Hat privater Glasfaserausbau eine Zukunft in DE?

  • Habe ich gemacht, finde da aber ein anderes Bild als das welches Du gezeichnet hast.

    CH:

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    Bitte auch das Einkommensverhältnis D/ CH berücksichtigen...

    Frankreich:

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    Spanien:

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    Das alles sind jetzt auf Landesebene weder kleine Klitschen, noch welche die mit exotischen Angeboten in "drei bis vier Kuhkäffern" verfügbar sind, überspitzt gesagt....

    Man kann dieses Preisgefüge also durchaus als "landestypische" Angebote interpretieren.

    EDIT:

    Und nun bitte nochmals mit der Offerte des baden-württembergischen Energieversorgers ENBW (Netcom BW) vergleichen, der ja auch keine Miniklitsche ist.

    Dann merkt man schon, wie lächerlich das Preisgefüge hier in Deutschland ist, vor allem wenn man die gebotene Bandbreiten in anderen Ländern und/oder die Zusatzpakete mit einberechnet.

    Netkom BW ist nun auch im deutschen Vergleich nicht mehr am Puls der Zeit, aber wenn man z.B. auch O2 heranzieht (Téléfonica Espana), dann sollte man sich einmal ausmalen wie viel Take up die mit ihren deutschen Preis- Leistungsangeboten im Heimatland hätten... .

    Einmal editiert, zuletzt von sentry0815 (18. März 2025 um 22:08)

  • Du hast dir einfach nur das teure Incumbent rausgesucht

    Ich vergleiche halt vergleichbare ISPs... die alle diese Preise nehmen koennen, sonst waeren ja alle Kunden zu den Wettbewerbern gewechselt...

    10G gibt es in der Schweiz schon ab 39Sfr da muss ich keine 89.90sfr zahlen.

    Nein, gibt es auch in der Schweiz nicht fuer 39*1.04 = 40.56 EUR/Monat...

    Ich vermute Du meinst Salt.ch, da kostet das 49.95*1.04 = 51.948, die 39.95 gelten nur fuer Leute die bereits Mobilfunkkunden bei Salt sind.

    Aber wichtiger, was mann da fuer das Geld bekommt ist ein (mit bis zu 32 anderen Anschluessen) geteiltes XGS-PON Segment, aber XGS-PON ist halt 10G nur fuer Marketeers:

    XGS-PON
    T-REC-G.9807.1-201606-I!!PDF-E.pdf
    B.9.2.1 Line rate
    The transmission line rate is a multiple of 8 kHz. The target standardized XGS-PON system supports the following variant: XGS-PON with a downstream line rate of 9.95328 Gbit/s and an upstream line rate of 9.95328 Gbit/s.

    C.10.1.3.1 Downstream FEC
    C.10.1.3.1.1 Downstream FEC codeword
    For 9.95328 Gbit/s nominal line rate, the downstream FEC code is RS(248, 216). Each downstream PHY frame contains 627 FEC codewords. Each codeword is 248 bytes long. Within a codeword, 216 data bytes are followed by 32 parity bytes.

    C.10.1.3.2 Upstream FEC
    C.10.1.3.2.1 Upstream FEC codeword
    For 9.95328 Gbit/s, the upstream FEC code is RS(248, 216). The PSBu section is not included in the FEC codeword. The first codeword in a PHY burst begins with the upstream FS header section. All allocations of a particular ONU have the same FEC status. Contiguous allocations are encoded as a single block of data, so that there is at most one shortened codeword at the end of the burst. For 9.95328 Gbit/s, the upstream FEC parity bytes insertion and payload reconstruction are shown in Figures C.10.13 and C.10.14, respectively.

    Ausgerechnet
    9.95328 * (216/248) = 8.66899 Gbps

    Echte 10Gbps gibt es in der Schweiz schon auch als Wahloption bei Init7s Fiber7 fuer 777CHF/Jahr, also 777*1.04/12 = 67.34 EUR/Monat.

    Und dennoch hatte die SwissCom 2023 immer noc 48% Marktanteil in schweizer Breitbandmarkt (Quelle).

  • Nein, gibt es auch in der Schweiz nicht fuer 39*1.04 = 40.56 EUR/Monat...

    Galaxus - Internet
    abos.galaxus.ch
    Zitat

    Aber wichtiger, was mann da fuer das Geld bekommt ist ein (mit bis zu 32 anderen Anschluessen) geteiltes XGS-PON Segment, aber XGS-PON ist halt 10G nur fuer Marketeers:

    Das bekommt man in Deutschland auch meist nur da auf einem PON, das jetzt kein alleinstellungsmerkmal der Schweiz.

