Fritzbox (7530) hängt sich mehrmals die Woche auf

  • Hallo zusammen,

    ich habe hier eine Fritzbox 7530 an einem 1G Deutsche Glasfaser Anschluss. Eigentlich funktioniert sie ohne Probleme, nur ca. 2x in der Woche hängt sich die Box auf. Sie ist dann weder über LAN noch WLAN erreichbar. Dann hilft nur noch Stecker ziehen. Das hat sie die Jahre vorher an einem DSL 250 Anschluss nicht gemacht.

    Ich kann auch nicht eingrenzen, dass sie das immer zu einer bestimmten Zeit macht. Es ist jetzt nicht so, dass sie immer einfriert wenn ich die Leitung "belaste". Mal streame ich gerade Musik und lese auf Webseiten, mal komme ich nach Hause und nichts geht. Scheinbar völlig willkürlich.

    Hat jemand auch schonmal so ein Verhalten gehabt oder von gehört?

    Es ist FRITZ!OS 7.29 auf der Box. Da das Update (7.29) leider kurz nachdem ich die Box den Glasfaseranschluss gehängt habe eingespielt habe, kann ich nicht sagen ob 7.28 oder was da vorher war besser lief. Bei AVM gibts ja kein Forum und man bekommt auch keine alte Firmware auf dem FTP :/

    Hat irgendjemand eine Idee was es sein könnte?

  • Doch, alte Firmwares bekommt man bei AVM durchaus, z.B. über service.avm.de. Aber es ist grundsätzlich eine schlechte Idee, einen Downgrade zu machen, denn die 07.29 enthält Sicherheitspatches, auf die du auf keinen Fall verzichten solltest! Außerdem habe ich es noch nie erlebt, dass sich ein Problem durch einen Downgrade nachhaltig lösen ließ, und ich beschäftige mich seit 2007 mit Fritzboxen.

    Man könnte sich nun mit Hilfe der Support Informationen an die Analyse des Problems machen. Die Box speichert nämlich Absturzgründe etc. Aber erfahrungsgemäß ist das sehr zeitaufwendig und selten hilfreich.

    Es geht deutlich schneller, die Box auf Werkseinstellungen zu setzen und von Hand frisch einzurichten. Zuweilen hat auch ein erneutes Installieren der Firmware geholfen. Ja, das ist ne Stunde Arbeit, aber danach hat man ein sauberes System. Alles andere dauert vermutlich Wochen, man hat die ganze Zeit noch mit dem Problem zu kämpfen und investiert am Ende netto deutlich mehr Zeit in die Geschichte.

    Also wenn du mich fragst:

    - Reset auf Werkseinstellungen

    - Flashen der Firmware 07.29 mit der heruntergeladenen Datei

    - Noch mal Reset auf Werkseinstellungen

    - Frisches Einrichten von Hand. Niemals ein Backup einspielen, auch nicht in Teilen.

  • Die FRITZ!Box loggt ja auch mit, siehst Du da etwas in Ereignisse > Internetverbindung und oder > Telefonie?

    Wird bei euch das Glasfasernetz gerade gebaut oder ist es ein Bestandsnetz?

    Gab/gibt es Störungsmeldungen für deinen Bereich?

    Auch wenn es mühsam ist und unpraktisch erscheint: Hast Du die 7530 auf Werkseinstellungen zurückgesetzt, bevor sie an den Glasfaseranschluss konnektiert wurde?

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  • Hallo zusammen,

    HubeBube Leider zeigt mir er mir im WebUI nur Meldungen nach dem Neustart an. Da steht allerdings auch das er einen Fehlerbericht verschickt hat.

    Das DG baut hier gerade aus, aber ich glaube nicht das es an DG liegt. Es kommt auch an Sonntagen und mitten in der Nacht vor. Und ich hab ja direkt nach dem Neustart wieder eine Verbindung.

    Habe mir inzwischen aus dem Internet Archive die alten Images besorgt. Weiss aber noch nicht ob ich Lust habe die Box zu resetten oder downzugraden, was dem ja auch gleich kommt.

    Mal sehen... Wenn werde ich das dann mal 2 Wochen testen und notfalls auch nochmal auf die 7.28 gehen. Das "Risiko" würde ich für den Zeitraum eingehen.

