Beiträge von Nappy

    Zum Thema Supportaufwand kann ich noch eine Anekdote hinzufügen:


    Nachdem ich bereits am Donnerstag bei der DG die Änderung in Auftrag gegeben habe, meldete sich am Freitag morgen die DG aktiv telefonisch bei mir:
    Ich habe den Basic-Router bestellt, ob ich diesen benötigen würde. Auf meinen Hinweis hin man könne die Option doch bereits von Anfang an anbieten, sagte die Mitarbeiterin mir, dass sie das auch für sinnvoll hielte, denn sie mache den ganzen Tag nichts anderes als Kunden mit neuem Anschluss und Basic-Router zu kontaktieren.

    Also so ganz passt die Strategie da nicht zusammen. Eventuell ist ihnen aufgefallen, dass solche Geräte auch bares Geld kosten.

    Dann bin ich wohl ein ein Nudging Opfer geworden. Ich habe mir eben nochmal den Online-Prozess angeschaut.


    In der Desktop-Variante muss man tatsächlich erst keinen der 3 angeboteten Router wählen, um dann den oben (mein vorheriger Post) abgebildeten Dialog zu bekommen, indem der "kundeneigene Router" als eigentlich gleichwertige Option dann den ausgegrauten Button hinter einer Warnung bekommt.


    Ich vermute damals bin ich gar nicht zu diesem Dialog gekommen, da bereits das erste Interface suggeriert man müsse eine der 3 Optionen nehmen.


    Mobil ist es interessanterweise anders. Dort wird einem der kundeneigene Router mehr oder weniger als gleichwertige Option angeboten.


    Ich kann das alles soweit nachvollziehen was du schreibst alfalfa aber dennoch: Bei diesem Bestellprozess wird kaum einer initial den Kundeneignen Router nehmen. Selbst technisch versierte Leute.

    Ich kann mich leider nicht mehr erinnern ob es diese Option damals schon gab. Hätte ich sie wahrgenommen, hätte ich sie sehr wahrscheinlich auch so in Anspruch genommen. Aber da sie ja nahezu davon abraten einen eigenen Router zu verwenden, kann man ja durchaus auf die Idee kommen für 10 EUR Versand einfach den Basic Router "mitzunehmen". Darauf, dass dies vom Anschluss her nicht kompatibel ist wird man jedenfalls nicht hingewiesen. Und das mit der Woche stimmt leider wirklich. Ich habe am letzten Donnerstag angerufen und mir wurde unter dem Verweis auf Fristen die eingehalten werden müssten gesagt eine Umstellung ist fühestens zu diesem Mittwoch möglich. Wäre auf jedenfall eine Information gewesen die ich gerne vorher gehabt hätte, daher dachte ich teile ich sie mal.

    Edit: Nur um das zu dokumentieren hab ich hier mal das Bild anghangen, dort auf den ausgegrauten Button, darauf müsste man dann klicken um den "kundeneigenen Router" von Anfang an zu bekommen.

    Hallo,

    Ich möchte hier alle angehenden Kunden der Deutschen Glasfaser warnen:

    Möchtet ihr einen kundeneigenen Router einsetzen, und bestellt demensprechend die kostengünstigste Variante mit dem "Basic Router", so ist der Anschluss dann technisch nicht darauf ausgelegt, dass man dort einen eigenen Router anschließt.

    Ihr müsst dann mit einer Frist von einer Woche erst beim Vertrieb einen "kundeneigenen Router" beantragen, damit euer Anschluss technisch dazu in der Lage ist. Immerhin werden dann die 10 EUR Versandkostenpausche erstattet.


    Es ist also ratsam bereits vor dem Montagetermin die entsprechende Vertragsänderung auf den Weg zu bringen.

    Grüße,

    Nappy

    Mein Punkt ist, dass wenn der Provider nicht verpflichtet ist einen passiven er Netzabschluss bereitzustellen er auch irgendein proprietäres Modem einsetzen könnte, nicht dass er es tut. Denn zum Glück ist dieses Gesetz ja in Kraft, auch wenn es nicht bei jedem Kunden so umgesetzt wird.


    Die Ethernet-Schnittstelle hinter dem ONT, der das Signal bereits "terminiert" der DG hier jetzt mit einer passiven DSL Schnittstelle zu vergleichen halte ich nicht für zielführend. Das ist nen Äpfel-Birnen Vergleich.

    Außerdem möchte ich dich darauf aufmerksam machen, dass das die Schnittstelle ist, auf denen nach meinen Informationen aus div. Foren alle Pakete mit einer dem Kunden nicht mitgeteilten VLAN-ID getaggt sind.


    Und sorry zur Provisionierung eines eigenen ONT bin ich nicht im Bilde, dazu hab ich wohl noch nicht lange genug per Email Bittsteller bei der DG gespielt. Die wollen auch keine Informationen die über ihre Schnittstellenbeschreibung hinaus geht rausrücken...

    Es ging (mir) in diesem Thread niemals darum irgendjemandem einen Passiven Netzabschluss zu empfehlen. Ich würde auf Grundlage von dem was du in die Diskussion eingebracht hast, nämlich dass GPON deployed wird, auch nicht tun. Ich empöre mich primär darüber, dass ich diese Information erst durch dieses Forum hier bekomme, und dies nicht aus der Schnittstellenbeschreibung ersichtlich ist.


    Anders als du würde ich allerdings Nutzern die aktiv nach einen passiven Netzabschluss fragen auch nicht davon abhalten, denn diese Nutzer sogen am Ende dafür, dass auch der Normal-User eine Leistung auf Basis offener Standards bekommt und finde die "Prinzipiendiskussion" wichtig.


