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Die Zukunft des FTTH Netzes, und generelle Diskussion

  • pufferueberlauf
  • 17. Oktober 2026 um 14:39
  • pufferueberlauf
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    • 19. Oktober 2026 um 17:02
    • #101
    Zitat von mbo77

    Der Zug ist ja schon vor quasi Jahrzehnten abgefahren.

    Aktuell sieht es erst mal so aus. Gut moeglich, dass wir in 20 Jahren den Sack wieder aufmachen muessen und die Fehler der Vergangenheit teuer korrigieren, frei nach der Maxime:

    There is never time/money to do it right, there is always time/money to do it over...

    Zitat von mbo77

    Und ich habe deine Spekulationen zur PoP-Größe schon gesehen. Den Nachweis, dass es solche "wirtschaftlichen" PoPs irgendwo gibt, sehe ich nicht.

    Zu frueh aufgehoert zu lesen, es geht nicht um die PoP Groesse (was unstrittig ist und bereits im TKG steht) sondern auch darum wid vile solcher PoPs es bundesweit gibt... Skaleneffekte halt.

    Zitat von mbo77

    Das Marketinggerede von Init 7 ordne ich entsprechend ein. Die brauchten halt dringend eine sexy Story als Alleinstellungsmerkmal. Ist mit XGS-PON jetzt auch überholt

    Nein, die sind da ehrlich geblieben und sagen elizit was ich hier auch schon seit Jahren erklaere:

    Zitat

    Aber, da war doch was mit dem Glasfaserstreit?

    Richtig. Der Glasfaserstreit, ein umfangreiches Kartellverfahren gegen Swisscom, das letztlich in einem Verbot der PON-Topologie endete. Wie passt das nun mit XGS-PON und Basic7 von Init7 zusammen?

    Das ist selbstverständlich eine berechtigte Frage. Entscheidend ist dabei die Unterscheidung zwischen PON auf Layer 1 und Layer 2. Auf Layer 1, also der Art der Netztopologie, ist PON respektive P2MP (Point to Multipoint) tatsächlich von der Wettbewerbskommission und den nachfolgenden Gerichtsinstanzen verboten worden. Dabei ging es im Wesentlichen um die Positionierung der Splitter. Solange diese in der Zentrale, beziehungsweise im PoP installiert sind, besteht kein kartellrechtliches Problem. Eine Positionierung der Splitter in Quartieren oder einzelnen Gebäuden hätte hingegen eine «Marktverschliessung» bewirkt (Zitat aus dem Urteil im Glasfaserstreit). Die Details der beiden Netztopologien haben wir in unserem Blog bereits früher beschrieben.

    Entscheidet sich ein Provider also für XGS-PON als Technologie, die auf PON respektive P2MP basiert, dann wird die PON-Topologie quasi auf der P2P (Point to Point) Topologie abgebildet. P2MP kann auf P2P implementiert werden, umgekehrt ist dies jedoch nicht möglich.

    P2P ermöglicht den Technologie-Wettbewerb

    P2P als Netztopologie ist deshalb notwendig, damit der Technologie-Wettbewerb zwischen den Providern ungehindert funktioniert – so das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Ohne P2P wäre Fiber7 auf Ethernet-Topologie nicht möglich und auch Basic7 auf XGS-PON nicht, weil wir als Mitbewerber von Swisscom nicht in der Lage wären, selber in allen Quartieren und Überbauungen eigene Splitter zu installieren. Die Splitter müssen deshalb in den Zentralen oder PoPs installiert sein und so hat jeder Provider die Möglichkeit, die für seine Zwecke optimale Technologie auszuwählen.

    XGS-PON ist damit zum Quasi-Industrie-Standard geworden. Aus Sicht des Layer 2, also der Elektronik, spielt es keine Rolle, wo die Splitter installiert sind. Aus kartellrechtlicher Sicht jedoch schon. Der ungehinderte Wettbewerb funktioniert nur, wenn der PON-Baum einen sehr kurzen Stamm und lange Äste hat. Deshalb hat die Wettbewerbskommission einen langen Stamm und kurze Äste verboten, denn so hätte Swisscom das Glasfasernetz monopolisieren können. Dass dies nicht passiert ist, verdanken wir unserem Sieg im Glasfaserstreit.

