• Bei Aussagen von Elektriker zu Glasfaser kräuseln sich mir sehr häufig die Fußnägel. Weil der Elektriker keine Ahnung von Datentechnik hat und er Glasfasertechnik nicht versteht, wird da sehr oft gemauert und der neumodische Kram schlechtgeredet.

    Versuche doch einmal dem Haus und Hof Elektriker zu verdeutlichen, das er den Auftrag zur Verlegung von Cat 7 Kabeln nur bekommt, wenn er diese Unterputz in Lehrrohre mit 25 mm Durchmesser verlegt und die Biegeradien dieser Wellrohre mindestens 15 cm betragen müssen. Stammelt er dann etwas von viel zu teuer und sehr hohem Arbeitsaufwand und notwendig sei das gar nicht, dann würde ich die Finger von diesem Betrieb lassen.

    Es gibt natürlich auch Ausnahmen, das streite ich gar nicht ab. Das sind jedoch meist junge Betriebe mit jungen Mitarbeitern.

  • Hallo K@trin,

    auch meine Empfehlung wäre bei einer Grundsanierung Leerrohre von einem zentralen IT-Schrank im Keller sternförmig aus zu allen Zimmern und Orten im Haus zu legen, in denen ein oder mehrere Netzwerkanschlüsse später vorgesehen sein sollen. In die Leerrrohre kann man zunächst Cat7 Kabel einziehen. Das sollte für die nächsten sagen wir 20 Jahre erstmal völlig reichen. Planung am Anfang ist übrigens sehr wichtig, bevor man irgendwelche Angebote sich einholt oder Arbeiten beauftragt. Wo wie viele Netzwerkanschlüsse benötigt werden, dazu sollte man gut nachdenken und auch zukünftige Erweiterungen im Blick haben. Smarthome, Türsprechanlage, evtl. Videoüberwachung, erforderliche Netzwerkanschlüsse für Nebengebäude etc. lassen die Anzahl der Ports schnell anwachsen.

    Ich selbst wohne in einem nun 90 Jahre alten Haus, welches ich vor 13 Jahren grundsaniert habe. Auch dort war es möglich, Leerrrohre von allen Dosen in den Zimmern bis runter zum Keller zu ziehen. Mittlerweile kamen etliche Anschlüsse von außen für Wallbox, Kamera's und PV-Anlage dazu und das 24 Port umfassende Patchpanel ist fast voll. Ein zentraler PoE-fähiger Switch dazu und fertig ist ein kleines Netzwerk für den Heimgebrauch, das im Moment alle meine Bedürfnisse abdeckt. Wenn Du handwerklich geschickt bist, dann kann man auch vieles selbst machen z.B. Leitungen einziehen und selbst für das Auflegen der Cat7-Leitungen/Kabel brauchte ich keinen externen Elektriker. Sorgfalt dabei natürlich an den Tag legen und ein Prüfgerät verwenden, dass zum Abschluss der Montage die einwandfreie Zuordnung und Verbindung der Adern und des Schirmes zeigt. Das ist dann schon alles. Glasfaser dagegen zu konfektionieren, erfordert wohl auf jeden Fall Profiequipment und eine auf GF spezialisierte Fachfirma, sollte man keine vorkonfektionierten Fasern einziehen können. Und den Bedarf für höhere Geschwindigkeiten, als es Cat 7 schon jetzt ermöglicht, sehe ich im Normalhaushalt im Moment nicht. Die meisten Clients bei mir kommen ohnehin mit einem 100 MB/s Anschluss am Switch aus.

    Möchte Dir Mut machen und wenn Du konsequent auf eine sternförmige Leerrohrverkabelung von Anfang an bei der Grundsanierung setzt, machst Du das besser, als es in manch Neubau umgesetzt wird.

    Ein Beispiel, wie der zentrale IT-Schrank im Keller aussieht, im Anhang.

    Viel Erfolg bei der Planung und Umsetzung Deiner Grundsanierung.

    Gruß GF-Fan

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  • Hallo mbo77,

    nein, das sind Überspannungsschutzmodule für RJ45 Ethernet von der Firma Dehn für alle von außerhalb des Hauses reinkommenden Cat7-Verbindungen. Nach einem Blitzeinschlag in der Nähe habe ich mich dazu entschlossen, alle galvanischen Kommunikatios-Verbindungen, die von außen in das Haus rein kommen, zusätzlich mit einem Überspannungsschutz zu versehen.