32469: Weser Connect

  • Nach meinen Beobachtungen von RIPE Atlas Nodes hat man bei GPON geschaetzt meist ca. 2ms Zugangslatenz, dazu kommt dann halt die weitere Strecke uund Verzoegerungen fuer alle L2/3 Hops die von Licht zu Strom ubd wieder zu Licht umwandeln, so wie eventuelle Queueingdelays. Nach einer Faustregel reicht 1 ms RTT fuer ca. 100km Glasfaserstrecke, d.h. bei Dir erklaert die Distanz >= 3.5 ms, zusammen mit der PON Latenz bleiben nur ca. 2.5 ms uebrig die erklaert werden muessten... sieht OK aus...

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (23. Oktober 2025 um 12:42)

  • 2ms auf GPON haben nur sehr wenige wie z.b. die Telekom.

    Würde bei den anderen eher mit ~5ms+ rechnen.
    Die haben in der Regel konservativere Polling rates und Burst Sizes ... leider.

  • Ich habe bei RIPE Atlas in der Tat primaer auf Telekomanschluesse geblickt, bei denen ist die Netzstruktur klarer und der BNG ein IP Hop der i.d.R. nahe am OLT Standort liegt, aber ich habe auch bei der DG aehnliche Latenzen gesehen, wenn ich mich nicht irre, muss ich wohl mal schauen wie ich das per API abfrage statt mich haendisch Probe fuer Probe durch Traceroutes zu klicken...

    Wenn ich fragen darf, hast Du eine Referenz fuer die ~5ms, waere sehr interessant.

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  • 2ms auf GPON haben nur sehr wenige wie z.b. die Telekom.

    Würde bei den anderen eher mit ~5ms+ rechnen.
    Die haben in der Regel konservativere Polling rates und Burst Sizes ... leider.

    Dann käme das in etwa hin. 5 ms GPON-Latenz, 3 ms bis FFM.

  • Dann käme das in etwa hin. 5 ms GPON-Latenz, 3 ms bis FFM.

    IMHO, nur wenn zwischen Deinem OLT und dem Server in FFM kein weiterer Hop waere... aber da ist ja noch das CG-NAT Gateway/AFTR dazwischen, das auch Zeit braucht...

    Andererseits gut moeglich, dass meine 2ms fuer das PON-Segment etwas optimistisch ist und fuer netservices habe ich noch gar nicht nach Atlas Nodes gesucht ;)

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  • Wenn das das CG-NAT Gateway ist, dann ist das bereits mehr als die Zugangslatenz ueber das GPON Segment. Bei mbo77 hat das CG-NAT Gateway sogar hoehere Latenz als der Endpunkt... was fuer mich bedeutet, das ist kein geeigneter Reflektor fuer ein Abschaetzung der Zugangslatenz. Aber hey, ich mag da einem Zirkelschluss erliegen und nur besonders niedrige GPON RTTs vorselektieren...

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  • Hier mal das ganze


    Zitat
    2100.124.1.92* 5.587 ms5.514 ms5.823 ms
    3******
    4******
    580.81.193.221gvpp-xcn-fra6.de-cix.net 4.227 ms5.688 ms5.745 ms
    6185.176.193.1l3s-gvpp-tfn-fra6.de-cix.net 5.691 ms5.531 ms5.851 ms
    7192.178.109.243*151695.538 ms5.65 ms5.717 ms
    8192.178.74.163*151695.73 ms5.644 ms5.739 ms
    9216.58.206.46lcfraa-aa-in-f14.1e100.net,mil07s07-in-f14.1e100.net,lhr35s10-in-f14.1e100.net151695.661 ms5.725 ms5.711 ms


    Zieht sich in einem durch.

  • Mmmh, gerade noch mal in meine Aufzeichnungen gesehen:

    Zitat

    AS60294/8899 Deutsche Glasfaser: die inneren Hops sind oft langsamer als die Endpunkte, ungeeignet zu Abschaetzung der Zugangslatenz

    Hatte ich wohl falsch in Erinnerung, zur Zugangslatenz bei der DG kann ich nichts sinnvolles Beitragen, ausser dass die Latenz zu den RIPE Atlas Ankermessungsendpunkten oft um 4-5 Millisekunden liegt*, womit die Zugangslatenz << 5ms sein deurfte... das passt fuer mich immer noch zu den 2ms Werten der Telekom... aber klar, das ist ein Schaetzung und keine praezise Messung.


    *) Mitunter liegt die auch bei 2ms, unklar ob das AON Anschluesse sind.

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  • Ergänzung

    Der Anschluss ist mit dem Huawei-ONT des Providers in Betrieb gegangen. Unter "Last" zeigt die Shelly-Steckdose 2,1W an. Allerdings auch im Idle-Zustand.

    Wenn ich mal wieder Lust zu basteln habe, schaue ich, welches GPON-SFP im R4 funktionieren könnte und wie es bis dahin mit dem Onboarding-Prozess aussieht.

    Aber energiemäßig wird da nicht viel zu holen sein, vielleicht 1W Einsparung, wenn überhaupt.

    Nachtrag: Der Router selbst liegt bei 4,2W.