  • BlackMage2
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    • 19. Oktober 2026 um 17:02
    • #102
    Zitat von pufferueberlauf

    Das ist eher ein Du Problem, der Staat legt es nicht drauf an Dich zu provozieren.Die Zukunft des FTTH Netzes

    Das Thema hier ist doch: Die Zukunft des FTTH Netzes

    und scheinbar scheint Deutschland so stolz auf ihr flächedendeckendes 1Gbit Glasfasernetz, dabei ist der deutsche Breitbandausbau im europäischen Vergleich doch schon jahrelang ein echtes Sorgenkind

    und mit einem Preis von 1Gbit/s in der 60- bis 90-Euro-Marke

  • pufferueberlauf
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    • 19. Oktober 2026 um 17:07
    • #103
    Zitat von BlackMage2

    weil ich billiger bin vllt.?

    Nun denn, dann sehe ich nicht wie das fuer Dich nicht auf ein Veglustgeschaeft rauslaufen wuerde... aber ist ja eh nur mal eben hinkonstruiert.

    Zitat von BlackMage2

    alle haben feste Preise, ich kann attraktive Einzelangebote machen

    Theoretisch vielleicht, aber ich sehe nicht wie sich das fuer Dich rechnen koennen soll.

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  • pufferueberlauf
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    • 19. Oktober 2026 um 17:19
    • #104
    Zitat von BlackMage2

    Das Thema hier ist doch: Die Zukunft des FTTH Netzes

    Ja und? Ich halte Deine Szenarien fuer erkennbar konstruiert und unrealistisch, heute, und in der Zukunft.

    Zitat von BlackMage2

    und scheinbar scheint Deutschland so stolz auf ihr flächedendeckendes 1Gbit Glasfasernetz,

    Stolz ist irrelevant. Politisches Ziel ist halt Buchbarkeit idealerweise symnetrischen Gigabitfesgnetzinternetzugang zu erschwinglichen Preisen und das europaweit.

    Zitat von BlackMage2

    dabei ist der deutsche Breitbandausbau im europäischen Vergleich doch schon jahrelang ein echtes Sorgenkind

    Bill Gates sein Geld, und solche Sorgen, das waere ein Leben... Wer hat Dich zum Sprecher Europas ernannt?

    Zitat von BlackMage2

    und mit einem Preis von 1Gbit/s in der 60- bis 90-Euro-Marke

    Nun ja, fuer die BNetzA gelten 35 Euro fuer die Mindestversorgung also >= 15/5 Mbps als erschwinglich ein Gbps fuer 90 Euro waeren allein im Download 66 mal mehr Kapazitaet fuer noch nichtmal den 3-fachen Preis...


    Aber ganz im Ernst, ich bin nicht der Sprecher der BRD und dieses Forum kein Draht zur Bundesregierung, vielleicht laedst Du Deine politischen Beschwerden besser an anderen Orten ab, wo sie eventuell an die richtigen Ohren gelangen koennen?

  • BlackMage2
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    • 19. Oktober 2026 um 17:27
    • #105
    Zitat von pufferueberlauf

    Ja und? Ich halte Deine Szenarien fuer erkennbar konstruiert und unrealistisch, heute, und in der Zukunft.

    also gibst du zu das du voreingenommen bist, genau wie der restliche deutsche Staat. das ist auch der Grund warum Deutschland so fatal scheitern wird beim Glasfaserausbau.

  • pufferueberlauf
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    • 19. Oktober 2026 um 17:32
    • #106
    Zitat von BlackMage2

    also gibst du zu das du voreingenommen bist,

    Wenn Du meine Erwartung realistischer Szenarien als Voreingenommenheit bezeichnen willst, ja ich bin gegen konstruierte Gruetz-Argumente voreingenommen, da hast Du mich wohl durchschaut.

    Zitat von BlackMage2

    genau wie der restliche deutsche Staat.

    Weurde mich schwer wundern wenn ich repraesentativ fuer den deuitschen Staat waere, aber gut, es steht Dir frei diese Meinung zu haben.

    Zitat von BlackMage2

    das ist auch der Grund warum Deutschland so fatal scheitern wird beim Glasfaserausbau.

    Weil ich mir erlaube auszusprechen, dass Du bisher nur Kack-Argumente gebracht hast? Da ist mir die Kausalitaet unklar... ;)

    Schau, ich bin bei Dir so lange das Argument ist, den FTTH-Ausbau koennte man besser und (mMn. allgemeindienlicher) organisieren, aber ein fatales Scheitern sehe ich nicht. Auch bei uns wird, vermutlich eher Ende der 2030er als Anfangs, der FTTH-Ausbau einen so hohen Prozentsatz erreicht haben, dass alle Beteiligten das als Erfolg interpretieren werden. Und das mit mMn. gutem Recht, wie gesagt koennte man das besser machen, klar, aber nur weil noch Luft nach oben ist heisst nicht, dass etwas gescheitert sein muss.

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  • BlackMage2
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    • 19. Oktober 2026 um 17:39
    • #107
    Zitat von pufferueberlauf

    Und das mit mMn. gutem Recht, wie gesagt koennte man das besser machen, klar, aber nur weil noch Luft nach oben ist heisst nicht, dass etwas gescheitert sein muss.

    ja, das ist ja mein Problem, der deutsche Staat beschreit immer das der Ausbau "gut" läuft, aber ich sehe das eher so das wurde einfach unkoordiniert hingewurschelt und man hat sich bisher nur auf die Basics geeinigt. ich sehe da nicht das der Weg in eine gute Zukunft geebnet ist


    Zitat von pufferueberlauf

    Wenn Du meine Erwartung realistischer Szenarien als Voreingenommenheit bezeichnen willst, ja ich bin gegen konstruierte Gruetz-Argumente voreingenommen

    das sind keine konstruierten "Gruetz-Argumente" :(


    Zitat von pufferueberlauf

    Weil ich mir erlaube auszusprechen, dass Du bisher nur Kack-Argumente gebracht hast? Da ist mir die Kausalitaet unklar... ;)

    Das sind aber keine "Kack-Argumente"? nur weil du meinen Bedarf nicht ernst nehmen kannst sind es noch lange keine "Kack-Argumente" und btw. du wiederholst dich(das mache ich aber auch oft)

    3 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (19. Oktober 2026 um 17:48)

  • pufferueberlauf
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    • 19. Oktober 2026 um 17:54
    • #108
    Zitat von BlackMage2

    ja, das ist ja mein Problem, der deutsche Staat beschreit immer das der Ausbau "gut" läuft,

    Hand auf Herz, zum einen koennte es bedeutend schlechter laufen, zum anderen was it motivierender, zu sagen "alles kacke" oder "lief ganz gut, lasst uns zusammen weiter dran ziehen"

    Zitat von BlackMage2

    aber ich sehe das eher so das wurde einfach unkoordiniert hingewurschelt und man hat sich bisher nur auf die Basics geeinigt. ich sehe da nicht das der Weg in eine gute Zukunft geebnet ist

    aber halt auch nicht in eine schlechte Zukunft. mittelmass halt...

  • BlackMage2
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    • 19. Oktober 2026 um 17:56
    • #109
    Zitat von pufferueberlauf

    aber halt auch nicht in eine schlechte Zukunft. mittelmass halt...

    ich finde für das was Deutschland in der Zeit geschafft hat ist das nicht mehr mittelmass

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    • 19. Oktober 2026 um 18:21
    • #110
    Zitat von pufferueberlauf

    Zu frueh aufgehoert zu lesen, es geht nicht um die PoP Groesse (was unstrittig ist und bereits im TKG steht) sondern auch darum wid vile solcher PoPs es bundesweit gibt... Skaleneffekte halt.

    Häh?

    Das hängt doch unmittelbar mit der Anzahl der Haushalte zusammen.
    Und welchen Skaleneffekt soll es beim Anschluss des einzelnen PoPs bitteschön geben? Den kann ich ja nur 1x anfahren. Das ist in D so, in CH so und in F und E garantiert auch.

    Jetzt bitte mal nachvollziehbare Annahmen bei solchen Aussagen.

    • Welchen Skaleneffekt kann man da erzielen?
    • Wie groß muss der PoP sein, damit es sich rechnet?
    • Wie groß ist dann der Kostenvorteil gegenüber der Übernahme L2 an wenigen zentralen Standorten?
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    • 19. Oktober 2026 um 18:28
    • #111
    Zitat von pufferueberlauf

    Nein, die sind da ehrlich geblieben und sagen elizit was ich hier auch schon seit Jahren erklaere

    Du erklärst gar nichts, sondern plapperst das Marketing der Firma nach. Natürlich muss man eine runde Story anbieten, wenn man schon sein Alleinstellungsmerkmal am Markt pushen will.

    Den Stunt wickeln sie ja gerade selbst weitestgehend ab. Ein paar Esoteriker glauben noch an das Märchen, über AON hätten sie Bandbreite "exklusiv". In Wahrheit sind die letzten 1000m "exklusiv", danach gehen die über die stark geteilte Bandbreite ins WAN.

