"Die Telekom macht alles richtig" vs. "Erpressung aus Notwehr" beim Glasfaserausbau

  • Im Ernst? Die kommen an?

    Ja, wenn man nicht Web-Mail, gMail etc. nutzt. Aber gerade Druckerei oder Architekturbüros haben ja da ihre "eigen" Mailserver. Ich bin bei Domainfactory und da sind Postfächer mit 10 GB und Mails bis 50 MB Standard. Nur bei den kompletten Unterlagen für eine Bauabnahme wird es eng, das sind gezipt auch mal schnell an die 100 MB.

  • Das Problem ist doch, daß man mit einfachen Mitteln nicht feststellen kann welcher Tarif zum persönlichen Nutzungsprofil am besten paßt. Da wählt man eben entweder den "schnellsten" oder den preiswertesten. Die Fritzbox zeigt die aktuelle Auslastung der Internetverbindung für die letzen 100 Sekunden, speichert aber z.B. keinen Tagespeakwert. Wie soll man da erkennen, wie oft man am Limit des aktuellen Tarifs war und ob man dieses überhaupt je erreicht hat?

    Ich habe mir mal die Mühe gemacht die täglichen Peakwerte für Up- und Download zu loggen und war erstaunt wie selten diese hohe Werte annahmen.

    Auch der Peak sagt nicht, dass man das so benötigt.

    Netflix beispielsweise holt die Daten in Bursts vom CDN, dazwischen ist Flaute. Klar reizt Netflix die Bandbreite dann ordentlich aus, umso länger sind dann die Intervalle zwischen den Bursts. Der eigentliche Stream würde aber auch bei viel geringeren Bandbreiten genauso laufen, dann wären halt die Bursts länger.

    Ähnlich umgekehrt ja der E-Mail Versand.

    Es ist selten, dass man bei genauer Prüfung mehr als einen 50/10 Anschluss im Privathaushalt benötigt. Und dann gibt's halt Grade des Komforts. Gibt es einen Gamer im Haushalt, dann kann er entweder während eines großen Downloads duschen oder Abendessen machen oder er zahlt 2-3x soviel für den Gigabit-Anschluss und kann beim Download zuschauen. Eine 50er Leitung braucht halt eine Stunde für 22 GB Download, beim Gigabit dauert es ca. 3 Minuten.

    Und selbst hier: ob einem das den Aufpreis wert ist kann man nur subjektiv entscheiden. Die laufenden Mehrkosten läppern sich halt und viele Menschen gehen hart arbeiten und kommen trotzdem gerade so klar. Ich finde es fast schon skrupellos wie dann arglose Leute zu hohen Tarifen hin beraten werden, die Provisionen im Hinterkopf.

  • Gewerbe benötigen selbstverständlich hohe Bandbreiten die auch nur fttb liefern kann, anders lässt sich nicht mehr sinnvoll arbeiten in Zukunft. Das ist aber trotzdem bezüglich benötigter Bandbreiten vom Privathaushalt zu unterscheiden.

    Dort sind auch keine Anwendungen absehbar, die solche Bandbreitenmonster werden. Und wenn's soweit wäre sind höhere Bandbreiten ja hoffentlich weiterhin billiger geworden, wie schon die letzten 25 Jahre. Trotzdem müssen Günther und Karin Mustermann nicht heute einen Gigabit-Anschluss buchen weil es vielleicht in 10 Jahren einen 8K Fernseher am Markt gibt. Dann schaut man in 10 Jahren nach dem in 10 Jahre passenden Tarif und heute nach dem heute passenden Tarif. Nur weil man ftth hat muss man es nicht ab Tag 1 ausreizen. Der langfristige Charme von ftth ist ja gerade, dass man jederzeit upgraden kann, wenn wirklich benötigt.


    Auch muss die IT natürlich mitmachen beim Thema Ressourcenschonung und Klimaschutz, wir können nicht demnächst einen Großteil des Stromverbrauchs nur für Streaming, Bitcoin, ChatGPT auf immer größeren GPU Farmen, usw. aufwenden und einfach immer so weitermachen als hätten wir 10 Planeten und Strom kommt aus der Steckdose. Darüber wird auch bald in der Politik zu reden sein.

