Frage zu AON / GPON Anschluss der deutschen Glasfaser / eigener Router

  • Hallo zusammen,


    ich beabsichtige demnächste Kunde bei der Deutschen Glasfaser zu werden (Umzug) und irgendwie versteht deren Support/Sales mein Anliegen nicht, ich hoffe, ihr könnt mir ein paar kleine Fragen beantworten. Glasfaser ist für mich Neuland und ich finde zu meinem Anliegen irgendwie nur widersprüchliche oder veraltete Infos.


    Das neue Haus liegt in einem Gebiet, das 2016 ausgebaut wurde - dementsprechend würde ich damit rechnen, dass höchstwahrscheinlich ein AON Anschluss vorhanden ist, oder? (Forensuche sagt, GPON wird seit 2018 gebaut).


    Brauche ich bei einem AON Anschluss zwingend einen Glasfaser-Router? Soweit ich es verstanden habe, schon, oder?


    Hintergrund ist, dass ich eigentlich gern meinen vorhandenen Ubiquiti Router in den RJ45 Port am Medienwandler stecken würde - aber mir ist bisher nicht klar, ob es diesen Medienwandler auch bei AON Anschlüssen gibt? Mir ist klar, dass ich kundeneigener Router auswählen muss um den Anschluss dort ggf. nutzen zu können - aber mir ist leider nicht klar, ob es diesen RJ45 Anschluss nur bei GPON oder auch bei AON gibt. Die Schnittstellenbeschreibung bezieht sich doch nur auf GPON, oder?

    Ich würde gern meine vorhandene Fritzbox 6591 Cable einfach als Client konfigurieren und für VOIP nutzen - und ansonsten komplett auf einen weiteren Router verzichten.


    Könnt Ihr alternativ ein Glasfaser-Modem (ohne NAT) empfehlen, wo die Faser an der einen Seite reinläuft und an der anderen Seite Ethernet/WAN rausfällt?

    Oder beherrscht der von DG zur Verfügung gestellte Router einen vernünftigen Bridge-Mode, so dass ich meinen vorhanden Router ohne doppeltes NAT betreiben kann?


    Vielen Dank und beste Grüße,

    Alex

  • Der direkte Anschluss des Routers an die Glasfaser ist nach wie vor der Ausnahmefall, der vom Kunden extra verlangt werden muss. Im Normalfall terminieren beide Anschlussarten (AON und GPON) auf einem "NT" genannten Gerät, das von der Deutschen Glasfaser gestellt wird und einen RJ45 Anschluss für Gigabit-Ethernet hat. Der NT ist kein Router sondern ein Medienkonverter bzw. eine Bridge mit Fernwartungsfunktionen. Daran wird ein Router angeschlossen, entweder einer von der DG oder ein kundeneigener Router.


    Die Fritzbox 6591 muss entsprechend dieser Anleitung konfiguriert werden. Ein Betrieb im Modus "IP Client" würde dagegen nicht zuverlässig funktionieren, weil die Fritzbox dann nicht als Router arbeitet. Ein Router ist praktisch zwingend notwendig, weil am Anschluss nur ein Gerät aktiv sein und IP-Adressen beziehen darf.


    Doppeltes NAT ist allerdings unvermeidbar, weil die DG in Privatkundentarifen keine öffentlichen IPv4 Adressen zuteilt. Die Adressen sind aus dem Adressbereich 100.64.0.0/10, der per CGNAT im Netz der DG auf öffentliche Adressen umgesetzt wird. Mit dem NAT im Router ist das dann doppeltes NAT.

  • Hintergrund ist, dass ich eigentlich gern meinen vorhandenen Ubiquiti Router in den RJ45 Port am Medienwandler stecken würde - aber mir ist bisher nicht klar, ob es diesen Medienwandler auch bei AON Anschlüssen gibt?

    Ja, den gibt es natürlich dort auch.



    Die Schnittstellenbeschreibung bezieht sich doch nur auf GPON, oder?

    Es gibt zwei Schnittstellenbeschreibungen im Download Bereich.


    Oder beherrscht der von DG zur Verfügung gestellte Router einen vernünftigen Bridge-Mode, so dass ich meinen vorhanden Router ohne doppeltes NAT betreiben kann?

    Ja. Im Modus "kundeneigener Router" filtert er die VLAN IDs raus, das ist aber auch schon alles. Die IPv4- und IPv6 Verbindungen terminieren auf deinem Router.

    Wobei das natürlich CGNAT ist. Du hast keine öffentliche IPv4. Was praktisch heißt, mit deinem Router zu Hause ist das am Ende doppeltes NAT.

    Außer bei IPv6, da hast du natürlich öffentliche IPs. Dazu findet sich reichlich hier im Forum.

  • Super, vielen Dank - dann werde ich mal versuchen direkt an den Medienwandler zu gehen und wähle Kundeneigener Router aus.

    Danke auch für den Hinweis bzgl. Fritzbox im Kaskadenmodus!


    IP4 CGNat brauche ich nicht, ich hab schon alle selber gehosteten Dienste auf IPv6 laufen (Unitymedia, auch ohne IPv4).


    Ich bin gespannt und werde ggf. berichten falls es doch nicht funktionieren sollte.


    Vielen Dank für die schnelle und freundliche Hilfe!

  • Oh, ich sehe gerade, dass die Fritzbox gar nicht der Hauptrouter sein soll. Hinter dem Ubiquiti Router kann die natürlich auch als IP-Client konfiguriert werden. Das wäre dann sogar besser.


    Ich finde es übrigens für den Anfang nicht schöner, mit einem SFP-Modul direkt an die Glasfaser zu gehen, zumindest nicht, bis man einen guten Überblick hat, wie der Anschluss funktioniert. Macht's euch nicht unnötig schwer. Wenn das nicht so funktioniert wie gedacht, steht man ziemlich hilflos da.

  • Oh, ich sehe gerade, dass die Fritzbox gar nicht der Hauptrouter sein soll. Hinter dem Ubiquiti Router kann die natürlich auch als IP-Client konfiguriert werden. Das wäre dann sogar besser.


    Ich finde es übrigens für den Anfang nicht schöner, mit einem SFP-Modul direkt an die Glasfaser zu gehen, zumindest nicht, bis man einen guten Überblick hat, wie der Anschluss funktioniert. Macht's euch nicht unnötig schwer. Wenn das nicht so funktioniert wie gedacht, steht man ziemlich hilflos da.


    Der direkte Anschluss des Routers an die Glasfaser ist nach wie vor der Ausnahmefall, der vom Kunden extra verlangt werden muss. Im Normalfall terminieren beide Anschlussarten (AON und GPON) auf einem "NT" genannten Gerät, das von der Deutschen Glasfaser gestellt wird und einen RJ45 Anschluss für Gigabit-Ethernet hat. Der NT ist kein Router sondern ein Medienkonverter bzw. eine Bridge mit Fernwartungsfunktionen. Daran wird ein Router angeschlossen, entweder einer von der DG oder ein kundeneigener Router.


    Die Fritzbox 6591 muss entsprechend dieser Anleitung konfiguriert werden. Ein Betrieb im Modus "IP Client" würde dagegen nicht zuverlässig funktionieren, weil die Fritzbox dann nicht als Router arbeitet. Ein Router ist praktisch zwingend notwendig, weil am Anschluss nur ein Gerät aktiv sein und IP-Adressen beziehen darf.


    Doppeltes NAT ist allerdings unvermeidbar, weil die DG in Privatkundentarifen keine öffentlichen IPv4 Adressen zuteilt. Die Adressen sind aus dem Adressbereich 100.64.0.0/10, der per CGNAT im Netz der DG auf öffentliche Adressen umgesetzt wird. Mit dem NAT im Router ist das dann doppeltes NAT.

    Welche Beste Anschluss Variante in Thailand 🇹🇭 Haus 100qm mit der 5530 passiv ! Fiber


    Direkt mit der Single Glasfaser in die Fritte bzw. in das GPON SFP Modul, da sie nur 3 LAN Anschlüsse hat

    Einer mit 2,5GB. Unentschlossen was ich da kaufen soll um per LAN CAT 6a in denn Genuss der 2,5GB zu kommen. Diese Client’s sind per LAN = IPTV / Security Webcam / Workstation Thinkpad W530 eigentlich sehr überschaubar. LG Gute Nacht

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