Netcologne / Telekom - Der lange Weg bis zum Glasfaser-Anschluss

  • Ok. Erstmal vielen Dank für eure Teilnahme hier am Thread. Das ist hier doch mal ein wirklich sehr produktiver und lehrreicher Austausch, von dem ich sehr viel mitnehmen werde. Vielen Dank dafür in jedem Falle.

    Erst nochmal die Frage, ob es vll ein paar Leute hier gibt, die im Rahmen einer Eigentümerversammlung schonmal einen ähnlichen Vorstoß gemacht haben und sich da auskennen, vll eine Präsentation teilen möchten oder mir dort Tipps geben möchte. Highly appreciated auf jeden Fall. :P ^^

    Dann als 2. die Frage, ob jemand genau weiß, welche Glasfasertechnik von Netcologne genau verwendet wird. Also 10Gbas-SR oder ST oder L. Da weiß doch bestimmt hier jemand genau darüber Bescheid und mag sein Wissen mit uns teilen oder ?

    lg

    Forellenprinz

  • Mach dir klar, was Du erreichen möchtest.

    Stelle in kurzen, verständlichen Worten Vorteile und Nachteile von 2, maximal 3 Alternativen gegenüber.

    Suche dir Mitstreiter/Unterstützer.

    Präsentiere eine valide Kostenaufstellung.

    Nicht mehr als 15 Seiten, nicht mehr als eine Seite in 3 Minuten präsentieren.

    Schriftgröße kleiner als 14 Punkt ist unbedingt zu vermeiden.

    Soll auf der Eigentümerversammlung ein Beschluss erreicht werden, so ist das in der Einladung anzukündigen und Du musst daran denken, den Miteigentümern schon sinnvolle, verwertbare Informationen in der Einladung an die Hand zu geben.

    Die Technik interessiert letztlich nur Techniknerds, jedoch keine Eigentümer. Für letzgenannte muss es kostenneutral sein. Sowohl in Anschaffung, wie auch im Betrieb. Im Idealfall zu 100% umlegbar auf die Mieter.

    Wenn die Glasfaser in der Wohnung endet (FTTH), dann liegt dort die Bandbreite an, die der Provider liefert. Gleich ob 10, 100, 1.000, 10.000 oder mehr Mbit/s.

  • Gibt ein neues Update von NetCologne:

    Guten Tag Herr XXXXX,


    vielen dank für die Rückmeldung.

    wie ich bereits geschrieben habe, besteht in dem Objekt aktuell nur die Möglichkeit der Umrüstung auf G.fast.
    Die ist jedoch auch erst im laufe des Jahres möglich.
    Einen Kostenvoranschlag für die komplette Umrüstung auf FTTH können wir erst nach Objetklärung machen.

    Kosten seitig ist hier zu beachten, das sowohl am Anschluss möglicherweise Fasern nach gelegt werden müssen, als auch im Haus alle Wohnung mit Glasfaser angebunden werden müssen.
    Das kann gerade bei der Anzahl an Wohneinheit zu baulichen Maßnahmen führen, die auch Brandschutzrelevant sind und dadurch auch erhebliche Kosten mit sich bringen.
    Zusätzlich wird aus dem Haus (Straßenname) 110 auch die Hausnummer 112 über TV mitversorgt, ein FTTH Umbau wäre somit auch in diesem Objekt zwingend notwendig.

    Wir setzten FTTH ausschließlich mit einem aktiven ONT als Netzabschluss innerhalb der Wohnung um. Das heißt, in der Wohnung wird kein Optischer Glasfaser Steckplatz zur Verfügung gestellt, sondern ein Steckplatz für einen Netzwerk Stecker RJ-45.

    Leider habe ich keine Rufnummer für einen Rückruf gefunden und würde Sie bitten, uns die einmal noch mit zu senden oder sich gerne telefonisch bei uns zu melden.
    Eine so umfangreiche Beratung ist per E-Mail abschließend nur schwer möglich und wird voraussichtlich auch zu Rückfragen führen.

    Wir sind Montags bis Freitags von 09:00 bis 17:00 Uhr unter Rufnummer 0221 2222 5532 für Sie erreichbar.

