Glasfaser in Mehrfamilienhäusern / WEG´s

  • Hallo Zusammen,

    ich wollte hier mal die Experten um Rat fragen, wie es mit Glasfaserausbau in Mehrfamilienhäusern aussieht? Auf was muss man da achten? Wie geht man vor, wenn man eine Wohnung im Dachgeschoß besitzt? Wie und wo fährt man da am besten mit der Leitung hoch?

    Hintergrund: Mehrfamilienhäuser mit A, B und Hausnummer C haben z. B. eine Sammeltiefgarage.

    Ich weiss das jede Hausnummer sein eigenen Übergabepunkt von der Straße bekommt...heisst bei A macht ein Mieteter z.B. einen Vetrag klar dann wird in A kostenlos der Übergabepunkt verlegt. In B will es jetzt kein Mieter, dann kostet die Verlegung von der Straße Geld! In C ist ein Eigentümer der da auch wohnt und auch einen Vertrag macht -> dann wieder Kostenloser Übergabepunkt.

    Stimmt das alles so wie ich das jetzt schildere?

    Wichtig ist mir aber, wenn man jetzt den Übergabepunkt gelegt hat z.B. in C und der Eigentümer im Dach macht Glasfaservertrag -> wie fährt man dann am besten ohne große Kosten nach oben? Auf was muss man achten?

    Vielleicht ist ja einer hier der was dazu sagen kann?


    Vielen Dank.

  • Das ist unterschiedlich je nach Baujahr und Gebäudeart. Bei unserem MFH, Baujahr 1962, wurden die stillgelegten Kamine für die Verlegung in die Wohnungen genutzt. Also erst wurde der GF-AP gesetzt, dann die GF-SPs an die jeweiligen stillgelegten Kamine installiert und von dort aus durch die Kamine in die verschiedenen Wohnungen. Es fand vorher mit dem Netzbetreiber eine protokollierte Begehung der Örtlichkeiten statt, um den besten Leitungsweg in die Wohnungen auszukunden.

    Fritzbox 5690 Pro / Glasfaser 1000 Telekom

    1000/500 MBit/s

  • Willkommen im Forum!

    Da gibt es völlig unterschiedliche Verfahren, die noch dazu abhängig vom Provider sind.

    Um welchen Provider handelt es sich in deinem Falle?

    Grundsätzlich gelten in MFH die Treppenhäuser als Fluchtwege mit den entsprechenden Brandschutzvorschriften, die noch dazu von Bundesland zu Bundesland unterchiedlich sein können.

    Handelt es sich um eine Eigentümergemeinschaft?

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  • Das ist unterschiedlich je nach Baujahr und Gebäudeart. Bei unserem MFH, Baujahr 1962, wurden die stillgelegten Kamine für die Verlegung in die Wohnungen genutzt. Also erst wurde der GF-AP gesetzt, dann die GF-SPs an die jeweiligen stillgelegten Kamine installiert und von dort aus durch die Kamine in die verschiedenen Wohnungen. Es fand vorher mit dem Netzbetreiber eine protokollierte Begehung der Örtlichkeiten statt, um den besten Leitungsweg in die Wohnungen auszukunden.

    Danke Dir...welcher Provider war das bei Dir...O.K. das mit den Kaminen müsste ich mal klären..Baujahr ist 1992.


    Um welchen Provider handelt es sich in deinem Falle?

    Provider ist die NetCom BW.


    Grundsätzlich gelten in MFH die Treppenhäuser als Fluchtwege mit den entsprechenden Brandschutzvorschriften

    Heisst da werden dann die Installationswege gemacht?

    Ist eine WEG (Wohneigentümergemeinschaft)

  • Die Telekom nutzt im wesentlichen drei Ausbauwege (MFH): Ich glaube, andere Netzbetreiber verhalten sich ähnlich.

    Kamin

    Treppenhaus (Leitungswege aus Metall wegen Brandschutz). Wird in der WEG aber nicht gerne gesehen.

    Außenfassade

    Soweit mir bekannt verlegt sie nicht in Leitungsrohren zusammen mit anderen Kabeln (VDSL, Kabel, etc.), selbst wenn Platz wäre.

    Fritzbox 5690 Pro / Glasfaser 1000 Telekom

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  • Provider ist die NetCom BW.

    Heisst da werden dann die Installationswege gemacht?

    Bei mir würde der Ausbau von Deutsche Glasfaser eigenwirtschaftlich vorgenommen. Es war kein geförderter Ausbau.

    Bei DG sollten die Leitungswege zwischen HÜP und ONT vorbereitet werden. Wird dies nicht gemacht, dann werden HÜP und ONT unmittelbar nebeneinander montiert und Du musst dann sehen, wie Du den Internetaccess in der Wohnung realisiert.