    Ich wiederhole mein Rechenbeispiel von vor ein paar Wochen.

    3000 Anschlüsse zu 25G = 75000 Gbps. Die stehen dem PoP natürlich nicht zur Verfügung. Selbst 1/32 davon, also ~2344 Gbps wird man den PoP kaum anfahren. Vielleicht 2x 100G.

    Selbst bei 3000 Anschlüssen zu 10G sieht es nicht besser aus.

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    • 19. Oktober 2026 um 18:43
    • #112
    Zitat von mbo77

    Den Stunt wickeln sie ja gerade selbst weitestgehend ab. Ein paar Esoteriker glauben noch an das Märchen, über AON hätten sie Bandbreite "exklusiv". In Wahrheit sind die letzten 1000m "exklusiv", danach gehen die über die stark geteilte Bandbreite ins WAN.

    naja, oft sind auch die AON Netze nicht stark ausgelastet, aber das ist bei GPON ja genau so. es sind halt nur Einzelfälle wo es halt mal "eng" wird. aber ich schätze das passiert eher bei GPON(weil es da ja nur "eine" Quelle gibt) als bei AON aber da kommt es halt auch individuell auf die Netze an.

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    • 19. Oktober 2026 um 19:03
    • #113
    Zitat von BlackMage2

    aber ich schätze das passiert eher bei GPON

    Dein üblicher Fehler.

  • pufferueberlauf
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    • 19. Oktober 2026 um 19:04
    • #114
    Zitat von mbo77

    Häh?

    Das hängt doch unmittelbar mit der Anzahl der Haushalte zusammen.

    Jain, als ISP mit Ambitionen was wuerde ich wohl machen, einen Prozess erarbeiten mit dem ich 2 Millionen ueber die Republik verteilte Anschluesse versorgen kann, oder einen bei dem ich insgesamt aktuell 13.8 Millionen Ansvhluesse erreichen kann und dabei pro Gegend mehr Anschluesse auf einmal? Und selbsg wenn ich zwei Prozesse haette, wo wuerde ich mehr Aufwand investieren, da wo ich 2 oder da wo ich 13.8 Millionen potentielle Kunden haette?

    Dein haeh, kann ich mir nur so erklaeren, dass Du zu kleinteilig denkst...

    Zitat von mbo77

    Und welchen Skaleneffekt soll es beim Anschluss des einzelnen PoPs bitteschön geben?

    Welcher ISP wird denn mit einem PoP nachhaltig arbeiten koennen, insbesondere als spaeter dazu kommender Zweit- oder Drittanbieter? Das rechnet sich nicht... Schau halt mal auf die Zahlen von Init7 dazu, ja, Du bist kein Init7 Fan, aber sind halt mMn. glaubwuerdige Zahlen.

    Zitat von mbo77

    Den kann ich ja nur 1x anfahren. Das ist in D so, in CH so und in F und E garantiert auch.

    Ja, aber als kleiner ISP ist die Zahl der PoPs die Du anfahren kannst begrenzt, und Du musst halt ueberlegen ob Du mit dem Geld anderswo nicjt hoeheren Umsatz ermoeglichen koenntest.

    Zitat von mbo77

    Jetzt bitte mal nachvollziehbare Annahmen bei solchen Aussagen.

    Danke, ich kann meine Annahmen sehr gut nachvollziehen. Die passen auch zu dem was ich von mir bekannten ISP-Mitarbeitern dazu hoere. Dass sie weniger gut zu Deiner Meinung passen oder Du sie nicht nachvollziehen kannst oder willst, werde ich mit leben muessen und koennen.

    Zitat von mbo77

    Welchen Skaleneffekt kann man da erzielen?

    Einen ISP zu erschliessen rechnet sich kaum... ein ISP ohne rigrnes Zugangsnetz braucht wohl ca. 5000 Endkunden um nachhaltig rentabel arbeiten zu koennen, d.h. muss mehrer bis viele gefoerderte PoPs erschliessen um Break-Even ueberschreiten zu koennen... und kann mit dem selben Ansatz/Prozess nur gefoerderte PoPs erschliessen... mit demselben Aufwand koennte er ueber Erschliessung von BNG Standorten massiv mehr Anschluesse per L2 BSA erreichen. Skaleneffekte halt, eine groessere Menge an Anschluessen mit niedrigerer Marge kann lukrativer sein als eine kleinere Menge mit hoeherer Marge.

    Zitat von mbo77

    Wie groß muss der PoP sein, damit es sich rechnet?

