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Breko Marktanalyse 2026

  • pufferueberlauf
  • 4. September 2026 um 09:02
  • pufferueberlauf
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    • 4. September 2026 um 09:02
    • #1

    So, die 2026er Marktanalyse der Breko ist da:

    BREKO Marktanalyse 2026
    Bonn/Köln, 2. September 2026 – Die Netzbetreiber in Deutschland bringen den Glasfaserausbau auf eine Ausbauquote von 62,0 Prozent (28,7 Mio. Haushalte und…
    brekoverband.de

    https://brekoverband.de/wp-content/uploads/2026/09/BREKO_Marktanalyse_2026.pdf

    Alles in allem recht wenig erstaunlich:
    Interessante Punkte:

    1. Extrapolation des homes passed Ausbaus (Annahme das aktuelle Tempo bleibt gleich) noch ca. 4 Jahre bis 100% (also 2030-2031)
    2. Extrapolation des homes connected Ausbaus (Annahme das aktuelle Tempo bleibt gleich) noch ca. 28 Jahre bis 100%, da sollte der Ausbau einen Zahn zulegen...
    3. neue Schaetzwerte zu den mittleren Ausbaukosten (IQR bereinigt):
      homes passed (pro Haus): Min-Max: 1185-1925, Median: 1498
      homes connected/Hausstich (pro Haus): Min-Max: 1575-2500, Median: 1950
      Ausbau im Gebaeude/Netzebene 4 (pro WE): Min-Max: 363-550, Median: 440

    D.h. fuer EFH liegt die Mediansumme jetzt eher bei 4000 als bei 3000...

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (4. September 2026 um 09:08) aus folgendem Grund: Tippfehler

  • pufferueberlauf
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    • 4. September 2026 um 13:07
    • #2

    Anmerkung: die haben meine ich den Partner gewechselt, von Boeker Ziemen zu IW Consult, aber insgesamt dafuer gesorgt, dass vergleichbare Zahlen reportiert werden, allerdings sind bei homes, passed/connected/activated die Zahlen zum jeweiligen Jahresende weg gefallen. Kein Beinbruch aber die waren ganz interessant weil die fehlenden Zahlen besser zu dem passen was BNetzA und VATM berichten, die BREKO Ist mit Mitte des jeweiligen Jahres ziemlich alleine.

  • HubeBube
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    • 4. September 2026 um 13:51
    • #3

    Die "Welt" betitelt das als das 1950 € Problem, ist jedoch leider hinter einer Paywall: https://www.welt.de/wirtschaft/plu…se-problem.html

    Die 1950 € beziehen sich auf die mittleren Kosten pro GF-Anschluss, die der Anbieter bei dem kostenlosen Anschluss eines Kunden auch mindestens wieder einnehmen muss.

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  • HubeBube
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    • 4. September 2026 um 14:15
    • #4

    Hier mal eine KI-Zusammenfassung (Google Gemini) des Artikels:

    Übersicht mit KI

    Das „1950-Euro-Problem“ beschreibt die aktuellen wirtschaftlichen Hürden beim Glasfaserausbau in Deutschland auf den letzten Metern.

    Konkret bezieht sich der Begriff auf die durchschnittlichen Kosten von rund 1.950 Euro, die für den sogenannten „Hausstich“ anfallen. Das ist die Verlegung der Glasfaserleitung von der Straße (Grundstücksgrenze) bis direkt in den Keller bzw. ins Gebäude.

    Warum es ein „Problem“ ist

    • Kein Ausbau auf Vorrat mehr: Angesichts stark gestiegener Bau-, Material- und Finanzierungskosten verlegen Telekommunikationsunternehmen den teuren Hausanschluss kaum noch auf Verdacht.
    • Zwang zum Vorvertrag: Häuser werden fast nur noch angeschlossen (Homes Connected), wenn den Anbietern bereits ein fester, unterschriebener Kundenvertrag (Homes Activated) vorliegt.
    • Die Ausbau-Krise: Während die Leitungen in den Straßen (sogenannte Homes Passed) zügig ausgebaut wurden, stockt der eigentliche Anschluss der Wohnungen. Hausbesitzer, die sich erst nachträglich für einen Anschluss entscheiden, müssen diese Kosten oft selbst tragen, was die Hemmschwelle massiv erhöht.
  • pufferueberlauf
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    • 4. September 2026 um 14:20
    • #5
    Zitat von HubeBube

    Die Ausbau-Krise: Während die Leitungen in den Straßen (sogenannte Homes Passed) zügig ausgebaut wurden, stockt der eigentliche Anschluss der Wohnungen. Hausbesitzer, die sich erst nachträglich für einen Anschluss entscheiden, müssen diese Kosten oft selbst tragen, was die Hemmschwelle massiv erhöht.

