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Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

  • Silverio
  • 7. August 2026 um 08:16
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    mbo77
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    • 30. August 2026 um 05:40
    • #381
    Zitat von kingpin42

    Ja, du bist da was ganz Großem auf der Spur!

    Cum-Ex war was für Amateure im Vergleich dazu.

  • Funker
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    • 30. August 2026 um 07:15
    • #382
    Zitat von kingpin42

    Bei einem hiesigen Monatspreis von 99,99 € nach den ersten 9 Monaten, dürften derartige Kunden auch keinen Schmerz verspüren, beim Router tiefer in die Tasche zu greifen.

    Danke für die Bestätigung meiner These. QED.

  • Funker
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    • 30. August 2026 um 07:25
    • #383
    Zitat von BlackMage2

    Naja PPPoE ist das "Netzwerkmedium", sozusagen nur der Container in dem die Internetverbindung aufgebaut wird, und bei Glasfaser muss es nicht unbedingt in diesen Containern verpackt werden, aber weil die Internetanbieter sowieso die Container für ADSL/VDSL nutzt, nutzt er dieselbe Methode halt auch für Fiber obwohl es dafür nicht sehr sinnvoll ist, besonders nicht bei Multi-Gig. bei IPoE gibt es effiziente Hardware-Offloads was die Hardware-Belastung sehr gering macht. Also könnte man sagen man versucht damit die HW-Belastung hoch zu halten um hohe Preise besser rechtfertigen zu können?

    Da geht es eher darum, antike IT-Infrastruktur der Bundespost aus den frühen 1980ern am Laufen zu halten. Genau, ich gehe davon aus, dass PPPoE extra genommen wurde, um DSL auf auf das BTX-Zeug draufzusetzen, das schon lange vor der Privatisierung existiert hat. Weil ein normaler RADIUS wie bei anderen ISPs wäre ja zu kompliziert geworden...

    Für IPoE existieren in der Tat zahlreiche effiziente Hardware-Offloads im Linux-Kernel, für PPPoE gibt es da gar nichts und hier und dort mal ungepflegten proprietären Code von SoC-Herstellern, den irgendein CPE-Hersteller für einen Kunden (ISP) bestellt hat.

    Was es eben schwer macht Glasfaser mit "Mehr Speed als Kupfer-Kabel" zu verkaufen, weil man halt mit PPPoE ohne Handstände nicht deutlich über 1 Gbit/s hinauskommt, selbst wenn man 300W-CPUs draufwirft. Deshalb sind ja die typischen Geschwindigkeiten in PPPÖ-Ländern auch 150 Mbit/s über GPON...

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  • pufferueberlauf
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    • 30. August 2026 um 08:56
    • #384
    Zitat von Funker

    Was es eben schwer macht Glasfaser mit "Mehr Speed als Kupfer-Kabel" zu verkaufen, weil man halt mit PPPoE ohne Handstände nicht deutlich über 1 Gbit/s hinauskommt, selbst wenn man 300W-CPUs draufwirft.

    Mmmh, sieht man ja am 2/1 Gbps Tarif der telekom und E.ON da erreicht ja auch niemand die 2 Gbps mit den Speedports der Telekom? Oder sind 2 Gbps jetzt auf einmal nicht mehr "deutlich mehr als 1 Gbit/s"? Oder haben Speedports oder die XGSPON Fritzboxen etwa 300 Watt CPUs. Klingt fuer mich nach dem ueblichen, eine Meinung, die als Faktenaussage verkleidet wurde, ganz knuffig aber wohl auch faktisch falsch. Warum machst Du das?

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    mbo77
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    • 30. August 2026 um 09:27
    • #385

    Da gibt es weltweit und auch in Deutschland eine Menge ehemaliger BTX-Anbieter. Selbst neue ISPs machen das freiwillig.

    Ich finde den Expertenvortrag dazu erheblich informativer. Aber was weiß der schon.

  • Funker
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    • 30. August 2026 um 09:33
    • #386
    Zitat von pufferueberlauf

    da erreicht ja auch niemand die 2 Gbps mit den Speedports der Telekom?

    Was sagt denn das bitte über den kaputten Markt für Endgeräte aus?

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  • Funker
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    • 30. August 2026 um 09:36
    • #387
    Zitat von mbo77

    Da gibt es weltweit und auch in Deutschland eine Menge ehemaliger BTX-Anbieter. Selbst neue ISPs machen das freiwillig.

    Du meinst es gibt weltweit ernsthaft eine Menge ISP, die mit "Anschlusskennung", "T-Online-Nummer" und "Mitbenutzernummer" arbeiten? Nicht dein Ernst oder?

    Warst du überhaupt dabei, als DSL in Betrieb genommen wurde?

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    mbo77
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    • 30. August 2026 um 09:39
    • #388

    Einer der ersten, denke ich.

    Verstehst du nicht die Beliebigkeit des Nutzernamens? Hat mein ISP herausgefunden und nutzt das ganz ohne T-Online-Nummer.

