Falkensee Sachstand FTTH DNS:Net und Mr. Fuxx

  • Egal wer es ist, es gibt dort extreme Lücken in der Versorgung. Und dies nicht nur beim Festnetz, sondern auch Mobilfunk.

    Der Ortsteil Grünefeld (Gemeinde Schönwalde/Glien) liegt "neben" Paaren.

    Die kotzen voll ab, insbesondere die in den letzten Jahren neu erstellten Häuser, die haben noch nicht mal eine Kupferleitung von der Telekom bekommen. Die behaupteten sie wären nicht zuständig für Hausanschlüsse. Und die BNetzA macht nichts, erst als Zeitungsberichte erscheinen, will man sich den Vorgang erneut beschäftigen. :cursing:

    Im Zweifelsfall kann man auch mal Versuchen bei der BNetzA mit §75VwGO Druck auszuüben.

  • Auf meiner Radrunde gestern morgen habe ich in Paaren oberhalb von Brieselang einen Bautrupp gesehen, die Glasfaser verlegt haben. Geoduct war das nicht. sPnzz seid ihr das von OI?

    Hi, wir haben dafür ein Projekt angelegt, aber bauen tun wir dort nicht. Evtl die Telekom mit Ihrem Graue / Weisse Flecken Programm

    Die Telekom-Netzabdeckungskarte zeigt dort zumindest den Ausbau von ein paar Adressen. Dürfte vermutlich in der Tat geförderter Ausbau sein.

  • Die Telekom-Netzabdeckungskarte zeigt dort zumindest den Ausbau von ein paar Adressen. Dürfte vermutlich in der Tat geförderter Ausbau sein.

    Nur gibt es da ein Problem, die Datenlage ist hoffnungslos veraltet, die zu diesem Ausbau führt.

    Der Bereich von Grünefeld nach Paaren wurde schon mit DSL nachgelegt. Dafür gibt es auf der westlichen Seite von Grünefeld ein neu gebauten Quartier „Am Sandbogen“. Und genau dort sind in den letzten Jahren viele neu hingezogen. Der Investor hat in den Straßen reichlich Leerrohre mit eingebracht. Aber keiner scheint aktuell bereit zu sein, auch nur einen nassen Schnürsenkel dort einzuziehen oder noch nicht einmal ein Kupferkabel.
    Und ganz Grünefeld liegt, obwohl nur 2-3 km von der Autobahn A10 entfernt in einem Funkloch von LTE und G5.

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  • Und sollte jemand anderes dir GF-Anschluss liefern, fällt dieses Projekt von OI für deine Straße/ Gebiet in sich zusammen. Die einzigen, die derzeit aufgrund von Subvention, die vorhandene GF überbauen, ist die Telekom.

    Also einfach zurücklehnen und warten.

    Naja, so klar ist das nicht.

    Habe mir in der Bauphase OI legen lassen, hat ca. 'n halbes Jahr bis zur Fertigstellung gedauert. Als sie 'n Jahr vorher geworben hatten, war mir das noch zu unsicher. Und DNS*Net bot mir nur Apothekenpreise. Aber kurz nachdem hier OI mit InternetNord funktionierte, hat DNS*Net überbaut und ihren VDSL-Kunden in der Nachbarschaft das Glasfaser preislich zu OI-Konditionen angeboten bzw. gelegt! DNS*Net bietet nur die Apothekenpreise ohne symtrische Tarife (Up==Down) bzw. weniger Bandbreite fürs gleiche Geld (a 7. Mo.) und wirbt jetzt regelmäßig mit Gratis-Hausanschluss und "ab" 19,95, was aber Blendwerk ist, da nur die ersten 6 Monate bei 2 Jahresbindung. Bei OI hatte ich 12 Monate Bindung für den Gratisanschluss und könnte jetzt wechseln, aber warum? Und scheinbar schließt OI nach wie vor neu an, wo Kabel liegt (wann die andere Nachbarin bestellt hatte, weiß ich allerdings nicht).
    [DNS*Net hat das Telekom-Netz für VDSL exclusiv gepachtet, von Telekom oder anderen Anbieter gab und gibts hier kein *DSL.]

    Einmal editiert, zuletzt von Hans_OI (25. Oktober 2023 um 02:49) aus folgendem Grund: Das mit den preislichen OI-Konditionen stimmte wohl nicht. Nachbar braucht als Selbstständiger deutsprachigen Service

  • Die einzigen, die derzeit aufgrund von Subvention, die vorhandene GF überbauen, ist die Telekom.

    Für den Überbau von vorhandener Glasfaser (FTTH) gibt es keine Subventionen (Ausnahme: siehe zweiter Absatz). Für einen subventionierten/geförderten Ausbau müssen konkrete Adressen von der Gemeinde oder dem Landkreis ausgeschrieben werden. Und damit die diese Adressen überhaupt ausschreiben dürfen muss vorher in einer Markterkundung geklärt werden ob die Adressen förderfähig sind. Das bedeutet: Versorgung unterhalb einer gewissen Schwelle (bis Ende letzten Jahres <100 Mbit/s im Download), und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau in den nächsten drei Jahren geplant.

    Ausnahme: ein Anbieter baut eigenwirtschaftlich FTTH an Adressen aus die sich bereits im Förderverfahren befinden, z.B. in Ausschreibung sind. Dann kann der Förderprozess trotzdem weitergehen. Dann wäre es natürlich besser gewesen der Anbieter hätte seine Pläne schon während der Markterkundung angegeben, dann hätte es den geförderten Ausbau nicht gegeben. Oder man baut dort aus wo das Förderverfahren nicht bereits läuft.

  • [DNS*Net hat das Telekom-Netz für VDSL exclusiv gepachtet, von Telekom oder anderen Anbieter gab und gibts hier kein *DSL.]

    Der Einsatz von VDSL mit Vectoring ist aus technischen Gründen immer exklusiv. Deswegen können sich Anbieter die Telekom-Kabelverzweiger reservieren und dann exklusiv mit FTTC und Vectoring ausbauen.

    Zum Ausgleich sind die Anbieter dann allerdings auch grundsätzlich verpflichtet Bitstrom-Vorleistungen für Andere anzubieten. Wenn es dann trotzdem keine alternativen Anbieter gibt kann das am mangelnden Interesse anderer Anbieter oder den Preisvorstellungen des primären Anbieters liegen. Ich weiß nicht wie die Preise reguliert werden, eine Vorleistungspflicht bei komplett freier Preisgestaltung wäre ja auch irgendwie sinnlos...

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  • In Wustermark OT Dyrotz konnte ich am Wochenende eine Bautrupp von DNS:Net sehen. Es sah mir nach dem Bau der Mikroröhrchentrassen entlang der Strassen aus, um dann einzelne Häuser anzuschließen. Der Bürgersteig war schon wieder zu, daher kann ich gar nicht genau sagen, ob hier die Hausanschlüsse schon vorbereitet waren, oder ob es doch eine Backbonetrasse war.

  • Für den Überbau von vorhandener Glasfaser (FTTH) gibt es keine Subventionen (Ausnahme: siehe zweiter Absatz). Für einen subventionierten/geförderten Ausbau müssen konkrete Adressen von der Gemeinde oder dem Landkreis ausgeschrieben werden. Und damit die diese Adressen überhaupt ausschreiben dürfen muss vorher in einer Markterkundung geklärt werden ob die Adressen förderfähig sind. Das bedeutet: Versorgung unterhalb einer gewissen Schwelle (bis Ende letzten Jahres <100 Mbit/s im Download), und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau in den nächsten drei Jahren geplant.

    Das ist aber gerade das große Problem, mit dem sich die ganzen regionalen Anbieter rumschlagen müssen. Die Datenlage für den subventionierten Ausbau ist uralt (ich glaube 2017) und der Verwaltungsaufwand ist sehr groß. Also bauen die Regionalen eigenwirtschaftlich und dann kommt plötzlich die Telekom mit ihrer "langen Leitung" um die Ecke und überbaut, obwohl an den Standorten schon längst schnelles Internet haben.

    Genau dieses bundesweites Problem hat gerade bei der eco zu Verwerfungen geführt.

  • Also bauen die Regionalen eigenwirtschaftlich und dann kommt plötzlich die Telekom mit ihrer "langen Leitung" um die Ecke und überbaut, obwohl an den Standorten schon längst schnelles Internet haben.

