SFP-Module Kompatibilität 1490nm / 1550nm

  • Hallo Zusammen,


    am 16.10. steht mein Bezug einer Wohnung mit 1 Gibts synchron an. :)
    Geschaltet wird der Anschluss auch am 16.10.


    Mein Problem ist nun, dass ich ein passendes SFP-Modul bestellt habe, dieses aber nicht mehr rechtzeitig bei mir eintreffen wird.
    14 Tage Vorlaufzeit waren wohl nicht genug.


    Ich suche ein Bidi-Giagbit-SFP-Modul welches auf 1310nm sendet und auf 1490nm empfängt.

    Mit kurzfrisitiger Lieferzeit war soetwas im Netz leider nicht zu finden.

    Im Zusammenhang mit meiner Suche finde ich aber oft Module die auf 1550nm empfangen und mit dem selben Standard angegeben werden (1000Base-BX).

    Diese sind auch noch kurzfristig lieferbar!


    Ist davon ausgehen, dass ein solches Bidi-Modul mit RX-1550nm auch RX-1490nm empfängt oder wird das garantiert nicht klappen?


    Viele Grüße

  • Die Fritzbox 5490 hat ein optisches Interface mit breitem Wellenlängenbereich, der beide Empfangswellenlängen abdeckt. In den Bewertungen der Module von FS.com schreibt jemand, dass sowohl die Module für 1490nm als auch für 1550nm mit seinem holländischen ISP funktioneren, d.h. diese Module decken anscheinend ebenfalls beide Wellenlängen ab. Das gibt es also und ist wie bei der Fritzbox spezifiziert oder wie bei den FS-Modulen Glückssache. Nach der Spezifikation der FS Module sollte das nämlich nicht gehen.

  • In den Bewertungen der Module von FS.com schreibt jemand, dass sowohl die Module für 1490nm als auch für 1550nm mit seinem holländischen ISP funktioneren, d.h. diese Module decken anscheinend ebenfalls beide Wellenlängen ab. Das gibt es also und ist wie bei der Fritzbox spezifiziert oder wie bei den FS-Modulen Glückssache. Nach der Spezifikation der FS Module sollte das nämlich nicht gehen.

    Das deckt mich mit dem was ich bisher rechechieren konnte. Danke dir für die schnelle Antwort!

    Bei FS hatte ich eigentlich passende Module bestellt, diese kommen aber wie es aussieht zu spät an.
    Habe nun noch ein TP-Link-Modul mit 1550nm bestellt, hoffentlich funktioniert das.

    Falls alle Stricke reissen habe ich hier noch eine FritzBox 5490 liegen.

  • Darf ich fragen, welcher Router bei 740 Mbps schlapp macht? Reine Neugier.

    Einen Draytek Vigor 2862ac benutzte ich aktuell. Ohne aktivierte Hardwarebeschleunigung funktionieren nur ca. 450Mbits.


    Falls es hier Erfahrungen gibt würde mich interessieren was eine Fritzbox 7590 oder 5490 an Durchsatz bringt. Wobei ich eigentlich gerne die VLAN Fähigkeit des Draytek behalten würde.

  • AVM gibt an, dass der Durchsatz der Fritzbox 7590 je nach aktiven Netzwerkfeatures auf 900-940 Mbit/s reduziert sein kann:

    https://avm.de/service/fritzbo…enraten-am-WAN-Anschluss/


    Die Fritzbox verwendet VLANs nur für interne Zwecke bzw. auf dem WAN-Interface und filtert getaggte Pakete auf den LAN-Ports aus. Man kann aber einen LAN-Port als Gastnetz separieren.


    Ich habe den Eindruck, dass die Routerhersteller noch nicht so ganz auf Gigabit-Anschlüsse eingestellt sind. Eigentlich will man an so einem Anschluss ja nicht nur knapp 1 Gbit/s durch die CPU routen können, sondern 1 Gbit/s in beide Richtungen gleichzeitig, also 2 Gbit/s. Deswegen würde ich in dem Fall wahrscheinlich einen Router aus einem kleinen lüfterlosen PC mit mindestens zwei Gigabit-Ports in Kombination mit einem VLAN-tauglichen Switch bauen.

