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Anschluss hinter Powerline-Adapter

  • Joni
  • 8. Mai 2020 um 22:16
1. offizieller Beitrag
  • Joni
    Beiträge
    4
    • 8. Mai 2020 um 22:16
    • #1

    Guten Abend zusammen,

    ich wohne in einem Mehrfamilienhaus im zweiten Stock. Bei uns gibt es einen Glasfaserhausanschluss im Erdgeschoss, der bisher noch nie genutzt wurde. Direkt daneben ist auch der Telefonhausanschluss, worüber nicht mal 10 Mbits kommen. Deswegen sind wir aktuell am Projekt Glasfaseranschluss.

    Da der Glasfaserhausanschluss in Wohnung 1 ist und ich in Wohnung 3 wollte ich einmal nachfragen, ob die folgende Verkabelung möglich ist:

    - Glasfaserhausanschluss

    - Medienkonverter (MK), zB. hier

    - PowerLine Adapter (PL), zB hier

    - Standard-Router mit Zugangsdaten des Providers ( zB Stadtwerke)

  • alfalfa
    Gast
    • 9. Mai 2020 um 00:41
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Ja, das ist prinzipiell so möglich. Voraussetzung ist, dass sich die beiden Powerline-Gerätepaare so konfigurieren lassen, dass sie keine eigenen Netzwerkaktivitäten produzieren, also keine DHCP-Anfragen, keine automatischen Updateversuche, etc. Die müssen sich wie ein Kabel verhalten - völlig passiv. Andernfalls kann es Ärger mit dem Provider geben, weil der dann mehrere "Router" am selben Anschluss sieht, oder es funktioniert nicht zuverlässig, weil immer nur der letzte DHCP-Client ins Netz kommt, was dann ab und zu ein PL-Adapter statt des Routers wäre. Das ist weniger problematisch, wenn der Provider eine Transportkapselung wie PPPoE oder VLANs verwendet. Außerdem müssen die PL-Adapter natürlich so konfiguriert werden, dass sie auf dem selben Stromnetz getrennte Netze aufspannen.

    Aus technischer Sicht ist es einfacher zu konfigurieren und weniger fehlerträchtig, wenn man den Router im Keller installiert und per Powerline das LAN hinter dem Router verteilt.

    So oder so ist Powerline eine Notlösung, die man mit schwankender Performance und erschwerter Fehlersuche im Problemfall bezahlen wird. Eine richtige Netzwerkverkabelung mit mindestens Cat.5e oder Glasfaser sollte mit Nachdruck angestrebt werden, auch wenn es auf den ersten Blick zu schwierig erscheint.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Lazze
    Administrator
    Reaktionen
    156
    Beiträge
    307
    • 9. Mai 2020 um 15:23
    • Offizieller Beitrag
    • #3

    Eine Frage hätte ich noch. Sind denn alle im Haushalt am selben Stromnetz bzw. Stromkreislauf?

    • Vorheriger offizieller Beitrag
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  • Joni
    Beiträge
    4
    • 10. Mai 2020 um 16:08
    • #4

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

    Genau, im Haus sind alle drei Wohnungen im selben Netz.

  • Waishon
    Top-Nutzer
    Reaktionen
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    Beiträge
    120
    • 11. Mai 2020 um 23:23
    • #5

    Die Frage ist, ob auch alle an der selben Phase sind und keine Stromzähler dazwischen sind. Sonst brauchst du ggf. Phasenkoppler.

    Existiert eine Klingeldraht Verkabelung bis in die Wohnungen vom Keller aus? Sofern es dein Eigenheim ist (oder du er Vermieter):

    Nimm den Klingeldraht unten vom APL, sobald die Glasfaser geschaltet ist und setze da Klingeldraht Brücken dran: https://www.allnet.de/de/allnet-bran…t-verbindungen/

    Die gibt es auch für Koaxialkabel. Damit wirst du deutlich mehr Freude haben als mit diesen blöden Consumer DLAN Produkten ;). Wir haben diese Brücken, nur von Devolo (diese Modelle gibt es leider nicht mehr), auf 120m Klingeldraht laufen und bekommen noch 100Mbit/s durch.

    Ganz Spitzfindige Leute nutzen für sowas Richtfunk: Statt Horizontal, Vertikal von Erdgeschoss aus dem Fenster und im 2. Stock am Fenster wieder empfangen. Hab auch schon von paar Leuten gehört, die das Nachbarhaus zum Reflektieren genutzt haben, wenn kein direkter Sichtkontakt zwischen DG und 2OG bestand. Es gibt guten Richtfunk von Ubiquiti.

