O2 FTTH vs. DTAG FTTH

  • pufferueberlauf Damit du weißt was wir meinen :D Da ist Party^

  • Um mal Zahlen zu bekommen:

    1) Chrome oeffnen (das geht bestimmt auch mit anderen Browsern, weiss aber nicht wie)

    2) Folgendes Menu auswaehlen: View -> Developer -> Developer Tools

    3) Den Network Tab auswaehlen, "Disable cache" checken

    4) Die Zieladresse fuer den Test in der Adresszeile des Browserfensters eingeben (und mit dem Mauszeiger nicht auf den zu ladenden Fensterteil zeigen)

    5) Dann den blauen DOMContendLoaded und den roten Load Wert reportieren:

    ISPURLDOMContentLoadedLoad
    O2/VDSL2https://kaminofen-lieferbar.de/218 ms363 ms
    O2/VDSL2https://dietpi.com/285 ms322 ms


    Das sollte dann etwas weniger subjektiv sein.

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  • Ich finde aber, dass auch der Server selbst ein Problem hat. Das Problem ist bei mir WP-statistics. Aber ein Web-Server mit WP ist ohnehin nicht für Performance bekannt.

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  • Ich hoffe, dass es dieses Jahr mal eine Stellungnahme seitens der BNetzA zu der eingereichten Beschwerde von netzbremse gibt. Es ist erstaunlich, wie viele Dienste/Seiten über Cloudflare laufen - eben erst wieder bemerkt, dass stellenweise lokalo.de, gridx.de, geizhals.de oder inoreader.com fast unbenutzbar sind. Das müsste eigentlich deutlich mehr Kunden auffallen; vermutlich erkennen aber die wenigsten die Ursache.

    Als GlasfaserPlus-Opfer werde ich den VDSL-Anschluss (derzeit o2, ab März easybell) solange zusätzlich behalten, bis ich einen Anbieter mit gutem Peering über FTTH buchen kann. Oder es irgendwann mal eine Einigung zwischen Telekom und Cloudflare gibt, ggf. durch Schritte der BNetzA.

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  • Ich habe gestern versehentlich die letzten zwei Beiträge gelöscht. Über die Telekom war "Hifi.de" kaum erreichbar. Mittlerweile habe ich auch die Nase gestrichen voll, denn auch bei meiner, über Cloudflare gehostete Trackingsoftware "Parqet" für mein Wertpapierdepot, kann ich mich abends kaum anmelden. Dadurch betrifft es mich definitiv. Man munkelt, über Cloudflare gehostete Webseiten machen fast ein Drittel des Internets aus. Viele kleinere Webshops sind über Cloudflare gehostet.

    Ich glaube kaum, dass sich bezüglich Netzbremse irgend etwas ändern wird. Der Bundesnetzagentur ist das egal oder zweitrangig.

    Fritzbox 5690 Pro / Glasfaser 1000 Telekom

    1000/500 MBit/s

  • Als GlasfaserPlus-Opfer werde ich den VDSL-Anschluss (derzeit o2, ab März easybell) solange zusätzlich behalten,

    Was nutzt denn Easybell konkret als Netz für das Routing? Ich konnte es nicht wirklich rausfinden. Warum gehst du überhaupt von o2 weg?

    Fritzbox 5690 Pro / Glasfaser 1000 Telekom

    1000/500 MBit/s

  • Drr Bundesnetzagentur ist das egal oder zweitrangig.

    Jein, ich vermute das Problem ist, BNetzA und BEREC wollen den Bereich Interkonnektion nicht mit der Kneifzange anfangen... Die Telekom hat das gut erkannt, dass die Regulatoren da nicht ran wollen und hat zusaetzlich aus ihren Kommunikationsproblemen der Drosselkom Affaere gelernt und sagt gar nicht mehr direkt und offen was sie da macht... Und was sie macht ist auch klever, IMHO baut sie schlicht die Uebergaben zu den anderen T1 ISPs spaeter aus als ueblich, aber sie baut sie halt schon aus, d.h. was soll die BNetzA da machen, Vorgaben machen zur maximalen zulaessigen Zeit zwischen Auftreten von Anzeichen fuer Volllast und Kapazitaetserweiterungsmassnahmen?

    IMHO, sollte die BNetzA breitbandmessung.de Server in allen T1 Netzen platzieren und die randomisiert fuer Messkampagnen auswaehlen, das waere ein relevanterer Test fuer Internet-Datenrate als der aktuelle CoreBackbone-Datenrate Test. Und das ganze waere auch empfindlicher fuer Peeringspielchen, ohne feste Vorgaben zur Interkonnektivitaet zu machen. Allerdings muesste die BNetzA halt auch endlich eine verbindliche Berechnung der Minderungssumme festlegen und deren Aushandlung nicht ISP und betroffenen Kunden allein ueberlassen...

    Weder beim einen, noch beim anderen Punkt erwarte ich Bewegung von der BNetzA...

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  • Mir ist das Peering Problem mit der Telekom als früherer VDSL User lange Zeit nicht aufgefallen und anfangs hatte ich mich mit einigen hier gezofft. Ich konnte es anfangs nicht glauben. Ich habe aber das Gefühl, es ist durch die steigende Anzahl der Glasfaseranschlüsse gerade das letzte halbe Jahr deutlich schlimmer geworden.

    Klar, man merkt vermutlich bei jedem Anschluss, dass es abends etwas zäher wird. Aber, dass gewisse Seiten beim Aufruf dann quasi tot sind, ist schon krass.

    Ich hatte vor 10 Jahren eine Zweitwohnung in Stuttgart mit Vodafone Kabel. Schon da fiel mir auf, dass trotz schlechterer Grundlatenz das Internet insgesamt auch abends flüssiger war als bei der Telekom.

    Aber wie gesagt, seit einem halben Jahr ist es katastrophal.

    Fritzbox 5690 Pro / Glasfaser 1000 Telekom

    1000/500 MBit/s

  • Mir ist das Peering Problem mit der Telekom als früherer VDSL User lange Zeit nicht aufgefallen und anfangs hatte ich mich mit einigen hier gezofft. Ich konnte es anfangs nicht glauben.

    Und damit bist Du nicht allein. Das hat IMHO mit der Zielgruppe zu tun, welche die Telekom mit ihrer Peeringpolitik erreichen moechte. Das Ziel ist nicht die eigenen Endkunden offen zu veraergern, sondern die Inhalteanbieter dazu zu motivieren Peering/Transit von der Telekom zu kaufen um deren Endkunden gut erreichen zu koennen. Im Gegensatz zu Endnutzern duerften Inhalteanbieter ihren Traffic detailliert ueberwachen und sollten deshalb fuer Engpaesse ins Telekomnetz deutlich sensitiver sein als normale Endkunden. (Und das ist wichtig, die Strategie der Telekom ihre "Kundenaugaepfel" als Pfund in die Waage bei der Verhandlung mit den Inhalteanbietern zu werfen funktioniert nicht wenn dieses Kunden scharenweise zu Mitbewerbern wechseln weil sie mit der Leistung unzufrieden sind). Ich sehe das so, dass das vorsaetzliche Unterpeering so "titriert" wird um die "Kommunikationsziele" dahinter zu erreichen, genug dass die Inhalteanbieter das spueren aber nicht so wil, dass die eigenen Endkunden das mitbekommen.
    Es hilft, dass das Problem aus Endkundensicht nur schwer nachweisbar ist*, und die Telekom in der Kundenkommunikation sich auch bemueht maximale Unklarheit zu verbreiten, bzw. die Verantwortung den Inhalteanbietern zu zu weisen. Und leider geht man als Endkunde (ich tappe auch oefter in diese Falle) oft davon aus, dass teuer auch gut heissen muss, und beim Peering gilt das halt fuer die Telekom nur andersrum (gutes Peering mit der Telekom zu bekommen ist fuer Inhalteanbieter teuer ;) ).


    *) So ist es z.B. aus Endkundensicht maximal intransparent auf welcher Route in Downloadrichtung reisen, per traceroute sieht man nur die Vorwaerts-/Upload-Richtung und deren Pfade weicht oft von dem der Lastrichtung ab. Deshalb auch der recht komplizierte Netzbremse Kapazitaetstest bei dem Cloudflare den Traffic ueber unterschiedliche Pfade/Peerings/Transitprovider ausliefert.

    2 Mal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (15. Januar 2026 um 17:49)

  • Was nutzt denn Easybell konkret als Netz für das Routing?

    Das läuft über ecotel. Für Kunden, die im Norden, Osten oder Süden wohnen, steigt die Latenz dadurch natürlich.

    Warum gehst du überhaupt von o2 weg?

    Im Grunde vor allem aus Spieltrieb. easybell ist zwar 5 EUR monatlich günstiger, aber aufgrund der Anschlussgebühr dauert es, bis sich das rechnet. Wäre vielleicht durch die KRG bei o2 auch drin gewesen, dann wäre ich aber wieder 24 Monate dort gebunden. Zudem traue ich easybell einen besseren Service zu - bin schon einige Jahre dort VoIP-Kunde und zufrieden.

    Viel Auswahl habe ich nicht. Eigentlich bleibt mir nur easybell oder o2 - der BNG ist nicht von Versatel erschlossen, womit 1&1 und die Billigableger wegfallen. Vodafone hat sich mit dem Wechsel des Peering zu Inter.link auch erstmal ins Abseits geschossen. Demnach hoffe ich, dass easybell oder o2 irgendwann über GlasfaserPlus nutzbar sind; oder ein kleiner Wettbewerber, den ich noch nicht auf dem Schirm habe.

    Telekom ist derzeit abends nur flüssig nutzbar, wenn ich den VPN einschalte.

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  • Das läuft über ecotel. Für Kunden, die im Norden, Osten oder Süden wohnen, steigt die Latenz dadurch natürlich.

    Das erklärt bei mir die Ecotel Verfügbarkeit auf der Karte des Breitbandatlas. Oder ist das unabhängig?

    EDIT:// Easybell nutzt doch entweder das Telekom, Versatel oder Vitronnect Backbone? Bei easybell war doch die API immer hilfreich um zu schauen ob man bei Versatel oder der Telekom landet. Oder galt das ausschließlich für VDSL?

    GitHub - n-thumann/easybell-carrier-map: A map showing the carriers used by Easybell for their VDSL products
    A map showing the carriers used by Easybell for their VDSL products - n-thumann/easybell-carrier-map
    github.com
  • Soweit ich weiß, wird immer das ecotel Backbone genutzt, wenn Telekom als Vorleister Erscheinung tritt. Lediglich die Zuführung zu ecotel wird wohl über Versatel erledigt, sofern die den BNG erschlossen haben. Ansonsten direkt über Telekom.

    Was ich noch nicht live gesehen habe, ist ein easybell Anschluss in Westconnect Gebieten. Daher weiß ich nicht, ob man dort komplett auf vitroconnect zurückgreift oder nur deren Zuführung zum eigenen Backbone nutzt.