Kundeneigener Router hinter DG-Router

  • Hallo,

    bei mir ist folgende Situation:

    Bei DG Vertrag, wird irgendwann dieses Jahr laufen. Mit DG Basis-Router bestellt.

    Zur Zeit Vodafone DSL 50 mit Fritzbox 7430.

    Mein Plan ist, den DG Router zu nutzen und daran einen eigenen Router zu hängen als WLAN-Accesspoint.

    Dabei den DG Basisrouter im Keller und den eigenen Router nach oben.

    Dazu aber noch ein paar Fragen, die ich selbst nicht beantworten kann:

    Hat der DG Basisrouter mehrere LAN Anschlüsse?

    Muss ein Telefon für VOIP bei der o.g. Konfiguration an den DG-Router oder läuft es auch über den "nachgehängten" Router?

    Wird der Router mit LAN Kabel an den HÜP angeschlossen oder ist das ein spezielles Kabel?

    Falls ich von DG die Fritzbox nehmen würde anstelle des Basis-Routers, kann ich die nach 2 Jahren behalten oder nicht (Miete oder Kauf)?

    Fragen über Fragen

    Ich hoffe, ihr könnt mir helfen

    Vielen Dank im voraus

    Volker

  • Eine ähnliche Situation habe ich auch und die gleichen Fragen. Mir wurde geschrieben, dass DG den Basisrouter nicht mehr anbietet (möglicherweise aber doch wenn man nachhakt) und dieser auch nicht im Bridgemodus betrieben werden kann. Mein Gedanke war nämlich auch genau wie ich jetzt meinen Vodafon Breitbandanschluss nutze. Telefon an den Router (Modem) im Bridgemodus und eigenen Router als Router nutzen. Alles bleibt wie es ist.

    Leider scheint es nicht so einfach zu sein, was mich vom Vertrag mit DG (Nachfragebündelung in meinem Ort läuft) abschreckt.

    Soweit ich weiß, geht vom HÜP eine Glasfaserleitung zum Glasfaserteilnehmeranschluss (GF-TA). Von an einen Netzwerkabschlussgerät mit 230V Netzanschluss. Dann erst an den Router. Dieses ganze Arsenal an Anschlussgeräten muss man auch nicht verstehen, zumindest der GF-TA und NA könnten in einem Bauteil vereint werden. Die Glasfaserleitung vom HÜP bis zur GF-TA wird von DG verlegt, wenn man einen Leitungsweg bis 20m zur Verfügung stellt.

    Am meisten schreckt mich ab, dass es scheinbar sehr umständlich und ggf. mit zusätzlichen Kosten, Geräten und Netzwerkkenntnissen verbunden ist, wenn man von außen auf sein Netzwerk via DDNS oder VPN zugreifen will.

  • Leider scheint es nicht so einfach zu sein, was mich vom Vertrag mit DG (Nachfragebündelung in meinem Ort läuft) abschreckt.

    Man muss einfach den Anschluss in der Variante "mit kundeneigenem Router" bestellen. Dann ist es so einfach. Wenn ihr doch eh schon einen Router habt, warum bestellt ihr dann den DG Basisrouter? Das wird sich mir nie erschließen.


    Soweit ich weiß, geht vom HÜP eine Glasfaserleitung zum Glasfaserteilnehmeranschluss (GF-TA). Von an einen Netzwerkabschlussgerät mit 230V Netzanschluss. Dann erst an den Router.

    Den HÜP gibt es immer, da kommt das Glasfaserkabel aus der Erde an. Den GF-TA gibt es nur, wenn er benötigt wird, z.B. in Mehrfamilienhäusern oder wenn inhouse eine längere Glasfaserstrecke überbrückt werden muss (die Rolle kann sonst auch vom HÜP übernommen werden). Der Netzabschluss heißt ONT und kann mit dem Router integriert sein. Bei kundeneigenem Router ist er aber ein separates Gerät. Hier kommt Glasfaser rein und Ethernet raus - so wie auch aus einem Kabelmodem. Ab da ist es einfach, wenn man einen eigenen Router hat.


    Am meisten schreckt mich ab, dass es scheinbar sehr umständlich und ggf. mit zusätzlichen Kosten, Geräten und Netzwerkkenntnissen verbunden ist, wenn man von außen auf sein Netzwerk via DDNS oder VPN zugreifen will.

