Sind die FritzBoxen wirklich so gut?

  • Hallo zusammen,

    sind die FritzBoxen wirklich so gut, besonders wenn man diese alleine als Router betreiben möchte? Im Forum tauchen diese neben Ubiquiti fast ausschließlich auf. Wie sehen geräte von Asus, Netgear, d-link und sonstigen Herstellern im Vergleich?

  • Die Fritzbox Router sind eine gute Wahl für Menschen, die sich nicht mit den technischen Details beschäftigen möchten und keine gehobenen Ansprüche an die Netzwerkfunktionen haben (VLANs, Multi-WAN, etc.). Die Router sind überwiegend zuverlässig. Der Funktionsumfang deckt den normalen Bedarf gut ab und ist dabei relativ einfach zu konfigurieren. AVM versorgt die Geräte außerdem vergleichsweise lange mit Firmware Updates.

    Der Markt könnte durchaus etwas ernstzunehmende Konkurrenz vertragen, aber irgendwie schaffen es die anderen Routerhersteller nicht, die an sich einfachen Anforderungen umzusetzen. Stattdessen werben sie z.B. lieber mit martialischem Gehäusedesign und dunklen Webinterfaces. Dabei kommen dann so Dinge heraus wie die bei ASUS im LAN-Bereich unter IPTV versteckte Konfiguration für das VLAN-Tagging des WAN-Anschlusses.

  • Die Fritzboxen erfüllen alle Anforderungen der üblichen Internetzugänge im deutschsprachigen Raum auch in exotischen Kombinationen und schaffen es auch noch, diese in einer einfachen Konfigurationsoberfläche unterzubringen. DHCP, PPPOE, mehrere VLANs für Internet, VoIP und TV sind in dieser Kombination nur bei deutlich teureren Geräten anzutreffen, die auch deutlich komplexer zu konfigurieren sind. Dazu kommt die DECT und Telefonie Funktion, die das Leben so viel einfacher macht, wenn man beim VoIP Zugang nicht auch noch mit NAT kämpfen muss. Für die meisten Heimanwender ist einfach schon diese Kombination unbezahlbar.

    Klar gibts bessere Geräte mit größerem Funktionsumfang, aber die richten sich an semi-professionelle Nutzer. Es gibt auch immer mal wieder Leute, die das gesamte Heimnetz mit solchen Geräten ausstatten und dann daran scheitern, den IP-TV Receiver in Betrieb zu nehmen. Schau dich im Forum um, wie oft allein ich die Leute gefragt habe, ob sie sich nicht besser den günstigeren Switch gekauft hätten, der einfach IGMP Snooping macht, ohne dafür 1000 Dinge einrichten zu müssen.

    Wie sehen geräte von Asus, Netgear, d-link und sonstigen Herstellern im Vergleich?

    Da ist meine Erfahrung: Die Dinger können unglaublich viel, aber nicht die Sachen, die man dringend benötigt.

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  • Noch dazu kommt, gerade im Glasfaserbereich, die mangelnde Unterstützung von IPv6 der AVM Mitbewerber, siehe den in einem anderen Thread verlinkten Artikel des Magazins c't. Da schneidet der Mitbewerb erbärmlich ab, auch wenn man bei professionelleren Routern der Hersteller Lancom und Mikrotik die Beschränkungen mittels Workarounds umgehen kann. Hier ist jedoch intensive Beschâftigung mit der Commandline notwendig!

    Ich stand mit dem Autor in E-Mail-Kobtakt und poste an dieser Stelle Auszüge der Konversation:

    Ubiquitis Dreammachine ist ein semiprofessionelles Gerät, wer da mit "FRITZ!Box-KnowHow" herangeht, kommt gar nicht gut zurecht. Es ist nicht so, das eine UDM eine Upper-Class der AVM Produkte darstellt. Da wo ich viel konfigurieren kann, muss ich die vorhandenen Möglichkeiten auch durchdringen und verstehen.

    Leider viel vergessen wird Stromverbrauch und regelmäßige (Security-) Updates. In beiden Dingen sind die AVM Produkte vorbildlich. Mindestens 5 Jahre Support bietet auch nicht jeder Hersteller. Die 10 Jahre alte 7490 wird beispielsweise noch das Update auf FRITZ!OS 7.5x erhalten.

  • Hallo zusammen,

    sind die FritzBoxen wirklich so gut, besonders wenn man diese alleine als Router betreiben möchte? Im Forum tauchen diese neben Ubiquiti fast ausschließlich auf. Wie sehen geräte von Asus, Netgear, d-link und sonstigen Herstellern im Vergleich?

    Ja, die Fritz!Boxen sind wirklich so gut.

    AVM ist schon seit Jahrzehnte auf den deutschsprachigen Raum fokussiert. Dies führt zum einen dazu, dass sie die besten Werte mit dem deutschen Netzbetreiber erringen. Und was meiner Meinung nach kein anderer Router-Anbieter verstanden hat. Es handelt sich hierbei um einen Massenmarkt. Also muss zum einen die Benutzeroberfläche eine hohe Usability haben, aber zum anderen einen hohen Umfang an Funktionen bieten. Und diesen Spagat schafft nur AVM.

    So sind neben viele gut implementierten Netzwerkfunktionen (häufig gut versteckt) auch die Telefonfunktionen beeindruckend bis hin zu eigene SIP-Server. Auch die Medienfähigkeit ist sehr gut.

    Ich selber nutze Ubiquiti, aber ich komme aus dem Netzwerkbereich und vor 3 Jahren war WLAN noch ein Nadelöhr bei AVM. Die Hardware für den reinen Netzwerkbereich hat ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei Freunde und Verwandte nutze ich AVM Technik wegen der deutlich geschmeidigere Konfiguration und der Telefonfunktionen.
    Alle anderen Hersteller haben ihre Stärken, aber sie können selten in der Breite punkten.
    DrayTek/Vigor bauen sehr gute Modem, Netgear und Asus sind bei WLAN sehr weit vorne, D-Link ist sehr unterschiedlich aufgestellt bis hin zum Prof.

    Aber hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit, Sicherheitsupdate und Beständigkeit in den Produkten kommt keiner an AVM heran, zumindest meine Erfahrung der letzten 25 Jahre mit AVM (1996 ISDN-Karte im Amiga A4000, 2001 8 B1-Karten in einem Server).