  • Hallo zusammen,

    Vielen Dank für die Aufnahme ins Forum. Wir haben in unserer Bildungseinrichtung in Münster Westfalen einen AON-LWL Anschluss von 1und1 bekommen (1000/200 Mbit). Als Router hat uns 1und1 den AVM 5490 Router gegeben. Von der Fritzbox routen wir weiter in 3 große Netzwerke: 2x Cluster-Windows-Server mit 250 Clients und 1x WLAN-Router mit 40 APs und ca. 500-1000 aktive WLAN Anmeldungen.
    Unser Problem ist, dass das LWL-Netz nach 1-2 Tagen Nutzung immer langsamer wird. Anfangs routet die Box gut 1 Gbit und nach einigen Tagen nur noch 10 Mbit. Zuerst haben wir die beiden WinServer aus dem Netz entfernt und nur das WLAN laufen lassen. Das lief eine Woche stabil und das Netz brach zusammen. Nach dem Neustart der Fritzbox ist alles wieder ok für 1-2Tage. Mit den Windows Servern ist es genauso. Ohne Clients bleibt die Verbindung jedoch stabil.
    Mittlerweile haben wir die 3. Fritzbox ohne Besserung. 1und1 behauptet, die Leitung sei ok. Auf der Fritzbox ist 7.01 drauf, Update nicht möglich, da von 1und1 gesperrt. Wir sind echt mit unserem Latein am Ende und wissen nicht weiter. Meine Idee wäre es mit einem Medienkonverter zu versuchen. Deswegen bin ich hier gelandet und habe diesen Fred hier gefunden. Hat vielleicht noch jemand Ideen? Wir sind für jeden Tipp dankbar.


    Die Fritzbox routet eigentlich nur auf 3 weitere Router. Damit hat sie nur 3 IP Adressen, die sie verwalten muss. Ist die wohl damit überlastet? Die Leistung bricht total zusammen, bis auf wenige Mbit. AVM ist auch ratlos. Wir senden täglich die Protokolle der Fritzbox aber die finden nichts.


    Nach dem Neustart der Fritzbox ist alles wieder ok. Kann es sein, dass der aktive LWL Anschluss irgendwie hängen bleibt? Hat die Fritzbox grundsätzlich ein Problem? Aktuelle Firmware ist 7.13, die wir nicht nutzen können.

    Welchen Medienkonverter mit 1310/1550 nm könnt ihr empfehlen? Funktioniert diese TP Link einigermaßen gut? Ich würde mir dazu einen Software-Router basteln bevor wir viel Geld für einen Cisco ausgeben. Was kann man da empfehlen? Der letzte Router, den ich gebastelt hatte war ein IPCop.


    Die LWL Leitung haben wir im Haus um ca. 50 Meter verlängert. Wir dachten, die LWL Verlängerung wäre defekt und haben eine 2. gemacht. Die Signalstärken habe ich angehängt, einmal ohne und einmal mit Verlängerung der Glasfaser. Die Signalstärke hat sich kaum verändert. Sind die Werte OK?


    Als Backup nutzen wir eine völlig überforderte und unterdimensionierte 50 Mbit DSL Lösung, die jedoch stabil läuft.

  • Die Signalwerte sind in Ordnung.


    Ohne die konkrete Konfiguration der Fritzbox zu kennen, würde ich darauf tippen, dass der Fritzbox die vielen Verbindungen Probleme bereiten, sofern NAT und/oder die Firewall aktiv sind. Selbst wenn nur 3 IP Adressen im Spiel sind, sind bei 500-1000 WLAN Clients doch viele tausend gleichzeitig zu trackende Verbindungen zu erwarten.


    Wenn die Fritzbox einen Tag durchhält, könnte man vorübergehend mit einer einfachen Zeitschaltuhr immer mitten in der Nacht die Fritzbox kurz stromlos machen, um den nächsten Tag wieder frisch zu beginnen. Nicht schön, aber wenn's funktioniert...


    Ein Netz dieser Größe rechtfertigt m.M.n. professionellere Hardware.

  • Vielen Dank. Ich habe mir schon gedacht, dass die Signalwerte ok sind.

    Ich gehe auch davon aus, dass die AVM einfach zu klein ist für unser Netzwerk. Ich werde nach den Ferien einen Medienkonverter und Softwarerouter anschließen und dann sehen wir weiter.

  • Hallo zusammen,

    der Fehler wurde gefunden. Die Fritzbox liefert jetzt super Leistung. Es lag an der falsch gesetzten VLAN-ID von 7 statt 101.

    Die Fritzbox wurde von 1und1 eingerichtet. Wir bekamen keine Zugangsdaten, nichts. Erst als wir mit einer fristlosen Kündigung gedroht haben, hat man uns alle Unterlagen gegeben unter anderem auch die Konfiguration von VLAN. Und siehe da, der Techniker von 1und1 hat die falsche VLAN eingetragen. 7 ist typisch für Deutschland, bei uns jedoch nicht. Aus welchen Gründen auch immer ist die bei uns 101.

    ich frage mich aber, wieso hatten wir unter falscher VLAN Id überhaupt Netz und auch noch mit 50-100 Mbit? Ich kenne VLANs von unseren Netzwerken, die logisch getrennt sind. Mit falscher ID oder Tag läuft gar nichts.


    Viele Grüße

  • Mir ist auch nicht klar, warum VLANs in der Router-Technik verwendet werden. Telefonie (die wir hier nicht nutzen) hat wieder ein eigenes VLAN. Ich wusste auch nicht, dass man die Fritzbox für voip Telefonie separat taggen kann. Alles Neuland für mich.