    Kommt drauf an. Wenn die mobilen Geräte IPv6 sprechen, braucht man keine Kosten, Geräte und Netzwerkkenntnisse. Das liegt aber eher an den Anbietern des Zugangsnetzes und weniger an der DG. Wenn man via IPv4 zugreifen will oder muss, dann wird es aufwendiger.

    • Offizieller Beitrag

    Hier zum Vergleich und besseren Verständnis der entsprechende Aufbau eines DSL-Anschlusses in Einzelteilen:


    ---(Erdkabel von außen)---APL---(4-adriges Telefonkabel)---TAE1---(TAE-Kabel)---DSL-Modem---(Ethernetkabel)---Router

    ---(Glasfaser von außen)---HÜP---(Glasfaserkabel)---Gf-TA---(Glasfaserkabel)---ONT---(Ethernetkabel)---Router


    Man sieht also, dass sich das ziemlich genau entspricht. Der "Abschlusspunkt Linientechnik" APL entspricht dem HÜP, mit dem kleinen Unterschied, dass der APL keine steckbaren Anschlüsse hat. Die "erste Teilnehmeranschlusseinheit" TAE1 entspricht dem Glasfaser-Teilnehmeranschluss (Gf-TA), mit dem Unterschied, dass die Funktion des Gf-TA auch vom HÜP erfüllt werden kann, weil der i.d.R. schon einen steckbaren Anschluss hat.


    Da das Telekommunikationsgesetz einen passiven Netzabschluss vorschreibt, sind Kombinationen aus HÜP und/oder Gf-TA einerseits und ONT andererseits nicht zulässig, wenn es nicht auch die Wahl der separaten Installation gibt. Eine Kombination aus TAE1 und DSL-Modem ist auch extrem selten.


    Bei DSL ist die Trennung in DSL-Modem und Router nicht mehr üblich aber nach wie vor möglich. Router mit integriertem ONT ("Glasfasermodem") sind noch selten, aber bereits verfügbar (z.B. Fritzbox 5530).

    Hat der DG Basisrouter mehrere LAN Anschlüsse?

    Ja, vier Stück.


    Muss ein Telefon für VOIP bei der o.g. Konfiguration an den DG-Router oder läuft es auch über den "nachgehängten" Router?

    Das Telefon für den DG-Anschluss muss am DG-Router angeschlossen werden (analoger Anschluss). Weitere VoIP-Provider kannst du (nur) in nachgelagerten Geräten eintragen und die Telefone dafür würden nicht am DG-Router angeschlossen.


    Wird der Router mit LAN Kabel an den HÜP angeschlossen oder ist das ein spezielles Kabel?

    Der ONT (Optical Network Termination, Abschluss des optischen Netzwerks) wird mit einem Glasfaserpatchkabel an den HÜP oder Gf-TA angeschlossen. Der Router wird mit einem Ethernet-Kabel ("Cat-Kabel") an den ONT angeschlossen. Wenn der Router ein Glasfasermodem integriert hat, kann er u.U. direkt mit einem Glasfaserpatchkabel am HÜP oder Gf-TA angeschlossen werden. Der Basic-Router wird am ONT angeschlossen.


    Falls ich von DG die Fritzbox nehmen würde anstelle des Basis-Routers, kann ich die nach 2 Jahren behalten oder nicht (Miete oder Kauf)?

    Die Fritzbox ist nur gemietet und muss am Ende des Vertrags zurückgeschickt werden.


    Schlussbemerkung: Ich rate vom Basic-Router ab. Der taugt nichts.

  • Hallo zusammen,


    für die Neuzugänge im Forum bringt die Glasfasertechnik eine Menge neues Vokabular mit, das mit Leben (sprich Bildern) gefüllt werden muss.


    Aus diesem Grund, gibt es hier einen Thread, der gerade für DG Kunden die neuen Geräte/Kabel/Anschlüsse erklärt.


    Ich hoffe damit ergibt sich ein besseres Verständnis für die neue Technik.


