Logisch, deine LAN-Clients haben dann keine IPv6-Adressen.
Deutsche Glasfaser - Probleme mit einigen Android Apps
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Vielleicht sollte ich nochmal erläutern, was es mit der Deaktivierung von "Router Advertisement im LAN aktiv" auf sich hat (für jemanden, der sich mit IPv6 noch nicht gut auskennt):
RA (Router Advertisements) sind bei IPv6 elementar wichtig für eine dynamische IPv6-Konfiguration der LAN/WLAN-Clients (via DHCPv6 oder SLAAC (stateless address autoconfiguration)).
Schaltet man das Senden dieser RA ab, so haben die LAN/WLAN-Clients (außer einer linklokalen IPv6-Adresse fe80...) keine IPv6-Adresskonfiguration mehr (keine Adressen, kein Gateway, keine DNS-Server), sondern nur noch eine IPv4-Konfiguration (hier via DHCPv4).
Sieht man, wenn man z.B. an einem Windows-Client mal "ipconfig /all" absetzt und sich die Netzkonfiguration anzeigen lässt.
Im Ergebnis kommen die LAN/WLAN-Clients so nicht in Versuchung, IPv6 für die Internet-Kommunikation zu verwenden, die im vorliegenden Fall nicht funktioniert, weil die DG das (Rück-)Routing des IPv6-PD-LAN-Präfix in ihrer zentralen Infrastruktur nicht auf die Reihe bekommt.
Die beobachteten Verzögerungen bei Anwendungen spiegeln die Zeitdauer wieder, die es braucht, bis die jeweilige Anwendung auf IPv4 zurückfällt, nachdem sie zuvor erfolglos IPv6 probiert hat. Ist andererseits auch ein Indikator dafür, dass die jeweilige App bzw. das darunter liegende System (Android) die Prinzipien von "Happy Eyeballs" schlecht oder gar nicht umgesetzt haben.
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::1 Danke für die Erklärung!
Ich habe gerade im Kundenportal von DG gesehen, dass mein Ticket als "abgeschlossen" merkiert ist 😒
Habe ein neues Ticket eröffnet... schau mer mal...
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Besser ist es das Ticket über "Rückfrage..." wieder zu aktivieren. Das wirkt besser, als den Support mit schnell bearbeiteten (= gelösten Problemen) Tickets (öffnen/schließen) zu belohnen.
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Ich habe bei dem geschlossenen Ticket auf "Rückfrage stellen" gedrückt, aber dann wurde ein neues Ticket eröffnet...
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OK, dennoch ist damit eine Verknüpfung zu dem initialen Ticket gegeben, hoffe ich zumindest.
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Heute um 7:30 kam eine E-Mail von DG:
"... Ich möchte Sie darüber informieren, dass ich eine systemseitige Synchronisierung durchgeführt habe. Ihre IPv6 ist jetzt aktiv. ..."Was immer man bei DG unter "systemseitiger Synchronisierung" versteht (ich deute es mal eher als L2-Thematik, also auf die physische Glasfaserverbindung bezogen), es scheint so völlig am Problem vorbei zu gehen, sowohl den Layer betreffend (hier L3-Problem auf IP/IPv6-Ebene, kein L2-Problem auf Glasfaser-Ebene), als auch die Lokalisierung der Problemursache (muss am Kundenrouter bzw. dessen vermuteter Falschkonfiguration liegen). Die durchgeführte oder die bei "eigenem Kundenrouter" vorgeschlagene vermeintliche Lösung hat dann immer was von dem Spruch mit "dem Hammer und dem Nagel".
In deinem Ticket an DG solltest du natürlich zumindest erwähnen, dass die Ursache nicht in deinem Router, sondern in der (kaputten) IPv6-Infrastrukur der DG zu finden und zu beheben ist. Die Kernaussage dabei ist, dass dein IPv6-LAN-Präfix, den du dynamisch zugewiesen bekommst, in der internen Netzinfrastruktur der DG nicht zu dem BNG geroutet wird, an den dein Anschluss angebunden ist. Als Nachweis kannst du auf IPv6-Traceroute-Messungen von außen verweisen, wie ich sie in #101 gezeigt habe.
Und das wirst du in der langen Kette der zu erwartenden Ticket-Orgie stets gebetsmühlenhaft wiederholen müssen.
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Mir gehts doch genauso, und ich seh das über den Support absolut hoffnungslos, die wollen das Problem gar nicht verstehen, sind vermutlich drauf geschult, wie man Kunden am besten abwimmelt. Ich muß so aufpassen, daß ich mich hier nicht im Ton vergreife...
Meine Tickets wurden immer mit ähnlichen Aussagen sofort wieder geschlossen. Ich denke, man kommt wirklich nur per Brief weiter, oder wir müssen uns irgendwie zusammentun, scheinen ja doch einige das gleiche Problem zu haben.
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Ich hatte bereits bei meinem 1. Ticket die Screenshots von "ipconfig /all" und "tracert -6 http://www.heise.de" mitgeschickt.
