Deutsche Glasfaser OpenWRT - Kein DHCPv6 im Heimnetz

  • Hallo,

    Ich habe heute meinen Deutsche Glasfaser Anschluss auf eine OpenWRT VM umgestellt, alles läuft top. Das Wan6 Interface bekommt die /128 v6 und die /56 IPv6-PD

    Nur funktioniert mein DHCPv4 Server Problemlos und mein DHCPv6 Server für das Heimnetz garnicht, welche Einstellungen muss ich da treffen, weil wenn ich mir die v6 Statisch zuweise funktioniert alles?


    LG Hannes H.

  • Yep, schon verstanden. Meine Antwort war etwas knapp...

    So funktioniert's in der FB:

    * Aktivieren Sie die Option Unique Local Addresses (ULA) zuweisen, solange keine IPv6-Internetverbindung besteht (empfohlen).

    * Aktivieren Sie die Option DHCPv6-Server in der FRITZ!Box für das Heimnetz aktivieren und Nur DNS-Server zuweisen.


    So sollte es doch auch in OpenWRT zu konfigurieren sein?

  • Was hast du denn vor? DHCPv6 zur Adressvergabe im LAN ist ja eine eher ungewöhnliche Konfiguration. Meist wird das nur für die Bekanntgabe der DNS-Server verwendet und die Adressvergabe läuft per Router Advertisement und SLAAC. Brauchst du Prefix Delegation im LAN? Dann müssen die Präfixe, die dem LAN-Interface zugewiesen werden, kürzer als /64 sein. Auf dieser Seite stehen u.a. die Voraussetzungen und Einstellungen für die verschiedenen Adressvergabetechniken im LAN.

  • So wurde es mir aber erklärt?

    Ich habe halt den IPv6-PD Präfix als Local Präfix genommen.

    Weil per DHCP will mit der OpenWRT Router mir keine v6 geben. Wäre schön wenn mir einer sagt, welche Einstellungen ich treffen muss, aber naja. Stabil funktioniert ist. Firewall funktioniert auch und bei meinem Kumpel läuft es auch seit 2 Monaten ohne Probleme.

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  • Das Problem ist natürlich, dass sich die ULA-Konfiguration nicht anpasst, wenn dir die DG mal ein anderes Präfix zuteilt.


    Die ULA-Adressen sind dazu da, im LAN auch dann IPv6-Adressen zu haben, wenn der Internetzugang offline ist. Anders als bei IPv4 haben die Geräte öffentliche Adressen, und die verschwinden mit dem Internetzugang. Also gibt man den Geräten zusätzlich oder alternativ "Unique Local Addresses". Man kann einstellen, ob die nur dann verteilt werden, wenn keine öffentlichen Adressen vorhanden sind, oder immer. Vom Vergabemechanismus her sind ULAs aber nicht grundsätzlich anders als öffentliche Adressen.


    Auf der Interface-Seite wird unter "General Settings" die "Ipv6 assignment length" eingestellt. Da steht meistens 64, aber wenn du Prefix-Delegation im LAN machen möchtest, musst du kürzere Präfixe zuweisen, da aus diesem Präfix auch die Subpräfixe delegiert werden.


    Ebenfalls auf der Interface-Seite unter "DHCP-Server" gibt es noch das Tab "IPv6 Settings". Dort musst du "server mode" für Router Advertisement Service und DHCPv6 Service einstellen. Wenn du wirklich Adressvergabe per DHCPv6 machen möchtest, muss der DHCPv6-Mode "stateful" beinhalten. Wenn du gar kein SLAAC möchtest, eben nur stateful, sonst auch stateless. Von der Länge der Präfixe, die dem Interface zugewiesen sind, hängt ab, ob der DHCPv6 Server auch Prefix Delegation macht. Ohne Platz für die zu delegierenden Präfixe geht's halt nicht.

  • Ja das ist mir bewusst, naja der Präfix sollte sich eigentlich nicht ändern und wenn nur selten, naja ich habe es mit DHCPv6 gemacht so wie du erklärt hast und meine Geräte bekommen trotzdem keine v6. Deswegen denke ich bleib ich erstmal bei ULA, da diese auch ohne Internet intern funktionieren.

  • Du bist dir darüber im Klaren, dass viele Endgeräte kein DHCPv6 nutzen?


    So wie ich es verstanden habe, willst du deine Fritzbox ersetzen. Also musst du OpenWRT so konfigurieren, dass er sich ein Prefix aus dem PD Bereich von DG für Router Advertisements im LAN verwendet. Ich bin kein OpenWRT Experte, aber das wird gehen laut deren Wiki Seite. DHCPv6 wird in der Fritzbox nur für DNS Server verwendet, falls es überhaupt irgendein Client benutzt.


    Ansonsten läufst du in Probleme. Für ULA Adressen gibt es festgelegte Prefix Bereiche, das sollte man nicht unterschätzen. Der Mechanismus ist nicht dafür gedacht, dort von Hand irgendwelche statischen Prefixes anderer Anbieter einzutragen. Nicht umsonst erlaubt die Fritzbox nur ULA Prefixes, die mit "fd" beginnen. Ich betone: Alles andere ist Gewurschtel und wird sich rächen!

  • Also ich hab mir das spaßeshalber gerade noch mal bei mir im Netz angesehen und extra einige Geräte neugestartet. Dabei hab ich die ganze Zeit einen Paketmitschnitt im Netz laufen lassen.