    Genau da ist das Ausbautempo massiv zurueckgegangen, von 4.5 Prozentpunkten pro Jahr auf 2.5... und damit schnellte die naiv extrapolierte Ausbaudauer bis 100% home connected von geschaetzen 16 Jahren in 2025 auf geschaetzte 28 Jahre in 2026 hoch. Realistisch betrachtet sind das schlechte Schaetzungen, weil wenn denn der Ausbau in MFHs endlich losgeht, duerften die Zahlen sich noch mal deutlich aendern (zum Besseren).

  • HubeBube
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    • 4. September 2026 um 14:20
    • #6

    Irgendwie fühle ich mich daran erinnert:

    Beitrag

    RE: Warum laufen Nachfragebündelungen so schleppend?

    Das sind alles keine neuen Erkenntnisse für ein Land voller Bedenkenträger.

    Wer den Glasfaserzug an seinem Bahnhof einfahren sieht, der muss auch ein Ticket lösen um mitfahren zu dürfen. Wer das nicht macht, benötigt entweder Zeit (DSL) oder viel Geld (LTE). Im ungünstigsten Falle beides.

    Die BNetzA arbeitet gerade an einem Katalog der Mindestbandbreiten im Mobilfunk. Da wird mancher aufwachen, welche Abschläge es zu den Betreiberangaben gibt. In der Stadt darf die Mobilfunkbandbreite bis auf…
    HubeBube
    18. September 2022 um 17:36
    Beitrag

    RE: GF von UGG und Telekom

    Das deckt sich mit vielen Beobachtungen und auch bei unserem Ausbau gab es Stimmen, man solle auf ein Angebot der Telekom warten. Wozu das auf dem Lande führt sieht man mal wieder hier. Der größte Ortsteil wird ausgebaut, der Rest schaut in die Röhre.

    Ich bemühe da gerne die Analogie mit einem Zug am Bahnhof: Nur wer ein Ticket kauft und einsteigt, der fährt auch mit. Wer zu lange wartet, bleibt am Bahnsteig stehen. Der Zug ist abgefahren.
    HubeBube
    26. Januar 2023 um 21:58
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  • Schnurz
    Meister
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    • 14. September 2026 um 07:20
    • #7
    Zitat von HubeBube

    müssen diese Kosten oft selbst tragen, was die Hemmschwelle massiv erhöht.

    Warum? Sie könnten, wenn sie mal wirklich drüber nachdenken, gleich in der ersten Phase den Anschluß kostenfrei legen lassen.
    Wer sich darüber keine Gedanken macht, oder der Meinung ist, das wird wie beim Kabelfernsehen ablaufen, unterliegt einem Irrtum.

    Kabelfernsehen wurde von der Post, einem damals staatlichen Unternehmen, auf Allgemeinkosten errichtet.
    Auch beim Telefonnetz wurde der Anschluss nur nach Bestellung gelegt. So wie jetzt wieder beim FTTH.

    Der GF-Ausbau war/ist zu langsam und hatte bei vielen Netzbetreibern Probleme mit sich gebracht. Daher war das Potential für Mundpropaganda relativ gering.

  • Phino
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    • 14. September 2026 um 09:41
    • #8
    Zitat von pufferueberlauf

    Genau da ist das Ausbautempo massiv zurueckgegangen, von 4.5 Prozentpunkten pro Jahr auf 2.5... und damit schnellte die naiv extrapolierte Ausbaudauer bis 100% home connected von geschaetzen 16 Jahren in 2025 auf geschaetzte 28 Jahre in 2026 hoch. Realistisch betrachtet sind das schlechte Schaetzungen, weil wenn denn der Ausbau in MFHs endlich losgeht, duerften die Zahlen sich noch mal deutlich aendern (zum Besseren).

    Und hier werden die vielen unterschiedlichen Hindernisse gut beschrieben.

    Beitrag

    RE: Missing Link: Glasfaserausbau – Inhouse-Verkabelung und die Wohnungswirtschaft

    In dem ausgezeichneten und umfangreich recherchierten Artikel werden, so finde ich, alle Probleme bei dem Aufbau von Glasfasernetzen bis in die Wohnungen betrachtet.

    Vielleicht versteht der eine oder andere mal, warum es eine echt komplexe Geschichte mit vielen Akteuren ist und es Geld kostet.
    Phino
    13. September 2026 um 23:51
  • pufferueberlauf
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    • 14. September 2026 um 10:00
    • #9

    Ja, ganz guter Artikel der ein paar der BREKO Zahlen mit Kontext versorgt.

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