Glasfaser wegen Nichterfüllung kündigen

  • Schönen guten Abend,

    ich hätte folgende Fragen.

    Ich habe vor 2 Jahren einen Glasfaser Anschluss bestellt. DNS-Net

    Aktuell befindet sich das Glasfaser im Haus am Anschlusspunkt.

    Das aufschalten soll in den nächsten 3-6 Monaten erfolgen. Also bis 2,5 Jahre nach Unterschrift.

    Bei Vertragsabschluss hieß es das ich 24 Monate an die Bestellung gebunden bin.

    Meine Frage hat jemand in dieser Phase gekündigt und wie war der abschließende Ablauf ? Gab es Probleme ?

    Muss ich was bei der Kündigung beachten ?Kommt man da so einfach raus, obwohl die ja schon Investitionskosten hatten ?

    Vielen Dank !

    Gruß Günni

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  • Genau. Wer unter den heutigen Randbedingungen - Fachkräftemangel, Bürokratiestau - einen in Aussicht stehenden Glasfaseranschluss ausschlägt, der ... es gibt keine Beschreibung, die nicht beleidigend wäre.

    Man wird auf Jahre nicht wieder die Chance bekommen, einen Anschluss zu bekommen. Die Telekom redet offen über die Abschaltung des Kupfernetzes, Immobilienwerte sinken heute schon bei fehlender Anbindung, der Trend wird sich verstärken. Dazu kommt die technische Überlegenheit der Glasfaserabschlüsse abseits der reinen Geschwindigkeit. Sorry, aber effizienter kann man sich die Zukunft nicht verbauen, in vielerlei Hinsicht.

  • Kurz zusammengefasst: die Glasfaser Anbieter sind unsere Retter im Not und deswegen dürfen die sich alles erlauben. TKG sei nur eine Empfehlung, das Einhalten von Verträge ebenso. Ganz zufälligerweise hat die Deutsche Giganetz den Frist von 24 Monaten aus den neuesten AGBs gestrichen. Ablehnen die neue AGBs dürfte man nicht da diese angeblich eine Verbesserung darstellen.

  • Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass die das nicht freiwillig so machen. Der Spagat zwischen medialem Druck, politischen Vorgaben, Fachkräftemangel und Komponentenverfügbarkeit war in dieser Form nicht absehbar, als die Projekte, über die wir hier reden, geplant wurden.

    Und es ändert nichts an der Tatsache, dass man sich freiwillig in die mediale Steinzeit schießt, wenn man die Chance verstreichen lässt. Das heißt ja nicht, dass man auf Jahre den Anschluss auch nutzen muss. Aber wenn man ihn bekommen kann, dann nimmt man ihn. Punkt.

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  • Nehmen wir auch. Man sollte aber die Missstände nennen und nicht alles als Provider bashing abstempeln. Sonst wird es nie besser.

    Die drei großen Oligopolisten haben auch Dreck am Stecken, was aber manche Tante Emma Provider abliefern ist auch zumindest Verbesserungsbedürftig. Beispiel bei uns zu Hause: Faser eingeblasen, wann Stecker drauf gespleißt werden ungewiss. Bis dahin hängt eine Schlaufe schwarzen Glasfaser um HÜP gewickelt im Keller, hoffentlich kommt keiner dran, bis der Techniker kommt.

    Einmal editiert, zuletzt von belegdol (23. Juli 2023 um 12:15)

  • Und es ändert nichts an der Tatsache, dass man sich freiwillig in die mediale Steinzeit schießt, wenn man die Chance verstreichen lässt. Das heißt ja nicht, dass man auf Jahre den Anschluss auch nutzen muss. Aber wenn man ihn bekommen kann, dann nimmt man ihn. Punkt.

    Steinzeit hin oder her, solange die Mehrheit der Menschen nicht versteht, dass Glasfaser die Zukunft ist, wird sich nichts ändern. Den meisten reicht, das was über die Leitung kommt - es sei DSL oder Kabel.

  • Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass die das nicht freiwillig so machen. Der Spagat zwischen medialem Druck, politischen Vorgaben, Fachkräftemangel und Komponentenverfügbarkeit war in dieser Form nicht absehbar, als die Projekte, über die wir hier reden, geplant wurden.

    Und es ändert nichts an der Tatsache, dass man sich freiwillig in die mediale Steinzeit schießt, wenn man die Chance verstreichen lässt. Das heißt ja nicht, dass man auf Jahre den Anschluss auch nutzen muss. Aber wenn man ihn bekommen kann, dann nimmt man ihn. Punkt.

    Und man sollte mal überlegen, ob es das Angebot zu diesem Preis überhaupt nochmal geben wird.

    Immerhin reden wir da von Preisen die, wenn der Vertrag tatsächlich startet, schon zwei bis drei Jahre alt sind und dann noch 24 Monate stabil gehalten werden müssen - trotz Inflation.

    Bei uns läuft seit Januar die Planungsphase, und Ende Juni hat die Stadt verlauten lassen, dass es von Seiten der DG noch keine weitere Aussage gibt als "wir sind immer noch in der Planungsphase".

    Ich befürchte eher, dass die DG einen Rückzieher machen wird, weil sie zu den zugesagten Konditionen keine Leitungen mehr bauen will oder kann. Meines Wissens gilt erst die Auftragsbestätigung als verbindlich, und die hat hier noch niemand.

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  • Erstmal vielen Dank für eure Beiträge.

    Leider hat keiner so wirklich auf meine Frage geantwortet.

    Daher hier nochmal.

    Kann ich nach 2 Jahren kündigen, so wie es im Vertrag steht, oder habe ich da vielleicht was übersehen.

    Ich habe damals bei zwei Glasfaseranbietern einen Vertrag geschlossen. Bei dem zweiten zeichnet sich ab, dass wir bis Ende September online gehen werden.

    Und wenn ich so im Forum lese, wird das ja auch so empfohlen.

  • Auch da empfehle ich dringend das Studium anderer Beiträge hier im Forum: Es wäre nicht das erste Mal, dass unmittelbar vor der Aktivierung der Anschlüsse ein Anbieter die Notbremse zieht. Wenn es vertraglich die Möglichkeit gibt, beim 2. Anbieter zu kündigen, dann geht das auch noch im September oder dann, wenn der andere Anschluss wirklich läuft.

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