Nein. Argumente findest du in dem RIPE Dokument.
Guten Morgen
Ich habe mir mal das ganze Dokument zu Gemüte geführt. Die darin dargestellte empfohlene Verfahrensweise kann ich in weiten Teilen folgen und unter dem leider kaum noch änderbaren Gesamtkonstrukt IPv6 zu unterstützen. Also /48 Netz zu mir.
Aber ich will eins, dass ich eine persistente Zuweisung erhalte, am besten, ähnlich wie bei Mobilfunknummern, die ich über Providergrenzen hinweg nutzen kann.
Allerdings wäre und war dies hinterfragenswert, die Unterteilung vom Präfix. Ich habe daraufhin mal versucht etwas zu recherchieren, wie es zu der Festlegung von dem Block /64 als Präfix gekommen ist.
Es gibt keine physikalischen / logischen Grund, warum dieser dort gesetzt wurde. Es sieht einfach nur designmäßig schicker aus.
Genau wie meine Bedenken, dass dabei zu viel verschossen wird, gab es damals auch bei Diskussionen.
Mit IPv6 verwendet man kein NAT. Wenn du separate Netze brauchst, ist also ein /64 nicht genug. Schon ein Gast-WLAN braucht mindestens ein zweites /64. Gute Gründe, warum mindestens ein /60 zugeteilt werden soll, liefert das verlinkte Dokument, und das nennt weniger als ein /56 "strongly discouraged". RIPE verwaltet die IP Adressen für den ganzen Kontinent. Wenn die sagen, gib mehr, dann gib mehr.
Aus praktischen Gesichtspunkten bei der Verwaltung von Netzwerken hätte es vollkommen gereicht, wenn der „eindeutigen Interface-Identifier“ Bereich bei /96 gelegt worden wäre und nicht /64.
Damit wäre der kleinste zugewiesene Netzwerkbereich immer noch bei 4.294.967.296 Adresse, was genau dem aktuellen IPv4-Bereich entsprechen würde, allerdings dieser komplett nutzbar. ![]()
Insbesondere, da es ja vorgesehen ist, einer Netzwerkschnittstelle mehrere Netze zuzuweisen. Damit wäre es viel effektiver gewesen dem Endnutzer bis zu 65.535 /96 Netze bei Bedarf zu geben als jetzt die Krux mit /48 und /56 zw. Privat und Business zu empfehlen.
Somit wäre die Zuordnungsmöglichkeiten des Präfixes von
/64 = 18.446.744.073.709.551.616
auf
/32 = 79.228.162.514.264.337.593.543.950.336 gestiegen.
Dies erschien auch damals schon einigen Beteiligten zielführender. Auch ich glaube, dass man im Bereich Interface-Identifier mit weniger ausgekommen wäre und man besser daran getan hätte, alles um 8 Bit nach rechts zu schieben.
Aber Design vor Praktikabilität
Ich werde den nächsten Sprung wohl dann doch nicht mehr (bewusst) erleben und das mit dem Habitat war ja nur eine nette Version. Wobei es ja schon eine Zuordnung von IPv6 Adressenbereiche zu Planet gibt, weiß nur nicht, ob dies ein Nerd-Scherz ist. Ergab sich wohl aus dem Vergleich »Mehr IP-Adressen als Sterne im Universum«.
War jedenfalls ein interessanter Ausflug zu IPv6, insbesondere die Problematik bei dynamischen IPv6 Präfix-Vergabe. Dies wird wohl noch auf uns zukommen, wenn es nicht sauber/aufwändig implementiert wird. Ich bin da halt für persistente Zuweisung. Eindeutig weniger fehlerträchtig.