  • pufferueberlauf
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    • 30. August 2026 um 09:51
    • #389
    Zitat von Funker

    Für IPoE existieren in der Tat zahlreiche effiziente Hardware-Offloads im Linux-Kernel,

    Die muessen erst mal in der Hardware existieren, der Kernel alleine reicht nicht...

    Die Hersteller von Profi-NICs duerften es da leichter haben, angepasste Treiber in der Kernel zu bekommen, als Heimrouter-SoCs, alleine weil die Hyperscaler solche NIC Offloads nutzen und oft kompetente Kernelentwickler beschaeftigen (und Wert darauf legen, dass solche Techniken im Mainline Kernel auftauchen), waehrend Qualcom, Broadcom, und Mediatek? eher damit zufrieden sind wenn solche Treiber in ihrem SDK verfuegbar sind, Upstreaming ist da eher optional. Und diese Techniken haben meist nichts mit DHCP zu tun (die funktionieren auch bei statisch vergebenen Adressen), sondern die Frage ist, ob die mit dem zusaetzlichen PPPoE Tunnel umgehen koennen oder nicht... und weil das fuer die Hyperscaler nicht wirklich wichtig ist ignorieren die halt PPPoE eher.

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  • pufferueberlauf
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    • 30. August 2026 um 09:58
    • #390
    Zitat von Funker

    Was sagt denn das bitte über den kaputten Markt für Endgeräte aus?

    Musst Du mir sagen, Du hattest die Ente mit wegen PPPoE waere in Deutschland mit 1 Gbps dad Ende der Fahnenstange fuer Internetzugang mit Routern der Privatkundenklasse erreicht in die Welt gesetzt. Das war, ich sag es ganz direkt, Gruetze...

    Ansonsten kann ich ueber den Endgeraetemarkt hierzulande nicht wirklich klagen*, was meinst Du mit "kaputt"?


    *) Ich falle aber auch nicht in die normale Massenmarktkundengruppe, da ich Wert darauf lege Routeg und APs unter OpenWrt zu betreiben, kann sein, dass ich deshalb nicht sehd wo der Markt kaputt waere.

  • pufferueberlauf
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    • 30. August 2026 um 10:04
    • #391
    Zitat von Funker

    Du meinst es gibt weltweit ernsthaft eine Menge ISP, die mit "Anschlusskennung", "T-Online-Nummer" und "Mitbenutzernummer" arbeiten? Nicht dein Ernst oder?

    Na ja, die Telekom hat da selber auf LineID per intermediate agent umgestellt, wenn ein Telekomlink entsprechend im Kundencenter konfiguriert wurde kannst beliebigen Text (einschliesslich leerer Strings) als Nutzerkennung und Passwort verwenden. Bei Resellern haengt das davon ab ob die L2-BSA verwenden (dann ist PPPoE optional) guer IP/L3-BSA hingegen wird die PPPoE Nutzerkennung ausgewertet um den Traffic als Resellertraffic markieren und behandeln zu koennen.

  • kingpin42
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    • 30. August 2026 um 11:23
    • #392
    Zitat von Funker

    Danke für die Bestätigung meiner These. QED.

    Eine Fritzbox 4690 schafft das laut diesem Video auch. Prosumer Tarife erfordern Prosumer Hardware.

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  • BlackMage2
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    • 30. August 2026 um 11:36
    • #393
    Zitat von kingpin42

    Eine Fritzbox 4690 schafft das laut diesem Video auch. Prosumer Tarife erfordern Prosumer Hardware.

    aber die 4690 bekommt man nicht unter 290€, BE88U ist für mich das attraktivste und ist auch knapp 50€ günstiger

    der BE90 reicht aber auch für viele erstmal, schätze ich

  • kingpin42
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    • 30. August 2026 um 11:36
    • #394
    Zitat von Funker

    Da geht es eher darum, antike IT-Infrastruktur der Bundespost aus den frühen 1980ern am Laufen zu halten. Genau, ich gehe davon aus, dass PPPoE extra genommen wurde, um DSL auf auf das BTX-Zeug draufzusetzen, das schon lange vor der Privatisierung existiert hat. Weil ein normaler RADIUS wie bei anderen ISPs wäre ja zu kompliziert geworden...

    RADIUS wird in jedem Fall gebraucht, sobald ein BNG ins Spiel kommt. Vor der Einführung von BNGs bzw. NGNs war es tatsächlich schwieriger, Endkunden einen gesetzeskonformen Anschluss mit DHCP bereitzustellen.

    PPPoE wurde ins Leben gerufen, damit man das Einwahlverfahren und damit auch die Abrechnungsformen damaliger Internettarife auch mit Ethernet-, anstelle von ATM-Netzen nutzen kann, also eher um von der antiken ATM-Technik weg zu kommen.

    Zitat von Funker

    Für IPoE existieren in der Tat zahlreiche effiziente Hardware-Offloads im Linux-Kernel, für PPPoE gibt es da gar nichts und hier und dort mal ungepflegten proprietären Code von SoC-Herstellern, den irgendein CPE-Hersteller für einen Kunden (ISP) bestellt hat.

    Dann ist es an der Zeit, da dran etwas zu ändern. Für FreeBSD gibt es da ja schon die Implementierung des if_pppoe Treibers durch Netgate.

