Access Points einrichten

  • Hallo!

    Ich habe eine Frage zum Einrichten von Access Points. Zunächst mal kurz die Situation:

    Ich habe einen Glasfaseranschluss der Deutschen Glasfaser. Mein Router (FritzBox 7590 XO) hängt im Keller. Von diesem aus habe ich über die Leerrohre der alten Fernsehkabel Cat7 Kabel verlegt und die Räume mit Netzwerkanschlüssen versorgt. Das läuft auch top, es kommen überall fast 1000 mbps an. Fürs WLAN habe ich im Erdgeschoss und Obergeschoss je einen Access Point angeschlossen, beide das selbe Modell: TP Link Archer C6.


    Mein Problem ist jetzt nur, dass mein WLAN im Haus immer mal wieder „hakt“. Dass mir z.B. die TPLink Tether App beim Öffnen sagt, es bestünde keine Internetverbindung, oder ich per App (Ookla) einen Speed Test machen will (normal so um die 500mbps im WLAN) und die App den Test direkt mit Fehlermeldung abbricht. Wie gesagt, es läuft im Grunde, nur manchmal diese Störungen. Ich vermute, ich habe irgendwelche Einstellungen nicht richtig gemacht. Da ich noch keine wirkliche Ahnung von der Materie habe, habe ich zum Einrichten Anleitungen aus dem Internet gegoogelt.

    Ich habe bei den Access Points die Funktion DHCP Server deaktiviert und beiden Access Points statische IPS zugewiesen. Die Fritz Box hat die Standardeinstellung 192.168.178.1, die beiden Access Points dann einfach die 2 und 3 am Ende. Als Default Gateway (Pflichteinstellung) habe ich die IP Adresse der Fritz Box angegeben. Smart Connect habe ich aktiviert gelassen und MU/MIMO hab ich erstmal deaktiviert gelassen.

    Die SSID und das Passwort sind bei allen Geräten gleich, so dass nur eine SSID angezeigt wird und sich die Geräte in das jeweils beste Gerät einloggen sollten.
    Hat jemand Tipps für mich, ob da doch irgendetwas falsch, bzw. suboptimal ist? Oder ist es sinnvoller das 2,4 und 5 GHz WLAN zu trennen?
    Ich bin für alle Ideen dankbar!

  • Die IP-Einstellungen des APs sind für die Clients unerheblich. Die bekommen ihre IP direkt von der Fritzbox.


    Die Frage ist: Verlieren die Endgeräte die WLAN Verbindung zum AP oder die IP-Verbindung zur Fritzbox? Davon hängt es ab, wo man ansetzen muss. Bilden die APs ein Mesh?

  • Ich bekomme in diesen Fällen immer volles WLAN Signal auf dem Smartphone angezeigt. Von daher würde ich tippen, dass die Verbindung zur Fritz Box zwischendurch wackelt.

    Mit dem Mesh - gute Frage. Ich bin auf dem Gebiet absoluter Neuling. 😬 Wie finde ich das denn heraus?

  • Mesh gibt's nicht, da herstellerspezifisch. Daher sind die TP-Link Geräte bzw. deren WLANseparat von der FB zu betrachten. Mein Bauchgefühl (das allerdings täuschen kann) sagt mir, das ich in diesem Fall für 2,4 GHz und 5 GHz WLAN unterschiedliche SIDs verwenden will. Die SIDs können freilich sowohl bei den C6 als auch der 7590 identisch sein.

  • Das würde ich dann wirklich mal probieren. Hier in der Nachbarschaft sind schon einige WLAN Netze aktiv und im Haus haben wir ja auch noch das eine oder andere Bluetooth Gerät. So wie ich das verstehe, funken die ja auch auf der 2,4 GHZ Frequenz, wenn auch nicht auf Kanälen, die das WLAN benutzt. Im 5 GHZ Bereich ist außer unserem Netz alles frei.

  • Wie sind die Archer C6 angeschlossen? Das sind ja eigentlich keine Access Points sondern Router. Betreibst du die im Router-Modus oder im Access-Point Modus? Ich frage, weil du beschreibst, dass du den DHCP-Server abgeschaltet hast. Der Archer C6 hat einen Access-Point Modus, in dem es nicht nötig sein sollte, diese Einstellung selbst vorzunehmen. Außerdem wird der in diesem Modus anders angeschlossen, als es in der "manuellen" Access Point Konfiguration der Fall wäre.

  • Richtig, in der Benutzeroberfläche gibt es einen Access Point Modus, der ist aktiviert. Zusätzlich kann man DCHP Server auf an, auto oder aus stellen. Das hab ich auf aus gestellt. Die Geräte sind über den LAN Anschluss mit der Netzwerkdose verbunden. Also nicht mit dem „Internet“ Anschluss, falls du das meintest. Ich hatte mich bewusst für Router entschieden, damit mit der AP nicht die Netzwerkdose blockiert und ich so noch die Möglichkeit habe, ein Gerät per LAN Kabel anzuschließen.

  • In dem Modus soll der Archer C6 laut Handbuch über seinen "Internet-Port" mit einem LAN-Port des anderen Routers verbunden werden, also C6 WAN zu Fritzbox LAN. Es ist nicht klar, ob der Router im Access Point Modus WAN und LAN bridged oder an seinen LAN-Ports weiter als Router arbeitet. Dass man den DHCP Server weiter betreiben kann, spricht für letzteres, und dann wäre die Verbindung über einen LAN Port falsch und das würde zu den beschriebenen Problemen passen.

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  • alfalfa: Jetzt habe ich ein kleines Verstöndnisproblem.

    Wäre es in dem Fall in Ordnung, die Verbindung über LAN zu belassen und wieder den Router Modus zu aktivieren, aber eben mit abgeschaltetem DCHP Server?

    Oder kann ich die Archer mit dem Internet Anschluss an die Netzwerkdose anschließen und alle Einstellungen so beibehalten?

    Ich würde ja gerne die LAN Anschlüsse am Router noch nutzen können.

  • Die Konfiguration als Router mit abgeschaltetem DHCP-Server sollte funktionieren. In dem Modus sind WLAN und LAN gebridged und es kommt im Prinzip nur darauf an, dass der Router im LAN nicht stört. Du solltest dann nach Möglichkeit auch IPv6 Router Advertisements auf den Archer C6 Routern abschalten, da die zu ähnlicher Verwirrung führen können wie IPv4 DHCP-Server außer dem auf der Fritzbox.

  • Einer der Router ist so angebracht, dass das Netzwerkkabel von der Verteilung reinkommt und aus dem Router weiter zur nächsten Dose geht, wo der Fernseher ist. (die Sache mit der Doppeldose und dem Patchkabel aus meinen anderen Thread, vielleicht erinnert ihr euch ja; ihr habt mir da schon mit der Verkabelung geholfen).


    Jedenfalls habe ich mal, ohne irgendwas zu verstellen, den AP über den WAN Anschluss mit dem Netzwerk verbunden, und das Fernsehen lief weiter. Dann würde ich das wirklich so machen, aber den Router Modus wieder aktivieren und DCHP deaktiviert lassen. Auch wenn ich, ehrlich gesagt, nur halb verstehe, was ich da eigentlich tue😅.

    Allerdings finde ich in der Benutzeroberfläche des Archer nichts zum Thema IPv6 Router Advertisements. Wäre das ein Problem?

    Ich habe zwar ein Tutorial gefunden, da sollte diese Einstellung auf der Registeierkarte „Advanced“ finden. Aber bei mir gibt’s nur Quick Setup und Settings. Basic/Advanced war beim Einrichten des AP da, wird jetzt aber nicht mehr angezeigt.

  • So wie ich das Manual verstehe, werden im Access Point Modus des C6 lediglich WLAN Verbindung an diesem unterstützt. Was mit dem LAN-Ports des C6 dann geschieht, geht nicht aus dem Manual hervor. Für den Access Point Modus muss der blaue Internet Port des C6 mit einem gelben LAN Port der 7590 verbunden werden. Ich gehe davon aus, das die LAN-Ports im AP Modus deaktiviert und nicht sinnvoll nutzbar sind.

  • Wenn der Router immer zwischen LAN und WAN routet, aber im Access Point Modus zwischen WLAN und WAN bridged statt zwischen WLAN und LAN, dann funktioniert der Fernseher, egal ob er im LAN des Archer C6 ist oder im LAN der Fritzbox ( = WAN des C6). Daran kann man nicht viel erkennen.


    Das Problem ist folgendes: Wenn ein Client von einem Access Point zu einem anderen mit der gleichen SSID wechselt, dann verwendet der Client weiter seine vorhandene IP-Konfiguration, also Adresse, Netzmaske, Gateway, ARP-Tabelle, etc. Die muss auf allen Access Points passen, und das tut sie nur, wenn die WLANs und LANs zum selben Layer-2-Netz gehören. Wenn sich der Client plötzlich hinter einem anderen Router wiederfindet, funktioniert das Netz erstmal nicht mehr, bis der Client irgendwann eine Neuverbindung versucht. Deswegen passen die beschriebenen Aussetzer zu dem Fehler, dass die SSIDs nicht im selben Layer-2-Netz sind.


    Ein WLAN Client ist an einem typischen Heimrouter praktisch mit den LAN-Geräten im selben Netz. Das ist so, weil WLAN und LAN in einer Bridge sind. Das ist etwas ähnliches wie ein Switch. WAN und LAN sind nicht im selben Layer-2-Netz, sondern durch den Router getrennt, der diese Netze aber auf Layer 3 verbindet. Routing = Layer 3, Bridging = Layer 2. Wenn TP-Link im Handbuch schreibt, dass der Archer C6 im Access Point Modus über den Internet-Port mit dem Hauptrouter verbunden werden soll, dann müsste das bedeuten, dass in diesem Modus WAN und WLAN gebridged werden. Es ist wie gesagt nicht ganz klar, was der Router dann mit den LAN Ports macht. Vielleicht sind die auch Teil dieser Bridge. Dann wäre es egal, über welchen Port man zur Fritzbox geht. Das Handbuch weist aber nicht darauf hin, dass man im Access Point Modus den DHCP Server abschalten soll. Wenn der aktiv bleibt und die LAN-Ports zur WLAN Bridge gehören, gibt das Probleme. Deshalb vermute ich, dass die LAN-Ports in dem Modus nicht in der WLAN Bridge sind. Alle Klarheiten beseitigt?


    Die Router Advertisements sollten keine Probleme bereiten, wenn der Router keine IPv6 Konfiguration bekommt. Es könnte höchstens sein, dass der ULA-Prefixes verbreitet, aber das ist nicht wirlich schlimm. Schöner wäre es, wenn der Router sich gar nicht aktiv im LAN bemerkbar machen würde, außer dass sein Webinterface erreichbar ist.

  • OK, ich fange an das zu verstehen, glaube ich. Also bedeutet das:


    DHCP Server in jedem Fall aus und entweder

    - die Verbindung über den WAN Port des C6 und das Gerät im Access Point Modus laufen lassen


    oder


    - die Verbindung über den LAN Port des C6 und den Router Modus verwenden?


    was wäre denn sinnvoller, bzw mehr zu empfehlen?

  • Was willst Du denn erreichen? Die Beantwortung dieser Frage ist die wichtigste!

    In deinem initialen Post, hast du von Access Points gesprochen. Für mich ist das lediglich WLAN, also wäre für mich der erste Punkt richtig. Falls doch einmal kabelgebundene Geräte in diesem Raum genutzt werden sollen, dann kannst Du immer noch einen kleinen 5 Port-Switch entweder an eine der verbauten Doppeldosen oder unmittelbar vor dem C6 anschließen. Auf keinen Fall würde ich einen der gelben Ports des C6 für den Anschluß von weiterer Hardware verwenden. Das würde ich machen. Was ist dein Anwendungsfall?

  • Mein Gedanke dabei war, dass ich einerseits WLAN habe, aber andererseits die LAN Ports noch zur Verfügung habe, um z.B. ein Laptop daran anschließen zu können. Deshalb hatte ich mich bewusst für Router und nicht für reine APs entschieden. Wenn das natürlich so oder so Probleme bereitet, müsste ich wohl notgedrungen ein Switch davor setzen.

  • Ich würde den Routermodus mit abgeschaltetem DHCP-Server wählen, weil ich TP-Link zutraue, dass deren "Access Point Modus" irgendwas Komisches wie "NAT und Firewall abschalten aber weiter routen" ist. Auch kann man im Routermodus mit Sicherheit den integrierten Switch wie gewünscht nutzen.


    (Also eigentlich würde ich OpenWRT installieren. Ich dachte, dafür kauft man TP-Link Geräte? Aber das ist vielleicht etwas viel auf einmal.)

  • Ehrlich gesagt habe ich von der ganzen Materie noch viel zu wenig Ahnung, auch wenn ich mir immer gerne neues Wissen annehme.

    Bisher hatte ich immer nur einen Router vom Netzanbieter. Habe den abgeklemmt und das war’s dann.

    Von Open WRT habe ich tatsächlich noch nie gehört.

    Auf die Sache mit den APs fürs WLAN bin ich auch erst gekommen, weil ja im Zuge meiner Netzwerkverteilung mein Hauptrouter im Keller hängt.
    ich habe die Geräte, um ehrlich zu sein, deshalb gekauft, weil die bei der Suche nach einem Gigabit fähigen AP bei der er Suche bei Amazon mit als erstes angezeigt wurden, günstig waren (die Fritz Box 7590 z.B. ist ja deutlich teurer) und gute Bewertungen hatten. Vielleicht hätte ich mich da vorher intensiver mit beschäftigen müssen, aber mir war auch nicht wirklich klar, dass das ein so umfangreiches Thema ist.

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