32469: Weser Connect

  • Die Anfrage / Beschwerde bei der BNetzA bezüglich der Behinderung der freien Routerwahl werde ich erst nach Aktivierung meines Anschlusses stellen um möglichen Schikanen vor der Fertigstellung zu entgehen.


    Aber das wird dauern! Zumindest östlich der Weser.


    Wie die Presse berichtet hat ein Bürger aus Eldagsen hat eine Anfrage an die Bezirksregierung zur Dauer der Genehmigung der Weserquerung gestellt. Dabei stelle sich heraus: Es liegt bisher kein entsprechender Antrag in Detmold vor.

    Dies wurde auf Nachfrage auch von Weser Connect bestätigt.

    Die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Inga Lassen will jetzt kein Datum mehr für die Fertigstellung des Netzes nennen.

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  • Was wirklich traurig ist: Die Weser wurde schon sehr aufwändig (drei Anläufe waren notwendig) für Greenfiber (gefördert) gequert. Zusammen mit einem Wasserkraftwerk, was etliche Optionen bietet, aber keiner mehr weiß, welche Schächte zu nutzen sind, gibt es also mindestens die bereits genutzte Querung und noch die Staustufe (https://de.wikipedia.org/wiki/Staustufe_Petershagen).

    Es wäre wirklich traurig, wenn die da erneut buddeln würden.

    Da ich aber nicht auf der anderen Seite des Flusses lebe, nehme ich es schulterzuckend hin. ;)

  • Nach Rückfrage beim ausbauenden Dienstleister, wann es denn mit dem nächsten Schritt weitergeht, gab es einen netten Rückruf.

    Spontan gibt es Donnerstag einen Termin. Danach liegt es am Provider, wann der Zugang aktiviert wird.

    Da jetzt auf jeden Fall erstmal der netzeigene ONT gesetzt wird, schaue ich mir mal den Status des Links an.

  • So, heute war der nächste Techniker da.

    Dabei gab es wenige Überraschungen.

    - Der HÜP ist gleichzeitig auch der passive Abschluss, da bewusst auf die abschließbare Variante verzichtet wurde; damit kann ich gut leben
    - Meine Faser/mein "Split" (der übrigens im Straßenverteiler erfolgt) ist in der Technik noch nicht aufgelegt/konfiguriert, daher hat er nur eine Durchgangsmessung gemacht und war zufrieden
    - Interessant: net services fährt wohl einen 1:16 Split (wobei ich das ohnehin sehr gelassen bleibe, Statistik und so)
    - PON hat wie erwartet noch kein Signal
    - Auch liefert der LAN-Port noch nichts, wobei ich nur ohne VLAN und auch Verdacht VLAN 7 probiert habe

    Jetzt heißt es wieder warten. Das kann bei dem Laden alles zwischen zwei Wochen und zwei Jahren bedeuten.

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  • - Der HÜP ist gleichzeitig auch der passive Abschluss, da bewusst auf die abschließbare Variante verzichtet wurde; damit kann ich gut leben

    Ein Steckeruebergang weniger... warum auch nicht.

    - Interessant: net services fährt wohl einen 1:16 Split (wobei ich das ohnehin sehr gelassen bleibe, Statistik und so)

    Waehrend ich grosser Freund der PtP-Netzstruktur bin und diese klar fuer zukunftsfester halte als PtMP ist mir PON oder AON eher weniger wichtig: ein kompetenter ISP kann auch mit PON zufriedenstellende Leistungen bieten und ein inkompetenter ueber AON Gruetze abliefern.

    - Auch liefert der LAN-Port noch nichts, wobei ich nur ohne VLAN und auch Verdacht VLAN 7 probiert habe

    Mmmh, das heisst es gibt da keine Informationsseite auf dem ONT die man ueber eine "magische" IP (bei DOCSIS legt der Standard dafuer mEn 192.168.100.1 fest) erreichen kann? Waere schade aber verschmerzbar (wenn der ISP kompetent ist).

  • Mmmh, das heisst es gibt da keine Informationsseite auf dem ONT die man ueber eine "magische" IP (bei DOCSIS legt der Standard dafuer mEn 192.168.100.1 fest) erreichen kann? Waere schade aber verschmerzbar (wenn der ISP kompetent ist).

