Hier ist mal wieder ein kleiner Erfahrungsbericht.
Im Zuge der ungewissen Zukunft von AVM und meiner Intention die Dienste im Heimnetz generischer zu gestalten, habe ich die Telefonie komplett von der FRITZ!Box 5530 (direkt an der Glasfaser angeschlossen) auf eine Gigaset GO Box 100 verlagert.
Ja, zukunftssicher ist das auch nicht, da Gigaset gerade in einer Insolvenz in Eigenverwaltung steckt. Ich bin guter Hoffnung, das die Firma es noch schafft sich erneut auf eine wirtschaftlich solide Grundlage zu stellen.
Bisher hatte ich die Gigaset Telefone A540CAT und C570HX direkt an der FB via DECT konnektiert. In der Fritze wurde natürlich auch das Telefonbuch gepflegt. Daher war der erste Schritt das Telefonbuch der FB in das lokale Telefonbuch der Mobilgeräte zu übertragen: RTFM.
Bevor die Übertragung gestartet wird, sollte das Mobilteil natürlich volle Akkus haben und über Nacht genug Zeit zur Synchronisation mit der FRITZ!Box vorhanden gewesen sein.
Was war nun auf der 5530 zu tun?
- Sichern der Einstellungen (inkl. Telefonbuch)
- Abmelden der Mobilgeräte vom FRITZ!Box DECT
- Löschen aller Telefonnummern, sonst ist Port 5060 blockiert!
Portfreigaben: 5060 auf 5060, TCP und UDP (SIP); 5061 auf 5061, TCP (SIP TLS)Gestrichen, Grund siehe #4
Nun wird die GO Box 100 via Netzwerkkabel an einen freien Port der Fritze angeschlossen, nicht wundern, mehr als 100 Mbps kann die GO Box 100 nicht. CuDa-Telefonie gibt es bei mir nicht mehr. Zur grundsätzlichen Einrichtung der Gigaset Hardware verweise ich auf das Handbuch: RTFM (Read The Fine Manual ;-)) Der erste Schritt, noch vor Einrichtung etwaiger Telefoniefunktionalität, ist das Update der GO Box 100!
Als VoIP-Provider verwende ich natürlich Deutsche Glasfaser und zusätzlich dus.net. Für beide hat Gigaset ein Profil hinterlegt, leider ist die Menüführung nicht so gut gelungen wie bei AVM, daher an dieser Stelle eine Übersicht der Einstellungen:
Einstellungen > Telefonie -> Verbindungen - Übersicht Verbindungen ; Bearbeiten
Name: IP1 - Provider: Dus.net
1. VoIP-Verbindung: IP1
Persönliche Providerdaten
* Anmeldename: 000387xxx
* Anmeldepasswort: xxx
* Benutzername: -leer-
* Angezeigter Name: -leer-
Name: IP2 - Provider: Dt. Glasfaser
1. VoIP-Verbindung: IP2
Persönliche Providerdaten
* SIP_USERNAME: 305xxx
* SIP_PASSWORD: xxx
* Vorwahl+Rufnummer: <Vorwahl + Rufnummer direkt hintereinander ohne Leerstelle>
* Angezeigter Name: -leer-
Alles in allem war es eine "straight forward" Umstellung, wenn man bestimmte technische Notwendigkeiten und Reihenfolgen beachtet. Wie immer: kaum macht man es richtig, dann funktioniert es.
Nachtrag: Da die GO Box 100 Stand heute lediglich IPv4 unterstützt, benötigt man VoIP/SIP Provider, die auch (noch) ihre Dienste vie IPv4 anbieten.