Verkabelung im EFH

  • Hallo zusammen,

    ich habe folgende Ausgangslage:

    Die Deutsche Giganetz ist grad für unseren Ort in der Nachfragebündelung. Ich habe derzeit eine 250Mbit VDSL bei der Telekom und bin eigentlich zufrieden. Da aber die Hausanschlusskosten (angeblich) bei FTTH wegfallen (ca. 2000€) bzw. gespart werden wenn ich es jetzt mache, überlege ich mir die Leitung legen zu lassen und auf die DGN umzusteigen. Die DGN schreibt in ihren Unterlagen, für die in-House Verkabelung ist der Kunde zuständig. Ist für mich nachvollziehbar, aber für vermutlich viele Kunden wegen der Umbaukosten bzw. Kabelverlegungen abschreckend.


    Meine Fragen daher zur Verkabelung "GF kommt im Keller in HÜP --> an HÜP muss der ONT --> an ONT der Router":

    1. Kann ich den Router im Keller stellen und mit Repeatern das WLAN Signal in EG und OG verstärken, damit ich keine Netzwerkkabel neu verlegen muss?

    2. Hat jemand ähnliche Probleme oder Erfahrungen?

    3. Die DGN bietet die FritzBox 7590 oder 7530 an. Warum hier keine Fiber verwendet wird ist mir ebenfalls ein Rätsel. Dann könnte man doch ebenfalls den NT sparen?

    Vielen Dank und Grüße

    Bernie

  • 1) Kabel wäre einfach besser. Die Betondecke schwächt das Signal schon ordentlich, und die Repeater kämpfen miteinander und deinen Geräten um Airtime. Es wird sicher funktionieren, aber ich würde keine großen Wunder erwarten.

    2) Nein, nur was ich von Freuden gehört habe. Ich hab das Haus von oben bis unten mit Kabeln eben aus den oben genannten Gründen ausgestattet.

    3) aus DGN SIcht ist es wohl einfacher wenn bei jedem Kunden die Faser neben dem Loch in der (Keller)wand endet, den ONT kontrollieren sie ja auch (was meinem limitierten Wissen nach wichtig ist wegen Provisionierung im PON). Wo die einzelnen Kunden ihren Router haben kümmert DGN nicht, aber der Kunden kann ein Cat6 Kabel vom ONT zum Ziel leichter selbst legen (einfacher als Faser selbst konfektionieren denke ich).

  • Danke für die Antworten.

    Zu 1. sehe ich ja genau so, aber das Kabel legen ist in Bestandshäusern halt nicht einfach mal so gemacht, vor allem nicht in verschiedene Räume. Das minimale Kabel legen wäre dann noch ein Cat Kabel vom ONT (Keller) ins EG und dort die Fritz!Box zu stellen und dann per Repeatern das WLAN zu verteilen. So habe ich es mit VDSL derzeit auch, nur das die Fritz!Box im EG jetzt am "alten" Telefonkabel hängt. Meine Befürchtung ist halt auch schlechtes WLAN mit Fritz!Box im Keller, daher würden mich Erfahrungen dazu interessieren.

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  • Ich habe momentan vor Glasfaser vom Keller ins WZ zu legen, und dort sowohl ONT als auch den Router zu platzieren. Fritzbox im Keller ist soll man m.E. vermeiden. Es soll im Idealfall so wenig Access Points wie möglich geben, am besten ein starkes in der Mitte des Hauses. Mit Mesh habe ich keine erfahrung gemacht, aber mit einem Router im EG und AP im 2. OG muss ich zwischen diesen immer per Hand wechseln.

    Für Konfektionierte Glasfaser-Patchkabel muss man zwar größere löcher bohren als für nicht konfektionierte Cat Kabel, die Fuddelarbeit mit Keystones fällt aber weg.

  • Ich würde ebenfalls versuchen, den Router an einer möglichst zentralen Stelle im Haus zu platzieren. Von dort aus hast du gute Chancen mit anständigen Mesh-Repeatern eine halbwegs taugliche WLAN Abdeckung hinzubekommen.

    Also GF-Leitung vom HÜP ins EG solltest du irgendwie verlegen. Ggf. auch mal über den Weg über die Außenfasade nachdenken. Kann in Bestandsgebäuden oftmals eine charmante Lösung sein. Bei uns wurde es so realisiert.

  • Vom Router und Keller rate ich auch ab. Das würde ich nur machen, wenn von dort aus LAN Kabel in verschiedene Teile des EFH gelegt werden sollen.

    Von einem WLAN Mesh Netzwerk durch die Bodendecke würde ich auch abraten - das müsste dann ja auch ggf. noch weiter im Haus verteilt werden.

    Ich hab den GF Anschluss hier direkt ins Arbeitszimmer legen lassen. Hier steht FritzBox 1.

    Von hier aus geht ein LAN Kabel in den Keller und kommt im Wohnzimmer wieder raus. Dort steht FritzBox 2.

    Aber jedes EFH ist anders.

    Jeder persönliche Anspruch an das Internet ist anders

    (Nutzung (nur surfen oder gaming oder ständig große downloads,

    wo wird im EFH das Internet benötigt,

    die entscheidenden Geräte über LAN oder WLAN angeschlossen

    Anzahl der Bewohner).

    Grundregel: besser LAN Kabel legen, anstatt auf WLAN zu setzen.

    Ich hab beide Fritzboxen 5530 und 7590 selbst gekauft, anstatt diese dauerhaft beim Provider zu mieten (mal davon abgesehen, dass eh keine 5530 vom Provider angeboten werden, welche das Modem drin haben)

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