• Hallo liebes Glasfaser Forum.

    Ich habe ein Glasfaser Anschluss bei Deutsche Glasfaser, mein Router ist eine Fritzbox 7530ax.

    Seit kurzem bin ich auch Besitzer einer Synology DS220+ und damit fangen die Probleme an. Ich möchte gerne externen zugriff darauf ermöglichen.

    Zum einen hätte ich gerne Zugriff auf alles in meinem Heimnetzwerk und habe mir dazu die FritzLabor Version installiert und Wireguard eingerichtet, das funktioniert aber leider nicht im Vodafone Netz mit meinem Smartphone.

    Außerdem würde ich auch gerne Freigabelinks teilen ( Synology Drive oder Nextcloud und Synology Photos ), meine Traumvorstellung wäre das der Freigabelink eine Sub-Domain meiner Webseite ( All-Inkl ) ist.

    Nun habe ich schon viel gelesen und viele Videos geschaut aber das hat mich sehr verwirrt und ich weiß nicht so richtig wo ich jetzt ansetzen soll.

    vServer? festeip.net?

    Ich wäre sehr dankbar darüber wenn mir jemand sagen könnte was ich benötige um mein Vorhaben zu realisieren!

  • Willkommen im Forum!

    Da Deutsche Glasfaser dir einen ganzen IPv6 Adressereich zur Verfügung stellt und das linuxbasierte OS (DSM) der Synology IPv6 ebenso beherrscht, musst Du dies (IPv6) nur noch in deiner FRITZ!Box aktivieren und damit sind die größten Hürden genommen.

    Für all dies findest Du im Internet eine Anleitung.

    Du musst lediglich darauf achten, das die Synology eine feste IPv6 Adresse erhält, also Privacy Extensions deaktivieren. In der Fritze ist jetzt nur noch die IPv6 Adresse und ggf. der/die Port(s) freizugeben.

    Das ganze Gedöns um Portforwarding benötigst Du nur bei IPv4 und Wireguard ist auch nicht notwendig. Einfach die IPv6 Adresse nach Freischaltung der FRITZ!Box Firewall ansprechen. Auch im Vodafone Mobilfunknetz erhâlt dein mobile Device eine IPv6 Adresse, sofern Du das nicht deaktiviert hast.

    Nachtrag:

    Falls Du eine IPv6-Adresse in einem Browser (Chrome, Edge, Safari, Firefox,...) verwenden möchtest, dann ist die IPv6-Adresse in eckige Klammern einzufassen, also so: [IPv6]

    Das wird in den seltensten Fällen erwähnt 😉

    DynDNS-Dienste gibt es selbstverständlich auch für IPv6.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (11. November 2022 um 22:53)

  • Für dich selbst ist IPv6 vielleicht eine Möglichkeit. Wenn du Freigabelinks mit anderen teilen möchtest, ist die Zugangsmöglichkeit von außen nur über IPv6 keine realistische Option, weil viele darüber nicht auf dein NAS zugreifen können. So weit ist reibungslos funktionierender IPv6-Support noch nicht verbreitet.

    Es gibt zahlreiche Ansätze, wie man das lösen kann. In jedem Fall brauchst du etwas im Internet, das eine öffentliche IPv4 Adresse hat und Verbindungen zu deinem NAS durchreichen kann. Das ist aber auch schon alles, was die Lösungen gemeinsam haben. Nennen wir dieses etwas mit einer IPv4-Adresse mal "das Portal".

    Du kannst ganz ohne IPv6 auskommen, wenn dein NAS eine Tunnelverbindung zum Portal aufbauen kann, über die das Portal die Anfragen von außen zum NAS leiten kann. Dieser Tunnel kann eine SSH-Verbindung oder ein VPN (OpenVPN, Wireguard, etc.) sein. Meist ist das Portal dann ein gemieteter virtueller privater Server (VPS). Eine Sonderlösung für DG-Kunden ist das Angebot von EDV-Kossmann. Das ist quasi eine Portweiterleitung am NAT der DG vorbei, kommt also auch ohne IPv6 aus.

    Die große zweite Gruppe von Lösungen ist, deine Dienste per IPv6 anzubieten und einen "Portmapper" zu verwenden, um sie auch IPv4-Nutzern verfügbar zu machen. Portmapper kann man auf einem VPS selbst aufsetzen. Auch dafür gibt es viele Möglichkeiten der Umsetzung. Oft wird "6tunnel" verwendet, weil es dafür ein bekanntes (aber tatsächlich sehr oberflächliches) Youtube Tutorial gibt. Das ist eine Umsetzung auf TCP-Basis, die auch einige andere Programme gut (m.M.n besser) beherrschen. Wenn die Dienste HTTP verwenden, kann man auch HTTP-Proxies nutzen.

    Für alle Ansätze gibt es neben der Selbstbauvariante auch Dienstleister, die das Portal für dich betreiben. Einige Lösungsansätze sind komplett kostenlos machbar, z.B. Cloudflare mit "ipv6-only origin server".

    Der Charme der IPv6+Portmapper Lösungen ist, dass man damit für native IPv6 Nutzer eine umweglose Zugangsmöglichkeit baut und nur für IPv4 die Nachteile der dann nötigen Zwischenstation in Kauf nimmt. Die reinen IPv4 Lösungen locken damit, dass man sich nicht mit IPv6 beschäftigen muss und auch ältere IPv4-only Geräte erreichbar machen kann, ohne eine zweite Umsetzung von IPv6 zurück zu IPv4 bauen zu müssen. Insgesamt können diese Ansätze je nach Anwendungsfall einfacher oder viel komplizierter sein. Gerade Ansätze mit mehrfachem NAT werden schnell unübersichtlich.

    Du hast also die Qual der Wahl. Konkreter kann man erst für eine bestimmte Variante werden.

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  • Synology selbst bietet ebenfalls einen Webservice für diesen Zweck an, dessen Namen habe ich gerade nicht parat.

    Je genauer das Ziel definiert wird, desto besser sind die Lösungsvorschläge und natürlich kann es auch eine preisintensivere Lösung werden, sofern externe Dienste noch eingekauft werden müssen.

    Wie immer ist die Frage: Must have or nice to have?

  • Vielen Dank für eure Antwortren bis hierher!

    ein bekanntes (aber tatsächlich sehr oberflächliches) Youtube Tutorial gibt

    ich glaube das habe ich gesehen :)

    Ich habe mir jetzt einen vServer gemietet mit einer festen ipv4 Adresse und darauf 6tunnel installiert.

    Damit habe ich eine Portfreigabe auf die ipv6 meiner Diskstation eingerichtet per ssh ( wie in dem Video )

    und ebenfalls eine Portfreigabe in der Fritzbox erstellt.

    gebe ich jetzt in einem Browser die ipv4Adresse:Port ein wird aber keine Verbindung aufgebaut.

  • Der wahrscheinlich wichtigste Tipp ist, nicht alles auf einmal zu testen, sondern das Problem in einzelne testbare Abschnitte aufzuteilen. Das Thema gibt es hier im Forum schon mehrfach. Bitte schau mal kurz durch, ob dir damit geholfen ist:

    dh1058
    11. November 2020 um 11:41
    andrucha97
    3. Juli 2020 um 20:24
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  • @alfalfa

    Vielen dank für das raussuchen der Links.

    Hab mir die grad mal durchgeschaut, hilft mir aber nicht weiter.

    Umso mehr ich lese umso weniger verstehe ich.

    Hab mich von dem YouTube Video blenden lassen, da sah es relativ einfach aus.

    Ich denke ich werde es nicht alleine hinbekommen deswegen werde ich das Thema jetzt für mich beenden und damit abfinden das es nicht geht.