    Wenn ich richtig informiert bin wird der Glasfaserausbau auch staatlich gefördert. Daher sehe ich auch die Provider in der Pflicht, staatliche Vorgaben zu erfüllen. Einige Punkte die aktuell gegen einen Passiven Netzabschluss sprechen liegen auch an der Umsetzung und dort macht sich die DG leider angreifbar.


    Ich danke auf jedenfall trotzdem für die Diskussion und die Aufklärung bzgl. GPON.

    1. Du hast schon Recht, dass am WAN Port ja eh meine Firewall läuft und ich
      somit ab dort die Kontrolle über alles habe. Ich bezog mich im Grunde eher auf den Remote-Zugriff auf das Modem selber. Ist zugegebenermaßen aber auch eher ein prinzipielles Argument.
    2. Wie gesagt es geht um die Kontrolle, dass in beiden Fällen Strom verbraucht wird ist klar.
    3. In meinem konkreten Fall (Mehrfamilienhaus) Ist mir die Wand-Montage des HÜP relativ egal, da das im Hausanschlussraum genau wie der APL der Telekom an die Wand montiert wird. Der NT befindet sich dann aber im Sondereigentum des jeweiligen Mieters, und dementsprechend ist es mir dort nicht mehr egal. Ein Rackeinschub mit einem "Plastemodem" mag für einige sicherlich akzeptabel sein, allerdings ist das aus meiner Sicht aber eher Pfusch.
    4. Wenn das Gerät PoE unterstützt wäre das erfreulich, geht aus der Schnittstellenbeschreibung aber leider auch nicht hervor.


    Ich finde halt mit einem Passiven Netzabschluss hat man die Zwangsrouter Problematik gesetzlich sauber gelöst, da man ansonsten immer das Problem hat, dass die Provider beliebig viel aktive Compute-Kapazität in Ihr Modem einbauen können.


    DG arbeitet aktiv gegen den Passiven Netzabschluss indem sie:

    1. In ihren Nutzungsbedingungen den Austausch des NT als "unzulässig" beschreiben und nur auf Nachfrage die vom gesetzgeber vorgesehene Leistung bereitstellen.
    2. Durch ihre Umstellung von P2P auf P2MP ein Passiver Netzabschluss unattraktiver bzw. Fehleranfälliger wird.
    3. Fehler- bzw. Lückenhafte Schnittstellenbeschreibungen bereitstellt

    Ich denke dies sind legitime Vorwürfe, zu denen sich die DG mal öffentlich äußern sollte.


    Edit: Ein weiteres Argument ist, dass durch den passiven Netzabschluss der Provider gezwungen ist bereits auf der untersten Netzwerkzebene Standards einzusetzen. Ich bin prinzipell für Standards, daher finde ich eine solche Regelung richtig und wichtig. ;)

    • Ich hab keine Kontrolle über alle aktive Komponenten in meinem Netzwerk und kannt somit Remote-Zugriff auf die Hardware die bei mir läuft nicht ausschließen
    • Ich habe keine Kontrolle über meinen eigenen Stromverbrauch (es geht nicht um die absoluten Zahlen sondern um das Prinzip). Ich bin für meinen Stromverbrauch verantwortlich und nicht der Provider.
    • Ich möchte meine Netzwerk-Hardware gerne ordentlich in ein 19" Rack einbauen und nicht irgendwo an die Wand schrauben
    • Ich möchte die Anzahl der Netzteile reduzieren

    Doch es ist definitiv falsch. Unter 1. beschreibt man die Schnittstelle am HÜP, und wenn sich dort nichts ändert, kann man als Leser wohl annehmen, dass wohl ein anderer Transceiver eingesetzt wird aber die Schnittstelle ansonsten gleich bleibt. Dies entspricht aber nicht dem was tatsächlich deployed wird nähmlich entweder 1000BASE-BX10 oder GPON. Außerdem ist die 1. Schnittstellenbeschreibung ja auch noch online.


    Und doch es hat was mit dem passiven Netzabschluss zu tun; denn wenn Kunden ihre eigene (möglichweise inkompatible) Hardware an ein shared medium (GPON) anschließen, kann es bei anderen Kunden zu Problemen kommen. Daher wäre bei GPON in der Tat besser die ONT wird von DG betrieben. Dies entspricht dann aber widerrum nicht einem Passiven Netzabschluss.


    Und das mit keine Nachteile will ich so auch nicht stehen lassen, der passive Netzabschluss ist m.M. nach ein Vorteil an sich, da man alle aktiven Komponenten selber unter Kontrolle hat. Und dies sieht der Gesetzgeber ja wohl offenslichtlich genauso.

    Wenn das so stimmt ist das was die als "Schnittstellenbeschreibung 2.0" online gestellt haben ja wohl eine Zumutung.

    Nicht nur, dass unter 1. keinerlei Änderungen gemacht wurden und dort weiterhin 1000BASEBX10-U steht, was dann ja falsch wäre, sondern auch dass man unter 2. den eigentlichen Standard aus der Bandbreitenangabe selber herauslesen soll?


    Außerdem wie kommt man auf die gloreiche Idee, dass nachdem der Gesetzgeber bereits einen passiven Netzabschluss verpflichtend gemacht hat, beim Netzabschluss von p2p auf ein shared medium zu wechseln, und sein Netz damit anfällig gegenüber Fremdeinwirkung macht?


    Ich mein die Kabelnetzbetreiber haben dieses Problem aufgrund ihres bereits vorhandenen Mediums. Hier ist es hausgemacht. Also sorry, hier hat das Management der DG in meinen Augen vollständig versagt.