    Wie schon im Artikel vor diesem geschrieben: Ändert den Vertrag zu dem mit "kundeneigenen Router" ab, wenn ihr euren eigenen benutzen wollt. Wenn ihr einen von der DG full-managed Router haben wollt und/oder zwei Gespräche zeitgleich führen wollt, dann ist der Premium-Router (aktuell FRITZ!Box 7590) empfohlen. Der Basic-Router taugt nur für Telefonie und surfen im Internet.

  • Mir wurde geschrieben, dass DG den Basisrouter nicht mehr anbietet (möglicherweise aber doch wenn man nachhakt) und dieser auch nicht im Bridgemodus betrieben werden kann.

    Aktuell ist der sogenannte Classic-Router für 2€/Monat zu mieten. Für deine Ansprüche (Zugriff aus dem Internet in das Heimnetz) kann dieser Router nicht mit ruhigem Gewissen empfohlen werden.

    Stelle deinen Vertrag auf "kundeneigenen Router" um oder gib gleich bei der Bestellung an, das Du kein Provider Router möchtest. Letzteres ist eh besser, da bei nachträglicher Umstellung der Mietpreis trotz Umstellung weiter erhoben wird.


    Da Du Kabelkunde bist, noch folgenden Hinweis, falls Du dich für DG entscheidest (solltest du tun;)). Den TV Vertrag musst Du selbst bei Vodafone kündigen! DG kündigt lediglich den Telefonvertrag und veranlasst die Rufnummernportierung und kündigt den Vodafone Internetvertrag. Leider wird das Kündigen des Fernsehvertrages häufig vergessen und das verursacht zusätzlich laufende Kosten! Den Fernsehvertrag solltest Du natürlich nicht kündigen, wenn Du weiter das Kabelfernsehen nutzen möchtest.


    DG TV scheint aktuell nicht mehr konkurrenzfähig zu sein. Da ist Magenta TV Entertain und waipu bei vergleichbaren Kosten deutlich attraktiver.


    Noch ein Tipp: Da die meisten DG Verträge sich mit der Restlaufzeit des Altvertrages überlappen, solltest Du einen zweiten telefonietauglichen Router haben, um die Telefonie beim Altanbieter (und damit der bekannten Telefonnummer) abdecken zu können und gleichzeitig bei DG den Internetzugang nutzen zu können.

  • Kann mich den Vorrednern nur anschließen: Würde mich an deiner Stelle nochmal bei DG melden und das auf "kundeneigenen Router" umstellen. Vielleicht kannst du uns ja erläutern, was die Idee für dich war den DG-Basis-Router zu nehmen? Denke man findet da eine bessere Lösung.

  • Da das Telekommunikationsgesetz einen passiven Netzabschluss vorschreibt, sind Kombinationen aus HÜP und/oder Gf-TA einerseits und ONT andererseits nicht zulässig, wenn es nicht auch die Wahl der separaten Installation gibt. Eine Kombination aus TAE1 und DSL-Modem ist auch extrem selten.

    Wenn ich das richtig verstehe, ist auch der aktive von DG verwaltete ONT nicht gerade gesetzeskonform.


    Ich selbst habe noch keinen Vertrag abgeschlossen, vor allem wegen der IPv4 Problematik - da gibt es noch Klärungsbedarf mit diversen Endgerätehersteller in meinem Haus, inwieweit da eine Anpassung zu erwarten ist. Bei mir kommt Glasfaser frühstens 2024, da geht noch etwas Zeit ins Land.

    Die Sache mit dem Basisrouter oder jetzt der Classicrouter sind für mich keine Option, da ich diese Schrotteile schon von Vodafon her kenne. Grundüberlegung war bei mir nur wie erwähnt, den Basisrouter zu nutzen wie ich jetzt meinen Vodafonrouter im Bidgemodus und als Anschlusspunkt für das Telefon. Aber da das nicht geht, ist das für mich erledigt.

    Bleibt schlussendlich, wenn es so weit ist, welchen Router man nimmt. Ich bin mit meinem Asus RT Ac68u hochzufrieden und bin der Meinung, dass er grundsätzlich mehr kann als die FB. Allerdings hat er keinen IP Telefonie. Aber bis 2024 kann man über eine Neuanschaffung nachdenken und meinen alten Netgear AP durch den Asus ersetzen.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn ich das richtig verstehe, ist auch der aktive von DG verwaltete ONT nicht gerade gesetzeskonform.

