Zwickmüle beim Glasfaserausbau überwinden?

  • Bei uns wird ein Glasfaseranschluß gelegt. Seit circa 2 Jahren!

    Es fing damit an, daß zugesagt wurde, daß es Glasfaser gibt, doch es würden "Verträge mit der Regierung" fehlen.

    Auf Nachfrage, welche Verträge, gab es keine Antwort. Auf Nachfrage mit wem gab es keine Antwort.

    Dann meldete sich doch jemand und meinte, das ganze Voranzutreiben. Dann erhielt ich einen Termin mit einem zu mir extrem unfreundlichen Polen, der dann seine - sehr sympathischen - Mitarbeiter dazu brachte, meinen Garten aufzugraben und das Kabel ins Haus zu legen.

    Ich dachte, nun geht es voran - von wegen.

    Nach weiterem ewigem Hin-, und Her kam dann ein deutscher Mitarbeiter, der das Glasfaserkabel einbringen wollte(die Polen hatten lediglich die Hülle installiert), doch er sagte, auch er könne nicht weitermachen, weil die Elektronik fehle.

    Er sagte zu, daß die Polen heute noch kommen würden.

    Sie kamen nicht.

    Ich rief ihn an, er sagte, sie würden morgen kommen, er wolle morgen nochmal anrufen, um den Status zu übermitteln.

    Das tat er nicht. Seitdem läutet sein Telefon auch durchgehend, wenn ich anrufe, er geht aber nicht ran und ruft nicht zurück.

    Der Kundenservice hat eine "Der gewünschte Gesprächspartner möchte im Moment keine Gespräche annehmen" Ansage. Per eMail antwortet man vieleicht alle 2 Wochen und dann entschuldigt man sich, man kümmere sich darum und nichts passiert.

    Das Problem ist, daß die Firma bei einem Bewerb das Monopol auf Glasfaser in meinem Bezirk gewonnen hat.

    Das heißt, der Ausbau und Anschluß geht nur über die Firma und die ist, jedenfall mit den genannten Methoden, nicht erreichbar.

    Ich hörte, daß sie bei vielen Häusern im Verzug sind und noch etliche andere Häuser besuchen müssen in der Umgebung.

    Es ärgert mich, daß Termine zugesagt werden, ich hier warte und niemand kommt, niemand erreichbar ist und ich keinen anderen Anbieter wählen kann.

    Manchmal denke ich: scheiß auf Glasfaser, dann bleib ich halt bei 16 MBit, Internetgeschwindigkeit ist nicht alles und im Vergleich mit einem 56k-Modem ist das fast 300 mal so schnell, also was solls.

    Doch dann: was könnte ich tun?

  • Warten. Dass der Ausbau nicht so schnell wie gewünscht vorangeht, ist ja nicht nur bei dir so. Fachkräftemangel und Knappheit elektronischer Komponenten machen denen genauso einen Strich durch Rechnung, wie z.B. der Automobilindustrie oder auch der Baubranche. Frag mal Bauherren oder Autokäufer, wie es bei denen mit den zugesagten Terminen aussieht.

  • Moin,


    ich schreibe nur stichwortartig die Fragen auf, die sich mir stellen.


    Welcher Anbieter?

    Welche Ausbaufirmen?

    Welcher Ort?

    gefördert oder privatwirtschatflicher Eigenausbau?

    Was sagt der Kontakt der Stadt, Kommune, etc zu den Schwierigkeiten?

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Danke für die Info, das ist ein Konglomerat aus verschiedenen Stadtwerken und der WEMAG. Da benötigst Du nur eines: Geduld.

    Wenn Du den Vertrag auflöst, dann ehälst Du gar keine Glasfaser!


    Leider ist es so, dass geförderter Ausbau deutlich länger dauert als der privatwirtschaftliche. Zwei Jahre Wartezeit bei gefördertem Breitbandausbau ist durchaus nicht ungewöhnlich. Anbieter sprechen davon, das es diese Zeit benötigt um lediglich die Genehmigungen und Freigaben einzuholen. Ich will dir die Hoffnung nicht nehmen, jedoch kann es noch einmal die gleiche Zeit dauern, bis tatsächlich der Anschluss in Betrieb genommen werden kann.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Die Aussagen von HubeBube kann ich nur bestätigen, sowohl aus eigener Erfahrung als auch beruflich.