    Ftth ist ein Teil davon, um Strom zu sparen, aber wir dürfen Effizienzgewinne nicht in immer noch mehr Konsum investieren sondern müssen sie auch mal stehen lassen um mit dem gleichen Lebensstandard weniger Ressourcen zu verbrauchen.

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  • Eine 50er Leitung braucht halt eine Stunde für 22 GB Download, beim Gigabit dauert es ca. 3 Minuten.

    Welches von den interessanten Games hat den nur noch Updates von 22 GB, mein Sohn erzählt mir was von 130 bis 150 GB als Update. Gut, er hat auch eine 1 GB-Leitung. Die Leitung hat zwar eine große Bandbreite, da es aber Kabel ist, ist sie ihm häufig zu lahm beim Zocken (hohe Latenz), da ist er auf mein GF neidisch.
    Man sieht, Bandbreite ist nicht alles. Es hängt vom Bedarf ab. Ihm würde wahrscheinlich auch 250 VDSL reichen, wenn die Latenz besser wäre.

  • Nur weil man ftth hat muss man es nicht ab Tag 1 ausreizen. Der langfristige Charme von ftth ist ja gerade, dass man jederzeit upgraden kann, wenn wirklich benötigt.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass auf den jetzt verlegten GF vergleichbar mit Kupfer (28,8er Modem zu VDSL250) in 10 oder 20 Jahren 100 GB darüber gehen.

  • Ich kann mir gut vorstellen, dass auf den jetzt verlegten GF vergleichbar mit Kupfer (28,8er Modem zu VDSL250) in 10 oder 20 Jahren 100 GB darüber gehen.

    Der Bandbreitenbedarf hat sich in den letzten Jahren immer weiter abgeschwächt. Die Sprünge von 28K, zu 56K, zu ISDN, zu T-DSL, zu VDSL/Kabel/ftth innerhalb von 10 Jahren waren astronomisch und in den letzten 10 Jahren hat im Vergleich dazu die Entwicklung fast stagniert.

    Die Kurve hat sich abgeflacht. Das ist aber auch normal.

    Dieses Video zu AI ist interessant und die abstrakte Feststellung ist universell. Wir wissen halt nie auf welchem Punkt der Kurve wir jeweils gerade sind. Aber wie gesagt, all das ist letztlich egal, darüber was wir in 10 Jahren brauchen machen wir uns halt in 10 Jahren Gedanken und bis dahin sollten wir, sofern wir unsere Ausgaben im Blick behalten müssen, stets nur buchen was wir wirklich benötigen. Das ist individuell unterschiedlich. Diese individuelle Betrachtung findet in der Regel nur meist nicht statt, was für viele ftth gefühlt zur Geldverschwendung macht (der teure ftth Tarif und trotzdem ist alles wie vorher, weil es vorher schon schnell genug war). Und die Leute kündigen wieder. Ist ja nicht meine Spekulation oder eine These sondern wird massiv von der Branche beklagt.

    Die Lösung wäre den Menschen nicht einzureden VDSL oder Kabel-Internet ist Mist, gar weil schlechtes Kupfer, weil sie nur über ftth 1000/500 Mbit haben können, obwohl sie das vielleicht gar nicht brauchen. Sondern einfach vermitteln, dass es ganz andere Vorteile von ftth gibt, es um langfristige Modernisierung geht, auch dahin was man vielleicht erst in 10 oder 20 Jahren wirklich braucht, aber man eben jetzt schon umbauen muss, damit dann alles fertig ist. Und dafür bietet man ihnen genauso günstige kleine Tarife an, berät dazu preisbewusst und dann bleiben die Leute mit Sicherheit bei der Stange und es rechnet sich für alle Beteiligten besser. Wie es jetzt gemacht wurde und wird funktioniert es jedenfalls nicht. Nachdem jetzt auch die Kapitalkosten gestiegen sind wird ja selbst die Telekom mit ihren tiefen Taschen zurückhaltender. Dann ungenutzte Anschlüsse auszubauen ist nicht darstellbar, die uptake rate muss steigen und das geht nachhaltig nur indem man günstige Tarife anbietet und auch keine Märchen erzählt, dass jeder den größten Tarif braucht.


