Frage zu Steckertypen

  • Hallo miteinander,

    ich habe bereits vor einiger Zeit LWL-Leerrohre in mein Haus bekommen, nun ist der örtliche Energieversorger endlich so weit die Glasfaser einzublasen.

    Als die Leerrohre verlegt wurden habe ich gerade eine Haussanierung durchgeführt und bat den Anbieter mir doch bitte ein passendes Patchkabel für den Anschluss zu schicken, damit ich dieses in meinen Technikraum verlegen kann. Der Anbieter bietet die Tarife mit einer Fritzbox 5490 an, also AON. Geschickt wurde mir ein LC/APC - SC/APC Kabel (9/125).

    Ich möchte gerne das LWL Patchkabel vom HÜP zum Technikraum legen (~20m) und dieses dort mittels SFP Modul in einen TP-Link Medienkonverter stecken, von wo aus ich mit einem LAN-Kabel in meinen bestehenden Lancom-Router gehen kann.

    Jetzt zu meinem Problem:

    - der SC/APC Stecker vom Anbieter passt doch gar nicht in eine Firtzbox 5490 (lt. Beschreibung nimmt die SC/PC an), oder?

    - der HÜP nimmt LC Stecker auf? (APC?)

    - SFP Module mit APC konnte ich auf Anhieb nicht finden, gibt es sowas?

    - Ist es zukunftssicherer das LC/APC - SC/APC Kabel eingebaut zu lassen und mit einem APC/PC Adpter zu arbeiten oder lieber das Kabel neu legen?

    Edit: - Benötige ich nicht einfach ein LC/APC (HÜP) auf LC/UPC (SFP) Kabel?

    Einmal editiert, zuletzt von overcast (27. Oktober 2021 um 21:53)

  • Die 5490 hat nur eine SC/PC Buchse! Da UPC und PC kompatibel sind, gibt es da keine Probleme.

    Aufgrund des Schliffes ist jedoch APC zu (U)PC inkompatibel!

    Der HÜP von Deutsche Glasfaser hat eine LC/APC Buchse, zu dem HÜP deines Anbieters kann ich dir keine Angabe machen.

    Für FTTH scheint sich der APC Schliff durchzusetzen, daher würde ich einen entsprechenden Adapter verwenden und das bereits verlegte Kabel so lassen, wie es ist.

  • Danke für deine Antwort, die anderen Themen hier im Forum haben mir auch schon sehr weitergeholfen.

    Nach weiterer Recherche habe ich nun auch entdeckt, dass mir der Versorger das falsche Kabel zugeschickt hat - zur damaligen Zeit hatte ich mich mit den Steckertypen noch nicht beschäftigt und war im guten Glauben, dass das schon passt.

    Bestellt wurde nämlich LC/APC - LC/PC, geschickt eben LC/APC - SC/APC. Wobei beide nicht auf eine FB passen würden, aber das ursprünglich bestellte würde wenigstens direkt auf den SFP passen.

    Adapter APC-UPC bzw. PC konnte ich leider keine finden, habe aber auch schon darüber gelesen. Hast du einen Link zu einem Shop?

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  • Moin, ich habe mit meinem Versorger noch etwas gesprochen.

    Nun stellt sich heraus, dass noch ein Medienkonverter hinter den HÜP kommt (nicht wie von mir angedacht vom HÜP direkt an die Fritzbox).

    Ich habe vom Anbieter nur ein Bild des Medienkonverters erhalten, kein Datenblatte etc.

    Nach etwas googeln fand ich heraus, dass es ein Alcatel Lucent Medienkonverter ist, welchen man im Internet nur bei Aliexpress und Co. findet, was ich nicht sehr begrüße. Jedoch irritiert mich die Bezeichnung GPON bei dem Teil.

    Meine Frage hierzu:

    Ist das Gerät nicht genau das gleiche wie ein TP Link MC220L, ein Medien-Konverter eben?

    Oder sagt das GPON noch etwas über zusätzliche Funktionen aus welche der MC220L nicht hat/kann?

    Edit: Aber wieso ist die Fritzbox dann AON und der Konverter GPON???

    Einmal editiert, zuletzt von overcast (29. Oktober 2021 um 10:03)

    • Offizieller Beitrag

    Die Fritzbox 5490 kann nicht nur direkt an der Glasfaser betrieben werden, wofür tatsächlich ein AON-Anschluss nötig wäre, sondern (in der "LAN1" Konfiguration) auch per elektrischem Ethernet hinter einem externen Modem oder ONT. Dann ist die Art des Glasfaseranschlusses egal.

    Der ONT ist aus einer Reihe von ONTs in unterschiedlichen Bauformen, die im wesentlichen alle das gleiche tun. Die Namen sind dabei etwas verwirrend, weil es den ursprünglichen Entwickler unter dem Namen Alcatel-Lucent eigentlich nicht mehr gibt. Der gehört jetzt zu Nokia. GPON-ONTs sind keine "dummen" Medienwandler, weil sie sich beim OLT (Optical Line Terminal) auf der anderen Seite der Verbindung anmelden und die für sie bestimmten Daten aus dem Datenstrom filtern und entschlüsseln müssen. Sie haben (wie i.d.R. die AON-ONTs auch) darüber hinausgehende Funktionen zur Fernwartung. Es sind aber keine Router und die Geräte haben kein WLAN.

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  • Vielen Dank alfalfa, ich habe jetzt ewig google bemüht und mich etwas schlauer gemacht.

    Jetzt hoffe ich nur, dass ich einen Lancom SFP GPON direkt am Router verwenden kann um den ONT zu umgehen. Eigentlich sollte es möglich sein, da der SFP auch GPON-ONT kann, was die missten nicht können.

    • Offizieller Beitrag

    Erstmal zum Thema Steckertypen: Dieses GPON-SFP braucht den gleichen Steckertyp wie der ONT vom Provider: SC/APC.

    Dann die Frage: Bist du sicher, dass du 165 Euro (Listenpreis) für ein Gerät ausgeben willst, das letztendlich die selbe Funktion wie ein kostenlos vom Provider bereitgestelltes Gerät hat? Du musst dich dann um die Installation, Konfiguration und im Problemfall auch um die Fehlersuche im optischen Abschnitt des Anschlusses kümmern, was sonst in den Zuständigkeitsbereich des Providers fällt. Der Provider muss dir die Zugangsdaten, die im GPON-ONT-SFP einzutragen sind, nennen. Aber nicht alle Provider haben diese Pflicht in ihre Prozesse integriert.

  • Mir geht es eigentlich darum, die Glasfaser direkt in Router zu führen und damit weitere Peripherie zu vermeiden.

    Neben dem HÜP wo der ONT hin soll habe ich auch keinen Stromanschluss. Dazu fand ich auch:

    Zitat

    laut Gesetz nur passive Netzabschlusspunkte ohne eigene Stromversorgung erlaubt sind.

    Mit SFP(+) kann ich nachträglich auch über 1Gbit gehen und bin flexibler was die Endgeräte angeht.

    Ich gebe dir recht, die Einrichtung ist nicht einfach. Auch daher, weil mein Versorger etwas "ländlicher" ist und, zumindest der Support nicht sonderlich gut ist. Es gibt auf deren Seite keinerlei Angaben oder Leistungsbeschreibungen zum Anschluss.

    Anders gefragt, wenn der Versorger Geld sparen kann weil ich einen eigenen GPON-SFP Stick besorge, wo ist das Problem?

    Edit: Und dabei gibts sogar noch eine Fritzbox welche AON und GPON via SFP kann. Da könnte man ja auch direkt die mit ausliefern und sich den Konverter sparen.

    Einmal editiert, zuletzt von overcast (29. Oktober 2021 um 14:54)

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  • Edit: Und dabei gibts sogar noch eine Fritzbox welche AON und GPON via SFP kann. Da könnte man ja auch direkt die mit ausliefern und sich den Konverter sparen.

    Richtig, dann fehlt aber der ganze Fernwartungs und Fernkonfigurationskram, wo die Netzbetreiber sich dran aufgeilen.

  • Mir geht es eigentlich darum, die Glasfaser direkt in Router zu führen und damit weitere Peripherie zu vermeiden.

    Neben dem HÜP wo der ONT hin soll habe ich auch keinen Stromanschluss. Dazu fand ich auch:

    Mit SFP(+) kann ich nachträglich auch über 1Gbit gehen und bin flexibler was die Endgeräte angeht.

    Dem ONT interessiert es nicht, ob er im Keller neben dem HÜB oder 1-2 Etagen höher neben deinem Router steht. Und da wo dein Router steht wird sicherlich auch Strom sein :D.

    Soweit dein Anbieter tatsächlich irgendwann mal Tarife >1GBit/s anbieten sollte, dann wird er auch ein entsprechendes ONT liefern, was mit dieser Bandbreite umgehen kann.

    Ein ONT macht dir und dem Provider das Leben einfacher. Wenn du lieber die Variante schwer bis unmöglich möchtest, kannst du ja auf den passsiven Abschluss bestehen. Damit gehst du aber auf jedenfall das Risiko ein, dass du den Anschluss garnicht zum Laufen bekommst.