    Langfristig würde ich aber definitiv über eine strukturierte Verkabelung mit Netzwerkkabeln oder sogar (vorkonfektionierte) Singlemode OS2 Fibern nachdenken.

  • Joni
    Beiträge
    4
    • 15. Mai 2020 um 12:44
    • #6

    Leider bin ich nicht der Hauseigentümer und will deswegen die Infrastruktur so wenig wie möglich "missbrauchen".

    Ich habe nun einen TP-Link MC210CS Konverter bestellt - eine Frage noch zur Verkabelung.

    Wie relevant sind für mich die Endflächen? Je Steckertyp gibt es ja verschiedene Schliffarten (Polish) : APC, UPC, usw.

    Kann mir jemand sagen ob das besondere Beachtung verdient welche hier zum Einsatz kommen muss? Ich möchte doch nur 100 MBit/s Internet.

    Empfohlen wurde mir ein LC/APC (HÜP) zu SC/UPC (Fritzbox 5490) - jetzt gehe ich ja nicht in die FB sondern den Medienkonverter. Der SC-Stecker ist klar, aber welchen schliff brauche ich oder kann ich das sogar vernachlässigen?

    Besten Dank!

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  • alfalfa
    Gast
    • 15. Mai 2020 um 13:30
    • Offizieller Beitrag
    • #7

    Den Konverter kannst du wieder abbestellen oder zurückschicken. Der wird nicht passen. Die Fritzbox 5490 hat ein 1000BASE-BX10-U Interface und das müsste dann auch ein Medienkonverter haben, der an die Stelle dieser Fritzbox treten soll. Der angegebene Konverter hat ein 1000BASE-LX Interface. BX überträgt beide Richtungen auf einer Faser und LX verwendet je eine Faser pro Richtung, also zwei. Schau mal in die anderen Threads hier, wo es schon Hinweise zu Medienkonvertern gab, die an Stelle einer Fritzbox 5490 verwendet werden können. Grundsätzlich würde ich aber empfehlen, nicht solche netztechnischen Klimmzüge zu unternehmen, wenn man sich damit nicht auskennt. Besonders mit solchen einfachen Medienkonvertern kommst du sehr schnell in eine Situation, dass es einfach nicht funktioniert und du ohne teure Diagnosegeräte keinerlei Anhaltspunkt hast, woran es liegt.

    Die Endflächen sind wichtig. Mit nicht passenden Kombinationen bekommt man eine deutlich höhere Dämpfung oder gar keine Verbindung und kann auch dauerhafte Schäden an den Endflächen verursachen. Mindestens die Endfläche am HÜP muss deshalb stimmen. Ob du das andere Ende des Kabels oder dein eigenes Endgerät beschädigst, interessiert den Netzbetreiber wahrscheinlich weniger, aber wenn jemand rauskommen muss, um den Anschluss neu zu spleißen, dann wird es teuer.

    Es ist in der Regel möglich, vom Netzbetreiber einen einfachen ONT (Optical Network Terminator) zu bekommen. Vielleicht braucht es dafür aber einen Hinweis auf die Routerfreiheit.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Joni
    Beiträge
    4
    • 16. Mai 2020 um 09:53
    • #8

    Danke - aber ein TP-Link MC220L mit passendem SFP Modul (1000BASE-BX10) sollte letztlich ja gehen.

    Amazon hat mir diesen nahegelegt LINK und zusätzlich dieses Kabel - passt?

    Inoffiziell empfohlen hat mir der Kundenberater den Medienkonverter von Digitus 82122 mit Kabel LC/APC - SC/UPC. Wenn ich so die techn. Beschreibung lese entspricht das wohl auch nicht dem Soll. Natürlich will ich nichts kaputt machen. SUFU hab ich natürlich auch genutzt. Allerdings bin ich aktuell ziemlich ratlos was zu tun ist. Einfach ausprobieren scheint mir nicht die Lösung zu sein.

    ONT wird nicht unterstützt - entweder Fritzbox oder nichts.

    Vielen Dank für die Hilfe!

  • alfalfa
    Gast
    • 16. Mai 2020 um 10:43
    • Offizieller Beitrag
    • #9

    Bevor du hier noch mehr unpassende Affiliate-Marketing-Links streust, kauf doch einfach das, was im anderen Thread genannt wurde. Oder nimm lieber die Fritzbox, wenn die Unterscheidung von BX mit einer Buchse und LX mit zwei Buchsen so schwer ist.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
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