    Das habe ich missverständlich formuliert. Es wäre nicht gesetzeskonform, wenn man HÜP/Gf-TA und ONT in einem Gerät kombinieren würde, weil der Kunde dann keine Möglichkeit hätte, ein eigenes Glasfasermodem anzuschließen, es sei denn der Betreiber böte die Umrüstung auf einen passiven Anschluss an. Durch den Gf-TA beziehungsweise durch die Buchse am HÜP besteht aber prinzipiell ein passiver Netzabschluss. Nur den auch tatsächlich zu nutzen ist bei der DG noch ein Thema für sich.

  • Bleibt schlussendlich, wenn es so weit ist, welchen Router man nimmt. Ich bin mit meinem Asus RT Ac68u hochzufrieden und bin der Meinung, dass er grundsätzlich mehr kann als die FB. Allerdings hat er keinen IP Telefonie. Aber bis 2024 kann man über eine Neuanschaffung nachdenken und meinen alten Netgear AP durch den Asus ersetzen.

    Wichtig ist, das es passt. Immerhin patcht Asus den Router regelmäßig, das ist in meinen Augen schon fast das Hauptargument für eine Hardware. In der Tat gibt es da nichts vergleichbares von AVM. Am ehesten die 4040, die hat aber weniger Anschlüsse und, wie ich schon an anderer Stelle schrieb, ist die 4060 viel zu teuer (quasi Repeater 6000 plus Telefonie).

    Für AVM spricht, das es zwischen DG und den Berlinern Kommunikation bezüglich der Netzintegration der AVM Hardware gibt. Auf der anderen Seite ist bis 2024 noch viel Zeit.

    Für den Netzausbau bzw. das Erreichen der Quote, damit der Ausbau stattfindet, sind Buchungen in der Zeit der Nachfragebündelung eminent wichtig und ich bin ein Fürsprecher für diese Vorgehensweise. Im Einzelfall kann jedoch eine Buchung erst zum Beginn der Bauphase sinnvoll sein. Spätestens dann, wenn die bunten Markierungen mit dem Kürzel DP und/oder Meterangaben auf den Asphalt oder Bürgersteig gesprüht werden...

  • Hallo,

    erst mal danke für die Antworten.

    Mein Gedanke dabei war, dass im Keller auch jemand wohnt.

    Dieser könnte sich dann vom DG-Router ein eigenes WLAN aufbauen unabhängig von unserem.

    Leider geht das doch nicht, weil ja, wie ihr sagt, das DECT für VOIP an den DG-Router muss.

    Wenn ich den Vertrag umstellen möchte auf kundeneigenen Router, wie mache ich das?

    Dann wäre die Verbindung vom Glasfaser-Hausanschluss zum Router aber 17m entfernt. Sollte mit CAT6 gehen, oder?

    Welchen Router könnt ihr dann empfehlen, um eine möglichst große WLAN-Abdeckung zu bekommen?

  • Dieser könnte sich dann vom DG-Router ein eigenes WLAN aufbauen unabhängig von unserem.

    Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Geh nicht davon aus, dass ihr zwei getrennte Netze habt, nur weil ihr oben noch einen eigenen Router benutzt. Da muss man schon noch ein wenig zusätzlichen Hirnschmalz reinstecken.


    Wenn ich den Vertrag umstellen möchte auf kundeneigenen Router, wie mache ich das?

    Später, wenn der Anschluss läuft, ist das einfach ein Anruf beim Kundenservice. Ob das nun in der Bestellphase auch geht, weiß ich nicht. Wenn du jetzt die Bestellung änderst, besteht da ein gewisses Risiko, dass da was schiefgeht. Schlimmstenfalls geht die Bestellung verloren und der Anschluss wird nicht realisiert. Ich glaube, ich würde warten bis der Anschluss läuft.


    Dann wäre die Verbindung vom Glasfaser-Hausanschluss zum Router aber 17m entfernt

    Die Frage ist ja, wo man den HÜP und wo man den ONT installiert. Es ist auch denkbar, den ONT neben den Router zu platzieren. Dann würde man die 17m mit Glasfaser machen. Dafür musst du der DG aber den "Installationsweg" vorbereiten, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, z.B. durch ein geeignetes Leerrohr.