    __________________________________________________________________________________________

    Jetzt natürlich die Frage:

    Bei einem aktiven ONT kriege ich ja eine eigene, separate Glasfaser bis in meine Wohnung gelegt und habe somit kein "Shared Medium". Das ist ja glaube ich im bundesweiten Schnitt nicht der Fall, da hier wohl passive ONT's zum Einsatz kommen. PON für passiv und AON für aktiv wenn mich nicht alles täuscht oder ?

    Wenn im aktiven ONT ein LAN - Anschluss vorhanden ist, muss ich dann ein Modem per LAN erstmal anschließen, bevor die Uni-Fi Dream Machine angeschlossen wird oder reicht die Verbindung per LAN direkt zur Dream Machine aus. Ergo, einfach PPPoE Daten in die Dream Machine eingeben und fertig? Die Dream Machine besitzt nämlich keine klassische Modem-Funktionalität, deswegen frage ich.

    Da muss ich wohl bei einer Eigentümerversammlung wirklich beide Häuser miteinbeziehen und eine astreine Präsentation für Glasfaser ablegen. Klingt nach einer spannenden Herausforderung. :P

    Hat hier jemand eine Ahnung, wie das mit den staatlichen Subventionen aussieht? Also was für Kosten hier vom Staat übernommen werden, ob man in Vorkasse tritt, wie so etwas abgerechnet wird als Eigentümer.

    Beste Grüße

    euer Forellenprinz

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  • Es ist sicherlich ein aktiver ONT im Sinne von "braucht Strom" gemeint, nicht zur Unterscheidung von AON und GPON. An einen separaten ONT, egal ob AON oder GPON, wird üblicherweise per normalem Ethernetkabel ("Cat-Kabel") ein Router angeschlossen. Der ONT ist dabei quasi das Glasfasermodem.

  • Es ist sicherlich ein aktiver ONT im Sinne von "braucht Strom" gemeint, nicht zur Unterscheidung von AON und GPON. An einen separaten ONT, egal ob AON oder GPON, wird üblicherweise per normalem Ethernetkabel ("Cat-Kabel") ein Router angeschlossen. Der ONT ist dabei quasi das Glasfasermodem.

    Das klingt schonmal sehr gut. Klassische Glasfasermodem gibt es ja eigentich gar nicht. Wenn man Google anschmeißt, werden einem zumeist diese Medienconverter vorgeschlagen. Dieser scheint dann in dem ONT verbaut zu sein. Das ist schonmal gut, denn die Fritzbox möchte ich nach Möglichkeit wirklich vermeiden.

  • Wir setzten FTTH ausschließlich mit einem aktiven ONT als Netzabschluss innerhalb der Wohnung um. Das heißt, in der Wohnung wird kein Optischer Glasfaser Steckplatz zur Verfügung gestellt, sondern ein Steckplatz für einen Netzwerk Stecker RJ-45.

    Ich bin gerader in Zitierlaune...

    TKG §73 Absatz 1, Satz 1-2:

    Der Zugang zu öffentlichen Telekommunikationsnetzen an festen Standorten ist an einer mit dem Endnutzer zu vereinbarenden, geeigneten Stelle zu installieren. Dieser Zugang ist ein passiver Netzabschlusspunkt; das öffentliche Telekommunikationsnetz endet am passiven Netzabschlusspunkt.

    Also nix ONT, stattdessen Gf-TA. Das passt vielen Providern jedoch nicht. Siehe auch hier.

    Allerdings muss man ja nicht gerade mit dem Rechtsanwalt drohen. Falls Du Interesse an Schriftverkehr mit NetCologne hast, dann weise doch auf obigen Paragraphen und die Aussagen der BNetzA hin. So ganz leicht sollte man es NetCologne auch nicht machen.

    Es ist durch deren Schreiben klar geworden, das man aktuell gar kein Interesse an der Nachrüstung von Bestandsimmobilien (gerade Mehrfamilienhäusern) auf FTTH hat. Da halte ich ich G.fast für einen guten Kompromiss.

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  • Wenn im aktiven ONT ein LAN - Anschluss vorhanden ist, muss ich dann ein Modem per LAN erstmal anschließen, bevor die Uni-Fi Dream Machine angeschlossen wird oder reicht die Verbindung per LAN direkt zur Dream Machine aus. Ergo, einfach PPPoE Daten in die Dream Machine eingeben und fertig? Die Dream Machine besitzt nämlich keine klassische Modem-Funktionalität, deswegen frage ich.

    Da noch nicht explizit beantwortet: Nach dem ONT gehts per LAN zur Dream Machine und ja dort ist max DHCP oder PPPoE im Einsatz. Also brauchst du keine Fritzbox.

    Denke mit G.Fast wird du erstmal gut fahren. Nach meinen Erfahrungen mit WEGs wird das mit das Glasfaserausbau nur wenn das exakt null Euro kostet. Und selbst dann haste noch so Idioten die keinerlei Baustelle haben wollen.

  • Nach meinen Erfahrungen mit WEGs wird das mit das Glasfaserausbau nur wenn das exakt null Euro kostet. Und selbst dann haste noch so Idioten die keinerlei Baustelle haben wollen.

    Nach meinen auch!

    Glücklicherweise hat sich dahingehend das Wohnungseigentumsgesetz geändert. Wer ein öffentliches TK-Netz "sehr hoher Kapazität" in seiner Wohnung terminieren lassen möchte, darf das ohne Beschluss bauen (lassen).

  • Nach meinen auch!

    Glücklicherweise hat sich dahingehend das Wohnungseigentumsgesetz geändert. Wer ein öffentliches TK-Netz "sehr hoher Kapazität" in seiner Wohnung terminieren lassen möchte, darf das ohne Beschluss bauen (lassen).

    Das ist ja alles schön und gut, wenn das vom Gesetz her möglich ist. Wenn es aber keine Anbieter gibt, die das auch umsetzen, weil es einfach nicht profitabel ist und keine Anreize gibt, kann man sich das Gesetz auch sparen.

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  • In dem entsprechenden Paragraphen des WEG wird nicht nur das Recht des einzelnen Eigentümers auf den Abschluss sehr hoher Kapazität erwähnt, sondern es finden sich auch die Themen Barrierefreiheit und Elektromobilität wieder.

    Aber natürlich ist es so, wenn der Milchladen keine Milch hat oder dir keine verkaufen möchte, dann erhälst Du auch keine. Da musst Du es woanders versuchen.

  • Ein kleines Update zu meinem Glasfaser-Projekt:

    Ich bin jetzt mit dem Hausverwalter im Gespräch und habe zumindest schonmal die Information erhalten, das es bisher in den letzten Jahren noch kein Vorstoß eines anderen Eigentümer in Richtung FTTH-Ausbau gab. Das ist schonmal in sofern gut, als das es noch keine Veto-Abstimmung gab. Da hat man also mit einer guten Präsentation schonmal gute Chancen, die Leute zu überzeugen.

    Der nächste Schritt, den wir in den kommenden Wochen planen, ist eine Begehung der Räumlichkeiten mit Projektleitern von NetCologne. Hier ermitteln wir dann die Umsetzung und Realisierung und wollen dann im Anschluss mit einer Kostenaufstellung und einem Angebot in die Wohnungseigentümer-Versammlung gehen.

    Da noch nicht explizit beantwortet: Nach dem ONT gehts per LAN zur Dream Machine und ja dort ist max DHCP oder PPPoE im Einsatz. Also brauchst du keine Fritzbox.

    Denke mit G.Fast wird du erstmal gut fahren. Nach meinen Erfahrungen mit WEGs wird das mit das Glasfaserausbau nur wenn das exakt null Euro kostet. Und selbst dann haste noch so Idioten die keinerlei Baustelle haben wollen.

    Das ist bspw. genau das, was ich immer haben wollte. "One Device to rule it all"

    Da ich dann über die Dream Machine wirklich alles im Detail einstellen kann, hab ich somit ein wirklich professionelles Netzwerk ohne Flaschenhälse etc.

    Über G.Fast habe ich sehr viel negatives gehört. Erstmal wenig bis gar keine externe Modem und Router, die da zuverlässig arbeiten. Hier müsste ich immer noch ein Modem vor die Dream Machine schalten. Das will ich unbedingt vermeiden.

    Nach meinen auch!

    Glücklicherweise hat sich dahingehend das Wohnungseigentumsgesetz geändert. Wer ein öffentliches TK-Netz "sehr hoher Kapazität" in seiner Wohnung terminieren lassen möchte, darf das ohne Beschluss bauen (lassen).

    Das mit der "hohen Kapazität" ist aber wohl nicht relevant in meinem Fall. 100 Mbit/s bekomme ich durch NetCologne schon. Im Business-Tarif bieten die sogar 250 Mbit/s an, was sich mit den Verfügbarkeiten von Vodafone und der Telekom deckt.

    Da dies schon verfügbar ist, dürfte dieser Paragraph nach meiner Interpretation keine Anwendung für mich finden.


    Mit dem Anwalt möchte ich auf keinem Fall drohen. Ich für meinen Fall bin eigentlich ziemlich optimistisch, das ich mit einem guten Wording und einer guten Kommunikation das so hinbekomme, wie ich mir das wünsche.


    Wäre es denn von der Qualität des Internets so viel schlechter in Sachen Latenz und Stabilität, wenn vom ONT der letzte Meter zum Router über ein LAN-Kabel ist und eben kein Glasfaser SFP+ Anschluss? Kann mir das eigentlich nicht vorstellen. Die Dream Machine Special Edition hätte beides, jedoch wäre der SFP+ mit 10gbit/s natürlich deutlich leistungsstärker als die 2,5 Gbit/s des WAN Ports.


    Vielen Dank nochmal für eure Ausführungen!

  • Über G.Fast habe ich sehr viel negatives gehört. Erstmal wenig bis gar keine externe Modem und Router, die da zuverlässig arbeiten. Hier müsste ich immer noch ein Modem vor die Dream Machine schalten. Das will ich unbedingt vermeiden.

    So wie ich dich verstanden habe, wäre die Leitungslänge ja relativ kurz. Es hängt hat von NetCologne ab, ob Du Zugriff auf die Glasfaser erhalten kannst. Wenn nicht, dann bliebe das als einzige ALternative übrig.

    Wäre es denn von der Qualität des Internets so viel schlechter in Sachen Latenz und Stabilität, wenn vom ONT der letzte Meter zum Router über ein LAN-Kabel ist und eben kein Glasfaser SFP+ Anschluss? Kann mir das eigentlich nicht vorstellen. Die Dream Machine Special Edition hätte beides, jedoch wäre der SFP+ mit 10gbit/s natürlich deutlich leistungsstärker als die 2,5 Gbit/s des WAN Ports.

    Ich kann mir nicht erklären, warum häufig über die ONTs so schlecht gesprochen wird. Securitybedenken kann ich nachvolziehen (und da sind nicht gepatchte Router das größere Problem), jedoch nicht die Befürchtungen in Richtung Latenz oder Stabilität.

    Wenn nicht mehr als die 2,5 Gb/s anliegen, dann hast Du durch die Verwendung eines 10 Gb/s SFP+ Moduls keinen Vorteil.

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  • Kurzes Update:

    Unser Hausverwalter hat nun einen Termin mit NetCologne vereinbart. Diese werden mit dem Verwalter der Häuser nun eine Begehung der Räumlichkeiten unternehmen und ihm anschließend eine Kostenaufstellung darüber geben, was das kostet.

    Die Wohneinheit, in der ich wohne, ist mit 2 weiteren Häusern was die Versorgung von Telefon, Internet und Kabel angeht verknüpft. Somit müsste man wenn, mit allen Besitzern aus allen 3 Häusern eben eine 50% Mehrheit finden..Das setzt NetCologne voraus.

    Da die angrenzenden Häuser auch alle zu der Wohnlandschaft gehören und sich alle Wohnhäuser einen sehr großen Innenhof gemeinsam teilen will er sich zusätzlich dazu ein Angebot und Kostenvoranschlag für alle Wohneinheiten geben lassen, damit das in allen gemacht werden kann. Da in allen Wohneinheiten zumindest bis in den Keller schon Glasfaser gelegt worden ist, dürfte die größte Herausforderung schonmal passe sein.

    Ich bin gespannt, wie die Abstimmung dann am Ende ausgehen wird. Wie sind da so eure Erfahrungswerte bei Eigentümerversammlungen.. Sind die eher offen oder eher skeptisch und verweigerisch?

  • Ich bin gespannt, wie die Abstimmung dann am Ende ausgehen wird. Wie sind da so eure Erfahrungswerte bei Eigentümerversammlungen.. Sind die eher offen oder eher skeptisch und verweigerisch?