    Geförderter Ausbau ist tatsächlich überwiegend immer zeitintensiver, da viel mehr Bürokratismus hintersteckt, da ja auch Steuergelder hinterstecken. Hat seine Vor- und Nachteile. Jede Änderung an Kosten oder Planänderungen nach Abnahmen etc. p.p sind alles Variablen die meist zu Verzögerungen führen.


    Daher finde ich das Verhalten vom Ansprechpartner der Behörde nicht richtig und würde mit dem nächsthöheren sprechen.


    Ich bin selbst im geförderten Gebiet und sollte laut einem letzten Telefonat geplant im Winter angeschlossen werden. Mir war aber bewusst, dass das nichts wird. Dafür spielten auch zuviele Faktoren wie Corona, Personal, HArdware eine Rolle.


    Ich habe bei mir erst letzte Woche meinen Kontakt von der Behörde angerufen und er war ziemlich offen und ehrlich und auch gut informiert.


    Na ja jetzt warte ich weiter, hab es ja noch nicht und kann es daher auch nicht vermissen. Währenddessen helf ich mir mit Hybrid LTE weiter , so dass ich von 10 Mbit auf 30Mbit down und

    30 Mbit Up habe.

  • Die Aussagen bezüglich der Genehmigungszeiten sind in diversen Veröffentlichungen durch Fachverbände erfolgt. Auch in der Welt wurde berichtet:

    Gigabit-Ausbau: Staatliche Förderung wird zum Bremsklotz - WELT
    Künftig dürfen auch Kommunen Fördergelder für einen Glasfaserausbau beantragen, in denen es bereits schnelles Internet gibt. Die Telekom-Anbieter fürchten,…
    www.welt.de

    Zitat

    Während der eigenwirtschaftliche Ausbau etwa ein Jahr dauert, verzögert ein Förderverfahren wegen der notwendigen Ausschreibungen, Bewilligungen und Genehmigungen den Prozess um drei bis fünf Jahre. Vorausgesetzt, man findet am Ende eine Baufirma dafür.

    Bezüglich deines Providers musst Du lediglich dessen Website besuchen, da findest Du alle Infos. Immerhin wird es, Stand jetzt, eine AON Topologie werden.


    Gerade nach MeckPom sind extrem hohe Fördergelder für den Glasfaserausbau geflossen, die aufgrund von Bürokratismus nicht abgerufen werden/wurden:

    Breitbandausbau: Immer noch bleiben viele Fördermittel liegen
    Seit Jahren will die Bundesregierung Milliarden in den Breitbandausbau stecken. Doch weiterhin bleiben die gefüllten Fördertöpfe des Bundes zum Großteil…
    netzpolitik.org

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Hier sprechen viele aus Erfahrung, wenn sie dir Geduld empfehlen. Zu einem Glasfaseranschluss kommt man, indem man die Gelegenheit zur Bestellung wahrnimmt und dann abwartet, dass die Dinge, die ihre Zeit brauchen, erledigt werden. Der erste Teil ist unverzichtbar. Der zweite Teil ist eine Frage des Temperaments, aber schneller geht es mit einem aktiveren Stil i.d.R. nicht. Der einzelne Anschluss hat deutlich weniger Bedeutung, als es manchem "König Kunde" lieb ist.

  • Uns ist allen klar, daß du, und jeder andere, der so denkt, kein Vorbild (b)ist.

    Wenn das ihre Meinung ist, nehm ich sie gern hin, da ich von vielen schon das Gegenteil gehört habe.


    Warten muss man auf den Anschluss aber man kann dennoch im regelmäßigen Austausch sein. Ich erkundige mich je mach Aussage einmal in Monat bei meinem Kontakt im Kreisamt und bekomme immer Feedback oder kurze Zeit später finde auf einmal wieder weitere Maßnahmen statt.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Geht es dir um einen Powertrip oder um einen funktionierenden Glasfaseranschluss? Ich weiß, wie aus Sondierungsgesprächen über Jahre irgendwann ein FTTH-Anschluss wurde, obwohl sehr viele das wegen der Konkurrenz durch VDSL und Kabel nicht für möglich gehalten haben. Alles hat länger gedauert als geplant. Aber hier läuft der Anschluss, und dazu hat es keine Staatshilfe gebraucht. Zwischendurch waren viele drauf und dran, die Geduld zu verlieren, aber am Ende wurde doch gebaut.

    dann bleib ich halt bei 16 MBit, Internetgeschwindigkeit ist nicht alles

    Das ist auch eine Möglichkeit, aber wenn man von Machtlosigkeit spricht, würde ich das für ein gutes Beispiel halten.