    Wenn ein ISP 5000 Anschluesse braucht um rdntabel zu arbeiten und nur mit 5% der Kundrn rechnen kann und das mit einem PoP reichen sollte, braechte es 100000 Anschluesse am PoP. Bzw. X PoPs mit zusammen 100000 Anschluessen.

    Zitat von mbo77

    Wie groß ist dann der Kostenvorteil gegenüber der Übernahme L2 an wenigen zentralen Standorten?

    Das weiss ich nicht genau, weil ich zu den individuellen Kostenelemrnten keine belastbaren Informationen habe, aber klar ist, pro BNG stehen im Mittel ca. 40000 Anschluesse bereit...

    Aber genau das ist der Punkt, aktuell ist Dark-Fiber Miete did teure Sonderlocke im Vergleich zu L2 BSA am BNG, weil das eine halt selten und weit verstreut, das andere Standard an insgesmt nur 900 Standorten...

  • pufferueberlauf
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    • 19. Oktober 2026 um 19:19
    • #115
    Zitat von mbo77

    Du erklärst gar nichts, sondern plapperst das Marketing der Firma nach.

    Sportsfreund, Nachplappern hiesse Init7 haette das geschrieben bevor ich meine Position hier veroeffentlicht haette, was erkennbar nicht der Fall ist.

    Zitat von mbo77

    Natürlich muss man eine runde Story anbieten, wenn man schon sein Alleinstellungsmerkmal am Markt pushen will.

    Jau, ich bin kein ISP und arbeite fuer keinen, ich muss hier keine Story anbieten. Ich diskutiere hier die Fakten und meine Interpretation der Fakten, steht Dir frei die Fakten anders zu bewerten.

    Zitat von mbo77

    Den Stunt wickeln sie ja gerade selbst weitestgehend ab. Ein paar Esoteriker glauben noch an das Märchen, über AON hätten sie Bandbreite "exklusiv". In Wahrheit sind die letzten 1000m "exklusiv", danach gehen die über die stark geteilte Bandbreite ins WAN.

    Helliger Bimbam, schon wieder nicht gelesen oder nicht verstanden, AON ist hier Nebelkerze, was zaehlt ist eigene Technik da betreiben zu koennen wo sich das aufgrund der Kundrnzahlen lohnt statt teurere Vorleistung auf hoeheren OSI Schichten zu kaufen zu muessen. Technikwettbewerb, Baby. Das Wettbewerbswunder der Schweiz ist nicht der Exot Init7 sondern, dass salt, sunrise, galaxus mit eigener Technik den Marktfuehrer massiv unterbieten koennen und das auch tun, fast alle mit PON.

    Zitat von mbo77

    Ich wiederhole mein Rechenbeispiel von vor ein paar Wochen.

    3000 Anschlüsse zu 25G = 75000 Gbps. Die stehen dem PoP natürlich nicht zur Verfügung. Selbst 1/32 davon, also ~2344 Gbps wird man den PoP kaum anfahren. Vielleicht 2x 100G.

    Selbst bei 3000 Anschlüssen zu 10G sieht es nicht besser aus.

    Komplett am eigentlichen Thema vorbei... und auch dazu also zum Overbooking hat sich Init7 geaeussert. Klar ist deren Blog nicht objektiv, aber die sagen da ganz klar, Overbooking natuerlich auch bei Init7. Ist aber wie gesagt irrelevant, weil der Wert von P2P und physischer Faserentbuendeling nicht primaer darin liegt AON nutzen zu koennen, sondern darin eigene Technik einsetzen zu koennen, ob PON oder AON ist nebensaechlich.

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  • BlackMage2
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    • 19. Oktober 2026 um 19:23
    • #116
    Zitat von mbo77

    Dein üblicher Fehler.

    willst du auch wissen warum ich das denke?

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    • 19. Oktober 2026 um 19:40
    • #117
    Zitat von BlackMage2

    willst du auch wissen warum ich das denke?

    Nein.

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    • 19. Oktober 2026 um 19:49
    • #118
    Zitat von pufferueberlauf

    Jain, als ISP mit Ambitionen was wuerde ich wohl machen, einen Prozess erarbeiten mit dem ich 2 Millionen ueber die Republik verteilte Anschluesse versorgen kann, oder einen bei dem ich insgesamt aktuell 13.8 Millionen Ansvhluesse erreichen kann und dabei pro Gegend mehr Anschluesse auf einmal? Und selbsg wenn ich zwei Prozesse haette, wo wuerde ich mehr Aufwand investieren, da wo ich 2 oder da wo ich 13.8 Millionen potentielle Kunden haette?