    Ich habe dir ja schon einiges dazu geschrieben, hier noch als Ergänzung:
    Je mehr jüngere Eigentümer in den einzelnen Wohnungen wohnen, desto leichter ist es. Ab einem Alter von 60 Jahren überwiegt schon die Skepsis gegenüber dem Neuem.

    Je weniger Zutritte in die einzelne Wohnug, je weniger Dreck und Lärm entsteht, desto besser. Versuche zu erläutern, was bei dem Ausbau geschieht. Gut ist es Anschauungsmateral mitzubringen: ONT, Glasfaserkabel, ein Stück Lerrohr für den Eintritt des Glasfaserkabels in die Wohnung. Das nimmt die Angst vor dem Unbekannten. Auch auf Fragen wie: "Ich bin alt und kann den Schrank im Treppenhaus nicht mehr entfernen, was mache ich jetzt?" solltest Du vorbereitet sein und proaktiv ansprechen. Das der Schrank als Brandlast im Fluchtweg sowiso dort nicht stehen darf, kann nur das wirklich allerlletzte Argument sein.

    Für Vermieter ist es vor allem dann interessant, wenn die Kosten auf die Mieter umlegbar sind. Hier gibt es ja die Möglichkeit das Glasfaserbereitstellungsentgeld (https://dejure.org/gesetze/TKG/72.html) geltend zu machen.

    Die Umlage darf pro Jahr und Wohnung maximal 60 Euro betragen. Außerdem dürfen die Zusatzkosten bis zu fünf Jahre verlangt werden. In Ausnahmefällen sind auch neun Jahre möglich, ich gehe davon aus, das dies bei dem größeren Bauvorhaben als Ausnahmefall geltend gemacht werden kann. Somit bewegt sich der Anteil pro Wohnung/Mieter (gleich ob er einen Glasfaseranschluss möchte oder nicht) zwischen 300 und 540 €. Hier der entsprechende Link zu den Erläuterungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/D…cationFile&v=24

    Leicht überlesen wird jedoch, das die Umlagefähigkeit nur dann gegeben ist, wenn eine komplette Glasfaserinfrastruktur (FTTH) errichtet wird. FTTB ist nicht umlagefähig!

  • Es gibt ein kleines Update, was leider nicht ganz so erfreulich ist ;( ;(

    Hallo Herr XXX,


    danke Ihnen für Ihre netten Wünsche, ich hoffe, auch Sie haben die Tage genossen.


    Auf Ihre Fragen kann ich nur bedingt antworten, weil wir gar nicht so weit sind.


    Wir wissen noch nicht, wie / wo genau verlegt werden kann, für die Klärung haben wir Grundrisse von Ihrer Verwaltung erbeten. Wir haben nämlich schon einen ersten Ortstermin gehabt. Jede Wohnung würden wir allerdings ohnehin nie besichtigen, das wäre zu viel Aufwand.


    Absehbar ist jedoch, dass nur auf Putz die Verkabelung erfolgen kann, und angesichts der nicht überall übereinanderliegenden Wohnzimmer sind Versprünge in Wohnungen erforderlich. Daher haben wir auch gebeten vorab ggf. beim Beirat anzufragen, ob das mehrheitsfähig sein könnte. Sollte das nämlich nicht der Fall sein, erübrigt sich jeder weiterer Aufwand. Ein Angebot ist erst nach Angebotseinholung für die Inhausverkabelung auf Basis der Grundrissprüfungen überhaupt möglich, erst dann können wir ein Gesamtangebot kalkulieren. Leerrohre verlegen wir nicht, ebenso verlegen wir nicht unter Putz. Wenn die Leerrohrverlegung die WEG selber vornehmen möchte, nutzen wir diese gerne. Bitte sehen Sie dann pro WE ein vom Hausanschlussraum durchgehendes Leerrohr mind. M25 mit Zugdraht vor.


    Generell wird jedoch der ONT überhaupt keine bisherige Dose ersetzen. Telefon- und TV-Dose bleiben also bestehen. Und was wir nach dem ONT installieren, und ob WIR überhaupt etwas „dahinter“ installieren (TV-Dose, die dann i.d.R. die bisherige TV-Dose ersetzt) hängt vom Auftragsumfang ab – hier würde es also Optionen geben, aber das ist alles noch „Zukunftsmusik“. Mit den bisherigen Telefondosen, die wir auf keinen Fall angehen, können die Produkte auf FTTH-Basis nicht genutzt werden. Und die bisherige Versorgung über die Telekom und Provider, die über die Telekomtechnik anbieten, soll auch bestehen bleiben. Die TAE-Dosen werden also definitiv besehen bleiben.


    Das Modem kann an den ONT direkt angeschlossen werden, oder es muss eine CAT-Dose „dazwischengesetzt“ werden. I.d.R. setzen wir diese CAT-Dosen nicht, setzen die also bauseitig voraus – und das schon aus dem Grunde, dass das Modem eben direkt an den ONT geschaltet werden kann.


    Bei der von uns aktuell verwandten Technik sind ONT und Router noch getrennt. Wann / ob sich das ändert, kann ich Ihnen noch nicht sagen.


    Aktuell bieten wir bis zu 1 Gbit/s im Download an, und bei dieser Geschwindigkeit bis zu 100 Mbit/s im Upload:

    Tarifvergleich


    Wie sich die Tarife in der Zukunft gestalten, und dann auch wann, ist noch nicht abschätzbar.


    Wenn es zu einem Angebot unter den o.g. Voraussetzungen kommen sollte, werde ich – wenn das irgendwie zeitlich eingerichtet werden kann – auch gerne zur WEG-Versammlung kommen.


    Mit Blick auf die geschilderten Umstände kann ich Sie daher nur um Geduld bitten.

    Ihre Verwaltung wird Sie sicherlich auf dem Laufenden halten.


    Mit freundlichen Grüßen und eine schöne Woche

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  • Absehbar ist jedoch, dass nur auf Putz die Verkabelung erfolgen kann, und angesichts der nicht überall übereinanderliegenden Wohnzimmer sind Versprünge in Wohnungen erforderlich. Daher haben wir auch gebeten vorab ggf. beim Beirat anzufragen, ob das mehrheitsfähig sein könnte. Sollte das nämlich nicht der Fall sein, erübrigt sich jeder weiterer Aufwand.

    Verstehe ich es richtig, das NetCologne die übereinanderliegenden Wohnungen/Wohnzimmer zur Verlegung von Glasfaser verbinden will?

    Interessanter "Trick" um die Brandschutzbestimmungen zu umgehen... Auf einer Seite der Telekom findet man das folgende PDF-Dokument "Brandschutzrichtlinien für Leitungs- und Lüftungsanlagen". So lange sich die MLAR bzw. die Richtlinien der einzelnen Bundesländer nicht dahingehend ändern, das ein Glasfaserkabel nicht mehr als elektrische Leitung angesehen wird, ist der nachträgliche Gf-Ausbau von MFH Inhouse sehr aufwändig, sofern die vorgeschriebenen gebäudeseitigen Maßnahmen zur Vorbereitung auf einen hochkapazitiven TK-Anschluss beim Bau "vergessen" worden sind.

  • Verstehe ich es richtig, das NetCologne die übereinanderliegenden Wohnungen/Wohnzimmer zur Verlegung von Glasfaser verbinden will?

    Interessanter "Trick" um die Brandschutzbestimmungen zu umgehen... Auf einer Seite der Telekom findet man das folgende PDF-Dokument "Brandschutzrichtlinien für Leitungs- und Lüftungsanlagen". So lange sich die MLAR bzw. die Richtlinien der einzelnen Bundesländer nicht dahingehend ändern, das ein Glasfaserkabel nicht mehr als elektrische Leitung angesehen wird, ist der nachträgliche Gf-Ausbau von MFH Inhouse sehr aufwändig, sofern die vorgeschriebenen gebäudeseitigen Maßnahmen zur Vorbereitung auf einen hochkapazitiven TK-Anschluss beim Bau "vergessen" worden sind.

    Habe nun meine ganzen Connections in Gang gesetzt und habe am 12. Mai beim Bauamt in Köln einen Termin um an die einzelnen Baupläne zu kommen und Kopien davon zu erhalten. So kann dann von NetCologne die Angebotserstellung vollständig erfolgen und dann geht es in die WEG-Versammlung. Mein Hausverwalter ist diese Woche noch im Urlaub, werde den aber Montag ebenfalls kontaktieren und hoffe, dass er auch noch weitere Unterlagen und Bebauungspläne, Grundrisse etc. besitzt. So kann ich mir dann im besten Falle den Gang zum Amt sparen.