    Ich schaue gleich mal nach dem exakten Typ, aber spontan über DHCP passiert nicht viel. Vielleicht hat hack-gpon.org weitere Infos.

    Nachtrag: Jetzt habe ich nachgeschaut. Es müsste dieses Gerät sein: https://hack-gpon.org/ont-huawei-eg8010h/ in der aktuellen Version 6.

    Also theoretisch sollte auf 192.168.100.0/24 was passieren. Es kann natürlich sein, dass das Gerät nicht im Status ohne PON-Signal im LAN überhaupt was antwortet. Ich sehe den Link auf dem Port, aber im tcpdump keinerlei Antworten.

    Waehrend ich grosser Freund der PtP-Netzstruktur bin und diese klar fuer zukunftsfester halte als PtMP ist mir PON oder AON eher weniger wichtig: ein kompetenter ISP kann auch mit PON zufriedenstellende Leistungen bieten und ein inkompetenter ueber AON Gruetze abliefern.

    Da will ich auch überhaupt kein großes Thema aufmachen, stimme aber zu. Gleichzeitig erkenne ich an, dass ein Netzbetreiber durch Kosten getrieben ist.

    Meine Ahnung ist eher, dass mich GPON und Split bei dem ISP weniger stark beschäftigen werden. Noch bleibe ich skeptisch, wie gut das Netz ab PoP sein wird.

    Einmal editiert, zuletzt von mbo77 (7. August 2025 um 13:26)

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  • Nachtrag: Jetzt habe ich nachgeschaut. Es müsste dieses Gerät sein: https://hack-gpon.org/ont-huawei-eg8010h/ in der aktuellen Version 6.

    Also theoretisch sollte auf 192.168.100.0/24 was passieren. Es kann natürlich sein, dass das Gerät nicht im Status ohne PON-Signal im LAN überhaupt was antwortet. Ich sehe den Link auf dem Port, aber im tcpdump keinerlei Antworten.

    Manche Module gehen erst online, wenn Licht auf der Faser ist. Evtl. ist das ebenso bei diesem ONT der Fall? Ist nur eine Vermutung. Gewissheit wirst Du erst haben, wenn dein Anschluss aktiviert ist oder aber Du zufällig ein OLT-Modul konnektieren kannst. Gibt es bei FS.com, allerdings würde ich mir nur für diesen Zwecke keines besorgen.

  • Fünf Wochen und 1.000.000 DHCP-Requests später ist der Zustand unverändert. Nicht, dass ich überrascht wäre oder das irgendeinen Mehrwert für euch bietet.

    Mal schauen, wann die rausfinden, dass nur aktive Anschlüsse Umsätze erwirtschaften.

  • Mittlerweile hat das Modem ein gültiges Signal, aber ich bin noch ohne Zugangsdaten (und none/none scheint die Gegenseite doof zu finden). VLAN 200 scheint zu stimmen:

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  • So, mit der heutigen Freischaltung möchte ich diesen Beitrag weitestgehend schließen. Wenn es andere Kunden gibt, die Fragen oder Probleme haben, soll dieser Thread natürlich gerne als Anlaufstelle genutzt werden.

    Angekündigt war ein Zeitfenster von 8 bis 12 Uhr, um 8:45 kam der PPPoE-Link dann online.

    Wenig überraschend gibt es eine CGNAT-Adresse und ein /56-Prefix. Beides funktioniert auf Anhieb einwandfrei, konfiguriert auf VLAN 200 auf einem OpenWRT-Router (Banana Pi R4).

    Geschwindigkeit

    Gebucht ist ein Tarif mit 500/250 Mbps. Hier der obligatorische Speedtest.

    Die 500 Mbps werden verlässlich erreicht. Beim Upload fällt während des Tests auf, dass der Upload zunächst höher startet und sich dann in Richtung 250 Mbps einpendelt:

    Den Upload habe ich zusätzlich mit einer Wireguard-Verbindung von einem Strato-VPS (1 Core, 1 GB RAM) getestet. Dabei erreicht ein Dummy-Download (1 GB) via curl rund 30 MiB/s durchschnittlich. Der VPS ist dabei noch zu ca. 50% idle.

