hmpf, ok ich habe beides verfügbar nahezu am Maximum(ausnahme Kabelnetze in Großstädten die bieten mit DOCSIS4 zukünftig da auch 10G da an, aber natürlich haben die Großstädte da auch FTTH mit 10G da wahrscheinlich um primär da Konkurrenz zu machen)
Auf DOCSIS4 bin ich auch schon gespannt. Wäre ja lustig, wenn das Kupfer der "Zukunftstechnik" zu Freudenhauspreisen praktisch davoneilt. Das ist das Gemeine: Die Fortschritte in der Signalverarbeitung, die der Glasfaserrouter benötigt, um die Leistung überhaupt zum Endgerät zu bringen, kommen natürlich auch auf den Kupfernetzen an. Alles was Wi-Fi 7 und 8 dann bereits auf dem Medium Luft können, kann ein koaxialer Leiter gleich noch viel besser.
Natürlich werden von den Bestandsnetzen die in Foren gestellten Geschäftskunden-Qualitätsansprüche nicht erfüllt, zum Beispiel beim Upload. Dabei wird übersehen, dass die meisten Haushalte diese Qualität gar nicht nachfragen, diese von vielen neu gebauten Netzen auch nicht erfüllt werden, und sie wenn überhaupt auch nur auf der dunklen Faser überhaupt darstellbar wären.
Die Gigabitaktionen im Kabelnetz zeigen schön, dass sich die Kundschaft upsellen lässt, wenn sie nicht überlegen muss, ob sie sich die "dritte Miete" ohne Gehaltserhöhung leisten kann. Ich erwarte außerdem, dass die neuen Glasfaserinvestoren es nicht mehr schaffen werden, die ca. 70 % Haushaltsabdeckung der Kabelnetze erfolgreich zu überbauen. Dafür hat sich das Opportunitätsfenster längst geschlossen und der FTTH-Schweinezyklus an der Börse ist längst durch. Glasfaser ist tot, man investiert jetzt in KI-Rechenzentren.
Natürlich hält das eine Vodafone oder Tele Columbus (PYUR) nicht davon ab, ganz gemütlich die Netzebene 4 selbst mit Fasern nachzurüsten, das aber im Rahmen der Netzerneuerung im Planungshorizont Jahrzehnte (nicht als Hauruck-Aktion "Licht überall bis 2030"). Und diese Migration ist die Bestandskundschaft auch bereit zu bezahlen, die Aufpreise fallen entsprechend der Kosten moderat aus (nicht viele tausende pro Einzelanschluss) und einen Reseller gibt es beim größten Kabelnetzbetreiber dank EU-Regulierung auch noch.
Deshalb ist auch die gern herbeizitierte "DSL-Dämmerung" weitgehend irrelevant.