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  • Bitte nicht fragliche Angebote als Referenz heranziehen, von dem verlinkten Anbieter und insbesondere dessen Chef a la Elon Musk hört man auch viel schlechtes (es wird aber sehr auf die eigene Medienpräsenz geachtet).. Außerdem ist die Schweiz ein sehr kleines Land und hat völlig andere Ausgangsbedingungen

    Hier sollte es primär um die Zukunft in unseren Gefilden gehen. Irgendwie driften wir aber in eine reine Tarifdiskussion ab :/
    Können wir nicht generalisieren, das die jetzigen Glasfasertarife meistens noch unattraktiv im direkten Vergleich zu anderen Technologien sind?
    Wird vermutlich erstmal nicht besser werden, außer der Staat fördert 10 bis 11-stellig (was ich nicht glaube).
    Wenn es dann nicht Druck o.ä. von anderer Seite (z.B. feste DSL-Abschalttermine) gibt wird es kaum attraktiver im deutschen Markt auszubauen - zumal die jetzigen Anbieter sicher mit den wahrscheinlich profitabelsten Gebieten begonnen haben und das jetzt Stück um Stück schwierigere Projekte/Gebiete werden? Irgendwie komme ich immer zu dem Schluss das der Ausbau sich jetzt wie Kaugummi ziehen wird

  • Leider sind selbst die geförderten ausbauten schlecht umgesetzt, da einem Netzbetreiber eine Pacht über 20 Jahre eingeräumt wird. ( Zumindest ist das bei uns der fall )

  • Es bleibt dabei, Deutschland ist sicherlich nicht das billigste Land fuer Internetzugang in Europa, aber auch kein Ausreisser nach oben, sondern halt in der Spitzengruppe. Das mag mann beklagen, aber daraus zu schliessen es laege Wucher vor oder die Preise waeren viel zu hoch halte ich jetzt nicht fuer sonderlich glaubwuerdig. Und auf kaufkraftbereinigte Zahlen warte ich nicht mehr, ich liefere die (allerdings von 2022) selber:

    https://www.econstor.eu/bitstream/10419/267670/1/1827626283.pdf

    Die Preise in Deutschland bewegen sich bei den hierzulande überwiegend nachgefragten Bandbreiten von 100 Mbit/s im Mittelfeld unseres internationalen Vergleichs. Auffällig sind die Aufschläge für FTTB/H Produkte in Bandbreiten, die mit aufgerüsteten xDSL-Netzen nicht bedient werden können. Dies gilt insbesondere für Gigabitprodukte. Dieses Preissetzungsverhalten deutet auf Abschöpfungsstrategien hin und könnte ein Indiz für wenig Vorleistungs- und Infrastrukturwettbewerb bei sehr hohen Bandbreiten sein. Auch wenn dieses Preissetzungsverhalten sicherlich in Teilen auf den frühen Entwicklungsstand des Marktes zurückzuführen ist, kann davon ein Penetrationsrisiko für die neu entstehenden FTTB/H-Netze ausgehen, insbesondere, wenn diese parallel zu aufgerüsteten xDSL-Infrastrukturen entstehen.

    Wie gesagt von 2022 und damit nicht mehr ganz up-to-date...


    Ich sehe da primaer ein Missverstaendnis wie Marktwirtschaft funktioniert und eine Verwechslung von messbarem Preis mit inherentem "Wert".

    Aber ich waere nicht boese wenn Internet hier billiger waere, ich betreibe weder einen ISP noch arbeite ich fuer einen, hab also kein Pony in dem Rennen.

    2 Mal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (21. März 2025 um 15:48)

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  • Das bekommt man in Deutschland auch meist nur da auf einem PON, das jetzt kein alleinstellungsmerkmal der Schweiz.

    Fast, in Deutschland schaltet da niemand nominelle 10G Tarife oder bewirbt die gar... weil mit 8.6 Brutto garantiert waere, dass alle Kunden sich ein Minderungsrecht ermessen koennten (bei der vertraglichen Maximal und Werberate wird bei der Ueberpruefung ein Abschlag von 10% gegeben, aver 8.6 < 9.0 Gbps).

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (19. März 2025 um 13:58)

  • Es bleibt dabei, Deutschland ist sicherlich nicht das billigste Land fuer Internetnet in Europa, aber auch kein Ausreisser nach oben, sondern halt in der Spitzengruppe.