  • Es wäre durchaus hilfreich, sich die Protokolle vor dem Neustart der FB anzusehen;).

    Ähnliche Problem hatte ich damals mit der 7590 auch. Das Gebiet war teils in der Tiefbauphase, teils einzelne Anschlüsse schon am Netz. Eine deutliche Stabilisierung hat das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen, gefolgt von einer Neueinrichtung von Hand gebracht.

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  • Habe mir inzwischen aus dem Internet Archive die alten Images besorgt.

    Und die Quelle ist vertrauenswürdig? Da erlebt mal viel Unfug in letzter Zeit.

    Weiss aber noch nicht ob ich Lust habe die Box zu resetten oder downzugraden, was dem ja auch gleich kommt.

    Wie gesagt: Vergiss die alte Firmware! Die positiven Effekte, die ein Downgrade hat, entstehen nicht durch die ältere Firmware, sondern durch den Reset und den Flashvorgang, den du zwangsläufig dabei durchführen musst. Das kannst du auch mit der aktuellen und sicheren Variante haben.

  • Meine 7590 lief vorher schon 3 Jahre problemlos im DSL von 1&1/Telekom und nach dem Reset seit über einem Jahr hinter dem NT von DG. Aber sicherlich darf man einen Hardwaredefekt nicht ausschließen, daher wäre ein Blick in die Protokolle und ggf. eine Störungsmeldung bei AVM einer der Folgeschritte.

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  • Meine 7590 lief vorher schon 3 Jahre problemlos im DSL von 1&1/Telekom und nach dem Reset seit über einem Jahr hinter dem NT von DG. Aber sicherlich darf man einen Hardwaredefekt nicht ausschließen, daher wäre ein Blick in die Protokolle und ggf. eine Störungsmeldung bei AVM einer der Folgeschritte.

    Definitiv. Ohne Protokoll wird die Fehlersuche recht schwierig, da ja kein „System“ hinter den Freeze steckt. Ich hab es nur nie verstanden warum AVM immer die Protokolle bei einem Neustart loeschen musst und man so raten darf.

  • Das gleiche Problem mit der 7530 haben wir. Die Fritz!Box ist nicht mehr erreichbar und die Internet Verbindung ist weg. Die Weboberfläche der 7530 ist nicht mehr aufrufbar und antwortet nicht auf ein Ping. Kurz vom Strom trennen und die Fritz!Box verrichtet wieder sein Dienst, bis zum nächsten Abstürzt. Firmware ist 7.29.

    Der Support von AVM hat unterstützt, die 7530 wurde mehrmals auf Werkeinstellung zurück gesetzt und verschiedene Einstellungen ausprobiert. Das hat keine Besserung gebracht, das Problem trat weiterhin auf. Der AVM Support hat sich die Box einsenden lassen zur Überprüfung und mir ein Austausch Gerät gesandt. Für die Zeit des Austausch hatte ich eine Fritz!Box 7272 an den Anschluss der DG und es gab das Problem nicht, die 7272 lief ein paar Woche ohne einzufrieren. Firmware auf der 7272 ist 6.88 von Dez. 2021.

    Die neue Fritz!Box 7530 habe ich in Betrieb genommen und auch mit der neuen 7530 tritt das Problem auf. Was tun?

    zion2k

    Hast du das Problem mit der Fritz!Box 7530 lösen können?

    Einmal editiert, zuletzt von Sworzi (6. Mai 2022 um 08:29)

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  • Wie gesagt, die Protokolle wären interessant.

    Hat die Box Kabelverbindungen außer Strom und Modem? Telefone, LAN oder USB Kabel? Es könnte ein elektrisches Problem sein (Potentialausgleichsströme).

  • Protokolle kann ich für beide Fritz!Box(en) 7530 zur Verfügung stellen. Würde gerne wissen, ob Inhalte gestrichen oder unkenntlich gemacht werden müssen, da ist ja einiges drin in den Logs.

    Die 2 x 7530 und die 7272 Fritz!Box(en) sind wie (waren) folgt konfiguriert:

    Port 1 Fritz.Box an NT DG - LAN Verbindung

    Port 2 Port Fritz.Box an Switch Port mit VLAN 1- LAN Verbindung

    Port 3 Frei

    Port 4 Port Fritz.Box an Switch Port mit VLAN 8 - LAN Verbindung

    Firmware bei den 7530 = 7.29

    Firmware der der 7272 = 6.88

    Die Fritz!Box(en) 7530 sind mit dem Profil vorgegeben Profil, weitere Internetanbieter - Deutsche Glasfaser unter Internet - Zugangsdaten - Internetzugang

    Bei der 7272, gibt es so ein Profil nicht und habe das nach Anleitung DG konfiguriert.

    WLAN ist auf Fritz!Box ausgeschaltet

    USB wir nicht verwendet

    Telefonie: 1 x DECT Telefon & 1 x iOS mit Fritz!APP Fon

    Was ist noch im Netz:

    - 1 x 16 Port POE Switch

    - 1 x TP-LInk EAP245 WLAN AcessPoint

    - 1 x Unifi AC lite WLAN AcessPoint

    - ca. +/- 20 Clients: 5 x LAN, Rest WLAN: Laptops, iOs Smastphone/Tablets, Fire TV Sticks, Smart Steckdosen

    - 3 User

    Das ganze lief mit einen DSL Vertrag mehrere Jahre ohne Probleme, bis zur Umstellung im März 2022. Mit der Umstellung zu DG ist das Problem an der 7530 aufgetreten, nach Tausch der 7530 durch AVM sind die Probleme mit den neuen Box immer noch da. Eine Fritz!Box 7272 macht die Probleme nicht, leider ist die nicht Fritz!APP Fon fähig und im UpLoad schafft die nur nur 100 MBit/s.

    Einmal editiert, zuletzt von Sworzi (6. Mai 2022 um 12:33)

  • Ca. 4 Wochen lief es ohne Probleme, nachdem ich die 7530 wiederhergestellt habe und dann den Internet Zugang manuell konfiguriert habe und nicht das von AVM vorgegebene

    Deutsche Glafaser Profil benutzt habe. Nach ca. 4 Wochen ohne jeglichen Probleme fingen an einen Samstag Abend die Probleme wieder an, die Fritz!Box war nicht erreichbar und die Clients dahinter hatten kein Internetzugriff. Das passierte ca. 2 mal am Tag. Wiederherstellen der 7530 hat nicht geholfen.

    Habe mir kurzfristig eine 7520 besorgt und ein recovery auf eine die 7530 durchgeführt. Die neue Box (7520/30) konfiguriert und an den NT gehangen. Da war wieder 2-3 Tage Ruhe. Habe mir auch ein Zugriff von Außerhalb auf die Box konfiguriert und freigegeben.

    Nach 3 Tagen trat das Problem wieder auf, von Intern kein Zugriff auf die Box und kein Client konnte ins Internet. Zugriff von Außerhalb/Internet über mein Smartphone mit LTE auf die Box war möglich. Habe festgestellt, das durch Änderung einer Option z.B. unter: Heimnetz - Netzwerk - Netzwerkeinstellungen - LAN Einstellung den Port 3 von 1000 auf 100 M/Bit ändern und speichern, dass die Fritz!Box wieder erreichbar ist aus dem internen Netz und dass die Clients wieder ins Internet kommen. In den Ereignisse ist manchmal zu sehen, dass die Internet Verbindung kurz vorher neu hergestellt wurde.

    Vermutlich ist die Internetzugriff noch vorhanden oder wird kurz getrennt und wieder aufgebaut, denn ich kann ja von Außerhalb auf die Box zugreifen.

    Hab mal den TP-Link POE Switch rausgeschmissen und durch einen managed Cisco Switch ersetzt. Die POE Geräte betreibe ich jetzt ich mit POE Injektoren. Vielleicht ist der Switch ja der Übeltäter? Evtl. Könnte es ja auch ein Gerät im Netzwerk sein oder die Verkabelung. Teste erstmal mit dem Switch. Verkabelung ist vom letzten August und hat bis Ende März wunderbar funktioniert. Die Geräte waren auch schon alle vorher im Netz ohne Probleme. Der TP-Link Switch wurde mit der Umstellung auf DG installiert.