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  • Welches von den interessanten Games hat den nur noch Updates von 22 GB, mein Sohn erzählt mir was von 130 bis 150 GB als Update. Gut, er hat auch eine 1 GB-Leitung. Die Leitung hat zwar eine große Bandbreite, da es aber Kabel ist, ist sie ihm häufig zu lahm beim Zocken (hohe Latenz), da ist er auf mein GF neidisch.
    Man sieht, Bandbreite ist nicht alles. Es hängt vom Bedarf ab. Ihm würde wahrscheinlich auch 250 VDSL reichen, wenn die Latenz besser wäre.

    Kann ich nicht sagen ich spiele schon länger nur noch in der Cloud, mir war der Wettlauf mit immer neuer Hardware usw. mit der Zeit zu teuer und zu doof. Da wird die Spielgrafik zu mir gestreamt und meine Eingaben in die Cloud des Anbieters.

    Da spielt dann die Latenz die Hauptrolle, der Videostream braucht so ca. 12-13 Mbit down. Up gehen ja nur meine Eingaben und ggf. Voice, vernachlässigbar. Die Latenz ist bei einem zu 25% ausgelasteten 50er ftth Tarif genauso groß wie beim zu 1,25% ausgelasteten 1000er Tarif. Also auch hier wieder keine Not mehr zu buchen und zu zahlen.

  • Das Problem ist doch, daß man mit einfachen Mitteln nicht feststellen kann welcher Tarif zum persönlichen Nutzungsprofil am besten paßt.

    Es ist volkommen unnötig Tarife mit Bandbreiten Limitierung an irgend ein Nutzungsprofil anzupassen.

    Die Peak-Bandbriete des Anschlusses spielt für die Kosten gar keine Rolle.

    Einfach Open-End lassen was die Technologie hergibt, der User nimmt sich so viel Raus wie er braucht. Egal ob er nun gerade auf einer Website surft, Streams schaut, das Cloud Backup durchführt oder sich das neue Starfield game mit 125GB installiert.

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  • So macht es zum Beispiel Init 7 in der Schweiz.

    Dein Port kostet immer 666 Franken im Jahr, du hast nur unterschiedliche Einmalkosten je Bandbreite.

    Das war aber schon zu ADSL-Zeiten nicht anders.

    Der Provider muss einen bestimmten Umsatz je Leitung erzielen. Ob nun Kupfer oder Glas ist nicht so wichtig.

    Die Leute mit 20-30€ werden halt von den restlichen Kunden mitfinanzert.

  • Dann werden auch die Einfamilienhäuser mit Gigabit vom Wohnungsbewohner mit 20-30 Anschlüssen subventioniert. Die in Ausbaugebieten mit schweren Lehmboden von denen mit Sandboden, die im teuren Bayern, wo der lokale Baupartner mehr verlangen kann als in Sachsen-Anhalt von denen dort, die die bald sterben (und die Erben wollen gar kein Festnetzinternet mehr) von denen die das noch 30 Jahre nutzen, etc. Das ist doch alles Kokolores. Das sind Mischkalkulationen und niemand wird von irgend jemandem mitfinanziert.

    Best effort Preismodelle wären per se möglich, sind aber schwer mit Europarecht kompatibel. Provider müssen die Bandbreiten inklusive Minima und Maxima präzise angeben, Verbraucher haben Ersatzansprüche etc. bei Verletzung. Und gegen eine de facto Version von best effort haben sich Verbraucher(schützer) ja viele Jahre gewehrt, was zu dieser Gesetzgebung gerührt hat. Die meisten Leute wollen offenbar lieber eine definierte Bandbreite kaufen und dafür ggf. auch mehr bezahlen.

    Einmal editiert, zuletzt von Derwisch (13. September 2023 um 15:11)

  • Es ist volkommen unnötig Tarife mit Bandbreiten Limitierung an irgend ein Nutzungsprofil anzupassen.

    Die Peak-Bandbriete des Anschlusses spielt für die Kosten gar keine Rolle.

    Einfach Open-End lassen was die Technologie hergibt, der User nimmt sich so viel Raus wie er braucht. Egal ob er nun gerade auf einer Website surft, Streams schaut, das Cloud Backup durchführt oder sich das neue Starfield game mit 125GB installiert.

    Bist du zufällig Holzkopf aus dem CB-Forum ? Der argumentiert genauso wie du.

    Wie oben drüber schon gesagt, funktioniert der Markt so nicht, und das TKG-Gesetz steht dem auch entgegen. Denn ich muss dir als ISP Werte im Produktdatenblatt angeben, die auch jederzeit von dir erreicht werden können. Das beißt sich aber mit der, um ökonomisch zu agieren nun mal notwendigen, Kapazitätsplanung bzw. Überbuchungen.

    Versteh das nicht falsch, ich bin da bei dir, alleine aus technischer Sicht wäre es für Menschen wie mich einfacher, nur einen Tarif anzubieten, anstatt eines Tarifdschungels der Dank OpenAccess wahrscheinlich sogar noch zunehmen wird. Wären da keine gesetzlichen und marktwirtschaftlichen Hürden, wäre auch eine entsprechende Überbuchung am Aggregationpoint kein Problem, und man würde trotzdem Rendite einfahren.

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  • Dann werden auch die Einfamilienhäuser mit Gigabit vom Wohnungsbewohner mit 20-30 Anschlüssen subventioniert. Die in Ausbaugebieten mit schweren Lehmboden von denen mit Sandboden, die im teuren Bayern, wo der lokale Baupartner mehr verlangen kann als in Sachsen-Anhalt von denen dort, die die bald sterben (und die Erben wollen gar kein Festnetzinternet mehr) von denen die das noch 30 Jahre nutzen, etc. Das ist doch alles Kokolores. Das sind Mischkalkulationen und niemand wird von irgend jemandem mitfinanziert.

    Naja, eine Mischkalkulation sagt schon genau das. Im Mittel möchte ich einen bestimmten Umsatz erzielen.

    Wenn alle ausschließlich das Basisprodukt nehmen würden, müsste der Anbieter den Preis entsprechend erhöhen (siehe mein Beispiel Init 7).

    Das liegt auch daran, dass der Kunde, der mehr Bandbreite ordert, zwar mehr bezahlt, aber andererseits nicht mehr Kosten verursacht.

  • Der Bandbreitenbedarf hat sich in den letzten Jahren immer weiter abgeschwächt. Die Sprünge von 28K, zu 56K, zu ISDN, zu T-DSL, zu VDSL/Kabel/ftth innerhalb von 10 Jahren waren astronomisch und in den letzten 10 Jahren hat im Vergleich dazu die Entwicklung fast stagniert.

    Die Kurve hat sich abgeflacht. Das ist aber auch normal.

    Meine Aussage kümmerte sich in keinster Weise um den Bedarf, sondern es ging um die technische Weiterentwicklung auf demselben Medium.

    Aber ganz so schnell waren die Sprünge dann doch nicht, wie du schreibst. Ich war eigentlich immer vorne mit bei.

    1987 hatte ich 14.4k, 1994 28.8 incl. update auf 65k robotics, dann fritz!Card A1 Classic im Amiga A2000 1996 beim ISDN Förderprogramm der Telekom zugeschlagen. Dann war lange Pause, bis 2000 DSL verfügbar wurde. Mit 2 MBit gestartet, 2006 langsam hochgearbeitet über 50 bis 100MB. Aber erst 2015 gab es dann VDSL-Vectoring mit handverlesene 250 MB.

    Alles in allem waren es so an die 25 bis 30 Jahre.
    Und von 2015 zu 2022 habe ich GF mit 1000/500, aber das lag nicht an mir das es so lange gedauert hat, haben wollte ich es schon 2018 beim Neubau. :P

  • 1987 hatte ich 14.4k, 1994 28.8 incl. update auf 65k robotics, dann fritz!Card A1 Classic im Amiga A2000

    Bist du mit 1987 sicher? Der Standard dazu wurde erst 1991 verabschiedet. Ich weiß aber, dass Zyxel oder US Robotics gerne schon vorab ihr eigenes Süppchen gekocht haben. Kommt mir trotzdem sehr früh vor.

    1993 müsste ich mein erstes 14.400 Modem (für schlappe 200 DM) gekauft haben, wenn ich mich nicht täusche.

    Und später dann jahrelang ein US Robotics ISDN am Amiga 1200. ;) (https://osmocom.org/projects/retro…ter_ISDN_TA_Ext)

    War super. Konnte man wie ein Modem betreiben, seriell und mit AT-Befehlen.

    Liegt hier noch heute im Regal, bringe es nicht über's Herz, das wegzuschmeißen. Den 1200er gibt es noch, aber keine Gegenstelle mehr für ISDN.

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  • Bist du mit 1987 sicher?

    Ja, weil ist das Geburtsjahr meines Sohnes und Einzug in meine erste Eigentumswohnung war. Habe damals bei PabstComputer gejobbt. Die waren Apple-Distributor in West-Berlin. Wir haben schon sehr früh Ware aus USA bekommen. Außerdem wurde in dem Laden auch noch Amiga verkauft, da hatten wir den direkten Draht zu Village Tronic (GFX-Karten für Amiga und Apple ansässig in Braunschweig).

    Zudem hatten wir da einen Verrückten mit 24 Robotics-Modem um BlueBoxing zuhause (Multiplex-Leitung) zu betreiben. Der hat später die Fa. Snafu.de am Hardenberg Platz mit aufgebaut, erster lokaler privater Internetprovider. Innerhalb von West-Berlin zahlte man für ein Telefongespräch nur einmal 24 Pfennige, keine Taktung, die Leitung stand 24 Std. Das war geil. Kollege erzähle, dass selbst die Einwahl-Nummer immer noch existiert.
    Die E-Mail-Adressen funktionieren immer noch, der Laden wurde aber übernommen von inter.net. Auch ein echt geiler Domain-Name.

  • Meine Aussage kümmerte sich in keinster Weise um den Bedarf, sondern es ging um die technische Weiterentwicklung auf demselben Medium.

    Aber ganz so schnell waren die Sprünge dann doch nicht, wie du schreibst. Ich war eigentlich immer vorne mit bei.

    1987 hatte ich 14.4k, 1994 28.8 incl. update auf 65k robotics, dann fritz!Card A1 Classic im Amiga A2000 1996 beim ISDN Förderprogramm der Telekom zugeschlagen. Dann war lange Pause, bis 2000 DSL verfügbar wurde. Mit 2 MBit gestartet, 2006 langsam hochgearbeitet über 50 bis 100MB. Aber erst 2015 gab es dann VDSL-Vectoring mit handverlesene 250 MB.

    Alles in allem waren es so an die 25 bis 30 Jahre.
    Und von 2015 zu 2022 habe ich GF mit 1000/500, aber das lag nicht an mir das es so lange gedauert hat, haben wollte ich es schon 2018 beim Neubau. :P

    Bei dir vielleicht, ich hatte bereits im Jahr 2000 eine T-Online T-DSL Flatrate, das DSL Modem war gigantisch.

    Und eigentlich auch sonst jeder im Freundeskreis der seine Eltern überreden konnte und wo es verfügbar war. Ich bin online aufgewachsen und die Entwicklung der ersten 10 Jahre war extrem, im Vergleich dazu ist die letzten 10 Jahre nichts passiert, überall. Nutze privat heute noch das selbe HP Laptop das ich 2016 gekauft habe, war schon damals nicht besonders teuer.

    Zwischen 1998 und 2005 hatte ich fast jedes Jahr einen neuen PC und war trotzdem auf der LAN Party meistens nicht ganz vorne mit dabei.

    Mein Leben musste sich nie "digitalisieren", in meiner Generation hat man das noch als Computerfreak bezeichnet was heute für jeden Teenager komplett normal ist. Und ob IRC, ICQ, MSN oder jetzt WhatsApp, so wirklich was neues gibt's schon lange in vielen Bereichen nicht mehr. Eine langsame Evolution.

    Der PC war der Treiber für Festnetz-Internet, das Smartphone für mobiles Internet und die anfängliche Entwicklung war bombastisch und jetzt halt nicht mehr. Ich verweise nur auf den Status Quo.

    Würde ich alleine leben hätte ich vermutlich gar keinen Festnetzzugang mehr sondern nur eine mobile Flat und ggf. wird Zuhause mal ein Gerät per Hotspot verbunden. Auch das beobachte ich bei jüngeren Leuten in den 20ern. Nicht weil sie es sich nicht leisten können sondern weil sie daran nicht interessiert sind. Gut möglich, dass in 20 Jahren Festnetz, PC und Router eher was für ältere Leute geworden ist, so wie heute das Fernsehprogramm und da die Entwicklung gar nicht groß weitergeht, sondern aus mobile first langfristige mobile only wird. In Finnland ist das schon heute so, dass die an sich gut ausgebauten Festnetzinternetzugänge als eher obsolet und was für ältere Leute gelten.

    "Compared to other countries, people in Finland rely heavily on mobile networks as 43 per cent of Finnish households only use mobile connections." https://www.traficom.fi/en/news/small-…mobile-networks

  • Bei dir vielleicht, ich hatte bereits im Jahr 2000 eine T-Online T-DSL Flatrate, das DSL Modem war gigantisch.

    Hatte den Text schlecht formuliert:

    Dann war lange Pause, bis 2000 DSL verfügbar wurde.

    Die 2000 bezog sich auf die Jahreszahl, war aber mit der Geschwindigkeit identisch. ;)

    Ans Modem kann ich mich gar nicht so genau erinnern, war noch mit Splitter davor. Aber mein Router war ein Dreytek Vigor. Der konnte ISDN und WAN, aber nur 4x100 MBit/s. ^^ Schon damals in allen Zimmer LAN-Dosen.

    Ab 2006 dann VDSL.
    Festnetz ist im beruflichen Umfeld einfach noch notwendig. Der Vorteil der Fritz!Box ist, dass sie reichlich SIP-Konten frisst, incl. Haustür (SIP-tauglich) mit Video auf Fritz!Fon. Und so kann ich von zu Hause Telefonieren und die Nummer aus der Firma wird den Kunden angezeigt. Das bekommt man mit den Handyverträgen (Ausnahme Business-Großkunden) nicht hin. Oder auch Fax ist noch bei Kaufverträgen/Gericht/Notar noch ein Thema.

    Aber bei meinen Kindern (Mitte 30) ist es auch so, dass sie kein Festnetz mehr nutzen zum Telefonieren. Allerdings haben beide Internetzugänge, schon aus beruflichen Gründen (VPN etc.).

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  • Ans Modem kann ich mich gar nicht so genau erinnern

    Ich hab den Brocken noch ganz genau vor Augen - und heiß geworden ist das Teil, aber was hatte man damals nicht alles getan um statt mit 64 kbit/s (0,064 Mbit/s), wir hatten damals ISDN, mit 768 kbit/s (0,768 Mbit/s) durchs Internet zu fliegen :love: . Wir waren damals die ersten bei uns in der Straße, alle anderen mussten mindestens ein 3/4 Jahr auf ihren Anschluss warten, die Telekom kam mit dem Ausbau nicht hinterher :D

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4
    und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN
  • Lustig war die Zeit als T-DSL noch nicht überall verfügbar war aber der Telekom Tarif mit Festnetzflat. Da gab's Festnetznummern zum Einwählen und Modembesitzer konnten ohne Zusatzkosten online.