Deep Dive SFP-Modul GPON ONU Stick von FS.com

  • Dieser Deep Dive, bzw. der Versuch einer Analyse des Modules an einem aktiven Anschluss von Deutscher Glasfaser (DG - aktivierter kundeneigener Router), ist die Grundlage für den Thread "DYI: GPON Glasfaser Modem / ONT selbermachen". Freilich ist die do-it-yourself Anleitung auch ohne tiefere Kenntnis durchführbar. Da ich jedoch Wissen gerne teile, habe ich hier versucht meine Erkenntnisse in hoffentlich einigermaßen verständlicher Form darzulegen.

    Im Folgenden wird folgendes SFP-Modul betrachtet:
    FS.com GPON ONU Stick mit MAC SFP / GPON-ONU-34-20BI
    P/N:GPON-SFP-ONT-MAC-I | SKU:133619
    https://www.fs.com/de/products/133619.html

    Eine Übersicht der Funktionalität inkl. Analysetools erhält man hier: https://hack-gpon.org/ont-fs-com-gpon-onu-stick-with-mac/

    Wer auch dieses SFP-Modul besitzt, dem sei auch ein dash-Script an die Hand gegeben, um die Befehle nicht von Hand eingeben zu müssen. Dieses Script (fscom-onu.sh) ist in der tar-Datei "fscom-onu.tar" enthalten. Die Berechtigungen sind schon entsprechend gesetzt. Nach dem Kopieren der tar-Datei an eine geeignete Stelle wird das Script mittels einem

    Code
    tar -xvf fscom-onu.tar

    ausgepackt. Der Aufruf ist wie folgt:

    Code
    ./fscom-onu.sh

    An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Datei mittels SCP zum Ziel kopiert werden muss. Wie immer empfehle ich für die Windows Nutzer das PuTTY-Progamarchiv (https://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/latest.html). Mittels pscp.exe kann das Kopieren erfolgen:

    Code
    pscp.exe -scp -l ONTUSER -pw 7sp!lwUBz1 <Pfad zur tar-Datei>\fscom-onu.tar 192.168.1.10:/home/ONTUSER/fscom-onu.tar

    Danach verbindet man sich via des SSH-Clients putty.exe auf das SFP-Modul, entpackt die tar-Datei und ruft das Script auf. Bitte aktiviert unbedingt das Logging in dem grafischen Client, andernfalls sind die Ausgaben nach dem Beenden des Clients verloren!

    fscom-onu.tar.zip


    Quick und dirty (wegen der Ausgabe) geht das auch via Kommandozeile:

    Code
    putty.exe -l ONTUSER -pw 7sp!lwUBz1 -sessionlog <Pfad zur Log-Datei>\putty.log -logappend 192.168.1.10

    Mein ernst und gut gemeinter Rat ist jedoch die GUI-Variante zu nutzen!

    Die Parametrisierung unter Linux hängt davon ab, wie aktuell eure SSH/OpenSSL Installation ist:

    Code
    $ ssh ONTUSER@192.168.1.10 | tee -a ~/$(date +%Y%m%d-%H%M%S)_sshlogfile.log
    oder
    $ ssh -oKexAlgorithms=+diffie-hellman-group1-sha1 -oHostKeyAlgorithms=+ssh-rsa ONTUSER@192.168.1.10 | tee -a ~/$(date +%Y%m%d-%H%M%S)_sshlogfile.log

    2 Mal editiert, zuletzt von HubeBube (11. März 2026 um 17:06)

  • Nun jedoch zu den kommentierten Ausgaben des dash-Scriptes. Zu spezifische Informationen habe ich ausgespart, das PLOAM-Passwort wird bei Deutsche Glasfaser nicht verwendet, daher ist dieses nicht von mir entfernt worden.


    *** Getting ONU specific output of kernel ring buffer ***
    ==> dmesg | grep '[onu]'
    Bemerkung: Hier ist die aktive GPON-Serial/Modem-ID/PLOAM und das PLOAM-Passwort abzulesen.


    Auslesen der Einstellungen der optischen Schnittstelle [FALC(tm) ON Optic Driver, Lantiq Beteiligungs-GmbH & Co. KG]

    *** Getting otop version information ***

    ==> otop -b -g v oder im Interactive-Mode: otop <ENTER> ; <druecke> v

    Code
    FALC(tm) ON Optic Driver, version 7.5.1.0 (c) Copyright 2015, Lantiq Beteiligungs-GmbH & Co. KG
    Compiled on Sep 18 2021, 10:25:43
    ONU Device Type, PEB/PEF 98035, FALC ON-S


    *** Getting otop configuration information ***
    ==> otop -b -g c oder im Interactive-Mode: otop <ENTER> ; <druecke> c


    *** Getting otop status (1) information ***

    ==> otop -b -g s oder im Interactive-Mode: otop <ENTER> ; <druecke> s


    *** Getting otop status (1) information, power info only ***
    ==> otop -b -g s | grep power

    Code
    manage mode (OMU/BOSA/BOSA2), powerlevel           BOSA, normal (0)
    RSSI 1490 power                                    12.46uW -19.05dBm 
    tx power (se*(bias+mod/2-ith))                     1.61mW 2.06dBm

    Bemerkung: Hier wurde obige Ausgabe nach den Powerwerten gefiltert.


