Deutsche Glasfaser und der Umgang mit Rufnummer-Portierungen

  • Moin,

    hab mit DG wieder ein Erlebnis der dritten Art. Hier ein public 300, bekanntlich mit 60 Monaten Vertragslaufzeit (gewerblicher Bereich). Wir benötigen jetzt die Portierung einer weiteren Rufnummer, die zur Inbetriebnahme vor einem halben Jahr nicht zur Verfügung stand. Telefonisch versucht man dass wie folgt abzubügeln:

    Portieren würde man nur zu Vertragsbeginn. Zusätzliche Rufnummern zum Bestandsanschluss sind im Business-Bereich (kein Kundencenter) unbekannt.

    Auf Deutsch: Man ist über 5 Jahre handlungsunfähig. Braucht man einen Anwalt, um DG zum Arbeiten zu bewegen?

  • Ob man einen Anwalt einschaltet, bleibt euch überlassen. Letztlich hilft da sicher vorab ein Blick in die geltenden AGB und die Vertragsunterlagen.

    Sollte diese Nummer wichtig sein, dann kann man durchaus auch einen der unzähligen SIP Provider verwenden. Das hätte auch den Vorteil der Entkopplung von Telefonie und Internetaccess. Für das berufliche Umfeld ist Toplink Express sicher nicht die schlechteste Wahl

  • Ich bin hier Laie, aber ich wüsste zumindest nicht, dass bei der Portierung einer Nummer zwischen privat und geschäftlich unterschieden wird.

    Auf der anderen Seite völlig unverständlich, weshalb DG sich zieren sollte, eine Nummer zu portieren. Das sollte doch wohl Alltagsgeschäft für die sein.

    Ansonsten zeigt sich, was HubeBube schon geschrieben hat. Die Dienste voneinander unabhängig zu halten, ist oft eine gute Idee.

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  • Sie haben offenbar wirklich nur einen Prozess für Kündigung UND Portierung im Rahmen des Anbieterwechsels zur DG. Alles andere wird in der Realität im Bereich der Privatkunden ja wohl tatsächlich exotisch sein. Bei Businesskunden würde ich aber auch erwarten, dass man eben auch mal manuell etwas macht.

    FTTH DG 1000/500 | FRITZ!Box 5590 Fiber | 2 mal FRITZ!Repeater 3000AX als Access Points

  • Dann werden sie es lernen müssen. Es gibt keinen gesetzlichen Zwang bei Anbieter A zu kündigen und die Rufnummern alle zu Anbieter B zu transferieren. Das kann und muss jederzeit und mit jeder Rufnummer durchgeführt werden können.

  • Im § 59 TKG, speziell Absatz 1, wird jedoch von interpersonell und Endnutzer gesprochen. Im geschäftlichen Umfeld kann das jedoch anders geregelt sein. Allerdings ist das TKG sicherlich auch für juristische und nicht nur für natürliche Personen geschaffen worden.

    Daher ist evtl. doch eine Rechtsberatung hilfreich. Dennoch erspart es evtl. einige Mühen, wenn in den Vertrag und die zu dieser Zeit gültigen AGB hineingesehen wird.

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  • Ist die DG nicht ein reiner privat Kunden Provider ?

    Deshalb haben die doch mit Inexio fusioniert !

    Die Privat Kunden der Inexio mussten zur DG !

    Die Geschäftskunden werde von der Inexio bedient.

    Die DG hatte doch vorher gar keine Geschäftskunden ! so viel ich weiß.

  • Nein, Du bekommst von DG natürlich auch Geschâftskundentarife

    https://www.deutsche-glasfaser.de/geschaeftskunden/

    Ja stimmt, sorry das hatte ich verwechselt, bei der DG bekommst Du sogar extra Verträge für Kommunen und Vereine usw.

    Bei der UGG und O2 gab es 2021 anfangs keine Geschäftskunden Tarife, die Drückerkolonne von Ranger, hat einfach jedem den Vertrag an der Haustür abgeschlossen, 6 Monate später wurde die Verträge bei Geschäftskunden teilweise gekündigt und es gab noch keine Tarife für Geschäftskunden. Ende Dezember 2021 kamen dann die UGG O2 Geschäftskunden Tarife, 3 x teurere als die privat Kunden Tarife + Hardware + Märchensteuer.

    Da konnte dann der neue Open Access Provider auf dem UGG Netz punkten, mit seinen Geschäftskunden Tarifen !

    Eifel-DSL !

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  • Heute hatte ich erstmals eine kompetente Mitarbeiterin an der Strippe. Also es wird über Formblatt ganz normal der Altprovider gekündigt und portiert. Bis zu 10 MSN sind in der Position "SIP Mehrgeräteanschluss - 2 Kanal - Hardware" für 14,90 Euro/Monat enthalten. Das Formblatt muss aber im DG-Bereich vorausgefüllt sein um die Kundenzuordnung durchführen zu können. In dem Haus redet jeder was er will und solch eine Ansammlung inkompetenter Mitarbeit habe ich noch nie erlebt.

  • Zu den Mängeln im Kundendienst, die nicht nur bei DG auftreten ein Zitat aus dem Newsbereich der t3n:

    Zitat

    Damit die Kund:innen mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden könnten, brauche es „operative Exzellenz“, wie Markus Keller von der Personalberatung Egon Zehnder dem Handelsblatt sagte.

    Mehr ist dazu auch nicht zu sagen außer: Voll ins Schwarze getroffen.

    Das operative Geschäft wird stark zu Gunsten des Ausbaus vernachlässigt, das geht nicht lange gut.

    Immerhin und das kenne ich nur vom Privatkundengeschäft bei 1&1 und DG, erhalten Bestandskunden kostenlose Aufbuchung von sonst kostenpflichtigen Diensten oder bei Vertragsverlängerung Nachlässe auf den monatlichen Grundpreis.

    Ich finde es nicht hinnehmbar, das Bestandskunden die Neukundenrabatte finanzieren, ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten.