Helinet Performance instabil - open access aber kein anderer Anbieter?

  • Hallo,


    ich war schon vor dem Glasfaseranschluss DSL Kunde bei Helinet und weiß wie schlecht der Anbieter bezüglich Support ist und dass das Unternehmen über Jahre Fehlbeträge von mehreren Millionen Euro hat, jedoch konnte zumindestens bei einer 10-11 MBit/s ADSL2+ Verbindung immer die synchronisierte Bandbreite geliefert werden. Ist natürlich bei so wenig Speed auch keine Kunst :).


    Da mir das verständlicherweise viel zu langsam war und der DSLer nur für Onlinegames und Telefonie genutzt wurde verwendete ich hauptsächlich LTE mit ca. 100 - 150 MBit/s Download in der Regel (außerhalb von Stoßzeiten). Nun hat Helinet vor ein paar Tagen Glasfaser in einem Teil der weißen Flecken von Hamm geschaltet. Ich bekomme jetzt schon wieder so einen Hals weil ich befürchte das Helinet die Anbindung ins Internet massiv überbucht hat.


    Kurze Speedtests auf speedtest.net zeigen wirklich 400 MBit/s an, der Support sagte mir dass sie Speedtest.net gerne zu Testzwecken verwenden. Wer weiß ob die den Speedtest priorisiert haben, abgesehen davon sind so kurze Tests nahezu wertlos.


    Downloads schwanken extrem. Egal ob Steam, FTP im Browser oder Downloads in Downloadmanagern. Von 500 KByte/s bis 20 MByte/s und bis zu 50 MByte/s ist alles möglich. Gestern fast nachts hatte ich kurz einen Steam Download der konstant mit 50 MByte/s also 400 MBit/s wie gebucht runtergeladen hat. Aber ansonsten ist das Schwanken schlimmer als bei LTE.


    Natürlich wird von Helinet behauptet es liegt an den Servern :). Ich habe Kollegen mit Vodafone Gigabit DOCSIS und dort gibt es die Probleme nicht. Die laden mit min. 80 - 90 MByte/s bei den Servern runter.


    Außerdem nervt es mich wieder dass ich zwangsweise auch bei einem staatliche geförderten, angeblich Openaccessausbau nur Helinet wählen kann.


    Ich meine wenn ich Glasfaser buche dann will ich keine 400 MBit/s sondern 1000 MBit/s und das einigermaßen stabil, keine schwankende Wundertüte. Gibt es selbst bei Kabelnetzen von Vodafone für 40 - 50 Euro pro Monat. Natürlich ist das auch shared und wenn man im falschen Segment wohnt, dass massiv überbucht ist gibt es auch wilde Schwankungen zu Stoßzeiten. Aber hier im Randbereich haben Kabelkunden fast keine Schwankungen. Also das Risiko wäre gering. Leider ist das nächste Kabel 800 Meter entfernt und Vodafone wird wohl niemals das Netz erweitern.


    1000 MBit/s bei Helinet kosten unglaubliche 200 Euro/Monat. Selbst bei Telekom und auch Vodafone kosten 1000 MBit/s Download per Glasfaser nur 75 - 80 Euro/Monat.Ja, der Upload liegt nur bei 200 - 250 MBit/s. Der interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht. Privatkunden interessiert hauptsächlich ein hoher Download.


    Zwischen 400 und 1000 MBit/s gibt es keine weitere Abstufung. Für mich ein klares Zeichen dafür, dass man dem Backbone gar nicht mehr als 400 MBit/s zumuten kann, ansonsten wollte man doch als finanzschwaches Unternehmen auch den 60 - 90 Euro Tarifbereich abgreifen wollen und auch Tarife zwischen 400 und 1000 MBit/s anbieten.



    Was habt ihr für Erfahrungen mit Helinets Glasfaseranschlüssen und deren Stabilität und wann wurden andere Anbieter auf eure Ausbaugebiete aufmerksam und haben sich dort eingemietet?


    Viele Grüße


    Hans


    Edit:


    Hier ein aktueller Download. Erst für ca. 20 - 30 Sekunden relativ konstante 400 MBit/s und dann bricht es ein:


    https://abload.de/img/glasfaserhelinetw4jt0.jpg


    Für kurze Speedtest optimal eingestellt. Denn für sieht es für kurze Zeit so aus als wenn alles super wäre.


    Edit 2:


    Jetzt mit einer Langzeitgrafik:


    https://abload.de/img/helinetspeed27zjww.jpg


    Man sieht schön wie instabil der Download ist. Weit unter den vertraglichen 400 MBit/s (50 MiB/s).

  • Zunächst wäre zu klären, wie zuverlässig deine Speedmessungen sind. Welche Tools, wie viele parallele Verbindungen, exklusiver Zugriff auf die Internetverbindung, Einfluss der Infrastruktur, Laufende Anwendungen auf den PC, Massenspeicheranbindung usw. Gerade Langzeitmessungen von Downloads aus einer Quelle sind nämlich im Gegensatz zu deiner Annahme überhaupt nicht aussagekräftig, die können durch das Netz, den Server oder deinen PC beeinflusst werden. 50 MB/s wegzuschreiben klingt wenig - kann auf die Dauer für ein System trotzdem zur Herausforderung werden, vor allem wenn noch andere Dinge nebenher laufen (Stichwort TCP Window Size und MSS).


    Dann wäre zu klären, was dir vertraglich zusteht. Wie sind die minimalen Datenraten definiert? Was sagt die Leistungsbeschreibung?


    Ich halte mehr von punktuellen Tests auf den Tag verteilt. Unterschiedliche Server, unterschiedliche Dienste. Niemals richtige Downloads, die weggespeichert werden müssen, sondern immer nur Dummy Daten. Niemals Browser benutzen, dass erzeugt zu viel Overhead. Besser Kommandozeilentools wie wget nach /dev/null. Linux eignet sich besser als Windows. Das gibt dann am Ende ein besseres Gefühl für die Leistungsfähigkeit einer Verbindung.

  • Ich habe zur Bandbreitenermittlung dieses Tests verwendet:


    http://speedtest.belwue.net/http-dl.html


    https://speed.hetzner.de/


    und diverse Spiele bei Steam runtergeladen. Besonders Steam lastet sehr gut aus. Ich werde aber noch weitere Szenarien testen, auch mit Linux.


    Die Minimalbandbreite meines Tarifes beträgt 360 MBit/s Download also 45 MByte/s Download:


    https://www.helinet.de/privatk…100118_platinum-s-400.pdf


    Edit:


    Download mit Downloadmanager von http://speedtest.belwue.net/http-dl.html:


    https://abload.de/img/helinetspeed40ekk3.jpg


    Und Wget unter Linux läuft noch schlimmer als ein Download im Firefox unter Windows:


    https://abload.de/img/wgethelinetjtjde.jpg

  • Moinsen Hans und willkommen im Forum,


    ich bin, bzw. meine Eltern sind ebenfalls bei Helinet und nutzen dort einen Glasfaseranschluss. Mir kamen die 50Mbit, die wir zu Beginn der Aufschaltung seit Anfang 2020 hatten viel zu langsam vor, trotz direkter Testung am Glasfaseranschluss und Kabel.


    Allerdings kann ich deine Eindrücke leider nicht bestätigen, da ich hier viel zu selten (seit Corona) vor Ort bin um regelmäßig Messungen machen zu können. Auch habe ich kürzlich den Tarif auf ebenfalls 400/400 gewechselt und wollte dies die Tage ebenfalls einmal prüfen. Wir sind nicht im PLZ-Bereich Hamm, sondern im PLZ-Bereich 33.


