Easybell mit Glasfasermodem 2 und OpenWrt-Router

  • Ich habe bei Easybell Fiber 150 auf Telekom FTTH gebucht. An den optischen Splitter der Telekom habe ich ein Telekom Glasfasermodem 2 gehängt. Auf dem OpenWrt-Router habe ich eine PPPoE-Verbindung mit VLAN 7 mit den Zugangsdaten von Easybell eingerichtet.

    Bei der Bestellung habe ich Glasfaser-ID und Modem-ID angegeben. Nun muss ich aus unerfindlichen Gründen noch zwei Wochen auf die "Fernschaltung" warten. (Ist das eine neue Variante der Wettbewerbsbehinderung?)

    Passt das so, oder habe ich noch etwas vergessen?

  • Das passt so, die Bereitstellung eines bestimmten Internetdienstes auf einem Zugangsnetz eines anderen Anbieters lässt auch bei DSL gern auf sich warten, obwohl das korrekte "Signal" schon lange an der Dose ankommt, ob optisch oder elektrisch spielt da kaum eine Rolle.

    Bei easybell ist das maximal kompliziert, da dort Versatel noch als L2-Transporteur zwischengeschaltet ist, heißt die Telekom übergibt den Traffic am BNG an Versatel und Versatel irgendwo an Ecotel, im Ecotel-Netz ist der BRAS als Endpunkt deiner PPPoE-Verbindung. Wäre natürlich trotzdem schön, wenn es schneller ginge.

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  • Der Onboarding-Prozess bei der Telekom lief reibungslos. Nach Eingabe der Modem-ID war das Ganze online.

    Der Ping zum ersten Hop sind 17 ms. An ASDSL2+ mit Fastpath*) kommt der Glasfaseranschluss hier also nicht ganz heran. Das /64-Präfix von Ecotel ist auch etwas sparsam.

    Tagsüber also kein Unterschied zum Mobilfunk erkennbar, auch bei Anschlussgeschwindigkeit nicht, aber ich wollte jetzt auch keine 60-80 € monatlich ausgeben. Einen großen Wow-Effekt gab es also nicht.

    *) seinerzeit mein erster Easybell-Anschluss

  • Der Ping zum ersten Hop sind 17 ms. An ASDSL2+ mit Fastpath*) kommt der Glasfaseranschluss hier also nicht ganz heran.

    Das ist weniger eine Frage der Zugangstechnologie (GPON und DSL ohne Interleaving haben reine Zugangslatenzen im niedrig einstelligen Millisekundenbereich) sondern eher eine Frage zur Netzwerkpfadlaenge zwischen Deinem Heimnetz und dem ersten IP-Hop bei Deinem ISP. I.d.R. wird der Endkundentraffic fuer Reseller erstmal zu einem PoP Standort des Resellers getunnelt, und der muss nicht unbedingt in Deiner Naehe liegen (bei mir ist der PoP ~230 km entfernt was die Zugangs-RTT von ~9 ms relativ zwanglos erklaert.

    Das /64-Präfix von Ecotel ist auch etwas sparsam.

    Sparsam ist sehr freundlich ausgedrueckt... ist das alles oder gibt es noch /56 per Prefixdelagation?

  • Sparsam ist sehr freundlich ausgedrueckt... ist das alles oder gibt es noch /56 per Prefixdelagation?

    Ja meint ihr denn, es gibt unendlich viele IPv6-Adressen? Der Adressraum ist gerade mal 128 Bit groß. Da kann man nicht nach Belieben mit rumaasen.

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  • Das ist weniger eine Frage der Zugangstechnologie (GPON und DSL ohne Interleaving haben reine Zugangslatenzen im niedrig einstelligen Millisekundenbereich) sondern eher eine Frage zur Netzwerkpfadlaenge zwischen Deinem Heimnetz und dem ersten IP-Hop bei Deinem ISP.

    Ich bewerte das Gesamtprodukt meines Glasfaser-ISP. Wie er das hinbekommt, ist mir egal. Mit 5G SA sind problemlos niedrigere Latenzen möglich, dagegen muss sich ein Anbieter behaupten können. Kann er das nicht, wird das in zukünftige Kaufentscheidungen einfließen.

    Sparsam ist sehr freundlich ausgedrueckt... ist das alles oder gibt es noch /56 per Prefixdelagation?

    Es gibt ein /64 per Prefix Delegation, mehr nicht. Mit der /32-IPv4 bin ich allerdings zufrieden.

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  • die Zusatzoption i.H.v 3,95 € mtl. (ist natürlich rotzfrech) für die statische IPv6 mit /56 hattest du gesehen?

    Ja, direkt im Bestellprozess und das möchte ich natürlich genauso wenig wie eine statische IPv4-Adresse für meinen Privatkundenanschluss.

    Zumindest kann der /64-Präfix aber geroutet werden, so dass irgendwelche Hacks mit NDP-Proxy unnötig sind. Mein OpenWrt-Router beherrscht auch NAT66.

  • Mit 5G SA sind problemlos niedrigere Latenzen möglich

    Niedriger als 17ms? Zum selben Hop von Easybell? Oder auch zum ersten Hop?

    Das ist technisch natuerlich nicht unmoeglich (aber war auch schon bei LTE theoretisch machbar), aber fuer den ISP unwirtschaftlich... (Interessanter Vortrag zum Thema 5G und 1 ms Latenz hier: https://www.youtube.com/watch?v=hqCZdrXnKe8&t=7566s)

    Am ehesten kann das mit dem 5G NetworkSlicing fuer Gamer (bei der Telekom https://www.telekom.de/optionsuebersi…k/5gplus-gaming) klappen, aber der Demo Latenztrace liegt auch da knapp ueber 20ms: