Fritzbox 7590 (AX) oder 5530 - Glasfaser Telekom

  • Hallo zusammen,


    bin neu hier und stelle bald auf Telekom Glasfaser um und wollte fragen welche der Router ihr eher empfehlen würdet. Ein extra Modem zu schalten bei den 7590er würde mich nicht besonders stören aber gibt es sonst gravierende Unterschiede?

  • Ein wesentlicher Unterschied ist der Neupreis der genannten Geräte und die Anzahl an verfügbaren Schnittstellen (USB, LAN Ports). Wenn Du die Schnittstellen nicht benötigst, dann lässt sich bares Geld (und ein Gf-Modem) bei Einsatz der 5530 sparen.

    Ich möchte auch gerne auf die kommende 4060 hinweisen, die wird hinter dem Gf-Modem angeschlossen und bietet WiFi6 (6000AX); DECT; 2,5 Gbit WAN; 3 x Gbit LAN und USB 3.0

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  • ich wollte jetzt kein neues Thread auf machen aber kann mir jemand sagen ob es noch zusätzliche Verkabelung notwendig oder es wie bei Kabel ist und man nach Installation einfach das Modem\Router an die Büchse anschließen muss. Habe mal ein paar Bilder eingefügt. Wäre schön wenn es so unkompliziert wie bei Kabel wäre.:)


    bild 1 ist in der Wohnung wahrscheinlich der Verteiler.

    Bild 2 sind die Dosen in den einzelnen Zimmern.

    2 Mal editiert, zuletzt von Rob99 (19. Dezember 2021 um 17:41)

  • Schau dir am besten bei der Telekom die Beschreibung der Komponenten eines Glasfaseranschlusses an. Letztlich muss man auch da ein Kabel in eine Buchse stecken. Aber die Kombination aus HÜP, Gf-Ta und (O)NT usw. ist ggf. doch komplexer. Auch muss man sich Gedanken machen, wo man die einzelnen Komponenten unterbringt.

  • Wo soll was angeschlossen werden? Aus den beiden Bildern ist das nicht so ohne weiteres zu erkennen. Vor allem sehe ich nur Multimediadosen und eine RJ45 Doppeldose (sind da beide einzelnen Buchsen beschaltet?)

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  • Leider weiß ich das nicht habe vor ein paar Tagen bestellt ohne mir Gedanken zu machen. Was mir Sorgen bereitet ist, dass ich den Router dann in dem gleichen Raum wie Bild 1 unterbringen muss. Als Laie dachte ich, dass ich wie beim Kabelanschluss einfach überall den Router reinstecken kann, wo es einen Kabelanschluss gibt (so wie in Bild 2). Vor allem, weil ich den Router am liebsten im Wohnzimmer hätte und ein Flur dazwischen ist und das verlegen eines Kabels dorthin nicht so einfach ist.

  • Nachdem ich die Bilder ein wenig größer gemacht habe, sieht es für mich so aus, als ob in Bild 1 ein Telekom (O)NT sitzt?

    Aber jede der RJ45-Dosen ist dem Foto nach beschaltet. Da ein herkömmlicher Router nicht so viele Ethernet-Ports hat, benötigst Du mindestens einen kleinen 8 Port Switch, der an einen der LAN Ports des Routers angeschlossen wird. Dann sind noch 3 weitere Ports am Router frei (vorausgesetzt der Router hat 4 LAN Ports). Nun benötigst Du für den 8 Port Switch und Router jeweils eine Stromversorgung in dem Elektrokasten und 11 kurze Ethernet-Kabel um die Switch/Routerports mit den vorhandenen zu verbinden. Damit hättest Du zumindest in jedem Raum zweimal Internet via Netzwerkkabel. Das ist optimal. In diesem Fall würde ich zu einem oder mehreren Access Points für das WLAN raten. Im AVM Universum wären das eine FB 7590 (kein AX, da ich hier WLAN abschalten würde) und FRITZ!Repeater 1200 AX oder 3000 oder 6000 für die WLAN Versorgung je nach Anforderung.

  • Was mir Sorgen bereitet ist, dass ich den Router dann in dem gleichen Raum wie Bild 1 unterbringen muss.

    Könnte sein. Sind die orangen Kabel Ethernet? Laufen die alle auf RJ45 Anschlüsse in den Zimmern? Wie sind die denn zusammengepatcht? Laufen die auf einen Switch?

    Es sieht so aus, als ob 2 Kabel zu jedem Anschluss laufen. Da könnte man also ggf. eins als Hin- und eins als Rückweg benutzen. Dafür muss aber auch die Seite auf dem Patchfeld entsprechend geeignet sein.

    Als Laie dachte ich, dass ich wie beim Kabelanschluss einfach überall den Router reinstecken kann, wo es einen Kabelanschluss gibt (so wie in Bild 2).

    Also das mit Sicherheit nicht. Wenn überhaupt, hilft dir die orange Verkabelung weiter. Die BK Kabel brauchst du fürs Internet nicht.

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  • Vor allem, weil ich den Router am liebsten im Wohnzimmer hätte und ein Flur dazwischen ist und das verlegen eines Kabels dorthin nicht so einfach ist.

    Dann ist das weiße Kästchen der Telekom gar nicht für Glasfaser?

    Die FB könnte inkl. 8 Port Switch in dem Elektrokasten montiert werden, vorausgesetzt dort ist genug Platz. Allerdings müsste dort auch noch der Telekom ONT Platz finden. Oder aber kein ONT, dann doch die 5530 direkt an der Glasfaser plus einem 16 Port Switch , da die 5530 nur 2 LAN Ports hat.

    Dadurch das Du die Access Points/Repeater an die RJ-45 Dosen anschließt, hast Du eine hervorragende WLAN Versorgung in jedem Raum in dem Du einen AP/Repeater hinstellt.

  • Zitat

    Dann ist das weiße Kästchen der Telekom gar nicht für Glasfaser?

    doch ist von der Telekom und sollte für Glasfaser sein. War bereits im Haus angeschlossen, da alles ein Neubau ist. Nochmal hoffentlich genauere Fotos falls da hilft.

    Ich bedanke mich schonmal und werde die Posts nochmal genauer durchlesen und bestimmt mit Fragen zurückgekommen.

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    • Offizieller Beitrag

    Es wird irgendwo einen Kasten geben, wo die Glasfaser, die von außen ins Haus kommt, endet. Dieser Kasten ist i.d.R. in unmittelbarer Nähe zur Hauseinführung. Der Name für dieses Kästchen ist HÜP (Hausübergabepunkt) oder Glasfaser-APL (Abschlusspunkt Linientechnik). Von dort wird ein Glasfaserkabel in die Wohnung verlegt.

    Die Infrastruktur in modernen Wohngebäuden ist sternförmig: Es gibt einen zentralen Punkt in der Wohnung, wo alle informationstechnischen Kabel zusammenlaufen und auch die von außen kommenden Leitungen ankommen. Das könnte bei dir Bild 1 sein.

    Wenn dort ein Leerrohr aus dem Keller oder Hausanschlussraum endet, wird dort die Glasfaser in einer Buchse in einem passiven (stromlosen) Kästchen enden. Dieses Kästchen wird oft Gf-TA (kurz für Glasfaser-TeilnehmerAnschluss) genannt. Die Telekom hat an der Stelle zunächst eine Kombination mit einem Glasfasermodem verbaut, aber wohl auch um dem Telekommunikationsgesetz genüge zu tun sind der passive Anschluss und das Glasfasermodem inzwischen getrennte Kästchen, die mit einem Glasfaserkabel verbunden werden.

    Am Glasfasermodem (auch "NT" oder "ONT" genannt) wird ein Router per "normalem" Netzwerkkabel ("Cat-Kabel") angeschlossen. Diese Verbindung darf technisch zig Meter lang sein. Der Router muss also nicht direkt neben dem Glasfasermodem stehen.

    Du hast also mit einem Glasfaseranschluss folgende Verbindungen: Gf-APL---(Glasfaser)---Gf-TA---(Glasfaser)---ONT---(Cat-Kabel)---Router sowie ggf. mehrere Verbindungen Router---(Cat-Kabel)---Endgerät. Die Verbindungen zwischen Router und Endgeräten kann man über einen Switch (oder mehrere) weiter aufteilen.

    Wenn der Verteiler in Bild 1 die Stelle ist, wo der Gf-TA installiert wird, dann wird dort auch das Glasfasermodem (ONT) installiert. Von dort brauchst du ein Cat-Kabel zum Router. Der Router könnte in einem anderen Raum stehen. Du würdest eines der orangen Kabel für die Verbindung zwischen ONT und Router verwenden. Das andere orange Kabel der Doppeldose würde dann auf der LAN-Seite des Routers angeschlossen und im oder neben dem Verteiler in Bild 1 an einen Switch angeschlossen. Am Switch würden dann auch die anderen Netzwerkdosen über die orangen Kabel angeschlossen, um das LAN in der Wohnung zu verteilen.

    Das größte Problem wird sein, dass der Verteiler jetzt schon sehr voll aussieht. Für Gf-TA, ONT und Switch reicht vielleicht der Platz nicht.

  • Zum Thema Platz kann ich mich schonmal melden, ich hatte nur den oberen Teil im Foto hier nochmal ein komplettes Foto, ich hoffe das sollte genug Platz sein. Auf jede Fall finde ich eure Posts super hilfreich und langsam ergibt da alles ein genaueres Bild für mich.

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  • Ich vermute, das es gar kein dediziertes Patchfeld gibt. Bzw. die aneinandergereihten Ports dieses darstellen.

    Ja, so sieht es aus. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass das Haus quasi über die perfekte Infrastruktur verfügt, aber die wird überhaupt nicht genutzt ...

  • Also im Falle des 5530 würde das extra Modem dann wegfallen oder?

    Wenn ich sagen wir mal nur in einem Raum einen Anschluss haben will müsste ich einfach die 5530 mit einem CAT Kabel an zb Wohnen 1 anschließen. Hätte ich dann in Wohnen 1 Internet und könnte das jeweilige Endgerät einfach per CAT Kabel an die Büchse in der Wand anschließen, als würde ich es direkt in den LanX Anschluss des Routers stecken?

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  • Damit das Modem wegfällt, müsste die 5530 mit dem beigelegten weißen Glasfaserkabel an den Gf-TA der Telekom angeschlossen werden.

    Nun kannst Du mit einem kurzen CAT Kabel, abgehende von beispielsweise LAN1 der 5530, in dem Elektroschrank eine Verbindung mit der RJ45-Buchse "Wohnen 1" herstellen. Damit wird ein Ethernetsignal in den Raum "Wohnen 1" weitergeleitet und kann dort von einer der beiden Buchsen abgegriffen werden. Mit anderen Worten: Die Antwort ist ja.

    Um alle Buchsen bedienen zu können, reichen die Ports an der 5530 nicht aus und du müsstest einen Switch mit 16 Ports zwischen 5530 (nur ein Port hier verwenden!) Und den beschrifteten Buchsen im Elektroschrank schalten.

  • Super vielen Dank. Hätte ja am liebsten ein Modem und eine 7590 (wegen des besseren WLAN) und ein Switch, aber wie schon gesagt sind nur 2 Stromanschlüsse frei daher wäre das eingebaute Modem in der Fritzbox in dem Fall ganz praktisch.