    Wenn ich es schaffe, werde ich das ebenfalls einmal überprüfen. Soweit ich weiß, ist auch Helinet hier angemeldet. HeLiTelch - vielleicht können sie dir ja weiterhelfen. yahoudi hat auch Helinet, vielleicht kann er auch mehr dazu sagen.

  • Hallo Lazze,


    können deine Eltern zu Telekom oder Vodafone wechseln? Ist der Ausbau bei deinen Eltern open access?


    Ich würde am liebsten zur Telekom in den 1 GBit/s Tarif wechseln, ich vermute mal das Helinet das sowie so nicht hinbekommt dass der Anschluss nur annähernd mit 50 MByte/s stabil läuft. Der Anschluss kommt mir im Moment vom Download her eher wie ein SVVDSL 250 @ 200 MBit/s von der Telekom vor.

    Ziemlich enttäuschend. Man hat Glasfaser und dann ist wegen dem Anbieter nur eine Art Mobilfunkerlebnis (dort schwankt es je nach Anbieter und Mobilfunkzelle auch extrem). Vodafone bietet hier 5G auf n78 mit 1 GBit/s Downstream an, das wäre allemal schneller als ein Helinetglasfaseranschluss mit 20 - 35 MByte/s im Durchschnitt. Kostet zwar ca. 80 Euro/Monat als Flat ist aber immerhin im Download deutlich schneller. Natürlich sind die Pingzeiten und der Upload wegen 4G Ankerzelle nicht so prall. Aber mir kommts auf den Download an.


    Ich habe das Problem bereits Helinet gemeldet. Mal gucken ob sich der Support um das Problem kümmert oder nur pauschal sagt liegt am Server oder am Kunden :D.


    Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass ein kleiner regionaler Provider wie Helinet der dazu noch in extremer finanzieller Schieflage ist, mehr als ein paar 10 GBit/s an Backboneanbindung hat. Um nur tausende Kunden mit adäquater Geschwindigkeit zu versorgen müssten die einige TBit/s Anbindung haben.


    Nutzt Helinet eigentlich CGN?

  • Hallo Hans,


    nein, der Anschluss ist in den ersten Jahren nicht für Mitbewerber freigeschaltet. Ich denke auch, dass dies noch ca. 5 Jahre so dauern wird. Hier will Helinet das Netz erst einmal refinanziert bekommen. Vermute ich mal.


    Zur "Schieflage" von Helinet. Davon weiß ich ehrlich gesagt gar nichts. Ich bekomme da aber auch nicht viel mit, da ich mich großartig nicht damit beschäftige. Hast du da Quellen zum Nachlesen?

  • Hier ist das Netz ja vom Staat bezahlt worden. Das gehört nicht Helinet. Ich hoffe das sich bald namenhafte Anbieter einmieten und man erstens zeitgemäße Gigabittarife zu normalen Preisen buchen kann und dass der Speed einigermaßen stabil ist.


    Zur finanziellen Schieflage von Helinet ohne Finanzspritzen durch den Verbund aus diversen Stadtwerken wäre schon lange Finish:


    https://www.wa.de/hamm/kopflos…eftsfuehrer-11759218.html


    https://www.bundesanzeiger.de/pub/de/suchen2?6


    Jahresfehlbetrag (2019) 747.647,31 €

    Jahresfehlbetrag (2018) 576.658,75 €

    Jahresfehlbetrag (2017) 656.146,72 €

    Jahresfehlbetrag (2016) 545.962,76 €

    Jahresfehlbetrag (2015) 553.871,87 €

    Jahresfehlbetrag (2014) 398.804,06 €

    Jahresfehlbetrag (2013) 1.312.592,70 €

    [...]


    Mir als Kunde ist vollkommen egal ob der Anbieter chronisch blank ist, nur scheint die Performance und die Tarifstruktur direkt mit der Finanzsituation zu korrelieren. Kunde ist man quasi nur wegen Festnetzmonopol. Für die Kunden eine unsägliche Situation.