    Dein haeh, kann ich mir nur so erklaeren, dass Du zu kleinteilig denkst...

    Welcher ISP wird denn mit einem PoP nachhaltig arbeiten koennen, insbesondere als spaeter dazu kommender Zweit- oder Drittanbieter? Das rechnet sich nicht... Schau halt mal auf die Zahlen von Init7 dazu, ja, Du bist kein Init7 Fan, aber sind halt mMn. glaubwuerdige Zahlen.

    Ja, aber als kleiner ISP ist die Zahl der PoPs die Du anfahren kannst begrenzt, und Du musst halt ueberlegen ob Du mit dem Geld anderswo nicjt hoeheren Umsatz ermoeglichen koenntest.

    Danke, ich kann meine Annahmen sehr gut nachvollziehen. Die passen auch zu dem was ich von mir bekannten ISP-Mitarbeitern dazu hoere. Dass sie weniger gut zu Deiner Meinung passen oder Du sie nicht nachvollziehen kannst oder willst, werde ich mit leben muessen und koennen.

    Einen ISP zu erschliessen rechnet sich kaum... ein ISP ohne rigrnes Zugangsnetz braucht wohl ca. 5000 Endkunden um nachhaltig rentabel arbeiten zu koennen, d.h. muss mehrer bis viele gefoerderte PoPs erschliessen um Break-Even ueberschreiten zu koennen... und kann mit dem selben Ansatz/Prozess nur gefoerderte PoPs erschliessen... mit demselben Aufwand koennte er ueber Erschliessung von BNG Standorten massiv mehr Anschluesse per L2 BSA erreichen. Skaleneffekte halt, eine groessere Menge an Anschluessen mit niedrigerer Marge kann lukrativer sein als eine kleinere Menge mit hoeherer Marge.

    Wenn ein ISP 5000 Anschluesse braucht um rdntabel zu arbeiten und nur mit 5% der Kundrn rechnen kann und das mit einem PoP reichen sollte, braechte es 100000 Anschluesse am PoP. Bzw. X PoPs mit zusammen 100000 Anschluessen.

    Das weiss ich nicht genau, weil ich zu den individuellen Kostenelemrnten keine belastbaren Informationen habe, aber klar ist, pro BNG stehen im Mittel ca. 40000 Anschluesse bereit...

    Aber genau das ist der Punkt, aktuell ist Dark-Fiber Miete did teure Sonderlocke im Vergleich zu L2 BSA am BNG, weil das eine halt selten und weit verstreut, das andere Standard an insgesmt nur 900 Standorten...

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    Danke für die wall of text. Und eigentlich bestätigst du, dass die unbeleuchte Faser kein Geschäftsmodell ist.

    Ich nehme dabei mit, dass wir in D wohl viel zu kleine PoPs bauen, denn sie sind wirtschaftlich zu klein. Demnach müssen die in anderen Ländern sehr viel größer sein. Denn die haben die gleichen wirtschaftlichen Herausforderungen.

    Wahrscheinlich wird Init7 seine AON-Anschlüsse genauso abwickeln wie DG in Deutschland.

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  • BlackMage2
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    • 19. Oktober 2026 um 19:52
    • #119
    Zitat von pufferueberlauf

    Bill Gates sein Geld, und solche Sorgen, das waere ein Leben... Wer hat Dich zum Sprecher Europas ernannt?

    ich denke nicht das die EU glücklich mit dem Umstand ist, aber Deutschland muss ja wie üblich alles auf eigene Faust regeln

  • Elemir
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    • 19. Oktober 2026 um 19:55
    • #120
    Zitat von BlackMage2

    und scheinbar scheint Deutschland so stolz auf ihr flächedendeckendes 1Gbit Glasfasernetz, dabei ist der deutsche Breitbandausbau im europäischen Vergleich doch schon jahrelang ein echtes Sorgenkind

    Nö, hier ist es so "schleppend", weil es hier schon eine hohe Koax-Quote gab, über die ausreichend schnelle Anschlüsse realisierbar waren und dadurch der Bedarfsdruck nicht so groß war bzw ist. In Ländern, wo der GF-Ausbau weiter ist, war die Koax-Quote oft nur bei 10% der Bevölkerung, es gab also größeren Bedarf, tätig zu werden.

    Ist nicht ganz passend, aber ist so ähnlich wie ein Schweinezyklus.

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