    *** Getting otop status (2) information ***
    ==> otop -b -g S oder im Interactive-Mode: otop <ENTER> ; <druecke> S


    *** Getting otop alarms information ***
    ==> otop -b -g a oder im Interactive-Mode: otop <ENTER> ; <druecke> a

    2 Mal editiert, zuletzt von HubeBube (11. März 2026 um 14:01)

  • Auslesen der GPON Einstellungen [FALC(tm) ON Base Driver, Intel Corporation]
    *** Getting gtop version information ***
    ==> gtop -b -g v oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> v

    Code
    FALC(tm) ON Base Driver, Version 7.5.1.0 (c) Copyright 2017, Intel Corporation - Testpatch GPONSW-3406 v H05
    Compiled on Sep 18 2021, 10:25:17 for Linux kernel 3.10.49
    ONU Device Type, PEB/PEF 98035, FALC ON-S


    *** Getting gtop configuration information ***
    ==> gtop -b -g b oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> b

    Bemerkung: Hier ist das PLOAM Passwort im hexadezimalen Format abzulesen [10 x 48 (dec)/30 (hex)/0 (ascii)].


    *** Getting gtop GPE information ***
    ==> gtop -b -g d oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> d

    Code
    GEM PORT ID  GEM PORT IDX  OMCI  MC  ENCRYPT  DIR
            59           255     1   0        1    3
           385             1     0   0        1    3
          1985           254     0   0        0    3
          2046             2     0   0        0    2
          2047             0     0   0        0    2


    *** Getting gtop status information ***
    ==> gtop -b -g a oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> a

    Bemerkung: Hier erkennt man den Operational State (O5), die ONU-ID im GPON Segment und auch den Interface Mode 15 (TBI_AUTODETECT).


    *** Getting GPE VLAN table rules ***
    ==> gtop -b -g "GPE VLAN rule" oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> c ; <druecke> x

    Bemerkung: Die VLAN Rule Table (oder Klassifizierungstabelle) bestimmt, zu welchem VLAN ein Datenframe gehört, wenn er an dem ONT eintrifft. Dadurch wird eingehender Datenverkehr einer spezifischen VLAN-ID (VID) zugeordnet, daher ist es eine Tabelle zur Klassifizierung und Zuordnung. Für diese Zuordnung gibt es unterschiedliche Mechanismen:
    Portbasiert (PVID): Weist eine VLAN-ID basierend auf dem physischen Port zu (Standard-VLAN-ID oder Port-VLAN-ID [PVID]).
    MAC-basiert: Ordnet spezifische Geräte-MAC-Adressen einem VLAN zu, sodass das VLAN dem Benutzer unabhängig vom verwendeten Port folgt.
    Protokollbasiert: Weist VLANs basierend auf dem Netzwerkprotokoll (z. B. IP, IPX) zu.
    Subnetzbasiert: Weist VLANs basierend auf dem Quell-IP-Adressbereich zu.
    Regelhierarchie: Bei mehreren Regeln gilt oft eine Rangfolge, z. B.: Subnetzbasiert > Protokollbasiert > Portbasiert.
    Kurz und knapp gesagt bestimmt die VLAN Rule Table die Zugehörigkeit anhand der Eingangskriterien (Port, MAC, Subnetz).


    *** Getting gtop GPE VLAN table **
    ==> gtop -b -g "GPE VLAN" oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> c ; <druecke> v

    Code
    Name:        ONU_GPE_VLAN_TABLE
    ID:          18
    no;pcp;dei;vid;vlan_meter_enable;vlan_meter_id;end
    32; ; ;362; ; ; 
    33; ; ; ; ; ;1
    36; ; ;362; ; ; 
    37; ; ; ; ; ;1

    Bemerkung:


    *** Getting gtop GPE VLAN Treatment table ***
    ==> gtop -b -g "GPE VLAN treatment" oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> c ; <druecke> y