    Edit:


    6 10 GB Dateien um maximale Auslastung zu haben:

    https://abload.de/img/helinet610gbujklq.jpg


    Es ist ein Trauerspiel.

  • Mit der Breitbandmessungsapp von der Bundesnetzagentur kannst du eine Messkampanie starten am besten über den ganzen Tag verteilt, Kannst dann gleich Beschwerde einreichen. Hab ich auch schon ausprobiert, muss aber sagen dass ich die Aussagekraft anzweifle. Vodafone hat auch einen neuen Speedtest entwickelt der speziel für GBit Anschlüsse sein soll, das wäre auch noch einen Versuch wert.

  • Alle vom gleichen Server? Ganz schlecht. Und wie gesagt: Keine Downloads, die weggespeichert werden müssen.

    Ja, aber das spielt auch keine Rolle. Als wenn ein Hoster wie Hetzner limitieren würde.


    Ich habe auch Downloads mit Premiumaccount von Uploaded.net getestet. Der schafft locker 1 GBit/s Download.


    Bei 6 gleichzeitigen Downloads mittes Jdownloader schafft der Anschluss bei Uploaded.net 50 MByte/s bis runter zu 42- 43 MByte/s. Bei 3 schwankt es leicht. Ich werde das weiter beobachten wie es sich bei anderen Downloadservern verhält.


    Edit:


    Obwohl nach kurzer Zeit ist der Download auch bei uploaded zusammengebrochen:


    https://abload.de/img/zusammenbruchnajx4.jpg


    https://abload.de/img/zusammenbruch2rwjfd.jpg


    Nach dem Neustart lädt es nur noch mit 22 MByte/s.

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  • Ich halte es für sinnvoll, solche Tests zu unterschiedlichen Tageszeiten durchzuführen, wenn möglich auch mal mitten in der Nacht (zwischen 1 und 7 Uhr). Die Internetnutzung folgt tageszeitlich einer recht regelmäßigen Kurve, die man z.B. in den Statistiken des DE-CIX sehen kann. In lokalen Netzsegmenten kann die Auslastung durchaus davon abweichen, aber trotzdem sollte es Tageszeiten geben, zu denen genug Luft für volle Geschwindigkeit an einem Anschluss ist.


    Wenn es zu keiner Tageszeit möglich ist, die erwartete Übertragungsgeschwindigkeit stabil zu erreichen, dann liegt wahrscheinlich nicht nur ein einfaches Überlastungsproblem vor. Zur Hauptnutzungszeit am Abend, wenn der Bandbreitenbedarf zwei bis drei mal so hoch ist wie am Tiefpunkt, müssten sich sonst ziemlich dramatische Geschwindigkeitsprobleme bemerkbar machen.


    Wie in diesem Thema schon mehrfach erwähnt wurde ist es nicht trivial, mehrere hundert Megabit/s zuverlässig zu messen. Wenn es zu keiner Zeit die volle Geschwindigkeit gibt, sollte man meines Erachtens erst prüfen, ob man selbst einen Flaschenhals im eigenen System hat. Wenn es allerdings nachts reproduzierbar fluppt und abends nicht, dann ist es Zeit, den Netzbetreiber mit diesen Ergebnissen zu konfrontieren und ggf. zur Bundesnetzagentur zu eskalieren.

  • Es ist auf jeden Fall u.a. auch ein Überlastungsproblem. Gestern Nacht um ca. 0 Uhr habe ich bei Heise.de wenigstens noch mit über 40 MByte/s heruntergeladen. Jetzt sind es dort nur noch 20 MByte/s. Bei den o.g. Testservern sind es unter 10 MByte/s. Auch Downloads bei Uploaded.net brechen innerhalb kurzer Zeit komplett (auf unter 1 MByte/s) ein. Das ist nicht normal. Ein Kollege mit Vodafone 1 GBit/s Docsis lädt bei Uploaded immer mit über 100 MByte/s. Leider wird man nie als Nichthelinetmitarbeiter herausfinden um welchen Faktor die Anbindung überbucht ist und wie die aktuelle Auslastung ausschaut. Ob das Peering ausreichend gut ist weiß man ebenfalls nicht.