Aber vielleicht ist das mit "Einstellungen der Fritzbox neu drüber bügeln" dort immer der erste Schritt?
Beim IT-Helpdesk in meiner Firma ist der erste Tip auch immer, den PC mal neu zu booten

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Du musst dem DG-Service beweisen, dass die Problemursache nicht auf deiner Seite liegt.
Dafür ist ein Traceroute von innen nach außen (allein) nicht hinreichend!
Ein Traceroute von außen (siehe #101) hingegen schon: Es zeigt: Dein Router (IPv6-WAN-Port-Adresse) ist von außen erreichbar, dein IPv6-LAN-Präfix jedoch nicht. Somit kommen eben auch keine IPv6-Antworten aus dem Internet zu deinem LAN zurück.
Und das ist aber eben auch das Schwierige:
In geschätzten 99,9% aller Kundenmeldungen zu Internetverbindungsproblemen, die im DG-Support aufschlagen, "sitzt das Problem vermutlich vor dem Rechner" (oder "Problem auf Layer 8") - die fertigt man eben mit Standard-Antworten ab.
Du gehörst nun zu den 0,1%, die aus dem üblichen Rahmen fallen - da wird es schwer durchzudringen.
Wobei: Bei der Fülle von IPv6-Problemfällen dieser Art müsste der Satz vermutlich signifikant größer als 0,1% sein. Es wird eben nur vielen Kunden nicht auffallen, dass ihr IPv6 nicht funktioniert (IP... was?). Sie wundern sich dann nur über schlechte Performance ihrer Webanwendungen (z.B. langsamer Aufbau von Webseiten).
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Gerade Anruf von der DG-Hotline bekommen: Ich sollte das Glasfaser-Modem mit der Büroklammer resetten. Damit war das Gespräch dann beendet, weil Internet weg , d.h. auch kein Telefon...
tracert funktioniert immer noch nicht und mein 2. Ticket ist jetzt auch geschlossen

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Es ergibt auch keinerlei Sinn, den Fehler im Layer 2 zu suchen, wenn zumindest irgendwas auf Layer 3 passiert.
Aber steht halt irgendwo in der Checkliste.
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Alles anzeigen
Vielleicht sollte ich nochmal erläutern, was es mit der Deaktivierung von "Router Advertisement im LAN aktiv" auf sich hat (für jemanden, der sich mit IPv6 noch nicht gut auskennt):
RA (Router Advertisements) sind bei IPv6 elementar wichtig für eine dynamische IPv6-Konfiguration der LAN/WLAN-Clients (via DHCPv6 oder SLAAC (stateless address autoconfiguration)).
Schaltet man das Senden dieser RA ab, so haben die LAN/WLAN-Clients (außer einer linklokalen IPv6-Adresse fe80...) keine IPv6-Adresskonfiguration mehr (keine Adressen, kein Gateway, keine DNS-Server), sondern nur noch eine IPv4-Konfiguration (hier via DHCPv4).
Sieht man, wenn man z.B. an einem Windows-Client mal "ipconfig /all" absetzt und sich die Netzkonfiguration anzeigen lässt.
Im Ergebnis kommen die LAN/WLAN-Clients so nicht in Versuchung, IPv6 für die Internet-Kommunikation zu verwenden, die im vorliegenden Fall nicht funktioniert, weil die DG das (Rück-)Routing des IPv6-PD-LAN-Präfix in ihrer zentralen Infrastruktur nicht auf die Reihe bekommt.
Die beobachteten Verzögerungen bei Anwendungen spiegeln die Zeitdauer wieder, die es braucht, bis die jeweilige Anwendung auf IPv4 zurückfällt, nachdem sie zuvor erfolglos IPv6 probiert hat. Ist andererseits auch ein Indikator dafür, dass die jeweilige App bzw. das darunter liegende System (Android) die Prinzipien von "Happy Eyeballs" schlecht oder gar nicht umgesetzt haben.