    Zitat von Funker

    Was es eben schwer macht Glasfaser mit "Mehr Speed als Kupfer-Kabel" zu verkaufen, weil man halt mit PPPoE ohne Handstände nicht deutlich über 1 Gbit/s hinauskommt, selbst wenn man 300W-CPUs draufwirft. Deshalb sind ja die typischen Geschwindigkeiten in PPPÖ-Ländern auch 150 Mbit/s über GPON...

    Also die Implementierung von Netgate lief auf einer alten Intel C3558 Atom CPU, mit 2,2GHz Takt und einer TDP von 16W. Glaube auch kaum, das in einer UCG ein 300W TDP 14900K läuft, oder in der Fritzbox 4690. Das alles hat also nichts mit PPPoE zu tun, sondern einer schlechten Softwareimplementierung.

  • BlackMage2
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    • 30. August 2026 um 12:36
    • #395
    Zitat von kingpin42

    PPPoE wurde ins Leben gerufen, damit man das Einwahlverfahren und damit auch die Abrechnungsformen damaliger Internettarife auch mit Ethernet-, anstelle von ATM-Netzen nutzen kann, also eher um von der antiken ATM-Technik weg zu kommen.

    soweit ich weiß wurde PPPoA einfach mit PPPoE simplerweise auf Ethernet adaptiert um PPP auch auf Ethernet nutzen zu können ohne viel in der Infrastruktur ändern zu müssen

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  • BlackMage2
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    • 30. August 2026 um 13:08
    • #396

    Dieses Phänomen nennt sich in der IT übrigens auch „Technical Debt“ (Technische Schulden).

  • BlackMage2
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    • 30. August 2026 um 13:24
    • #397

    Die USA(Verizon Fios, AT&T), Frankreich oder die Schweiz haben PPPoE hingegen schon verbannt. Während in anderen Teilen der USA(Betreiber von z. B. CenturyLink/Lumen), Italien(TIM, hat aber nichts mit der Telekom zu tun) noch PPPoE eingesetzt wird.

    In Ländern wo der Glasfaserausbau ohne die Altlasten eines ehemaligen Kupfer-Monopolisten vonstatten ging, ist IPoE (DHCP) der Standard.

  • Phino
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    • 30. August 2026 um 14:05
    • #398
    Zitat von Funker

    Damit bist aber im 600€-Rackmount-Segment mit eigenem NOS samt eigener PPPoE-Implementierung unterwegs. Das ist jetzt nicht mehr das typische Endkunden-WiFi-CPE, z. B.

    Eher nicht, und mit 350 € bin ich schon dicht bei FB. Die aktuelle Unifi Gateways sind sogar schneller, mit Hardware beschleunigung und beginnen bei 99€, aber Desktop Format.


    Also wer tatsächlich 8,5 Gbit symmetrisch benötigt, wie DNS:NET liefert, der wird vermutlich eher im 4-stelligen Bereich Router kaufen wie die UDM Beast für 1500€.

    Default WAN Ports

    (1) 25G SFP28 (1) 10 GbE RJ45

    Schaft angeblich die 25 GBit incl. IPS/IDS im Routing.

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  • kingpin42
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    • 30. August 2026 um 14:09
    • #399
    Zitat von Phino

    Also wer tatsächlich 8,5 Gbit symmetrisch benötigt, wie DNS:NET liefert, der wird vermutlich eher im 4-stelligen Bereich Router kaufen wie die UDM Beast für 1500€.

    Die UCG Fiber dürfte dafür reichen, und die gibt es ab 290 €.

  • pufferueberlauf
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    • 30. August 2026 um 14:21
    • #400
    Zitat von BlackMage2

    soweit ich weiß wurde PPPoA einfach mit PPPoE simplerweise auf Ethernet adaptiert um PPP auch auf Ethernet nutzen zu können ohne viel in der Infrastruktur ändern zu müssen

    Ja?

    Zitat von BlackMage2

    Dieses Phänomen nennt sich in der IT übrigens auch „Technical Debt“ (Technische Schulden).

    Vielleicht, vielleicht ist es halt auch so, dass wenn man eine funktionierende Loesung fuer die Probleme des eigenen ISP-Betriebs gefunden hat, dass man diese nicht leichtfertig aufgeben will. (Bei der Telekom kommt noch dazu, dass sie das gar nicht so leicht aufgeben koennte wenn sie wollte, das ist mMn. in den Standardangeboten fuer Bitstrom-Zugang explizit Teil der Implementierung...). Aus ISP Sicht, vermute ich mal sind be9des gangbare Wege, aus Endkundensicht ist PPPoE nicht optimal, aber fuer die Zugangsraten die tatsaechlich gebucht und genutzt werden im Massenmarkt ist das mMn. auch kein Beinbruch.

    Zitat von BlackMage2

    In Ländern wo der Glasfaserausbau ohne die Altlasten eines ehemaligen Kupfer-Monopolisten vonstatten ging, ist IPoE (DHCP) der Standard.

    Mmmh, wie gross ist da die Schnittmenge mit den Industrienationen?

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