    Das mag sein, ist aber eine andere Diskussion. Ich sage nicht, dass es keinen Überbau gibt. Ich sage nur, dass Überbau nicht gefördert wird - außer eben eventuell wenn der überbaute Anbieter sich in ein laufendes Förderverfahren "reingedrängelt" hat und ein Gebiet ausgebaut hat in dem das Förderverfahren schon lief.

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  • Naja, so klar ist das nicht.

    Es ging hier um die Phase, in der 2 oder mehr Unternehmen eine große Vorvermarktungsphase starten. Dann war es immer so, dass in dem Ortsteil/Gemeinde es nur einer schafft über die, für sie interne, Größe zu kommen.

    Somit gibt es nach den Erfahrungen aus diesem Forum der letzten Jahre in diesem Umfeld keine doppelten Leitungen. Eher war es so, dass gar keiner gebaut hat.

    Ich persönlich hätte bei den Dumping-Preisen auch 2 Leitungen genommen. ;)

  • Das mag sein, ist aber eine andere Diskussion. Ich sage nicht, dass es keinen Überbau gibt. Ich sage nur, dass Überbau nicht gefördert wird - außer eben eventuell wenn der überbaute Anbieter sich in ein laufendes Förderverfahren "reingedrängelt" hat und ein Gebiet ausgebaut hat in dem das Förderverfahren schon lief.

    Es ist genau umgekehrt. Die Gemeinden haben irgendwann vor ewiger Zeit(bei uns 2017) gemeldet, dass in der Straße X von Hausnummer 30 -60 nur 6 MBit/s anliegen. Danach haben sie keinen Einfluss mehr darauf. Somit kann jemand, der in Darmstadt sitzt, sich sagen, beantragen wir mal Subventionen, genau wie für noch weitere 10.000 Straßenzüge bundesweit. Das ganze Verfahren zieht sich über Jahre hin.

    Dass in der zwischen Zeit bei seinem eigenen Konzern die letzte Meile vergeben wird an DNS:NET, die bis zum Verteiler GF ziehen und plötzlich 250 MBit/s anbieten, rafft keiner in dem ganzen Verfahren (2019).

    Das Ganze ist dann Subversionsgelder verschleudern. Um dem aber noch eins draufzusetzen, kommt 2021 OI und DNS:NET um die Ecke, um GF anzubieten. Ein Jahr später baut OI und DNS:NET eigenwirtschaftlich aus und plötzlich taucht hier die Telekom auf und baut ungefragt aus. Genau so passiert es hier in Falkensee, Dalgo-Döberitz, Brieselang-Nord und Schönwalde-Glien.

    So ist in Schönwalde-Glien / OT Grünefeld die Posse richtig groß. Da wird plötzlich nur ein 100 m lange Abschnitt der Paarener STr. Orts-auswärts zum Glasfaserzentrum erklärt. Das ist für mich kein Ausbaugebiet und kontraproduktiv für die Region. Die haben aber schon gut schnelles Netz. Dafür gibt es seit ca. 3 Jahren ein Neubaugebiet ca. 100 m Luftlinie entfernt, bei der die Telekom sogar normale Kupferanschlüsse abgelehnt hat. Diese Geschichte wird erst jetzt durch die BNetzA auf Druck durch die Medien verfolgt, die Eingaben der Bürger waren erfolglos.

    Es liegt extrem viel im Argen, insbesondere die Sache mit den Subventionen im Glasfaser-Ausbau. Vom Gesetzgeber verwaltungstechnisch 6, setzen. Aber bei den Heizungen wird es durch dasselbe Ministerium auch nicht besser.

  • Es ist genau umgekehrt. Die Gemeinden haben irgendwann vor ewiger Zeit(bei uns 2017) gemeldet, dass in der Straße X von Hausnummer 30 -60 nur 6 MBit/s anliegen. Danach haben sie keinen Einfluss mehr darauf. Somit kann jemand, der in Darmstadt sitzt, sich sagen, beantragen wir mal Subventionen, genau wie für noch weitere 10.000 Straßenzüge bundesweit. Das ganze Verfahren zieht sich über Jahre hin.

