Anschluss über Medienwandler sinnvoll?

  • Hallo,

    bei uns wurde nun durch den kommunalen Netzbetreiber ein Glasfaseranschluss im Haus installiert. Aktuell nutzen wir einen altmodischen und langsamen DSL-Anschluss mit einer Fritz!Box 7590.

    Der Glasfaseranschluss ist leider recht ungünstig platziert, den Router würde ich lieber wie gehabt im Haustechnikraum platzieren. In der Nähe des Glasfaseranschlusses ist aber auch eine LAN-Dose die bis zum bestehenden Router führt. Ich hatte also überlegt, mit einem Medienwandler die einkommenden Daten auf Kupfer zu übersetzen, über das LAN-Kabel zum vorhandenen Router in dessen WAN-Port zu führen und so auch auf den Mietrouter vom Anbieter zu verzichten.

    Solche Medienkonverter sind ja spottbillig (ist ja auch nicht viel Technik drin), zum Beispiel dieser hier mit SFP-Port für ca. 20€: TP-Link Gigabit SFP Media Converter, Complies with IEEE 802.3ab and IEEE 802.3z, FX Port Supports Hot-Swappable (MC220L) https://amzn.eu/d/4PNEyQ5

    Allerdings habe ich Schwierigkeiten einen passenden SFP-Einsatz zu finden.

    Folgende Infos werden dazu vom Netzbetreiber zur Verfügung gestellt:

    - AON

    - 1000BASE-BX20-U

    - TX 1310nm, RX 1490nm - 1550nm

    - Singlemode-Simplex SC/PC

    Ich muss dazu sagen dass ich von der ganzen Glasfasertechnik nicht sonderlich viel Ahnung habe. Ich vermute mal dass "1000BASE-BX20-U" die Technik hinreichend beschreibt. 1000BASE ist klar, BX heißt wohl bidirektional (?) und 20 steht vielleicht für 20km Maximallänge. Das U konnte ich mir nicht erschließen.

    Die einzige Optik die ich mit diesem Begriff finden konnte ist diese hier: Generic Compatible 1000BASE-BX BiDi SFP 1310nm-TX/1490nm-RX 20km DOM Simplex LC SMF Transceiver Module https://www.fs.com/de-en/products…10407&id=200520

    Leider kostet der Versand hier 30€ und ich bin mir auch nicht sicher ob das Ding überhaupt das richtige ist.

    Da sich die Suche so schwierig gestaltet, weiß ich nicht ob meine Idee überhaupt so sinnvoll ist. Sollte ich lieber einen normalen Glasfaserrouter nehmen? Oder habe ich nur nach den falschen Begriffen gesucht? Dir hier verwendete Technik wird ja sicher nicht einzigartig sein.

    Ich wäre dankbar wenn ihr mir hierfür Tipps geben oder eine bessere Lösung vorschlagen könnt. :)

  • Zu passenden SFP Wandlern gibt es auch schon reichlich Infos hier im Forum, auch das "U" wird erklärt. Das hat was mit der Seite zu tun, auf der das SFP Modul eingesetzt wird, es gibt ja die Kundenseite und die Infrastrukturseite, und beide sind unterschiedlich, da ja die Wellenlängen einmal zum Senden und auf der anderen Seite zum Empfangen benutzt werden. Ich habs nicht mehr im Kopf, aber hier im Forum steht definitiv, welche Module für solche Anschlüsse geeignet sind. Beachte, dass auch die SFP Seite passen muss, nicht nur die Glasfaser-Seite. FS bietet da ja zig Varianten (Cisco, Generic, ...). Auch das musst du passend zu deiner HW aussuchen.

  • Keine gute Idee. Setze die Providerbox dahin wo jetzt der Übergabepunkt ist und gehe anschließend per LAN an deine Verteilung und dann über einen Switch in alle Räume.

    Was für Router bietet denn dein IPS, ggf. kannst du ja vorne eine 5530 verwenden dann sollte das die beste Lösung sein. Der Rest ist nur gebastel..

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  • Keine gute Idee. Setze die Providerbox dahin wo jetzt der Übergabepunkt ist und gehe anschließend per LAN an deine Verteilung und dann über einen Switch in alle Räume.

    Was für Router bietet denn dein IPS, ggf. kannst du ja vorne eine 5530 verwenden dann sollte das die beste Lösung sein. Der Rest ist nur gebastel..

    Warum soll man 2 Boxen benutzen, wenn die Fritz 5590 Fiber nur einmal Strom verbraucht ?

  • Sag ich doch gar nicht. An der Übergabe ne 5530 und hinten sein Switch. Nötig könnte die zweite Box sein. Wenn auf die 7590 DECT und Analog / ISDN Phones laufen. Dann würde ich beide Boxen vermeshen.

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  • In der Situation ist der Medienkonverter genau richtig. Der schon vorhandene Router ist auch die nächsten Jahre mehr als nur ausreichend. Nur die Umwandlung von 1000BASE-BX zu 1000BASE-T wird noch benötigt. Bevor man dafür den Router austauscht, um Strom zu sparen, sollte man sich ausrechnen, wie lange man mit einem Watt weniger (knapp 3€/Jahr) eine Glasfaserfritzbox abbezahlt. Der Umwelt ist mit der Produktion der zusätzlichen Hardware auch nicht geholfen.