    Natürlich kann man das auch mit CAT6 machen.

  • Mein Gedanke dabei war, dass im Keller auch jemand wohnt.

    Dieser könnte sich dann vom DG-Router ein eigenes WLAN aufbauen unabhängig von unserem.

    Da kommt auch ein rechtlicher Aspekt ins Spiel. So lange das ein Familienmitglied ist, spielt das keine Rolle. Wird die Kellerwohnung aber vermietet, kann der Anschluss bei Nutzung durch den Mieter als gewerblicher Anschluss gewertet werden. Dies ist bei Privatkundenverträgen nicht statthaft (steht in den AGB). Dazu kommt noch die Haftungsfrage, treibt der Bewohner des Kellers unlautere Sachen mit/über deinen Internetzugang, haftet der Anschlussinhaber, also Du selbst.


    Wenn ich den Vertrag umstellen möchte auf kundeneigenen Router, wie mache ich das?

    Die Bedenken von frank_m sind nachvollziehbar. Ich würde dennoch an deiner Stelle versuchen schon jetzt den Vertrag auf kundeneigenen Router umstellen zu lassen. Die Chancen stehen gut, das dann der monatliche Mietpreis in Höhe von zwei Euro für den Classic-Router nicht erhoben werden, da die Anschlussaktivierung noch nicht erfolgt ist.

    Die Umstellung würde ich aber in Schriftform Portal oder E-Mail veranlassen, da hast Du einen Beleg!


    Dann wäre die Verbindung vom Glasfaser-Hausanschluss zum Router aber 17m entfernt. Sollte mit CAT6 gehen, oder?

    Welchen Router könnt ihr dann empfehlen, um eine möglichst große WLAN-Abdeckung zu bekommen?

    Die Verbindung zwischen HÜP und NT erfolgt via Glasfaserkabel. Erst ab dem NT werden Kupferkabel/CAT-Kabel verwendet. Bei ca. 20 Metern musst Du dir gar keine Gedanken machen, schon gar nicht bei CAT6.

    Was ich hier empfehlen würde, können die regelmäßigen Leser sicher erahnen. Ich möchte dir den Tipp geben, das ein wichtiges Kriterium der Herstellersupport, insbesondere regelmäßige Updates wichtig sind. Ebenso solltest Du dir Gedanken machen, wie (und ob) das System erweiterbar ist. Danach kannst Du den Hersteller auswählen.

  • Ich würde das auf jeden Fall vor der Aktivierung des Anschlusses klären.

    Ja, wäre natürlich besser. Ich will den Teufel auch nicht an die Wand malen, aber eine alte Bauernregel besagt: Wenn du im Telekommunikationsumfeld eine Bestellung getätigt hast, dann lass sie in Ruhe. Jede nachträgliche Änderung weckt schlafende Ungeheuer, die dann erst mal alles auffressen, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Ich hab im Telefon-, Internet-, und Handybereich diesbezüglich schon Dinge erlebt, das geht auf keine Kuhhaut. Man ist ja schon froh, wenn bei einer Bestellung am Ende überhaupt etwas herauskommt, was Ähnlichkeit mit dem hat, was man haben wollte. Wenn nachträglich noch jemand drin rumpfuscht, wird es noch schlimmer.

  • Also von der Hardware her wäre meine Herangehensweise einen AVM-Repeater (Fritz!Repeater) per LAN anzuschließen. Der integriert sich dann nahtlos mit der FritzBox und ist super zu bedienen. Dann hättest du im Keller die FritzBox und Oben einen AVM-Repeater, der als Access Point agiert. Hier könntest du leicht ein Gäste-WLAN in der FritzBox einrichten um die Netze voneinander zu trennen. Außerdem kannst du dann noch eine Bandbreitenbegrenzung für den Keller einrichten. (Die Haftungsproblematik löst du damit aber natürlich nicht.)


    Einen Nachteil den ich sehe ist der Umstand, dass die DECT-Basisstation dann im Keller steht. Auf der anderen Seite ist meiner Erfahrung nach DECT nicht sehr anfällig für weite Entfernungen. Das müsstest du einfach mal testen.