    Dann musst du das ja nur noch an die in Deutschland zahlreichen "Fritzchen und Lieschen- Müllers" weitertragen, welche trotz dieses "ach so durchschnittlich teuren" Preis-Leistungsgefüges keinerlei Wechselwillen zeigen auf absehbare Zeit.

    Wie Erzknolle sinngemäß eben schrieb:

    Die Tariflandschaft für Glasfaser in Deutschland ist schlichtweg (noch) nicht attraktiv!


    Wenn man den Leuten wirklich gute Angebote mit echtem Mehrwert wie deutlich höhere (symmetrische) Geschwindigkeiten zum selben Preis von SVDSL/Kabel oder für sehr geringe Aufpreise noch höhere Geschwindigkeiten (s. CH) bieten würde in einer echten Wettbewerbslandschaft, dann würden sich so viele nicht querstellen oder den Nutzen nicht erkenne... .

  • Fast, in Deutschland schaltet da niemand nominelle 10G Tarife oder bewirbt die gar... weil mit (.6 Brutto garantiert waere, dass alle Kunden sich ein Minderungsrecht ermessen koennten (bei der vertraglichen Maximal und Werberate wird bei der Ueberpruefung ein Abschlag von 10% gegeben, aver 8.6 < 9.0 Gbps).

    Greenfiber? Ich tippe bei denen auf XGS-PON.

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  • Greenfiber? Ich tippe bei denen auf XGS-PON.

    Hmmm wenn das stimmt, mutig, mutig, die versprechen:

    max: 10 Gbps

    normal: 9 Gbps

    min: 8 Gbps

    Davon kann gerade mal die minimale Rate in einen XGS-PON Segment mit FEC erreicht werden, selbst wenn nur ein Anschluss aktiv ist....

    Ich ziehe meine Behauptung zurueck, dass das hier niemand tut. Und aendere das kein ISP der die Regeln versteht sollte das tun. (Es sei denn der 10G Tarif wird gar nicht aktiv verkauft sondern dient nur dazu die anderen Tarife attraktiver aussehen zu lassen)

  • Die Preise in Deutschland bewegen sich bei den hierzulande überwiegend nachgefragten Bandbreiten von 100 Mbit/s im Mittelfeld unseres internationalen Vergleichs.

    Da hörts bei mir schon auf, Privatkunden fragen keine Bandbreite nach, die nehmen was sie bezahlen wollen und halt angeboten wird.


    Mich stört das sie hier Bandbreite bepreisen, es ist nicht mal direkt der Preis 40€ bekommt man hier auch Internet wie auch in der Schweiz aber eben meist nur mit ~100mbit geshapet anstelle von 10gbit.

    Sie müssten das nur sein lassen und schon wären wird gut aufgestellt.

  • (symmetrische) Geschwindigkeiten

    Bei GPON nicht wirklich angeraten, da hat ein Segment nur 2.4/1.2 Gbps Gesamtkapazitaet, daher macht bei GPON eine Up/Down Ration von 1:2 durchaus technisch Sinn. Das gilt auch fuer XGPON, da waere das 1:4 (die meisten ISP scheinen auf symmetrischen XGSPON mit 8.6/8.6 zu setzen).

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  • Da hörts bei mir schon auf, Privatkunden fragen keine Bandbreite nach, die nehmen was sie bezahlen wollen und halt angeboten wird.

    Jein, die Wirtschaftler unterscheiden gern in Anbieter und Nachfrager, und "nehmen was sie bezahlen wollen und halt angeboten wird" setzen die mit Nachfrage gleich. Das ist IMHO eine Nomenklaturfrage.

    Mich stört das sie hier Bandbreite bepreisen, es ist nicht mal direkt der Preis 40€ bekommt man hier auch Internet wie auch in der Schweiz aber eben meist nur mit ~100mbit geshapet anstelle von 10gbit.

    Das klingt jetzt doof und ich will Dich bestimmt nicht loswerden, aber wenn Dir der schweizer Marktpreis besser gefaellt, wirst Du nicht drum rum kommen in die Schweiz zu ziehen....

  • Bei GPON nicht wirklich angeraten, da hat ein Segment nur 2.4/1.2 Gbps Gesamtkapazitaet, daher macht bei GPON eine Up/Down Ration von 1:2 durchaus technisch Sinn. Das gilt auch fuer XGPON, da waere das 1:4 (die meisten ISP scheinen auf symmetrischen XGSPON mit 8.6/8.6 zu setzen).

