• hallo,

    habe vor kurzem ein angebot von den hiesigen stadtwerken bekommen.

    auf ihrer homepage heißt es:

    Was beinhaltet der Glasfaser-Hausanschluss?

    1. Glasfaserleitung von der öffentlichen Straße aus übers private Grundstück zum Privathaus (passiv)

    2. HA (Hausanschluss)/HÜP (Hausübergabepunkt) mit Leerrohr und Glasfaser (12 Fs)

    3. HAK (Hausanschlusskasten) mit ONT (Optical Network Termination = Glasfasermodem)

    bedeutet das "passiv" hinter punkt 1 lediglich dass der GF-TA / ?HA? / ?HAK? keine stromquelle benötigt oder ist es evtl. als GPON zu deuten?

    wenn wegen strom, sollte das "passiv" dann nicht eher hinter punkt 2 oder 3 stehen?

    auch zu lesen ist:

    Wussten Sie, dass Sie eine eigene private Glasfaser vom Verteilerkasten bis in die eigenen vier Wände bekommen?

    Wir errichten ein Point-to-Point-Netzwerk für Sie.

    mit meinem 3-tägig angelesenen halbwissen war ich in der annahme dass es sich bei "point-to-point" immer um AON handelt?

    ist eine point-to-point verbindung in einem GPON überhaupt möglich?

    der außendienstler konnte mit den begriffen AON/GPON nichts anfangen.

    vielleicht könnt ihr mich ja aufklären.

    gruß

  • Für einen möglichst großen Mehrwert der Diskussion solltest du deinen Anbieter nennen. Ich tippe auf LuheGlasfaser der Stadtwerke Winsen?

    PtP klingt sehr nach AON, wird nach meinem Verständnis als Synonym dafür genutzt, aber sicher wird es dir außer dem Anbieter wohl keiner sagen können. Dieser scheint in den Kinderschuhen zu stecken, es gibt ja noch nicht einmal ein Produktinformationsblatt.

  • korrekt. http://www.stw-winsen.de

    die teilen sich wohl den ausbau mit glasfaser nordwest.

    dort wo genug unterschriften gesammelt wurden bauen sie alleine, andernfalls baut glasfaser nordwest.

    in das eigene netz haben die tarife den vollen upload, in das netz von glasfaser nordwest lediglich 40%.

    abgesehen vom kleinsten, der bleibt bei 50mb up.

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  • In zwei von drei Gebieten teilen sich die Stadtwerke Winsen nicht den Ausbau mit Glasfaser Nordwest, vielmehr ist es so, dass dort Glasfaser Nordwest Winsen ausbaut (hier die Gebiete https://glasfaser-nordwest.de/gebiete/?_sf_s=winsen), und u.a. die Stadtwerke Winsen die Anschlüsse vermarkten. Du kannst den Anschluss aber genauso über die Deutsche Telekom oder die EWE buchen, die ebenfalls Anschlüsse von Glasfaser Nordwest vermarkten. Meines Wissens baut Glasfaser Nordwest ausschließlich GPON Glasfasernetze, um deine eigentliche Frage zu beantworten. Nur im dritten Ausbaugebiet bauen die Stadtwerke Winsen selber (siehe hier: https://www.stw-winsen.de/de/Internet/Lu…Aktionsgebiete/), und so wie sich die Beschreibung ließt, handelt es sich dabei um ein AON Netz, denn es werden nur in dem Gebiet auch symmetrische Bandbreiten angeboten.

    2 Mal editiert, zuletzt von jon269 (27. Juni 2023 um 13:31)

  • PtP heißt nicht zwingend, dass ein AON eingesetzt wird. Die Deutsche Glasfaser baut z.B. auch Punkt-zu-Punkt (Point-to-Point, PtP), aber betreibt neuere Anschlüsse trotzdem mit GPON. Der Splitter ist dabei im Hauptverteiler (PoP, Point-of-Presence), während andere Provider schon das Netz als Point-to-Multipoint auslegen und Splitter in den Verzweigerkästen unterbringen. Der Vorteil einer PtP-Topologie ist, dass man damit problemlos einzelne Anschlüsse auch mit AON Technik betreiben kann, z.B. für Geschäftskunden.

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  • mhm, in meinem gebiet wäre 1gb up / down möglich.

    sollte mich wohl glücklich schätzen und annehmen?

    spätestens durch einsetzen des falschen moduls im 5530 werde ich ja merken um welche topologie es sich handelt.

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  • 1 Gbit/s Up liegt zumindest deutlich über dem deutschen Durchschnitt. Wäre mir aber deutlich zu teuer. Falls es GPON ist, wird dein Modul wohl erst einmal nicht zum Einsatz kommen. Wenn der Netzbetreiber einen ONT hinbaut, möchte er wohl auch, dass der Kunde diesen nutzt. Hast du denn schon eine 5530?

  • Aber GPON teilen sich 32 oder 64 Kunden 2,5 Gbit/s down und 1,25 Gbit/s up. Daher sagt man auch Shared Medium. In Österreich hat das mit GPON und 32 Kunden zu sehr großen Problemen geführt, die sind nun runter auf 16. Hier in DE sind es aber immer noch bis zu 64 Kunden

  • ja, ich würde auch AON bevorzugen, darum der ganze thread.

    benutze aktuell 50/10 vdsl und wollte dem shared medium fernbleiben.

    habe noch keinen router, würde aber den 5530 ohne ONT betreiben wollen.

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  • Also die meisten eigenwirtschaftlichen ausbauten, sind oft GPON. So kommt es mir halt immer vor, kann mich auch täuschen.
    Die geförderten so wie bei mir sind AON. Denn so sind wir auf jeden Fall auf der sicheren Seite in der Zukunft.

    Ich würde immer zur 5590 raten, denn die 5530 ist einfach lahm. Kein USB kein nur 2mal 1 Gbit ports und ein WAN denn man als LAN benutzen kann mit 2,5 Gbit

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  • hier ist es eher ländlich und nur einfamilienhäuser vorhanden, wovon nicht jeder einen anschluss beantragt hat. macht es in solchen gebieten vielleicht einfach mehr sinn AON zu verwenden?

    benötige nur WLAN und LAN für 1x PC. trotzdem 100€ mehr ausgeben?

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  • Glaube ich nicht, dass GPON im großen Stil zu Problemen führt. Bei DSL teilst du dir, wenn es schlecht läuft, mit 100 oder mehr Anderen eine Gbit-Anbindung. Warum sollten 2,5 Gbit/s auf 32 Kunden da problematisch sein?

    trotzdem 100€ mehr ausgeben?

    Wenn dir das Geld wichtig ist, dann belasse es beim ONT, das wird in den nächsten paar Jahren in Kombination mit gebrauchter DSL-FritzBox die günstigere Option sein. Mein Wifi6-fähiges Setup besteht aus zwei Geräten (FB7520 als Router und Huawei AX3 als Access Point) und hat nur 53€ gekostet.

    Nochmal: Wenn die Stadwerke auch GPON bauen, kannst du deine 5530/90 vermutlich gar nicht an der Glasfaser betreiben. Die meisten kleineren und auch manche größeren Netzbetreiber haben noch keinen Mechanismus, um gemäß Gesetz fremde Endgeräte in ihr GPON-Netz aufzunehmen. Du kannst die Fiber-FB dann vielleicht anschließen, wirst aber keine Verbindung zustande kriegen. Dass der Anbieter explizit den ONT auf der Webseite nennt und die Verwendung von genau zwei DSL-Fritz!Boxen empfiehlt, ist ein starkes Indiz dafür, dass es dort so läuft.

    Falls sie AON bauen, kannst du die Fiber-Box wohl einfach anklemmen, hast aber keinen Geschwindigkeitsvorteil bei einer 5590 gegenüber einer 5530. Wer sich mehrmals am Tag die Weboberfläche der Box anschaut, merkt vielleicht einen Unterschied, ansonsten eher nicht. Auch das 4x4 gegenüber dem 2x2-WLAN der größeren Box hat für die Endgeräte keinen Unterschied. Da bist du höchstens bei der Verwendung mehrerer Repeater dann im Vorteil.

  • habe diesen thread entdeckt:

    DrBo
    29. April 2023 um 00:06

    dort wurde dem TE gesagt:

    "Wenn Sie eine Fritzbox mit direktem Glasfaseranschluss (5530/5590) nutzen möchten stellen wir Ihnen auf Anfrage einen passiven Netzanschluss anstatt des regulären aktiven Anschlusses zur Verfügung."

    jemand antwortet auf seite 2:

    "So wie ich das lese wird bei dem aktiven Netzanschluss bei dir ein ONT montiert (aktiv = benötigt Stromanschluss), beim passiven Netzanschluss wird nur eine Gf-TA Dose installiert, an dem in deinem Fall eine FRITZ!Box mit AON oder GPON SFP-Modul angeschlossen wird. Über die Art der Topologie sagt das zitierte Schreiben gar nichts aus."

    ist das rätsel gelöst und das "passiv" in meinem ersten post bezieht sich also tatsächlich auf die stromquelle und mit dem point-zu-point ist eher auszugehen dass es sich um ein AON handelt?

    vom netzbetreiber leider noch keine antwort und nur noch 2 tage zeit um den vorvertrag zu unterzeichnen, später kostet der anschluss geld.

  • vom netzbetreiber leider noch keine antwort und nur noch 2 tage zeit um den vorvertrag zu unterzeichnen, später kostet der anschluss geld.

    Ruf den Netzbetreiber einfach an, und frage nach. Lass Dich nicht abwimmeln, wenn Du im First Level Support rauskommst, und dort niemand weiß was AON ist ... (AON? Sie meinen EON, oder? Sie sind hier bei den Stadtwerken ^^ ).

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  • 1 Gbit/s Up liegt zumindest deutlich über dem deutschen Durchschnitt. Wäre mir aber deutlich zu teuer. Falls es GPON ist, wird dein Modul wohl erst einmal nicht zum Einsatz kommen. Wenn der Netzbetreiber einen ONT hinbaut, möchte er wohl auch, dass der Kunde diesen nutzt. ...

    Unzulässig, da kein Zwang ausgeübt werden darf. §73 TKG!

  • Der Netzbetreiber muss einen passiven Abschlußpunkt zur Verfügung stellen. Der Anschluß vonkundeneigenem Equipment ist gemäß §73 TKG zu gewährleisten.