    Weder die Telekom noch ein anderer Anbieter kann einfach Subventionen beantragen, nur weil eine Adresse unterversorgt ist. Wie schon geschrieben: geförderter Ausbau geht immer von der Kommune oder dem Landkreis aus. Die müssen tätig werden um in einem ersten Schritt festzustellen welche Adressen in ihrem Gebiet nach den aktuellen Regeln förderfähig sind, eben über die "Markterkundung". In einem zweiten Schritt muss dann die Kommune/der Landkreis diese Adressen ausschreiben, alle oder einen Teil davon. Sonst gibt es keinen geförderten Ausbau. Anbieter können dann ein Angebot abgeben. Der Zuschlagsgewinner muss dann ausbauen und bekommt dann die geforderte Summe.

    Geförderter/subventionierter Ausbau ist ein Ausbau auf Bestellung. Und die Kommunen oder der Landkreis sind der Auftraggeber. Ohne Ausschreibung durch Gemeinde oder Landkreis gibt es keinen geförderten Ausbau.

    Und ja: die Förderung ist ein bürokratischer Prozess, er dauert lange, er kann zu Flickenteppichen führen. Und wenn ein anderer Anbieter zwischenzeitlich ausbaut (z.B. der von Dir genannte FTTC-Ausbau von DNS:NET) dann hält das ein einmal begonnenes Förderverfahren nicht auf, wenn die Markterkundung schon durch ist. Der Punkt bleibt aber: Überbau wird nicht gefördert, es sei denn das überbaute Netz wurde selbst erst nach Beginn des Förderverfahrens angekündigt und gebaut.

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  • Jein. Es gibt ja unterschiedliche Möglichkeiten bei der Förderung. Z.B. Finanzierungslückenmodell oder auch Betreibermodell. Und die meistem Provider spekulieren auf das Lückenmodell ...

  • Jein. Es gibt ja unterschiedliche Möglichkeiten bei der Förderung. Z.B. Finanzierungslückenmodell oder auch Betreibermodell. Und die meistem Provider spekulieren auf das Lückenmodell ...

    Ja, meine Formulierung oben war auf das Wirtschaftlichkeitslückenmodell ausgerichtet, was ja auch in den meisten Fällen zur Anwendung kommt.

    Beim Betreibermodell suchen die Kommunen/Landkreise nicht einen Anbieter der baut und betreibt (und dann auch Eigentümer des inkl. Fördermitteln errichteten Netzes ist), sondern zum einen Baufirmen für den Netzausbau und dann einen Pächter für das Netz.

    Welches Modell zur Anwendung kommt entscheiden die Kommunen/Landkreise, und ausgeschrieben werden muss immer...

  • Weder die Telekom noch ein anderer Anbieter kann einfach Subventionen beantragen, nur weil eine Adresse unterversorgt ist. Wie schon geschrieben: geförderter Ausbau geht immer von der Kommune oder dem Landkreis aus. Die müssen tätig werden um in einem ersten Schritt festzustellen welche Adressen in ihrem Gebiet nach den aktuellen Regeln förderfähig sind, eben über die "Markterkundung". In einem zweiten Schritt muss dann die Kommune/der Landkreis diese Adressen ausschreiben, alle oder einen Teil davon. Sonst gibt es keinen geförderten Ausbau. Anbieter können dann ein Angebot abgeben. Der Zuschlagsgewinner muss dann ausbauen und bekommt dann die geforderte Summe.

    Aber genau an den letzten beiden Sätzen rutscht die Zugriffsmöglichkeiten der Gemeinde weg zum Land und Bund. Und auch eine GV bekommt da keine Auskünfte über Jahre, was dazuführt, dass die Gemeinde Kooperationsverträge mit örtlichen Anbieter schließt.
    Ich kann nur davon berichten, wie es hier und in den umgebenden Gemeinden gelaufen ist. Und es scheint mir kein Zufall zu sein, dass in 5 Gemeinden in 25-km-Umkreis genau dasselbe mit dem subventionierten Ausbau passiert ist. Irgendein Regional baut marktwirtschaftlich aus und plötzlich kommt die Telekom um die Ecke, die jahrelang die Leute hingehalten hat. Und wenn man die einschlägigen Medien verfolgt, passiert dies bundesweit.

    Es ist halt meine Beobachtung, mit dem Hintergrund der Verwaltung einer Gemeinde.
    Das Schlimmste ist, dass man dies nicht verhindern kann, dass sie zum x-mal die Straßen nutzlos aufreißen, obwohl der Grund der Subversion vollkommen entfallen ist. Steuergelder verbrennen ist dies.

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  • Ich kann nur davon berichten, wie es hier und in den umgebenden Gemeinden gelaufen ist. Und es scheint mir kein Zufall zu sein, dass in 5 Gemeinden in 25-km-Umkreis genau dasselbe mit dem subventionierten Ausbau passiert ist. Irgendein Regional baut marktwirtschaftlich aus und plötzlich kommt die Telekom um die Ecke, die jahrelang die Leute hingehalten hat. Und wenn man die einschlägigen Medien verfolgt, passiert dies bundesweit.

    Problem dürfte hier eben die lange Laufzeit der Förderprojekte sein. Laut der Zeitschiene des geförderten Ausbaus des Landkreises Havelland war die Markterkundung 2017, die Ausschreibung 2018, und die Vertragsunterzeichnung 2020. Mittlerweile tummeln sich einige Anbieter im Speckgürtel von Berlin, und es gibt damit viel Ausbauinteresse, dass zur Zeit der Markterkundung 2017 nicht da war. Klar kann man sich ärgern wenn es an den gleichen Adressen einen geförderten und einen eigenwirtschaftlichen Ausbau gibt. Aber dort eigenwirtschaftlich auszubauen wo bereits ein geförderter Ausbau vergeben war, ist und bleibt eben auch eine bewusste Entscheidung der Anbieter.

    Das mag auch ein Grund sein warum es in den Fällen von Überbau die in letzter Zeit in der Presse diskutiert wurden wohl nicht um Subventionen ging, sondern um einen doppelten eigenwirtschaftlichen Ausbau. Denn wenn man dort ausbaut wo spätestens seit Auftragsvergabe 2020 klar ist dass ein anderer Anbieter ausbauen wird ist es auch etwas unsinnig sich laut über Doppelausbau zu beschweren.

    Vielleicht haben die Anbieter auch darauf spekuliert, dass das gleiche passiert wie z.B. vor etwa 2 Jahren im Landkreis Rostock. Dort hatte die Deutsche Glasfaser einen signifikanten Teil eines Ausbauloses zwischenzeitlich eigenwirtschaftlich ausgebaut. Der Anbieter der die Ausschreibung gewonnen hat (nicht die Telekom) hat daraufhin das Los zurück gegeben. Es ist ja auch für den gefördert ausbauenden Anbieter ein Nachteil wenn die Kalkulationsgrundlage sich ändert, weil ein guter Teil der Haushalte plötzlich schon versorgt ist. Für die Haushalte die nicht von der DG ausgebaut wurden bedeutete das ein Neustart des Verfahrens, und damit eine längere Verzögerung des Ausbaus.

  • Klar kann man sich ärgern wenn es an den gleichen Adressen einen geförderten und einen eigenwirtschaftlichen Ausbau gibt.

    Das wäre ja kein Thema, wenn die geförderten Firmen bauen würden. Aber was ist hier passiert, 3 Jahre lang nichts. Dann kam OI und DNS:NET. Und plötzlich als die beiden schon bauten, kam hinten ran die Telekom. Warum haben sie so lange benötigt, wenn sie sich doch schon 2019 darauf beworben haben? Es wäre ja auch möglich, die Subversionen daran zu binden, ob bis zum Ausbau schon die geforderten Internet-Bandbreiten vorhanden sind. So etwas wäre gesamtwirtschaftlich zielführend. ;)

    Das mag auch ein Grund sein warum es in den Fällen von Überbau die in letzter Zeit in der Presse diskutiert wurden wohl nicht um Subventionen ging, sondern um einen doppelten eigenwirtschaftlichen Ausbau. Denn wenn man dort ausbaut wo spätestens seit Auftragsvergabe 2020 klar ist dass ein anderer Anbieter ausbauen wird ist es auch etwas unsinnig sich laut über Doppelausbau zu beschweren.

    Aber genau dies passiert hier ja nicht. OI und DNS:NET haben sich die Bereiche aufgeteilt. Aber dann kommt die Telekom mit veraltet geförderten Ausbau um die Ecke für nur einzelne Straßenzüge, um dann Kunden abzuwerben, um mehr für sie günstige Anschlüsse zu generieren. Inklusive der beliebten Drückerkolonnen. X(

  • Das wäre ja kein Thema, wenn die geförderten Firmen bauen würden. Aber was ist hier passiert, 3 Jahre lang nichts

    Vertragsvergabe war 2020, Ausbaustart laut Seite des Landkreises 2022, mit der Priorität bis Ende 2022 erstmal die Bildungseinrichtungen zu versorgen.