    Auch Downloads zu realen Zielen sind mit ca. 60 MiB/s gut.

    Latenz

    Hier ein paar genauere Infos vom Cloudflare-Test:

    Und noch ein paar Details:

    Im Layer 3 wird mein Anschluss wohl in FFM terminiert. Wie an anderer Stelle hier im Forum zu lesen, hat net services noch weitere Knotenpunkte, von denen inbesondere Hannover, aber auch Hamburg für mich näher liegen. Das ist aber schon fast Schmuck am Kleid.

    Die Latenzen sind ok, auch wenn bei Weitem kein Weltrekord erreicht wird.

    Fazit

    Nach ziemlich genau drei Jahren "Bauzeit" (September/Oktober 2022 fing der Trassenbau an) ist der Anschluss nun online. Das Ergebnis ist gut, die Kommunikation bis dahin bestenfalls ausreichend.

    Sobald mein Vertrag im Kundenportal sauber eingepflegt ist, schaue ich, ob ich dort gegen einmaliges Entgelt (20 €) die öffentliche IPv4 buchen kann. Ansonsten rufe ich im Service an und klage mein Lied (VPN zum Arbeitgeber geht nicht o.ä.).

    Mein 5G-Backup bleibt bestehen, kostet es mich nur rund 5 €/Monat. Paradoxerweise ist der Download da noch etwas schneller (600-700 Mbps), aber jetzt werde ich kleinlich. Einzig die Kosten sind mit 65 €/Monat für den Gf-Anschluss recht hoch. Aber das ist bei einem lokalen Monopol zu erwarten.

    Wenn Fragen sind, lasst es mich wissen.

  • Beim Upload fällt während des Tests auf, dass der Upload zunächst höher startet und sich dann in Richtung 250 Mbps einpendelt:

    Das mag schlicht der Effekt des ueblichen Endes der Slow-Start Phase sein, da wird dann kurzfristig mit einem Congestionwindow von ca. 2 x des tatsaechlich gewuenschten gearbeitet und das fuehrt, vor dem eigentlichen Flaschenhals zu einer Spitze im Egress-Traffic, wenn die gross genug ist, sieht man die auch in OpenWrts Echtzeit-Traffic-Graphen.


    Wobei der Cloudflaretest andeutet, dass der Traffic-Shaper wohl so konfiguriert ist, dass er intiale Bursts durchlaesst (der maximale Durchsatz ist nicht bei der maximalen Dateigroesse zu finden sondern etwas unter dem Maximum), das mag auch Teil der Erklarung sein.

    2 Mal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (23. Oktober 2025 um 11:46)

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  • Im Layer 3 wird mein Anschluss wohl in FFM terminiert. Wie an anderer Stelle hier im Forum zu lesen, hat net services noch weitere Knotenpunkte, von denen inbesondere Hannover, aber auch Hamburg für mich näher liegen. Das ist aber schon fast Schmuck am Kleid.

    Dazu kommt, dass Traffic oft so oder so ueber FFM geroutet wird, selbst wenn der PoP in Hamburg oder Hannover sitzt, wenn man nicht vel lokalen Traffic hat innerhalb def eigenen Stadt, wuerde ich vorsichtig FFM als guten PoP Standort bewerten...

    (Habe selber die umgekehrte Situation, wohne etwas naeher an FFM aber mein PoP ist zuverlaessig in/nahe HH, auch kein Weltuntergang, aber halt direkt ~10ms hoehere Latenz zu allen Zielen in.hinter FFM).

  • Dazu kommt, dass Traffic oft so oder so ueber FFM geroutet wird

    Klar, viel Traffic wird in FFM abgewickelt. Aber es gibt ja noch andere Rechenzentren in Deutschland, die nicht dort stehen. Das ist natürlich alles kein Beinbruch, sondern eher Jammern auf hohem Niveau.

    Wobei die reine Distanz von ca. 350 km kein Grund für 8 ms Latenz sind. Mal sehen, wie die Latenz sich über die Zeit entwickelt, wenn mehr Anschlüsse im Segment aktiv sind.

    Gegenüber 5G ist die Latenz grundsätzlich etwas besser und vor allem stabiler.