Fritzbox 5491 oder Speedport Smart 4 Plus an Vodafone GPON ratsam?

  • In unserer Gemeinde will die Vodafone FTTH (GPON) in diesem oder nächsten Jahr realisieren. Die Verträge sind bereits unterschrieben. Ob der Ausbau tatsächlich zustande kommt, wird sich zeigen.

    Zurzeit habe ich DSL50000 von der Vodafone. 50000 MBit/s gibt es werktags bis ca. 19.00 Uhr. Ab 20.00 Uhr habe ich dann weniger als 4000 MBit/s. Am Samstagabend und Sonntagabend sind es jetzt meistens unter 1000 Mbit/s.

    Ich möchte mich rechtzeitig über den Glasfaserausbau informieren, um im Bedarfsfall die richtige Entscheidung zu treffen.

    Bei dem Ausbau zum FTTH übernimmt die Vodafone die Kosten für die Erdarbeiten und die Verdrahtung im Haus bis zum ONT, der dann bei mir neben dem Router hängen soll. Die Vodafone empfiehlt die FritzBox 7590. Die 7590 soll über ihren WAN-Anschluss mit dem ONT verbunden werden. Die 7590 hat keinen Glasfaseranschluss.

    Was mir an der Lösung neben der Tatsache, dass hier alte Technik verbaut werden soll, nicht gefällt, ist die Tatsache, dass ein ONT und eine Fritzbox mittels jeweils separatem Netzteil zusammen dann vermutlich über 10 W mit 24/7-Charakteristik verbraten werden. (Meine Hocheffizienz-Heizungpumpe läuft bei 3 bis 5 W.)

    Von AVM gibt es die Fritzbox 5491; von der Telekom gibt es den Speedport Smart 4 Plus. Beide haben einen integrierten ONT.

    Die erreichbaren Geschwindigkeiten spielen für mich nur eine untergeordnete Rolle. Ich habe nur einen 100 Mbit/s-Vertrag abgeschlossen. 500 MBit/s oder 1000 MBit/s sind mir zu teuer. Mir würde es genügen wenn ich bei einem 100 MBit/s-Vertrag dann 75 MBit/s erreiche:-)

    Kann ich es riskieren, entgegen den Empfehlungen des Vodafone-Prospekts, einen der beiden letztgenannten Glasfaser-Router einzusetzen?

    Wer hat an einem Vodafone GPON-Netz erfolgreich eine Fritzbox 5491 oder einen Speedport Smart 4 Plus in Betrieb gesetzt?

    Die 5491 scheint auch absolut unüblich zu sein. Wenn ich bei amazon „Fritzbox 5491“ eingebe, dann kommen diverse Fritzboxen, aber keine 5491?!

    Kann man daraus schließen, dass das was ich vorhabe, nämlich einen Glasfaserrouter an Glasfaser anzuschließen, bisher nur sehr selten in Deutschland umgesetzt wurde?

    Besten Dank für eure Bemühungen im Voraus.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn es eine GPON-Fritzbox sein soll, wäre die Fritzbox 5530 zu empfehlen. Wer so gegen "alte Technik" ist, sollte die 5491 nicht einsetzen. Einfache GPON-ONTs verbrauchen ca. 2-3W. Die Ersparnis durch Integration in den Router ist vielleicht 1W. GPON-ONTs bzw. Router mit integriertem GPON-ONT müssen beim Provider registriert und freigeschaltet werden (wie Kabelmodems). Die Abläufe und die Anforderungen an die ONTs sind von Provider zu Provider verschieden.

  • Kann ich es riskieren, entgegen den Empfehlungen des Vodafone-Prospekts, einen der beiden letztgenannten Glasfaser-Router einzusetzen?

    Nein. Bei GPON muss der ONT im Netz des Providers aufwendig angemeldet werden. Vodafone hat dafür bislang keinen Prozess, folglich ist man auf deren ONT angewiesen. Das kann sich zukünftig möglicherweise ändern, aber man sollte sich darüber klar sein: Bei GPON ist der Wechsel des ONTs immer kritisch. Während man bei AON durchaus auf einen ONT verzichten kann, halte ich bei GPON die Trennung zwischen ONT und Router für sinnvoll.

    Die 5491 ist tatsächlich ein Auslaufmodell, die aktuelle Glasfaserfritzbox ist die 5530.

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  • halte ich bei GPON die Trennung zwischen ONT und Router für sinnvoll.

    Sinnvoll dahingehend, das es für den Kunden eine ohne zu überlegen funktionierende Lösung sein wird.