    Falls du zufälligerweise 2x LAN-Verbindungen hast könntest du auch den Router nach Oben stellen und mit der zweiten Verbindung den Fritz!Repeater mit LAN versorgen.

  • Hier könntest du leicht ein Gäste-WLAN in der FritzBox einrichten um die Netze voneinander zu trennen. Außerdem kannst du dann noch eine Bandbreitenbegrenzung für den Keller einrichten. (Die Haftungsproblematik löst du damit aber natürlich nicht.)

    Leider hat das AVMeigene Gästenetz den Nachteil, das bestimmte Ports per Default blockiert werden. Negativ fällt das vor allem bei Amazon Prime Video und diversen IoT Geräten auf. Daher ist das Gästenetz in meinen Augen nur für kurzfristige Besucher oder den Thermomix akzeptabel.


    Einen Nachteil den ich sehe ist der Umstand, dass die DECT-Basisstation dann im Keller steht. Auf der anderen Seite ist meiner Erfahrung nach DECT nicht sehr anfällig für weite Entfernungen. Das müsstest du einfach mal testen.

    Hervorragend ist die Integration der AVM PhoneApp in die FRITZ!Boxen bzw. das AVM Mesh gelöst. Wenn man nicht unbedingt das klassische DECT Mobilteile benötigt, sondern auf den Android bzw. iOS Geräten die App installiert, kann man mit den Smartphones wunderbar VoIPen.

  • Interessant! Zu dem Gäste-WLAN und den Ports: Ich erinnere mich daran, dass es in den Einstellungen eine Option gibt die das reglementiert (1). Schafft das auch für das von dir beschriebene Thema Abhilfe? (Ich habe mal mehrere Monate über ein Fritzbox-Gäste-WLAN im Homeoffice gearbeitet und hatte keine Probleme. Hatte aber auch keine IoT-Geräte oÄ und die unten genannte Option deaktiviert.)


    1: Aus der AVM-Anleitung: "Falls Sie auch andere Internetzugriffe ermöglichen möchten, deaktivieren Sie die Option "Internetanwendungen beschränken: Nur Surfen und Mailen erlaubt"."

  • Letztlich ist das AVM Gastnetz ein anderes internes Netzsegment, das von einer portbasierten Firewall reglementiert wird. AVM hat leider die blockierten Ports bzw. die im Standard geöffneten des Gastnetze s nicht dokumentiert. 2019 hatte ich ein Ticket bei AVM laufen, da es Probleme mit dem FireTV Stick gab. Die Antwort des Supports war diese: Nicht in das Gästenetz, da hier etliche Ports blockiert werden, die für den Betrieb notwendig sind. In wie weit das Deaktivieren der erwähnten Option die interne Firewall öffnet, kann ich dir leider nicht sagen.


    Ich würde mir in den Premiumprodukten von AVM die Möglichkeit mehrere Gastnetze aufzuspannen mit einer jeweils individuell einstellbaren portbasierten Firewall wünschen. Da gibt es noch Luft nach oben.

    Na ja, warten wir auf FRITZ!OS 7.4, da wird es zeitgemäße Änderungen geben.

  • Interessant! Aber das schöne an AVM ist ja, dass hier wirklich ständig Funktionserweiterungen, Verbesserungen und Sicherheitsupdates kommen.


    Noch zum Threadersteller: Wenn ich es richtig im Kopf habe, dann ist es durchaus auch möglich 2x Fritzboxen zusammen zu betreiben, wobei nur eine davon als Router fungiert. Dann könnte eine Fritzbox im Keller stehen und die zweite Fritzbox als DECT-Station und zusätzlichen Access-Point fungieren. Das müsstest du dann aber nochmal genauer recherchieren.


    Für den Keller würde es eine gebrauchte, preiswerte Fritzbox tun, solange sie 1GB-Ports hat. Möglicherweise wäre es auch gut, dass sie die neusten Fritz!OS unterstützt, damit die Einbindung mit den anderen Geräten gut funktioniert. Die zusätzliche Fritzbox könnte auch praktisch sein, wenn du einen Übergangszeitraum von Vodafone Telefonie auf DG Telefonie überbrücken musst - oder das Vodafone DSL noch eine zeitlang als Backup haben möchtest.