    Die Informationen werden praktisch alle über RAs übertragen. DHCPv6 nutzen nur mein Fernseher und ein Windows 10 PC, und auch nur, um Informationen wie DNS oder NTP Server anzufragen. Adressinformationen nutzte niemand über DHCPv6.


    Vielleicht ändert sich dass, wenn es keine RAs gibt, oder wenn die RAs auf einen DHCPv6 Server hinweisen. Aber darauf würde ich mich bei vielen Geräten nicht verlassen.

  • Das müsste vor allem jemand pflegen. Da sehe ich das größte Problem. Aber ob es in diesem Fall helfen würde?


    Sehen wir uns den Fall noch mal an: Da wird ein laufendes System durch OpenWRT ersetzt - ein System, dass deutlich flexibler ist, aber eben auch ein Stück weit komplexer zu konfigurieren. Dann wird versucht, damit DHCPv6 in Betrieb zu nehmen, warum auch immer (das erfährt man leider nicht). Das funktioniert im Zusammenspiel mit den Clients nicht wie gewünscht, warum auch immer. Fehleranalyse gibt es ja keine, also ob die Clients überhaupt DHCPv6 unterstützen oder gar benötigen weiß man nicht. Und am Ende ist die Lösung für das Problem eine Verteilung von vergewaltigten ULAs? Da dreht sich einem der Magen um. Warum überhaupt der Wechsel auf OpenWRT, und was sollte das Intermezzo mit DHCPv6, wenn ULAs am Ende das Netz zum laufen bringen? Das ist so abstrus, da möchte man ja fasst ein paar Schauspieler nach Satirevideos fragen ...


    Ich glaube, da hilft die beste Doku nicht. Da passte die verfügbare Technologie einfach nicht zu den Vorstellungen des Anwenders.

  • Naja mein Windows 10 Pc sollte DHCP v6 nutzen können, RA hat nicht funktioniert. ULA ist aktuell das einzige was geht und gewechselt wurde da wir alle geräte von AVM aus dem Haus schmeißen und wir interne Bandbreiten von 10G und 2,5G fahren wollen, dazu brauchen wir Wifi 6 bei Routern mit 2,5G Uplink. Geupgradet wird auf OpenWRT 19.07.5 in einer Proxmox VM.mit 1G WAN und 10G SFP+ Lan.

  • Das müsste vor allem jemand pflegen. Da sehe ich das größte Problem. Aber ob es in diesem Fall helfen würde?

    Meine Motivation diesbezüglich ist die, das Konfigfragen in Zukunft mehr werden. Wenn dann auf eine funktionsfähige Basiskonfiguration verwiesen werden kann, ist den meisten schon mal geholfen. Spezialitäten sind dann dem individuellen Forschungsauftrag vorbehalten.


    Ich habe die grauenhafte Doku der deugl für kundeneigene Router mit FRITZ!OS 6.93 gerade vor Augen. Welchem Anfänger, der seine Hardware von 1&1 mitgenommen hat nutzt diese Doku bei einer Version 7.x? Mit Basiskonfiguration meine ich wirklich rudimentäre, betreiberspezifische Dinge. Im Falle der FB gerade noch die Einrichtung der Telefonie, jedoch schon nicht mehr z.B. "Wie erreiche ich mein NAS aus dem Internet?". Dies kann und soll auch separat behandelt werden.


    Die Pflege ist ein Thema, da würde ich Pragmatismus walten lassen. Ich kann mir das gut in der Art vorstellen wie das Thema über die von der deugl verbaute Hardware. Evtl. gibt es aber auch andere und/oder bessere Vorschläge?

  • Naja mein Windows 10 Pc sollte DHCP v6 nutzen können, RA hat nicht funktioniert. ULA ist aktuell das einzige was geht

    Ich will dich ja jetzt nicht zu sehr schocken, aber ULAs werden per RAs verteilt. Wenn RAs nicht gingen, dann würde es jetzt auch nicht funktionieren.


    Windows 10 kann DHCPv6 verwenden, aber es muss auch wissen, was es damit anfangen soll. Hast du dafür gesorgt? Zum Beispiel durch entsprechende Router Advertisements vom OpenWRT? Denn auch DHCPv6 benötigt richtig konfigurierte RAs.


    Ich bekomme mehr und mehr das Gefühl, dass dir einfach das Grundwissen fehlt, um so ein Netz zu konfigurieren.


    gewechselt wurde da wir alle geräte von AVM aus dem Haus schmeißen und wir interne Bandbreiten von 10G und 2,5G fahren wollen, dazu brauchen wir Wifi 6 bei Routern mit 2,5G Uplink. Geupgradet wird auf OpenWRT 19.07.5 in einer Proxmox VM.mit 1G WAN und 10G SFP+ Lan.

    Oh. Ihr braucht "Wifi6 bei Routern mit 2,5G Uplink". Ok. Cool!

    Du schmeißt ein System mit 1G WAN raus und ersetzt es durch ein System mit 1G WAN, dass du nicht konfigurieren kannst? Ja, das klingt nach Checker.


    Dass du auch hinter jeder Fritzbox ein LAN mit 2,5, 10 oder 40 GBit/s aufbauen kannst, lassen wir mal außen vor.;(

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