    Das was Helinet macht wird sie schnell einholen, nämlich dann wenn Kunden eine Alternative haben und diese weit unter Vertrag liegenden Bandbreiten für die Sonderkündigung genutzt werden. Aber anscheinend ist das denen egal. Schon ein paar Mal bei DSL erlebt. Mir wurde statt endlich den vertragsgemäßen Upload zu realisieren lieber die Sonderkündigung angeboten.


    Das Problem ist, dass viel zu wenige Menschen Ahnung von Netzwerktechnik haben und nicht mal merken das Ihnen 10 - 97 % Bandbreite abhanden kommt. Die machen max. einen Speedtest und das wars für die. Ach Youtube und die Mediatheken mit max. 1080p laufen ja. Reicht doch. Die meisten die hier wohnen hatten bislang ADSL2+ oder Call and Surf via Funk mit uralt LTE CAT 3 Router (Speedport LTE II aka Huawei B593s-22) ohne externe Antenne der mitten in der Wohnung (hohe Signaldämpfung, schlechter RSRP) nicht zur Basisstation gerichtet steht und max. 40 - 50 MBit/s Download ausspuckt.


    Edit:


    Hier noch ein Test mittels Ipperf zu einem Speedtest.net Server:


    https://abload.de/img/helinetiperf3kck6r.jpg


    Nur knappe 100 MBit/s Download.

  • Auch dieses Testergebnis ist für eine überlastete Verbindung viel zu gleichmäßig. TCP versucht ständig, mehr Bandbreite zu nutzen, fällt aber schnell zurück, wenn Paketverluste auftreten. Mit nur einem Stream führt das zu starken Schwankungen, wenn die Verbindung nicht synthetisch konstant auf eine niedrigere Bandbreite eingeschränkt ist sondern die Paketverluste durch andere Übertragungen entstehen. Normaler Datenverkehr ist "bursty", nicht gleichmäßig.


    Ich würde bei einem solchen Ergebnis als erstes mit mehreren Streams testen (iperf3 Option: -P 10). Den UDP-Test erlauben öffentliche iperf3 Server aus nachvollziehbaren Gründen nicht. Dabei würde der Server ohne Rücksicht auf Verluste die gewünschte Datenmenge in UDP-Paketen rausprügeln und man misst dann, was durchkommt. Mit mehreren TCP-Streams kann man das aber annähern, weil der "Druck" nach oben mit mehreren Streams zunimmt. Wenn es aber irgendwo eine Strecke oder Komponente gibt, die hart bei rund 100Mbit/s begrenzt, also nicht einfach eine Konkurrenzsituation mit anderem Traffic besteht, dann werden die zusätzlichen Streams nichts bringen.

  • Bei:


    iperf3 -c speedtest.wtnet.de -p 5203 -P 10 -t 300 -V -4 -R


    hat er vielfach über 420 MBit/s Download:


    [Blockierte Grafik: https://abload.de/thumb/helinet10downloadssim2djrs.jpg]


    Warum kann ein Vodafonekabelanschluss mit 1000 MBit/s auch mit einem Download die Bandbreite fast komplett auslasten aber Helinet bricht damit total ein? Man will schließlich 400 MBit/s nicht nur nutzen, wenn man 6 - 10 gleichzeitige Downloads hat.

  • Ich bin auch der Meinung, dass ein Internetanschluss nur dann einwandfrei die Geschwindigkeit liefert, wenn sie mit einem einzigen TCP-Stream erreichbar ist, aber wenn das nicht der Fall ist, ist es nicht leicht festzustellen, ob das eigene System, der Server, ein anderer Netzbetreiber oder der eigene ISP die Ursache ist.