    Im rechtlichen Sinn, ein Verstoß gegen das alte und auch aktuelle TKG vom Provider VF, da der Übergabepunkt zum Kunden ein passiver Netzabschluss (d.h. benötigt kein Stromanschluss) sein muss. Aber wem schreibe ich das? Eulen nach Athen tragen...

  • Ich hatte deshalb eine 5491 und nicht die 5530 ins Auge gefasst, weil ich bei der 5491 meine beiden Analogtelefone und auch ein ISDN-Telefon weiterhin einsetzen kann.

    Wenn ich eure Aussagen richtig verstehe, haben sich 5530 und 5491 ohnehin erledigt, weil nicht sicher ist, ob ich das zum laufen bekommen würde.

    Telekom-Router an Vodafone-Netz schließt sich vermutlich immer aus, weil im Fehlerfall immer die anderen Schuld sind.

    So wird es dann bei der Neuinstallation wohl das Altgerät 7590 werden. Das passt auch gut zu meinen alten Telefonen.

    Einmal editiert, zuletzt von Glasi54 (15. Januar 2022 um 17:43)

  • Evtl. hilft dir die Info, das die 5530 als Basisstation für bis zu 6 DECT Telefone dienen kann. Falls das für deine Analog/ISDN Telefone schon DECT tauglich sind, wäre das evtl. eine Alternative. Ich weise auch gerne auf die FRITZ!Fon APP von AVM hin, die über ein Android oder Apple Handy "Festnetztelefonie" ermöglicht.

    Vodafone ist leider der aktivste Bekämpfer der Routerfreiheit, von daher wäre ich abgeneigt etwas anderes zu verbauen, als der Provider wünscht. Oder aber Du schaltest gleich die BNA ein. Das ist jedoch gleich mit harten Bandagen gespielt und wird Monate dauern, auch wenn Du am Ende Recht bekommst.

    Hier abgehangene Links zur Thematik VF und Routerfreiheit:

    https://www.golem.de/news/glasfaser…009-150937.html

    https://www.linkedin.com/pulse/infrastr…dieter-fischer/

    https://vtke.eu/wp-content/upl…eues-Gesetz.pdf

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  • Ich hatte deshalb eine 5491 und nicht die 5530 ins Auge gefasst, weil ich bei der 5491 meine beiden Analogtelefone und auch ein ISDN-Telefon weiterhin einsetzen kann.

    Die ist natürlich deutlich älter, als die 7590. Die 5491 ist auf dem Niveau der 7490.

    Wenn ich eure Aussagen richtig verstehe, haben sich 5530 und 5491 ohnehin erledigt, weil nicht sicher ist, ob ich das zum laufen bekommen würde.

    Das ist noch sehr zurückhaltend ausgedrückt. Solange Vodafone nicht einen standardisierten Prozess dafür einführt, wird es mit Sicherheit nicht klappen. Völlig egal, ob es um AVM, Telekom oder Cisco Router geht: Die wirst du als ONT bei Vodafone nicht im Netz registriert bekommen.

    Im rechtlichen Sinn, ein Verstoß gegen das alte und auch aktuelle TKG vom Provider VF, da der Übergabepunkt zum Kunden ein passiver Netzabschluss (d.h. benötigt kein Stromanschluss) sein muss.

    Ja, das ist natürlich richtig. Wobei bei GPON dann immer noch der technisch sehr aufwendige Prozess des Onboardings bleibt. Einen Router tauscht man öfter mal, auch zu Testzwecken. Einen ONT eher selten. Von daher kann es an GPON Anschlüssen auch technisch Sinn machen, den ONT vom Router zu trennen.

    Wie gesagt, bei AON bin ich bei dir. Da ist es einfach Kabel raus und rein und gut ist es.

  • Wobei bei GPON dann immer noch der technisch sehr aufwendige Prozess des Onboardings bleibt.

    Aufwändiger als bei AON schon, allerdings auch kein Hexenwerk. Die Telekom hat so einen Prozess etabliert und auch DG hat Versuche in diese Richtung gestartet.

    Im Kabelnetz geht es ja auch. Von daher ist das alles kein technisches Neuland. Für die jungen Provider eher eine Frage der Verfahren.

    Nachtrag: zu dem Thema ein lesenswerter Bericht der Verbraucherzentrale RLP über 5 Jahre Routerfreiheit.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (16. Januar 2022 um 15:00) aus folgendem Grund: Nachtrag: Bericht der Verbraucherzentrale

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