    Was meint Ihr? Habt Ihr sowas schon mal erlebt?

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  • Das Einschränken auf 100 MBit/s hat natürlich deutliche Geschwindigkeitseinbußen zur Folge, vor allem wenn das die Verbindung aus dem Heimnetz zum Router ist.

    Ich vermute immer noch ein Problem auf elektrischer Ebene. Ggf. solltest du vorläufig komplett auf POE verzichten. Verwendest du UTP Kabel?

  • Mit den 100 M/Bits ist halb so wild , da an den Port 3 der Fritz.Box nichts angeschlossen ist. Kann auch von 100 auf 1000 M/Bits umgestellt werden. Das macht kein Unterschied, für mich ist es nur die Umstellung um die Fritz!Box zu triggern, damit die Box intern wieder erreichbar ist und die Clients wieder ins Internet lässt.

    Kein UTP Kabel. Alles schieldet Kabel. Sowohl das verlege Kabel in der Wand als auch das Patch Kabel.

    Hatte auch schon an einen Massefehler gedacht. Aber nichts gefunden, was darauf hindeutet. Die ganze Installation sowohl Elektro als auch Netzwerk wurde letztes Jahr incl. Zähler und Unterverteilung vom Elektro Fachbetrieb durchgeführt. Die ganzen Gerätschaften sind in einen Serverschrank (halbe Höhe) da führen 4 neu installierte Steckdosen hin. Von den 4 Steckdosen, geht eine Brennstuhl Steckdosenleitung ab, mit Schaltknopf und Sicherung. 2 Elektriker haben sich das angeschaut und abgenommen. Der Serverschrank ist nicht gerädert. Laut den Elektriker ist das nicht notwendig bei den „Spielzeugkomponenten“ die da drin sind.

    Was für mich nicht nachvollziehbar ist, dass die Fehler/Probleme mit der Umstellung aus DG aufgetreten sind. 8 Monate lang lief das ganze ohne Probleme. Die einzige Änderung war, das vom DSL Provider zu Glasfaser gewechselt wurde, wobei die Fritz!Box vom DSL getrennt und wiederhergestellt wurde und mit den LAN Port 1 an den NT verbunden wurde. Alle anderen Komponenten haben sich nicht geändert. Zwischendurch hatte ich eine 7272 an den DG Anschluss und die hat keine zicken gemacht.

    2 Mal editiert, zuletzt von Sworzi (26. Juni 2022 um 17:03)

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  • Viele PoE-gespeiste Geräte haben keine isolierenden DC-DC Wandler. Das kann zu Problemen und Zerstörung von Geräten führen, wenn das "Erd"-Potenzial dieser PoE-gespeisten Geräte mit anderen Erdpotenzialen verbunden wird. Die Datenleitungen einer Ethernetverbindung sind über kleine Transformatoren in den Buchsen mit den Geräten verbunden und stellen deshalb keinen Pfad für das Erdpotenzial dar. Aber die Abschirmung tut das, und auch z.B. ein per USB oder Audio- oder HDMI-Kabel an einem solchen PoE-gespeisten Gerät angeschlossenes Gerät darf nicht anderweitig geerdet sein.

    Beispiel: Einen Laptop, der gerade von einem Netzteil mit Schuko-Stecker geladen wird, mit einem geschirmten Kabel an einen Router anzuschließen, der von einem PoE-Splitter ohne isolierenden DC-DC-Wandler versorgt wird, führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Beschädigung.

    Hier ist ein Video, wie das mit einem Raspberry Pi an einem TL-POE10R PoE-Splitter schiefgeht.

    Neben solchen drastischen Szenarios gibt es auch subtilere Probleme mit Erdung. Wenn dein Netzwerk nicht gerade in einer Industrieanlage installiert ist, ist die Schirmung unnötig und sollte nicht durchgängig sein. Am einfachsten ist, alle Patchkabel, mit denen die Fritzbox an irgendetwas angeschlossen ist, gegen ungeschirmte Kabel auszutauschen. Das ist billig und schnell gemacht. Solltest du ausprobieren. Damit ist das Problem nicht unbedingt im ganzen Netz beseitigt, aber die Fritzbox ist dann nicht mehr von Erdungsproblemen betroffen.