    Zum "Trick": Nein, so habe ich das zumindest nicht verstanden. Das Haus ist Mitte der 90er Jahre von der Firma Bast-Bau errichtet worden. Das Gebäude wurde über fertig produzierte Betonelemente "zusammengebaut". Diese haben festdefinierte, vorgefertigte Versorgungsschächte und Kanäle für Elektronik, Wasser, Telefon, Gas etc. Da die Wände alle aus Beton sind, sind gewisse Gegebenheiten eben nicht so leicht veränderbar. NetCologne hat wie in der Mail schon erwähnt nun die Idee, die Kabel "Auf Putz" zu verlegen und das man dann die Kabel in den Fußboden- oder Deckenleisten in den Wohnungen verlegt. Herausforderung hierbei. Nicht alle Wohnzimmer liegen in allen Stockwerken gleich. Die Wohnungen liegen in den einzelnen Stockwerken immer versetzt, weswegen das legen der Glasfaserkabel an sich nicht so einfach ist.

    Ich weiß aber, das NetCologne und generell die Stadt Köln eigene Richtlinien haben, was das verlegen der Glasfaser etwas einfacher macht, weil es baulich weniger Hürden gibt, als es landesweit geregelt ist. Details sind mir dazu aber nicht bekannt.

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  • .NetCologne hat wie in der Mail schon erwähnt nun die Idee, die Kabel "Auf Putz" zu verlegen

    Man sollte keine schlafenden Hunde wecken... Ich möchte an dieser Stelle lediglich erwähnen, das in Mehrparteienhäusern das Treppenhaus als Fluchtweg gilt und dort nachträglich keine Leitungen "auf Putz" verlegt werden dürfen (nach MLAR). Die Leitungen müssen unterputz, bzw. die lszh Glasfaserkabel in Kabelkanälen, mindestens dem Standard I30 unterliegend, verlegt werden. Die Bohrlöcher in die Wohnung müssen mit der sogenannten 1000 Grad-Wolle ausgestopft oder mit speziellen Brandschutzschaum ausgefüllt werden.

    Daher ist es verständlich und nachvollziehbar, wenn erwogen wird die Verkabelung, natürlich vor Witterungseinflüssen geschützt, auf der Hausfassade auszuführen.

    Ebenso wie beim WEG und TKG ist eine Novellierung der Brandschutzvorschriften für den Glasfaserausbau dringend notwendig.

  • Hallo,

    ein kleines Update mal wieder. Hoffe nicht, ich nerve euch allzu sehr aber ich denke fürs Protokoll für weitere User dieses Forum ist das ganz interessant, das mal von Anfang bis Ende protokolliert zu lesen:

    Mittlerweile hat aufgrund des potenziell massiven Ausbaus der Wohnanlage mit Glasfaser die Vertriebsleitung von NetCologne das Zepter übernommen.

    Die Baupläne habe ich mittlerweile auch vom Hausverwalter bekommen und schon NetCologne zugestellt. Dabei haben sich nun ein "interessanter" Versorgungsschacht herausgestellt, der aber näher überprüft werden müsste in Zusammenarbeit mit dem Hausmeisterdienst der Wohnanlage.

    Dabei dürfte es wohl entscheidend sein, wie das mit verschlossenen Brandschotts und Revisionsöffnungen aussieht. Mit den Begriffen Brandschott und Revisionsöffnungen kann ich selber wenig bis gar nichts anfangen, denke aber, das es sich hierbei um brandschutzrelevante Dinge handelt, die überprüft werden müssen.

    Als Alternative, falls das mit Glasfaser nicht hinhaut, gäbe es wohl G.fast. Aktuell gibt es dort aber wohl keine Geräte auf dem Markt, die mehr als 16 Wohneinheiten in einem Gebäude versorgen können. Wir brauchen aber entweder ein 48er oder ein 96er Gerät. Diese gibt es aber derzeit nicht. Die Vertriebsleitung ist aber, sofern man das Wording interpretieren kann, mittlerweile auch eher für den Glasfaserausbau, einfach, weil es langfristig gesehen deutlich zukunftssicherer und pflegeleichter ist.