    Der genannte Medienkonverter (TP-Link MC220L) passt. Da der Provider 1490nm-1550nm für RX angibt, kannst du auch das SFP von TP-Link nehmen: Das TP-Link TL-SM321B gibt es auch bei Amazon. (Aufpassen: Das TL-SM321B-2 hat nur 2km Reichweite.) Es ist zwar nur ein BX10-Modul, aber ich wäre sehr überrascht, wenn ein AON-Provider das Dämpfungsbudget so weit ausreizt. Vielleicht auf dem platten Land: Wenn du weißt, wo der Point-of-Presence (PoP) für deinen Ort ist, kannst du das ja abschätzen.

    Das U in der Bezeichnung bedeutet Upstream. Das kennzeichnet Module, die für Links in Richtung Internet verwendet werden. Das Modul auf der anderen Seite, für die Verbindung in Richtung Endverbraucher, heißt entsprechend D für Downstream. Präziser als diese Abkürzungen ist die Angabe der Wellenlängen.

  • An der Übergabe ne 5530 und hinten sein Switch. Nötig könnte die zweite Box sein. Wenn auf die 7590 DECT und Analog / ISDN Phones laufen.

    Und warum sollte man sich dann eine teure 5530 anstatt eines günstigen Medienwandlers anschaffen und sich darüber hinaus noch eine Doppel-NAT Konfiguration bauen? Das macht doch nun gar keinen Sinn. Da steht doch sehr deutlich, dass der Router im Haustechnik Raum verbleiben soll. Da der Provider offenbar keinen ONT bereitstellt, wäre in dem Fall auch meine Wahl ein Medienwandler. Wenn es einen ONT gibt, könnte man auf den Medienwandler verzichten.

    Bei GPON sähe das alles anders aus, da bin ich auch dafür, zunächst mit dem Equipment des Anbieters zu arbeiten. Aber bei AON sehe ich dafür keinen Grund.

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  • Schau dir mal an, was alles in einer Fritzbox drin ist und woraus ein Medienkonverter besteht. Die Kombination aus Medienkonverter und Fritzbox braucht etwas mehr Strom als eine Glasfaserfritzbox, aber deutlich weniger Strom als zwei Fritzboxen. Da hier der HÜP nicht in der Nähe des gewünschten Routerstandorts ist, wäre eine Glasfaserfritzbox nur dann sinnvoll, wenn ein Glasfaserkabel zwischen diesen Punkten verlegt werden könnte. Und selbst dann würde es sich nicht für den Geldbeutel oder die Umwelt lohnen.

  • Wieso kommt ihr immer auf zwei Fritz!Boxen? 5530 vore und hinten reicht dann ein Switch wo jetzt die 7590 ist. Bis der TE Gründe wie oben nennt.

    Aber er hat ja noch nicht mal gesagt was für nen Router sein Provder stellt oder ob der nicht das Modem stellt dann bräuchte er gar nicht selbst auf die Suche gehen und hätten bei Störungen nur Probleme.

  • Der Provider bietet einen Mietrouter an. Dem würde ich aus preislichen und anderen Gründen jede andere besprochene Lösung vorziehen.

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  • Wieso kommt ihr immer auf zwei Fritz!Boxen?

    Weil der Router im Haustechnikraum stehen soll und nicht in der Nähe des HÜPs. Heißt: Router beim HÜP führt zwangsläufig zu zwei Routern.

    Man muss die Gesamtsituation im Auge behalten, vor allem den Anschlusstyp. Bei GPON sähe vieles anders aus, aber in diesem Fall ist es AON und der Provider stellt offensichtlich einen passiven Abschluss bereit ohne ONT. Da es darüber hinaus ein Ethernetkabel zwischen dem HÜP und dem designierten Routerstandort gibt, ist die Entscheidung einfach.

  • Der Provider bietet einen Mietrouter an. Dem würde ich aus preislichen und anderen Gründen jede andere besprochene Lösung vorziehen.

    Wie kommst du denn aus Preislichen Gründen darauf? Es seht ja weder dabei was der kostet noch was für ein Model das ist noch was er kann. Aus den anderen Gründen hast du Recht. Den vorne installieren. Dann auf das LAN gehen und den Rest aus dem Technikraum machen. Schon aus Entstörungssicht das beste, wenn es natürlich ein reines Modem gibt noch besser.

  • Vielen Dank für die vielen Vorschläge!

    Ich werde es dann mit dem von alfalfa vorgeschlagenen SFP-Modul probieren. Notfalls schicke ich das zurück und nehme dann doch den Mietrouter (Fritz!Box 5590 für 9,99€ im Monat). Aber die Lösung mit dem vorhandenen Router und dem Medienwandler würde ich aus Nachhaltigkeits- und Kostengründen vorziehen.

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  • Vielen Dank für die vielen Vorschläge!

    Ich werde es dann mit dem von alfalfa vorgeschlagenen SFP-Modul probieren. Notfalls schicke ich das zurück und nehme dann doch den Mietrouter (Fritz!Box 5590 für 9,99€ im Monat). Aber die Lösung mit dem vorhandenen Router und dem Medienwandler würde ich aus Nachhaltigkeits- und Kostengründen vorziehen.

    Und ein reines Modem bietet der Provider (welcher?) wirklich nicht an? Das ist ja auch nichts anderes als das was du hier als Konverter beschreibst - du wirst mit Fremdhardware solcher Art nur unnötig Zeit während der Installation / Entstörung stecken müssen - bei der Nachhaltigkeit in aller Ehre, aber das ist der falsche Ansatz meiner Meinung nach.

  • Die Lösung mit Medienkonverter und SFP kostet keine 40€ und ist fast noch einfacher zu installieren als eine Glasfaserfritzbox. Da ist schlicht gar nichts einzustellen. Das ist quasi "ein reines Modem", nur eben von Gigabit-Ethernet optisch auf Gigabit-Ethernet elektrisch.