    In MFH wird voni DG ein abschließbarer HÜP montiert. Von dort gehen Glasfaserkabel bis in jede Wohnung und terminieren dort in einen Gf-TA. An den Gf-TA wird ein ONT oder Glasfaserrouter angeschlossen. Mittlerweile baut DG in MFH kostenlos aus. D.h. für die Verlegung des Glasfaserkabels bis in die jeweilige Wohnung entstehen dem Eigentümer bzw. einer WEG keine Kosten. Sowohl das Glasfaserkabel, der Gf-TA und die Errichtung des Leistungsweges mit brandschutztauglichen Kabelkanälen wird von DG übernommen.

    Ich empfehle jedoch trotzdem jedem Eigentümer und jeder WEG den Leitungswege selbst vorzubereiten. Die Trupps für den Inhouse-Ausbau sind in vielen Fällen Bausöldner, die für ihre Akkordarbeit bei Subunternehmen eingekauft werden. Da geht es um Meter pro Stunde und nicht um Schönheit!

    Grundsätzlich ist es für die Brandschutzvorschriften gleich, ob es sich bei einem MFH um einen Eigentümer oder eine WEG handelt.

    Ist eine WEG (Wohneigentümergemeinschaft)

    Ja, eine WEG ist eine Gemeinschaft der Wohnungseigentümer.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (10. Juli 2025 um 16:39)

  • Ohjee...das ist NetCom BW (Tochter der Netze BW) noch weit entfernt :(

    Allein die Firma die die Erdarbeiten bis zum HÜP macht graben von oben auf...da gibts nichts mit Erdkanone oder so.....schön Rasen aufmachen und Wege...scheissegal ob Du ein Rasenfanatiker bist .....das kann ich halt auch nicht nachvollziehen...

    Is halt Geldmacherei...wie bei allem....du musst es dir ja nicht legen lassen...aber wenn ich das jetzt wieder von der DG höre bis zur Wohnung ist das schon gut!! Aber die bauen halt bei uns nicht aus...ländliche Gegend wahrscheinlich nicht lukrativ genug...dann kam die NetCom BW.....

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  • Bei uns ist auch Land...

    Hierzu ein Artikel: https://www.teltarif.de/bmds-bericht-s…news/99038.html

    Und nach den Angaben versuchen sich 302 TK-Unternehmen den Glasfaserkuchen aufzuteilen. Da kann es gar kein One-Size-Fits-All geben. Sicher ist nur eines: die Konsolidierung hat begonnen und es werden weniger TK-Unternehmen werden.

    Und auch bei uns im Landkreis wurde ganz viel mit Handschachtung und ganz wenig mit Erdrakete gearbeitet. Die spanisch sprechenden Arbeiter kamen teilweise aus Südamerika und haben 12 Stunden am Tag gearbeitet. Grundsätzlich jedoch lief der Ausbau rund, da war jedoch bereits vor COVID-19 alles geplant und der Baustart im Herbst 2019. Natürlich ist der Tiefbau längst abgeschlossen und die EFHs schon lange verglast. Die MFHs werden seit Jahresbeginn 2025 Inhouse ausgebaut.

  • Bei uns baut Westconnect/EON das Netz neu auf und die Inhouse-Verkabelung ist kostenlos sofern sich eine bestimmte Anzahl an Parteien innerhalb des Hauses für einen GF-Anschluss entscheiden.

    Hier gibt es auch nur die Möglichkeiten

    • über bestehende Leerrohre zu gehen
    • durch feuerfeste Kabelkanäle links und rechts im Treppenhaus oder
    • an der Außenfassade entlang

    Vor kurzem fragte ich mal nach, wann denn mit der Inhouse-Verkabelung begonnen würde, bzw. wann ein Mitarbeiter für die Planung sich das Ganze mal vor Ort anschauen würde - die Antwort war "Nicht mehr vor Inbetriebnahme des Netzes, uns fehlt es dafür an Kapazitäten."

    Die Inbetriebnahme des Netzes ist für den 29.09. geplant, mal sehen ob der Termin gehalten werden kann und wann sich hier dann mal jemand für einen Besichtigungstermin meldet.

    Alternativ schlug man mir aber auch vor, wir könnten die Inhouse-Verkabelung auch in Eigenregie machen (lassen), man würde uns dafür dann alle notwendigen Geräte für innerhalb der Wohnung zuschicken und im Anschluss dann auch Mitarbeiter, die die Fasern in die Wohnung verlegen. Unnötig zu sagen, dass gerade die kostenlose Inhouse-Verkabelung DER ausschlaggebende Punkt war, das alle Eigentümer dem neuen Anschluss zugestimmt hatten :(

    Im Keller am HÜP ist übrigens für jede Wohnung eine eigene Faser aufgelegt, also kein zusätzliches Splitting direkt nach dem HÜP.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4
    und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN