Western Digital MyCloud am DS lite Anschluss

  • Guten Tag zusammen,


    ich bin neu hier im Forum und bin auf der Suche nach Hilfe.


    Ich möchte zu Hause eine externe Festplatte als eigene Cloud betreiben. Ich hatte schon versucht einen Raspberry Pi mit Nextcloud einzurichten. Dies ist allerdings am DSlite Anschluss von der DG gescheitert.


    Jetzt habe ich im Netz von der der My Cloud Lösung von Western Digital erfahren. Die soll sehr einfach einzurichten sein, aber ich finde keine Informationen wegen eines DS lite Anschlusses.


    Hat hier jemand bereits Erfahrungen? Oder kann mir helfen, wie ich das am besten einrichten kann?


    Ich besitze eine von DG geliehene FRITZ!Box 7490.

    Bin leider absoluter Anfänger bei solcher Programmierung.


    Vielen Dank für jeder Hilfe.

  • Hallo,


    zum Thema Zugriff von außen gibt es bereits etliche Beiträge hier (kannst dich gern schlau lesen, steht alles schon da). In Kürze:


    DG macht kein DS Lite, sondern DS mit CGNAT. Am Ende bedeutet das aber trotzdem für dich, dass der Zugriff von außen direkt auf die IPv4 Adresse nicht möglich ist.


    Bleibt IPv6. Das funktioniert hervorragend, inzwischen auch aus praktisch allen Mobilfunknetzen. Im Urlaub oder im Hotspot gibt es ggf. noch Probleme.


    Falls du zwingend auf IPv4 angewiesen bist: Dafür gibt es Portmapper Dienste, oder man holt sich einen kleinen virtuellen Server und arbeitet mit 6tunnel. Alternativ kann man auch einen Tunnel aus dem eigenen Netz zu einem virtuellen Server aufbauen.


    Die Details können wir klären, wenn klar ist, was genau du brauchst.

  • Wie frank_m bereits geschrieben hat, ist die Nutzung von IPv6 eine mögliche (und meistens auch die kostenneutralste) Lösung.


    Die Voraussetzung hierfür ist natürlich, das die FRITZ!Box deinen Geräten im Heimnetz auch IPv6 Adressen zuweist.


    Glücklicherweise gibt es sowohl hier im Forum viel über die Umsetzung zu lesen, als auch Doku der DG. Leider noch mit alten FRITZ!OS Versionen, das Prinzip bleibt jedoch das Gleiche.

    Siehe hier:

  • Mein Ziel ist es, dass ich eine eigene Cloud einrichten möchte, um von unserer Hochzeit alle Bilder einzusammeln. Also jeder Hochzeitsgast soll sich dann darauf einloggen können und seine Bilder oder Videos hochladen, damit wir die an einem Ort sammeln.


    Grundsätzlich hat die Nextcloud genau das auch angeboten, aber ich habe es nie hinbekommen, die Nextcloud von außerhalb meinem Netzwerk zu erreichen. Jetzt dachte ich, dass das mit MyCloud von WD einfacher wäre, aber es scheint dann trotzdem an der Anschlussart zu scheitern.

  • In der Situation hat man keine Kontrolle über die Gegenstelle im Internet und kann deshalb IPv6 beim Client nicht voraussetzen. Das wird dann nur mit einem Relay, das eine öffentliche IPv4 Adresse hat, zuverlässig genug funktionieren. Ob Western Digital so etwas für seine MyCloud Kunden anbietet, weiß ich nicht. Man bekommt solche Funktionalität auch bei Drittanbietern oder kann es selbst bauen. Das setzt natürlich ein gewisses Maß an technischen Kenntnissen voraus. Einfacher wäre in der Tat, Dropbox oder einen ähnlichen Dienst zu verwenden.


    In jedem Fall sollte man sich auch bei der Deutschen Glasfaser nach einer öffentlichen IPv4 Adresse erkundigen. Das wird zwar abgelehnt werden, aber nur so erfährt die Deutsche Glasfaser, dass den Kunden auffällt, was für ein unterdurchschnittlich ausgestatteter Internetzugang das ist. Wenn ein kleiner Provider nicht die Ressourcen hat, um wenigstens auf Anfrage IPv4-Adressen zuzuteilen, dann lasse ich das noch durchgehen, aber nicht bei einem Unternehmen mit dem Finanzhintergrund der DG.

  • Ich hatte mal mit der DG gesprochen wegen einer öffentlichen IPv4 und da wollten die mir dann sofort nen Businesstarif andrehen, denn fürprivate Kunden wäre das nicht vorgesehen. Der Tarif würde dann locker 30,-€ mehr kosten und hätte nicht die ganzen Leistungen, die wir jetzt haben.


    So programmierungsmäßig in Bezug auf den Raspberry Pi hab ich alles mit YouTube-Videos gemacht. Kenne mich da absolut nicht aus. Deswegen dachte ich, dass die Möglichkeit bei WD besser wäre.


    Ich habe auch mal gesehen mit diesem 6tunnel über einen 1&1-Server für nen € im Monat, aber das muss ja auch lies programmiert werden.


    Auch hatte ich mal beim stöbern etwas über ngrok gelesen, aber nicht verstanden, wie das funktioniert.

  • In jedem Fall sollte man sich auch bei der Deutschen Glasfaser nach einer öffentlichen IPv4 Adresse erkundigen. Das wird zwar abgelehnt werden, aber nur so erfährt die Deutsche Glasfaser, dass den Kunden auffällt, was für ein unterdurchschnittlich ausgestatteter Internetzugang das ist.

    Sorry, aber die Argumentation kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn der Zugriff von außen auf einen solchen Anschluss nicht funktioniert, dann muss nicht der DG Kunde den Druck auf seinen Anbieter aufbauen, sondern derjenige, der keine IPv6 hat, um zuzugreifen.


    Es kann bei den ganzen Krücken mit IPv4 heute wohl nicht mehr ernsthaft ein Anliegen sein, verkrüppelte und aus verschiedenen Pools zusammengesammelte IPv4 Adressen zu verteilen, wenn ein sauberes IPv6 Setup verfügbar ist. Das Geld kann man echt besser investieren.

  • Wenn der Zugriff von außen auf einen solchen Anschluss nicht funktioniert, dann muss nicht der DG Kunde den Druck auf seinen Anbieter aufbauen, sondern derjenige, der keine IPv6 hat, um zuzugreifen.

    Jaja, ich bin auch ganz gerne mal Fundi, aber in der Realität ist ein IPv6-only Zugang halt doch noch eine Garantie für überwiegendes Nichtfunktionieren, und daran wird sich auch noch einige Jahre lang nichts ändern. Wer sich auskennt, kann mit IPv6 auf das heimische Netz zugreifen. Seit diesem Jahr erst geht das zumindest aus allen deutschen Mobilfunknetzen. Aber nicht jeder hat Lust, anderen ständig zu erklären, an welchen Schrauben man drehen muss, damit man IPv6 hat und dann hoffentlich der Fernzugriff klappt, für den man selbst in mühevoller Detektivarbeit die richtigen Einstellungen im Router und in der Appliance gefunden hat. Die Lösungen, wie es dann auch für nur-IPv4-Nutzer klappt, haben alle mehr oder weniger gravierende Nachteile und sind für Laien nicht trivial umzusetzen oder entsprechend teuer. In diesem Forum besteht gefühlt ein Drittel der Themen aus Fragen zu CGNAT und den damit einhergehenden Problemen. Wie war das mit dem DG-Router, in dem man die Firewall für IPv6 nur mit Tricks durchlässig machen kann?


    Natürlich muss die DG nicht ein bis zwei Millionen in IPv4-Adressen investieren, um den Kunden, die das wollen, einen vollwertigen Internetzugang anbieten zu können, Dann braucht sie sich aber auch nicht zu wundern, wenn diese Kunden vielleicht lieber 250/40 mit Dualstack behalten und der Glasfaseranschluss mit CGNAT zum Ladenhüter wird. Ich habe den Eindruck, der DG sind die Vorteile von Glasfaser ein wenig zu Kopf gestiegen, als wenn man sich nicht mehr um die anderen Aspekte kümmern müsste, weil man die tollste Anschlusstechnik hat. Die Kosten für IPv4 Adressen sind Peanuts im Vergleich zu den Ausbaukosten eines kleinen Ortes, aber damit könnte man die Anschlüsse funktionsmäßig aus der Schmuddelecke der 14€/Monat Kabelinternetanschlüsse holen, wo so eine Einschränkung vielleicht akzeptabel ist.

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  • Ich rede ja nicht von IPv6 Only Anschlüssen. Für Client Zugriffe ist IPv4 auf "herkömmliche" Serverdienste ja kein Problem.


    Ansonsten könnte ich deine Argumente a noch nachvollziehen - wenn es auch nur einigermaßen nachhaltig wäre. Da aber alle diese Setups in sehr kurzer Zeit zum Tode verurteilt sind, ist die Frage für kurze Zeit aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.


    Auch für die Telekom ist es eine Frage der Zeit, bis IPv4 den Tod stirbt. Regio Anschlüsse betrifft es schon. Vodafone stellt laufende Kabelanschlüsse auf DS-Lite um. Es ist wie mit 3G: von einen auf den anderen Tag kann es vorbei sein, ohne Tarifwechsel oder sontwas. Warum nicht sofort vernünftig machen? Die Lösungen z.B. mit einer Fritzbox sind nicht komplexer, als bei IPv4. Man muss nur einmal den gedanklichen Sprung auf die öffentliche IP im eigenen LAN machen. Dann ist es einfach.

  • Ich rede ja nicht von IPv6 Only Anschlüssen.

    Ja, ich meinte IPv6-only Zugänge von außen. Mit IPv4 geht in der Hinsicht wegen CGNAT ja nichts.


    Da aber alle diese Setups in sehr kurzer Zeit zum Tode verurteilt sind

    Nach dieser "kurzen Zeit" kann man dann einen DG Anschluss wieder als vollwertig betrachten. Ich rechne mit ein bis zwei Jahrzehnten, bevor IPv4 nicht mehr praktisch Pflicht für Serverdienste ist, die sich an mehr als einen kleinen bekannten Nutzerkreis richten, dem man die Zugangsmodalitäten vorschreiben kann.


    Bei allen von dir genannten Providern kann man öffentliche IPv4-Adressen bekommen, wenn man sie braucht. Bei der DG nicht. Ich erwarte gar nicht, dass jetzt oder in Zukunft immer und überall jeder eine öffentliche IPv4 Adresse bekommt. Das ist weder möglich noch nötig. Aber wenn man sie braucht, dann gibt es keine gleichwertige Alternative.


    Wie gut funktioniert das Fritzbox VPN mit IPv6? Gar nicht? Alternativen setzen zusätzliche Geräte voraus. Zusätzliche Geräte setzen deutlich komplexeres Routing voraus (oder Source- und Destination-NAT). Wir reden hier im Thema eigentlich über WD MyCloud. Würdest du die Hand dafür ins Feuer legen, dass das mit IPv6 so gut wie mit IPv4 funktioniert? Die Fallstricke lauern bei IPv6 an jeder Ecke. Der Network-Manager in Linux-Mint beherrscht IP-Token... aber nicht in der GUI. Das ist auch 2021 alles noch Jahre entfernt davon, dass man es als allgemein benutzbar bezeichnen kann, und dann muss es sich auch noch so weit durchsetzen, dass man es überall voraussetzen kann. Bis dahin ist ein CGNAT Anschluss ohne die Möglichkeit, auf Anfrage und ggf. für einen kleinen Aufpreis eine öffentliche IPv4-Adresse zu bekommen, ein minderwertiger Anschluss.

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