Dazu hätte ich noch eine Rückfrage:
Ich habe inzwischen das "Router Advertisement" wieder deaktiviert, aber bei einem ipconfig hat mein PC immer noch ein IPv6. Was jetzt irgendwie nicht zu deiner Erklärung passt:
ZitatAlles anzeigenEthernet-Adapter Ethernet 2:
Verbindungsspezifisches DNS-Suffix: fritz.box
Beschreibung. . . . . . . . . . . : Realtek PCIe GbE Family Controller #2
Physische Adresse . . . . . . . . : 00-D8-61-DD-E4-5B
DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Ja
Autokonfiguration aktiviert . . . : Ja
IPv6-Adresse. . . . . . . . . . . : fded:e996:4e99:166:7ac3:ed17:297b:e93d(Bevorzugt)
Temporäre IPv6-Adresse. . . . . . : fded:e996:4e99:166:81fe:3ee5:7568:e6d(Bevorzugt)
Verbindungslokale IPv6-Adresse . : fe80::cd03:bc20:1a92:7b77%7(Bevorzugt)
IPv4-Adresse . . . . . . . . . . : 192.168.178.45(Bevorzugt)
Subnetzmaske . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
Lease erhalten. . . . . . . . . . : Montag, 3. August 2026 16:47:49
Lease läuft ab. . . . . . . . . . : Donnerstag, 13. August 2026 16:54:54
Standardgateway . . . . . . . . . : 192.168.178.1
DHCP-Server . . . . . . . . . . . : 192.168.178.1
DHCPv6-IAID . . . . . . . . . . . : 318822497
DHCPv6-Client-DUID. . . . . . . . : 00-01-00-01-25-BE-2C-37-00-D8-61-DD-E4-5B
DNS-Server . . . . . . . . . . . : fd26:f054:7320:0:4a5d:35ff:fea8:9da3
2a00:61e0:aac0:561:4a5d:35ff:fea8:9da3
192.168.178.1
fd26:f054:7320:0:4a5d:35ff:fea8:9da3
NetBIOS über TCP/IP . . . . . . . : Aktiviert -
Das ist noch die ULA-Adresse. Hast du beim Desktop man das Netzwerkkabel abgezogen und wieder gesteckt?
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Hast du mal neu getstartet? Nur durch das Deaktivieren der Funktion werden Adressen nicht entfernt, sondern lediglich nicht mehr neu hinzugefügt. Das heißt, ein wirklicher Neustart von Windows wird erforderlich (kein Herunterfahren und wieder einschalten, das ist nicht das gleiche!).
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Nach dem Deaktivieren von RA in der Fritzbox bleiben die IPv6-Adressen an den LAN-Geräten bis zum Ablauf ihrer TTL (Time To Live) noch bestehen. Du müsstest jedes LAN-Gerät neu starten oder zumindest die Netzkarte neu initialisieren, damit die Adressen sofort verschwinden.
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Gerade neu gestartet (also wirklich reboot übers Start-Menu, nicht Herunterfahren) und immer noch:
Ethernet-Adapter Ethernet 2:
Verbindungsspezifisches DNS-Suffix: fritz.box
Beschreibung. . . . . . . . . . . : Realtek PCIe GbE Family Controller #2
Physische Adresse . . . . . . . . : 00-D8-61-DD-E4-5B
DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Ja
Autokonfiguration aktiviert . . . : Ja
IPv6-Adresse. . . . . . . . . . . : fded:e996:4e99:166:7ac3:ed17:297b:e93d(Bevorzugt)
Temporäre IPv6-Adresse. . . . . . : fded:e996:4e99:166:e085:203:3947:18c2(Bevorzugt)
Verbindungslokale IPv6-Adresse . : fe80::cd03:bc20:1a92:7b77%7(Bevorzugt)
IPv4-Adresse . . . . . . . . . . : 192.168.178.45(Bevorzugt)
Subnetzmaske . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
Lease erhalten. . . . . . . . . . : Montag, 3. August 2026 17:09:24
Lease läuft ab. . . . . . . . . . : Donnerstag, 13. August 2026 17:09:24
Standardgateway . . . . . . . . . : 192.168.178.1
DHCP-Server . . . . . . . . . . . : 192.168.178.1
DHCPv6-IAID . . . . . . . . . . . : 318822497
DHCPv6-Client-DUID. . . . . . . . : 00-01-00-01-25-BE-2C-37-00-D8-61-DD-E4-5B
DNS-Server . . . . . . . . . . . : fd26:f054:7320:0:4a5d:35ff:fea8:9da3
2a00:61e0:aac0:561:4a5d:35ff:fea8:9da3
192.168.178.1
fd26:f054:7320:0:4a5d:35ff:fea8:9da3
NetBIOS über TCP/IP . . . . . . . : Aktiviert -
ok, kann sein, dass Deaktivieren von RA in der Fritzbox nur bedeutet, dass in den RA nur das globale Präfix der DG nicht announced wird, die ULA aber schon - ein Paketmitschnitt an einem LAN-PC würde das zeigen.
Aber ULA-Präfixe machen nichts, mit denen versucht ein LAN-Client jedenfalls nicht, eine Internetverbindung aufzubauen. Die werden nur für LAN-interne ULA-Zieladressen genutzt.
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Die KI meint:
ZitatFalls RAs deaktiviert sind, der Router (oder ein anderes Gerät im Netz wie ein Pi-hole / DNS-Server) aber noch einen DHCPv6-Server laufen hat, kann sich Windows die ULA-Adresse direkt über DHCPv6 geholt haben.
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Ja, ULA oder auch generell GUA können auch von einem DHCPv6-Server vergeben werden. Im Falle der Fritzbox (in der Rolle eines "stateful" DHCPv6-Servers) müsstest du dafür aber die Option "DNS-Server, Präfix (IA_PD) und IPv6-Adresse (IA_NA) zuweisen" konfiguriert haben. Default ist hier aber die Option "DNS-Server und IPv6-Präfix (IA_PD) zuweisen" ("stateless" DHCPv6-Server und PD-Upstream-Router).
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