    FTTH-Ausbau dauert lange, oft länger als erwartet. Sieht man hier ja auch regelmäßig hier im Forum. Das ist bei gefördertem Ausbau nicht anders. Gerade bei großen Projekten, wo verteilt in einem ganzen Landkreis gebaut werden muss dauert das typischerweise Jahre. Schon in der Pressemitteilung von Januar 2020, als der Landkreis nach der Ausschreibung die endgültigen Förderzusagen bekam um die Verträge abschließen zu können, ist von einem Ausbau bis 2024 die Rede. Da kannte der Landkreis ja auch schon die Angebote, die sicher auch Zeitpläne beinhalteten.

    Es ist ja auch nicht so, dass die Anbieter bei Erteilung eines Zuschlags alles stehen und liegen lassen und sich sofort auf diese eine Projekt konzentrieren (können). Hier mal als Beispiel ein Fördersteckbrief aus dem aktuellen bayrischen Förderprogramm: FTTH-Ausbau für 315 Haushalte, Vertragsabschluss September 2022, geplanter Abschluss September 2026. Es ist nicht so dass man die 315 Haushalte nicht schneller ausbauen könnte, aber die Telekom genehmigt sich in ihrem Angebot eben vier Jahre, um das (relativ kleine) Projekt in ihre Ausbaupipeline einzufädeln. Und vier Jahre sind in den Fördersteckbriefen mit Projekten der Telekom Standard.

    Von daher sehe ich da nichts ungewöhnliches wenn es z.B. in Falkensee drei Jahre zwischen Vertragsabschluss und Ausbaubeginn gedauert hat. Ich glaube auch nicht dass der tatsächliche Ausbaubeginn jetzt unbedingt etwas mit dem Ausbau durch andere zu tun hat. Wenn man bis 2024 fertig werden will musste das sowieso irgendwann erfolgen.

    Zitat

    Es wäre ja auch möglich, die Subversionen daran zu binden, ob bis zum Ausbau schon die geforderten Internet-Bandbreiten vorhanden sind. So etwas wäre gesamtwirtschaftlich zielführend.

    Dürfte schwierig sein eine Ausschreibung zu starten, bei der der Leistungsumfang nicht klar definiert ist. Könnte auch das Interesse dämpfen, was jetzt auch nicht unbedingt für die Zahl der Angebote vorteilhaft ist...

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  • Schon in der Pressemitteilung von Januar 2020, als der Landkreis nach der Ausschreibung die endgültigen Förderzusagen bekam um die Verträge abschließen zu können, ist von einem Ausbau bis 2024 die Rede. Da kannte der Landkreis ja auch schon die Angebote, die sicher auch Zeitpläne beinhalteten.

    Na dann hoffen wir mal, dass es gelingt, den flächendeckende Breitbandausbau im Havelland für 55 Mill. bis 2024 zu stemmen. ;)

    PS: die Schulen in Brieselang von DNS:NET wurden in der Corona-Zeit recht unbürokratisch mit schnellem Internet angebunden, zum Teil schon damals mit GF.

    Dürfte schwierig sein eine Ausschreibung zu starten, bei der der Leistungsumfang nicht klar definiert ist. Könnte auch das Interesse dämpfen, was jetzt auch nicht unbedingt für die Zahl der Angebote vorteilhaft ist...

    :D Gefühlt würde ich mal sagen, dass der marktwirtschaftliche Ausbau vorher fertig ist, sie sind jedenfalls auf einen guten Weg.
    Schöne 55 MIll. aus der Staatskasse verbrannt im Havelland.
    Das ist ja auch die ECO, was sie den Subventionsverfahren beim Breitbandausbau vorhalten.

  • Baustart in Falkensee? Habe ich da was verpasst bzw. Bautrupps übersehen?

    Im Bereich des Logistikzentrums/Betriebshof Havelbus an der Strasse der Einheit wird fleissig Glasfaser verlegt, wobei ich hier meine gesehen zu haben, dass das OI ist?

    Grüsse, Tom