrieben. Es kam folgendes zurück:

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Sehr geehrter Herr XY ,

    grundsätzlich wird von uns ein Medienkonverter, bzw. ONT verbaut. Der Anschluss erfolgt über ein Grundplatte mit integrierter SC Buchse. Die Grundplatte ist jedoch versiegelt und darf nicht geöffnet werden.

    Wenn sie einen Router direkt ans Glasfasernetz anschließen möchten, müssen sie das bei uns in Auftrag geben. Dann setzen wir keinen Medienkonverter sondern einen Glasfaserübergabepunkt mit LC Buchse. Wir verbauen aber nicht beides.

    Es bestünde die Möglichkeit einen weiteren Anschluss zu bestellen. Das heißt aber auch es muss ein weiterer Tarif gebucht werden.

    Die Umstellung im Haus und richtige Kabelanbindung ist Kundensache. Beachten sie die Schnittstellenspezifikation in der Anlage.

    Da wir nach Umstellung, die Leitung nicht mehr überwachen können, ist zu beachten, dass im Störungsfall ein erhöhter Aufwand von Nöten ist.

    Je nach Verantwortungsbereich können hier Kosten anfallen.

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Das ist mir dann doch ein bisschen zu "gefährlich".

    Habe irgendwie den Gedanken - sollte dann mal was sein das etwas nicht funktioniert oder nicht richtig funktioniert sie einfach sagen, dass bei Ihnen alles in Ordnung ist und sie mir dann nicht weiterhelfen können.

    Wie handhaben dies die anderen Provider? Telekom verbaut ja gar keinen ONT.

    Gruß

  • Wie wir hier schon im Forum gesehen haben, ist der letzte Satz eine schöne Nebelkerze.

    Entstörung funktioniert auch mit Provider-ONT nicht. Wurde teilweise erst besser, als der Kunde den Austausch "erzwungen" hat.

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  • Der Provider muss einen, dem Teilnehmer zugänglichen, passiven Netzabschluss zu Verfügung stellen, so ist das im Telekommunikationsgesetz (TKG) vorgeschrieben.

    Unabhängig davon empfehlen wir hier immer, einen neuen Anschluss mit dem Provider- (in machen Fällen auch Zwangs-) ONT in Betrieb zu nehmen. Läuft alles mehrere Wochen zur Zufriedenheit, dann kann man ein kundeneigenes Endgerät (anderer ONT oder Glasfaserrouter) nach belieben in Betrieb nehmen.

    Auch wenn es, vor allem mich, nervt:

    Zitat

    TKG §73 Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen

    Absatz 1
    Der Zugang zu öffentlichen Telekommunikationsnetzen an festen Standorten ist an einer mit dem Endnutzer zu vereinbarenden, geeigneten Stelle zu installieren. Dieser Zugang ist ein passiver Netzabschlusspunkt; das öffentliche Telekommunikationsnetz endet am passiven Netzabschlusspunkt...

    Absatz 3
    ...Sie können dem Endnutzer Telekommunikationsendeinrichtungen überlassen, dürfen aber deren Anschluss und Nutzung nicht zwingend vorschreiben. Notwendige Zugangsdaten und Informationen für den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen und die Nutzung der Telekommunikationsdienste haben sie dem Endnutzer in Textform unaufgefordert und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen.

    Ein ONT ist IMMER aktiv, also kein Netzabschluss, sondern aus Blickrichtung Provider dahinter verortet!

    Interessant, aus Kundensicht, ist auch dies:

    Zitat

    TKG §69 Abwehr- und Schadensersatzansprüche

    Absatz 1
    Ein Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten, der gegen dieses Gesetz, eine aufgrund dieses Gesetzes erlassene Rechtsverordnung, eine aufgrund dieses Gesetzes in einer Zuteilung auferlegte Verpflichtung oder eine Verfügung der Bundesnetzagentur verstößt, ist dem Betroffenen zur Unterlassung verpflichtet. Der Unterlassungsanspruch besteht bereits dann, wenn eine Zuwiderhandlung droht. Betroffen ist, wer als Endnutzer oder Wettbewerber durch den Verstoß beeinträchtigt ist...

    Weigert der Provider sich dir einen passiven Netzabschluss zur Verfügung zu stellen und/oder zwingt dieser dich den Provider-/Zwangs-ONT zu benutzen, verstößt dieser gegen TKG §73 und ist dir gegenüber zur Unterlassung verpflichtet.

    Freilich ist der Verweis auf das geltende TKG einer der letzten Schritte, die man gehen sollte. Dennoch, man steht als Kunde nicht machtlos den Providern gegenüber!

    Um auf die Deutsche Telekom zurückzukommen, diese macht in dieser Sache alles richtig: Der Kunde erhält eine Gf-TA/Glasfaserdose (passiver Netzabschluss) und kann dort ein Endgerät seiner Wahl anschließen. Darüber hinaus steht sie auch zu der Endgerätewahlfreiheit und lehnt die angestrebte Allgemeinverfügung ab: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/…icationFile&v=2

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (6. März 2024 um 14:24)