    TCP ist ein kooperatives Protokoll, das sich um eine "faire" Verteilung der Bandbreite bemüht. Dementsprechend leicht ist es, TCP absichtlich oder unabsichtlich auszubremsen. Das macht es schwer, ein Verschulden hieb- und stichfest nachzuweisen. Ein Trafficshaper, der einzelne Streams auf rund 100Mbit/s beschränkt und damit die Lastspitzen durch viele normale Anwendungen reduziert, würde z.B. bei den üblichen Speedtests gar nicht auffallen, weil die alle mit 10 oder mehr Streams testen. Einen ähnlichen Effekt können aber auch Antivirenprogramme und andere tief im System verankerte Software haben.


    Am ehesten kann man noch Rückschlüsse ziehen, wenn man die verfügbare Bandbreite mit einem TCP-Stream und mit mehreren TCP-Streams zu unterschiedlichen Tageszeiten beobachtet und regelmäßige tageszeitabhängige Veränderungen feststellt. Wenn z.B. tagsüber mit 10 Streams die volle Bandbreite erreichbar ist, aber abends nicht, dann spricht viel für eine Netzüberlastung. Der Ansatz dabei ist, dass mangelnde Leistung oder Fehler im eigenen System wahrscheinlich tageszeitunabhängig sind, während die Netzauslastung über den Tag variiert.

  • Man will schließlich 400 MBit/s nicht nur nutzen, wenn man 6 - 10 gleichzeitige Downloads hat.

    Das hat nichts mit dem Internetanschluss, sondern mit deinen lokalen Settings zu tun. Das ist ein typisches Problem bei einer schlecht konfigurierten TCP Windows Size oder MSS. Hast du mal irgendwelche Optimierungsprogramme benutzt, z.B. um Latenzzeiten für Online-Spiele zu optimieren? Nutzt du Firewall, Virensanner oder VPN Werkzeuge?


    Man muss klar sagen: Wenn du mit mehreren parallelen Verbindungen die angestrebte Geschwindigkeit erreichst, ist der Provider raus. Denn dann kann deine Leitung alles bereitstellen, was du bestellt hast.


    Ich hätte nie gedacht, dass ich das noch mal raushole, aber vor sage und schreibe 15 Jahren (!) hab ich mich mal intensiver damit befasst.

    https://www.ip-phone-forum.de/…leme-ins-internet.103694/

    Die Probleme - und die Lösungen - sind immer noch die gleichen. Vor allem die mit den mehreren parallelen Verbindungen.

  • Von wegen:

    https://abload.de/img/vodafonekabelxkjb3.png

    Ein Download mittels Vodafone Kabelanschluss läuft bei max. Speed.


    Helinet zur gleichen Zeit:


    https://abload.de/img/helinet4lklv.jpg


    Ich habe TCP Optimizer ausprobiert. Es tut sich wie erwartet nichts. Ich nutze kein Cfos und als Virenprogramm nur Eset. Nutzt der Kollege mit dem GBit/s Kabelanschluss auch. VPN nutze ich zum Zeitpunkt der Tests auch nicht ;). Bei modernen Betriebssystem wie Windows 10 gibt es keine falsche TCP Sizes mehr. Das mit dem Speedoptimizer habe ich nur zu Demonstration gemacht.

  • Das es massiv einbricht also auf ca. 5 - 10 MByte/s hängt mit der Fritzbox 7590 zusammen. Die Probleme soll es je nach Firmware bei der Fritzbox schon häufiger gegeben haben. Ich habe jetzt einen Netgear Nighthawk R7800 mit OpenWrt angeschlossen und bei dem brechen Downloads nur noch bis ca. 30 MByte/s ein.


    Weiß jemand von euch warum automatisch auf dem WAN6 ein VDI installiert wurde, seitdem der WAN Port an der CPE hängt?


    https://abload.de/img/netegarn4k96.jpg

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