ASSIA/DLM bei Deutsche Glasfaser

  • Hallo,

    verwendet Deutsche Glasfaser so etwas wie ASSIA und/oder DLM?


    Hintergrund:

    Ich habe diese Tage das erste Mal von diesen beiden Kürzeln gelesen, aber bisher keine Erklärung dazu gefunden, was es genau ist und wie es funktioniert. Soweit ich verstanden habe, prüft eine Software fortlaufend (zumindest an Vectoring-Anschlüssen) die Verbindung und konfiguriert diese ggf. um (drosselt), sofern es meint Probleme zu erkennen.

    Wir haben einen DG300/150-Anschluss mit Nokia ONT und einem billigen LevelOne-WLAN-Router. Bei Abwesenheit und zu Schlafenszeiten wird der Router (nicht der ONT) idR. über eine schaltbare Steckdosenleiste ausgeschaltet. Da die Internetverbindung ab und zu mal hängt (was ich daran merke, dass meine Kinder mit Schnappatmung und Kammerflimmern zum Router hechten :) ), überlege ich, ob es einen Zusammenhang zwischen diesen Problemchen und dem regelmäßigen Ausschalten des Routers geben könnte.

  • Ich würde generell nicht empfehlen den Router vom Strom zu trennen, da wahrscheinlich auch der Festnetzanschluss darüber läuft... Heißt kein Internet, kein Telefon. Und für die paar Euro die man im Jahr sparen kann... geschenkt

    Auch eventuelle Sicherheitsupdates des Routers legt dieser eigentlich in die Nacht, ich weiß nicht ob das damit aushebelst. Aber wahrscheinlich macht das der levelone Router eh nicht. Aber wie gesagt, würde ich den Internetanschluss des Hauses nicht kappen.

  • verwendet Deutsche Glasfaser so etwas wie ASSIA und/oder DLM?

    Definitiv nein. Das ist eine Technologie, die nur bei Vector DSL Anschlüssen Sinn macht, da sie die Parameter eines ganzen Leitungsbündels optimiert. Da es bei Glasfaser kein Übersprechen gibt, braucht man das nicht.

    Da die Internetverbindung ab und zu mal hängt (was ich daran merke, dass meine Kinder mit Schnappatmung und Kammerflimmern zum Router hechten :) ), überlege ich, ob es einen Zusammenhang zwischen diesen Problemchen und dem regelmäßigen Ausschalten des Routers geben könnte.

    Das hingegen ist denkbar. Ich halte es wie mein Vorredner. Ich bin ebenfalls kein Freund davon, wenn Router nachts abgeschaltet werden. Das kann alle möglichen negativen Seiteneffekte haben.

    Allerdings müsste man die "Hänger" näher analysieren, um zu einem klaren Bild zu kommen.

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  • Telefon läuft nicht darüber.

    Es gibt mehrere Gründe, warum ich den Router ausgeschaltet haben möchte, wenn er nicht genutzt wird. 1. sollen die Kinder nicht permanent die volle Bandbreite haben, um halbwegs geregelte Schlafenszeiten zu haben 2. soll WLAN nicht erreichbar sein, sodass sich nicht jemand so leicht ein "Späßchen" erlauben kann und 3. ist da dann auch der unnötige Energieverbrauch, dem man mMn nur mit sehr konsequentem Abschalten entgegenwirken kann. 8 - 15 W, die Router/Modems aufnehmen, auch wenn praktisch keine Nutzdaten übertragen werden, halte ich für nicht unerheblich.

    Sicherheitsupdates gab es bei dem Router (WGR-8031) nicht. Soweit ich gesehen habe, bietet LevelOne auch keine dafür an.

  • 1. sollen die Kinder nicht permanent die volle Bandbreite haben, um halbwegs geregelte Schlafenszeiten zu haben

    Wofür es Kinderschutzmechanismen gibt, die man dafür sehr viel flexibler und effizienter einsetzen könnte.

    2. soll WLAN nicht erreichbar sein, sodass sich nicht jemand so leicht ein "Späßchen" erlauben kann

    Dafür gibt es WLAN Passwörter.

    3. ist da dann auch der unnötige Energieverbrauch, dem man mMn nur mit sehr konsequentem Abschalten entgegenwirken kann. 8 - 15 W, die Router/Modems aufnehmen, auch wenn praktisch keine Nutzdaten übertragen werden, halte ich für nicht unerheblich.

    Die Frage ist: Was kostet das auf der anderen Seite? Über Smarthome, intelligente Systeme und Elektrifizierung lassen sich erhebliche größere Energiemengen einsparen, benötigen dafür aber Internetzugang.

    Sicherheitsupdates gab es bei dem Router (WGR-8031) nicht.

    Das wäre dann das größte Argument, das Gerät sofort zu entsorgen. Ansonsten wird das Argument mit den "nächtlichen Späßchen" ganz schnell zum "täglichen Alptraum".

    Für alle drei Argumente gibt es Alternativen, die bessere Leistungsfähigkeit bei weniger Nebenwirkungen bieten. Ich will dich nirgendwo reinquatschen, aber sämtliche Argumente für ein Ausschalten des Routers über Nacht, die mir untergekommen sind, sind inzwischen in modernen Haushalten überholt.

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  • Frohe Weihnachten!

    Wofür es Kinderschutzmechanismen gibt, die man dafür sehr viel flexibler und effizienter einsetzen könnte.

    Welche meinst du? Ich kenne keine, die praktikabel wären.

    Zitat

    Dafür gibt es WLAN Passwörter.

    Meine Infos zu dem Thema sind nicht sehr aktuell, aber ich kenne zumindest ältere Berichte dazu, dass die Verschlüsselungen von WLANs mitunter sehr einfach zu knacken waren. WPS wird auf manchen Seiten als "unsicher" beschrieben und es wird trotzdem in aktuellen Routern verwendet.

    Da ich mich nicht mit jedem Thema intensiv beschäftigen kann und da wir hier angrenzend an einen öffentlichen Weg wohnen, wo zu jeder Tageszeit irgendwelche Lümmel Späßchen machen können, schalte ich den Router einfach aus, wenn ich ihn nicht brauche.

    Zitat

    Die Frage ist: Was kostet das auf der anderen Seite? Über Smarthome, intelligente Systeme und Elektrifizierung lassen sich erhebliche größere Energiemengen einsparen, benötigen dafür aber Internetzugang.

    Ein Smartphone nutze ich nicht, bzw. nur selten wenn, dann ohne Internetverbindung.

    Mit intelligenten Systemen und Elektrifizierung meinst du wahrscheinlich so etwas wie Hausautomatisierung. Das würde mich in der Tat etwas reizen, kommt für mich aber nur in extrem begrenztem Maße in Frage. Einsparpotential gibt es da mWn. nur, wenn man es gleich bei der Errichtung montiert. Nachträglich ist das nicht wirtschaftlich. Hinzu kommt, dass wir ein Holzständerhaus haben, in dem man praktisch keine Leitungen nachträglich legen kann.
    Vielleicht ist meine Vermutung auch falsch. Womit meinst du, könnte man durch den Router nennenswert Energie einsparen?

    Zitat

    Das wäre dann das größte Argument, das Gerät sofort zu entsorgen. Ansonsten wird das Argument mit den "nächtlichen Späßchen" ganz schnell zum "täglichen Alptraum".

    Einerseits ja. Andererseits gibt es eine Geschichte dazu und ich wüsste nicht, welcher Router besser wäre. Das Ding hier bekommt zwar keine Updates, aber das kenne ich auch z.B. von TP-Link nicht anders. Andere Hersteller liefern vielleicht öfter Updates, sind dafür aber auch wesentlich verbreiteter, sodass deren Lücken wesentlich öfter ausgenutzt werden, da sie bekannter sind.

    Zitat

    Für alle drei Argumente gibt es Alternativen, die bessere Leistungsfähigkeit bei weniger Nebenwirkungen bieten. Ich will dich nirgendwo reinquatschen, aber sämtliche Argumente für ein Ausschalten des Routers über Nacht, die mir untergekommen sind, sind inzwischen in modernen Haushalten überholt.

    Vielleicht liegt hier der Grund für die unterschiedliche Betrachtungsweise. Ich halte sehr wenig von modernen Haushalten, wie es derzeit umgesetzt wird. Ein Alexa oder Siri käme für mich nicht in Frage und so ziemlich alle einfachen Lösungen sind Cloudlösungen mit Datenabfluss oder zumindest der Gefahr von Datenmissbrauch. Will man Daten im LAN behalten, wird es sehr aufwendig und man muss viel Zeit investieren. Bei Einrichtungen, die mehrere Dekaden halten und funktionieren sollten, wäre das eine Daueraufgabe. Die Zeit hat kaum jemand, weshalb es sich nicht durchsetzen wird und weshalb ich es für ungeeignet halte.

  • Hier ist jemand im falschen Forum. Jede Kommentierung solcher geistiger Ergüsse sind sinnlos.

    • Offizieller Beitrag

    Das Internet und Glasfaseranschlüsse sind nicht nur für Technikfans da. Wenn du die Fragen und Meinungen nicht kommentieren möchtest, @Rhoenhase, dann überlass das doch einfach anderen. Ich persönlich halte nichts vom Ausschalten des Routers, schon weil man damit vielleicht 2ct pro Nacht an Stromkosten spart, aber dafür zweimal zum Schalter laufen muss. Der Langlebigkeit der Hardware ist das auch nicht zuträglich. Wenn es beruhigt, ist es den Aufwand und den Verschleiß vielleicht trotzdem wert. Sicherheit schafft man so allerdings nicht, sonst muss man den Router auch tagsüber abschalten.

    Hausautomation steckt noch in den Kinderschuhen, und die Vorstellung der Marktführer, wie so etwas auszusehen hat, würde ich auch als Dystopie bezeichnen. Dem muss man sich nicht ausliefern. Selbstbestimmte Hausautomation verlangt vom Benutzer allerdings noch ein großes Maß an technischen Kenntnissen. Es ist von der persönlichen Einstellung dazu und dem Geldbeutel abhängig, ob man das die Early Adopters ausknobeln lässt oder selber einer wird. Ich denke, es gibt viel Einspar- und Vereinfachungspotenzial, das im Moment aber noch schwer zu heben ist.

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  • Welche meinst du? Ich kenne keine, die praktikabel wären.

    Zum Beispiel die in der FRITZ!Box. Das funktioniert schon ganz gut. Alternativ kann man nur das WLAN abschalten und nicht den ganzen Router, auch wenn ich das ebenfalls für nicht empfehlenswert halte.

    Meine Infos zu dem Thema sind nicht sehr aktuell, aber ich kenne zumindest ältere Berichte dazu, dass die Verschlüsselungen von WLANs mitunter sehr einfach zu knacken waren.

    Das galt zu WEP Zeiten. Für WPA2/WPA3 gilt das nicht.

    WPS wird auf manchen Seiten als "unsicher" beschrieben und es wird trotzdem in aktuellen Routern verwendet.

    Das kommt auf die Implementierung an. Es gab Router, da war WPS mit PIN unsicher.

    Da ich mich nicht mit jedem Thema intensiv beschäftigen kann und da wir hier angrenzend an einen öffentlichen Weg wohnen, wo zu jeder Tageszeit irgendwelche Lümmel Späßchen machen können, schalte ich den Router einfach aus, wenn ich ihn nicht brauche.

    Und wenn du ihn brauchst, ist er nicht unsicher? Was ist das denn für eine Logik? =O

    Einsparpotential gibt es da mWn. nur, wenn man es gleich bei der Errichtung montiert.

    Nein, ganz im Gegenteil. Gerade die Nachrüstung intelligenter Thermostaten, Fenstersensoren etc. hat ein gigantisches Einsparpotential. Je älter die Wohnung und die eingesetzte Technologie, desto größer das Einsparpotential.

    Machen wir uns nichts vor, der Bedarf an Always On Diensten wird zukünftig steigen, allein schon, um gesetzliche Vorgaben in Zukunft erfüllen zu können. Spätestens die Ausbreitung der Elektromobilität wird diesen Trend noch beschleunigen.

    Andere Hersteller liefern vielleicht öfter Updates, sind dafür aber auch wesentlich verbreiteter, sodass deren Lücken wesentlich öfter ausgenutzt werden, da sie bekannter sind.

    Fragattacks ist eine Lücke, die alle WLAN Produkte betrifft, völlig unabhängig vom Hersteller. Die kann man an jedem Router jederzeit ausnutzen. Wenn es dafür keinen Patch von deinem Hersteller gibt, kann es nur heißen: Weg damit.

    Wenn du dich nicht damit befassen kannst oder willst, ist das völlig in Ordnung. Dann solltest du aber ein Produkt nutzen, dass regelmäßig Updates bekommt und die auch automatisch installiert. Ach ja: Das passiert nachts, wenn die Geräte nicht intensiv genutzt werden.

    Bei Einrichtungen, die mehrere Dekaden halten und funktionieren sollten, wäre das eine Daueraufgabe. Die Zeit hat kaum jemand, weshalb es sich nicht durchsetzen wird und weshalb ich es für ungeeignet halte.

    Das bleibt dir ja unbenommen. Aber es ist kein Argument dafür, den Router nachts auszuschalten. Irgendwo musst du deine Daten ja lassen, und um sie in den Speicher zu übertragen - egal ob in der Cloud oder lokal - muss der Router an sein. Das heißt, der potenzielle Missbrauch fällt durch die Nutzung an, aber nicht durch den laufenden Router.

    Am Ende reduziert sich der Nutzen des ausgeschalteten Routers auf die Energieeinsparung. Andere Gründe gibt es nicht, vor allem das Sicherheitsgefühl ist trügerisch. Denn egal, ob es um die Daten oder um den Router an sich geht: Die Sicherheitsrisiken bestehen durch die Nutzung, nicht durch den Betrieb des Routers.