    Ich habe GPON und symmetrisch 500 Mbit garantierte Bandbreite laut Produktdatenblatt. Es gab in all der Nutzungszeit nie Probleme, zu keiner Tageszeit.

    Zudem kann man GPON "relativ" einfach zu XGS-PON aufrüsten,im Gegensatz zu AON.

  • Das klingt jetzt doof und ich will Dich bestimmt nicht loswerden, aber wenn Dir der schweizer Marktpreis besser gefaellt, wirst Du nicht drum rum kommen in die Schweiz zu ziehen....

    Da gefällt mir nicht nur der Schweizer besser, da gäbe es einige Länder, die frage ist nur warum geht das hier nicht ?
    Warum ist es dem Deutschen ISP so ein Kryptonit seinen Kunden einfach Leistung zu billigen für sein Geld das er zahlt?

    Gut ich weiß es natürlich, es sind die Monopole und die Gier diese auszunutzen.


    Die Probleme im Deutsche Glasfasermarkt sind Hausgemacht und man ist zu gierig diese zu beheben.

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  • Ich habe GPON und symmetrisch 500 Mbit garantierte Bandbreite laut Produktdatenblatt. Es gab in all der Nutzungszeit nie Probleme, zu keiner Tageszeit.

    Das mag ja sein, aber bei 1000/1000 wird es da bannig eng... 1000 im Download is da krein echtes Problem, aber im Upload schon.

    Zudem kann man GPON "relativ" einfach zu XGS-PON aufrüsten,im Gegensatz zu AON

    Das ist nicht falsch aber fuer die Bestands GPON Kunden im Segment irrelevant... die werden sich freuen wenn der ISP sagen wuerde, dass sie einen neuen ONT kaufen muessen, bzw. der ISP wird sich ueberlegen ob er allen Kunden einen CxGS-PON ONT spendieren moechte...

  • Das ist nicht falsch aber fuer di Bestands GPON Kunden im Segment irrelevant... die werden sich freuen wenn der ISP sagen wuerde, dass sie einen neuen ONT kaufen muessen, bzw. der ISP wird sich ueberlegen ob er allen Kunden einen CxGS-PON ONT spendieren moechte...

    Der ONT gehört eh meinem Provider und dann muss er das Ding eben austauschen. ;)

    Auch in anderen Fällen: ONTs in der Bucht oder im Chinaonlinekaufhaus kosten nicht gerade die Welt. Das sind tatsächlich keine exorbitanten Ausgaben.

  • Da gefällt mir nicht nur der Schweizer besser, da gäbe es einige Länder, die frage ist nur warum geht das hier nicht ?

    Getrennte Maerkte entwickeln getrennte Preise... ist das wirklich so erstaunlich?

    Warum ist es dem Deutschen ISP so ein Kryptonit seinen Kunden einfach Leistung zu billigen für sein Geld das er zahlt?

    Das klingt so, als erwartest Du dass ISPs Aussenstationen der Heilsarmee waeren. Die wollen/muessen auch Geld verdienen, und ohne deren Kosten zu kennen ist es unklar in wie weit ISPs machen koennten was Du Dir wuenschst.

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  • Ich sehe eine völlig normale Marktentwicklung. Die Leute führt man Stück für Stück an höhere Bandbreiten heran. Da gibt es hier die typische Staffelung von 3-5 Stufen, um den gewünschten Umsatz je Kunde zu erreichen. Wozu sollte man jetzt bereits ohne Not höhere Bandbreiten verschleudern?

    Gerade in Spanien ist Glasfaser schon länger verfügbar und es gab eine Anpassung auf höhere Bandbreiten. Aber auch nicht vom ersten Tag an.

  • Der ONT gehört eh meinem Provider und dann muss er das Ding eben austauschen. ;)

    Wenn der Kunde dann nicht direkt mehr zahlt, wo kommen dann die Mehrkosten fuer so einen ONT her? Kann mann sich wuenschen, dass der Provider das zahlt, aber realistisch ist das nicht. Wie das IMHO ablaufen kann wenn ein ISP anfaengt mit Kombo-OLTs zu arbeiten ist: die Bestandskunden bleiben bei GPON und ihrem Bestands-ONT und nur die Kunden die einen Tarif buchen der innerhalb des GPON Segments nicht mehr passt (weil zu gross, z.B. der 2000/1000er der Telekom, oder weil bereits zu viele Anschluesse aktiv sind) bekommen dann einen XGSPON-ONT.