    Einmal editiert, zuletzt von mbo77 (24. Oktober 2025 um 10:35)

  • Jetzt wirklich erstmal der letzte Nachtrag.

    Ich habe SQM für das Interface konfiguriert und recht optimale Werte gefunden:

  • Jetzt habe ich mir den verbauten ONT nochmals angesehen. Das konfigurierte Interface auf dem Gerät war doch nicht, wie bei hack-gpon.org dokumentiert.

    Es handelt sich um Huawei EG8010Hv6-10.

    Der Login ist auch im operativen Status möglich, nachdem ich auf dem Router ein passendes Interface/Firewall-Zone eingerichtet habe.

    Hier die "spannendste" Info. Das optische Signal liegt augenscheinlich im guten Bereich.

    Was ich noch erahnen kann, ist, dass vermutlich nur die Seriennummer zur Registrierung am OLT gebraucht wird.

    Das ist aber ein Thema, um das ich mich vielleicht mal in Zukunft kümmere. Dazu müsste ich erstmal schauen, ob es für den Banana Pi R4 überhaupt ein kompatibles GPON-SFP gibt.

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  • Jetzt habe ich mir den verbauten ONT nochmals angesehen. Das konfigurierte Interface auf dem Gerät war doch nicht, wie bei hack-gpon.org dokumentiert.

    Es handelt sich um Huawei EG8010Hv6-10.

    Da ist ja auch ein anderer ONT beschrieben;)

    Für dein Modell gilt da etwas anderes: https://support.huawei.cn/enterprise/en/…ei-ont-web-page

    Zitat
    • Open a browser. In the address box, enter the web address (printed on the nameplate of the Huawei ONT). Press Enter.
    • Enter the login user name and password (printed on the nameplate of the Huawei ONT or contact your ISP). Click Log In.

    Hast Du aber schon selbst herausgefunden, daher die obige Info für die Nachwelt.

  • Kurzes Update zum Einsatz eines eigenen ONT/ONU.

    Dies ist nach Angabe der Modem-ID per Email möglich. In der ersten Antwort hat man mir noch haarklein mitgeteilt, wie viele Probleme das machen würde. Zudem könnte ich einen kostenpflichtigen Installationsservice in Anspruch nehmen. Was der genau macht, bleibt unklar. Das haben wir aber so ähnlich schon von einem anderen Teilnehmer hier gehört.

    Ich habe diese Option abgelehnt und erneut gefragt, wie der Prozess des Onboardings beim Provider aussieht. Daraufhin kam dann die Antwort, dass eine Umstellung per Email erfolgen kann.

    Momentan lasse ich das so, wie es ist. Vielleicht suche ich mir bei fs.com mal einen passenden ONU. Gibt es da Empfehlungen?

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  • Update nach ca. fünf Monaten Betrieb.

    Seit Oktober '25 ist der Anschluss hier nun aktiv.

    • In der Zeit gab es einen Ausfall, wo für ca. 30 Minuten der PPPoE-Aufbau gestört war
    • Ich konnte nach Anfrage gegen eine einmalige Gebührt von 20 Euro auf eine öffentliche IPv4-Adresse wechseln
    • Layer 3 wird in FFM terminiert, somit wird auch sämtlicher Traffic dort geroutet. Selbst, wenn ich Kommunikation zu meinen Nachbarn aufbauen möchte - Latenz vor Ort damit 16 ms. Ähnlichen Zick-Zack-Traffic gibt es nach Hannover, Bremen, Hamburg etc. Nicht optimal, sondern kostenoptimiert. Hat aber keinen Einfluss.
    • In Stichproben konnte ich die Bandbreite zu verschiedenen Test-Servern eigentlich immer erreichen
    • Mit ordentlichen SQM-Settings im Router komme ich im Bufferbloat-Test zuverlässig auf eine Einstufung A+ bis A. Die Bandbreite pendelt sich dabei auf 510, bzw. 265 Mbps ein.
    • Eine Zwangstrennung habe ich bisher nicht erlebt. Nach 60 Tagen kam es eher durch Updates am Router zu Reboots.
    • Zur Telefonie kann ich nicht viel sagen, sie ist quasi ungenutzt
    • Im Gegensatz zu einem großen Mitwettbewerber hat IPv6 bisher immer durchgehend funktioniert ;)
    • Eine Nutzung eines eigenen ONTs ist möglich, dazu muss man sich mit der Serial beim Service melden. Aber da fehlt mir momentan die Motivation, das tatsächlich umzusetzen.
    • Der Preis von 65 Euro für 500/250 Mbps ist recht hoch. Es wird sich zeigen, wie der Anbieter reagieren wird, wenn für viele die 2-Jahres-Bindung endet. Direkte Konkurrenz gibt es durch HFC, DSL und 5G, zumindest in den größeren Orten dieser Stadt.
  • So, seit 17 Uhr hat netservices/weser-connect bei uns eine Störung.

    ONT meldet, dass alles ok ist. Aber der Router schickt tapfer PADIs, kriegt aber keine Antwort mehr.

    Ist mir nicht direkt aufgefallen, weil aktuell das 5G-Backupdevice als Default-Route übernommen hat.

    Zweite Störung innerhalb eines halben Jahres.. schauen wir mal.