FTTH: Wie habt Ihr das schnelle Internet inhouse verkabelt?

  • Wie habt ihr bei euch zuhause das Internet verkabelt? Konntet ihr bereits auf bestehende Netzwerke im Haus zurückgreifen und vom Keller bzw. vom HÜP und CPE aus das Netz verteilen?


    Bei uns ist der Anschluss noch nicht ready, aber wir nutzen aktuell Renovierungsmaßnahmen für eine Neuverteilung unserer Netzwerkverkabelung:


    - Router im Keller beim Anschluss

    - Netzwerkkabel CAT7 gehen direkt vom Switch über den Gigabit Port in jede Etage (Erdgeschoss -> Verteilung über Zwischendecke in alle wichtigen Räume, 1. OG -> Verteilung über Dachboden in alle wichtigen Räume)

    - Verteilung pro Etage über Switch in alle notwendigen Räume

    - Restabdeckung über WLAN (Mesh)



    Wie würdet ihr das machen?

  • Das klingt schon ganz gut. Trotzdem habe ich ein paar Anmerkungen:


    Die Datenleitungen sollten austauschbar installiert werden, also in Kabelkanälen oder wahrscheinlicher in Leerrohren. Dann ist auch eine Aufrüstung auf Glasfaserverkabelung im Haus kein Problem. Auf großzügige Biegeradien achten, damit ein Kabelaustausch später nicht an einem geknickten Rohr scheitert, wo man nicht mehr dran kommt.


    Den Router würde ich nicht im Keller positionieren, es sei denn es ist ein Gerät ohne DECT und WLAN. Für gutes WLAN sind wahrscheinlich sowieso mehrere Access Points nötig, aber DECT Repeating ist keine schöne Sache. Die DECT Basis sollte deshalb funktechnisch zentral stehen. Wenn Festnetztelefonie keine Rolle mehr spielt, ist das natürlich egal. Nur der Vollständigkeit halber: Ein guter Grund, den Router im Keller anzuschließen, wäre, wenn noch kabelgebundene Telefone im Einsatz sind und die Telefonleitungen dort zusammenlaufen.


    Wenn man den Router in der Wohnung statt im Keller aufstellen möchte, braucht man an der Stelle zwei Netzwerkanschlüsse: Einmal vom Hausanschluss im Keller zum Router und einmal vom Router zurück in den Keller zum zentralen Switch. Doppeldosen sind auch sonst eine praktische Angelegenheit, z.B. um Fernseher und Spielekonsole anzuschließen, oder NAS und Drucker, oder Laptop und PC. Sonst ist immer direkt ein Switch nötig, der einen unschönen Kabelsalat erzeugt und Strom braucht.


    Ich würde keine Etagenswitches einsetzen. So groß ist das Haus wahrscheinlich nicht, dass das sinnvoll oder notwendig wäre. Mehrere Switches muss man untereinander verbinden. Der Datenverkehr zwischen Geräten, die an verschiedenen Switches angeschlossen sind, teilt sich dann die Bandbreite dieser Verbindung. Wenn z.B. ein Gerät im 1. OG mit voller Bandbreite auf das NAS im EG zugreift, ist der Zugriff eines anderen Geräts auf den Internetzugang ausgebremst. Mit einem zentralen Switch ist das kein Problem.

  • Wow, vielen Dank für deine Antwort. Das sind wirklich sinnvolle Anmerkungen. Bei uns ist noch nichts in Stein gemeißelt. ich werde den Routerstandort auf jeden Fall nochmal ändern - hier wird DECT genutzt, daher sollte der Router im Erdgeschoss stehen.

    Die Etagenswitches deshalb, weil ich mir die Möglichkeit offen halten möchte, in jedem Raum nicht nur über WLAN sondern auch über das Netzwerkkabel direkt online gehen zu können. Als Mediendesigner & Webentwickler mag ich gerne sichere und stabile Verbindungen. ;)