  • VLANs kann man als Provider z.B. nutzen, um für VoIP-Traffic immer etwas Bandbreite bereitzuhalten, auch wenn der Internetanschluss eigentlich voll ausgelastet ist. VLANs sind als Layer 2 Konzept billiger, als das auf IP-Ebene (Layer 3) umzusetzen. VLAN 7 ist nicht "typisch für Deutschland" sondern typisch für Telekomanschlüsse. Andere Provider verwenden andere VLAN IDs, z.B. 10 bei NetCologne und 40 bei M-Net. Das Fehlerbild ist sehr merkwürdig für diese Ursache, aber wenn's jetzt geht, ist es ja in Ordnung.

  • VLANs kann man als Provider z.B. nutzen, um für VoIP-Traffic immer etwas Bandbreite bereitzuhalten, auch wenn der Internetanschluss eigentlich voll ausgelastet ist. VLANs sind als Layer 2 Konzept billiger, als das auf IP-Ebene (Layer 3) umzusetzen. VLAN 7 ist nicht "typisch für Deutschland" sondern typisch für Telekomanschlüsse. Andere Provider verwenden andere VLAN IDs, z.B. 10 bei NetCologne und 40 bei M-Net. Das Fehlerbild ist sehr merkwürdig für diese Ursache, aber wenn's jetzt geht, ist es ja in Ordnung.

    Danke für deinen Beitrag. Die Fritzbox ist heute wieder zusammengebrochen. Wir müssen jetzt definitiv auf einen leistungsfähigeren Router umsteigen. Was mich nur wundert, warum gibt uns 1und1 zwei verschiedene VLAN-IDs?
    Daten VLAN 101

    Voice VLAN 201

  • Wenn Daten und Voice mit verschiedenen VLAN IDs getagged sind, dann kann man die Bandbreite einfacher aufteilen. Am besten funktioniert das natürlich mit einem Tarif, der die Leitung nicht voll auslastet, weil man dann den Datentraffic nicht bremsen muss, um dem VoIP-VLAN Vorrang zu geben. Das VoIP-VLAN bekommt dann einfach etwas zusätzliche Bandbreite (wenige zig Kilobit/s pro Sprachkanal reichen), darf aber nur mit dem VoIP-Server kommunizieren. Das gibt dann einwandfreie Sprachqualität, selbst wenn der Kunde von QoS-Einstellungen keine Ahnung hat. Es hilft auch ein wenig der Sicherheit, wenn der Router keinen VoIP-Traffic aus dem Internet annehmen muss, weil VoIP komplett über ein anderes VLAN als die Daten läuft. Ein Nachteil ist natürlich, dass das so nur mit dem VoIP-Dienst des Providers funktioniert. Ein Account bei einem unabhängigen VoIP-Provider würde vom separaten VLAN nicht profitieren.

  • Das Ganze hat also nur mit Voice zu tun. Für uns uninteressant, da mit der Leitung nicht telefoniert wird. Danke. Ich dachte, dass damit die Box stabiler laufen würde.
    Unser Problem ist, dass wir extrem viele Verbindungen haben mit wenig Bandbreite. Die Auslastung liegt selten höher als 100 Mbit bevor die Box zusammenbricht. Wenn wir nur die PCs dran haben ohne WLAN, ist die Kiste stabil, wenn wir nur das WLAN mit 45 APs (ca 500-800 Schüler) dran haben, dann ist die Verbindung noch brauchbar. Wenn wir unseren Server und den Clusterserver (Proxy und Router für Clients) dran anschließen, bricht alles zusammen obwohl die Bandbreite nicht ausgenutzt wird.

  • Hallo zusammen,

    hier die Rückmeldung. Die Fritzbox ist raus. Es lag definitiv an der lahmen Fritzbox. Die Fritzbox ist für bis zu 30-50 Verbindungen schnell genug aber dann bricht sie zusammen. Jetzt habe ich einen IPFire Router gebastelt. Die Leistung ist top, Pingtiming auf heise.de liefert immer um die 6-7ms.

    Folgende Hardware ist drin:

    I7 4770 Rechner (Provisorium), 19 Zoll Rechner bestellt.

    3x Netzwerkkarten: Intel Onboard + Serverkarte Intel I350 2T

    IPFire mit Red, Green, Blue Zones (Red und Green auf Intel I350)


    ->TP-Link MC220L Gigabit-Ethernet-Medienkonverter

    ->DIGITUS Gigabit SFP Modul, Mini GBIC, Singlemode, LC Simplex (BiDi), Tx 1310nm / Rx 1550nm, 20 km, 1.25 Gbit/s

    ->Jeirdus Duplex Simplex LC SC ST FC Glasfaserkoppler LC-SC Stecker auf Buchse (SC Kabel vorhanden, Gbit Modul benötigt LC)


    Die Leistung ist wirklich wirklich super. Es greifen schätzungsweise 500-800 Schülerinnen und Schüler mit ihren BYOD aufs Netzwerk der Router macht was er soll. Den Medienkonverter und das Modul habe ich bei Amazon gekauft.

    Download 948 Mbit, Upload 199 Mbit bei zusätzlicher Vollauslastung mit Nperf. Es ist noch alles provisorisch, da 19-Zoll Komponenten bestellt werden müssen.

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