    Bemerkung: Hier kann man erkennen, dass an dem Anschluss von Deutsche Glasfaser mit kundeneigenem aktivierten Router (FRITZ!Box 5530 Fiber) direkt an der Glasfaser, die VLAN-ID 362 verwendet wird. Allerdings ist dieses VLAN nicht mehr an der elektrischen Schnittstelle aktiv (also untagged). Muss also nicht explizit im Router konfiguriert werden. Der Provider steuert die VLANs durch die MIB [Class ID = 171 (Extended VLAN conf data)] via OMCI.
    Die VLAN Treatment Table (Weiterleitung und Tagging) definiert, wie der ONT den Frame vor der Weiterleitung verarbeitet, insbesondere ob ein 802.1Q-Tag hinzugefügt, entfernt oder beibehalten wird.
    Folgende Möglichkeiten zur Bearbeitung sind möglich:
    Ungetaggt (Access-Port): Beim Verlassen eines Ports entfernt der ONT das VLAN-Tag, damit das Endgerät (z. B. ein PC) den Frame verarbeiten kann.
    Getaggt (Trunk-Port): Der ONT behält das 802.1Q-Tag bei, sodass der Frame unter Beibehaltung seiner VLAN-ID an einen anderen Switch oder Router weitergeleitet werden kann.
    Verwerfen: Wenn ein getaggter Frame an den Port des ONT ankommt, wird er verworfen.
    VLAN-Tagging (Hybrid/Trunk): Wenn ein ungetaggter Frame ankommt, behandelt der ONT ihn, indem er ihm die PVID zuweist und ihn taggt, bevor er ihn über einen Trunk sendet.
    Weitere Infos zu dieser Tabelle findet man unter diesem Punkt: *** Getting information of the extended VLAN configuration ***
    Kurz und knapp gesagt definiert die VLAN Treatment Table die Ausgangsaktion: Tagging (Trunk) oder Stripping (Access).


    *** Getting gtop GPE extended VLAN table ***
    ==> gtop -b -g "GPE extended VLAN" oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> c ; <druecke> w

    Code
    Name:        ONU_GPE_EXTENDED_VLAN_TABLE
    ID:          41
    no;out tpid;in tpid;vlan rule pointer;dscp pointer
    0;0x8100;0x8100;    ;1
    1;0x8100;0x8100;  64;1
    2; ; ;    ; 
    3; ; ;    ; 
    ...


    *** Getting gtop GPE LAN port VLAN information ***
    ==> gtop -b -g "GPE LAN port VLAN" oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> 1 ; <druecke> 2

    Code
    no;ext_vlan_enable_ingress;ext_vlan_ingress_mode;ext_vlan_index_ingress;ext_vlan_enable_egress;ext_vlan_egress_mode;ext_vlan_index_egress;ext_vlan_enable_egress2;ext_vlan_mode_egress2;ext_vlan_index_egress2;ext_vlan_mc_enable_ingress;ext_vlan_mc_index_ingress;ext_vlan_mc_enable_egress;ext_vlan_mc_index_egress;ext_vlan_incremental_enable;nto1_vlan_learning_enable;vinax_tag_enable
    0;1; ; ;1; ;1; ; ; ; ; ; ; ;1; ;


    *** Getting gtop GEM port status table ***
    ==> gtop -b -g e oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> e

    Code
    GEM PORT ID  GEM PORT IDX  TX FRAMES   TX BYTES  RX FRAMES   RX BYTES   
            59           255        260      12480        260      12480
           385             1         43      30140        297      57880
          1985           254          4        440          0          0
          2046             2          0          0          0          0
          2047             0          0          0          0          0


    *** Getting gtop help ***
    ==> gtop -b -g ? oder im Interactive-Mode: gtop <ENTER> ; <druecke> ?
    Bemerkung: Lässt man den Schalter -b weg, dann hat man einen Art Interactive-Mode, vergleichbar des Befehles "top". Mit dieser Hilfeseite werden die Tastaturkürzel angezeigt.

    2 Mal editiert, zuletzt von HubeBube (11. März 2026 um 21:06)

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  • Auslesen der ONU Einstellungen
    *** Getting U-Boot environment variables ***
    ==> fw_printenv


    *** Getting U-Boot commited image ***
    ==> fw_printenv committed_image

    Code
    committed_image=0

    Bemerkung: Hier wird das aktuelle Bootimage angezeigt.


    *** Getting U-Boot IP-address of sfp-module ***
    ==> fw_printenv ipaddr

    Code
    ipaddr=192.168.1.10

    Bemerkung: Hier wird die IPv4-Adresse der elektrischen Schnittstelle des SFP-Modules ausgegeben.


    *** Getting U-Boot gateway IP-address of sfp-module ***
    ==> fw_printenv gatewayip

    Code
    gatewayip=192.168.2.0

    Bemerkung: Hier wird die IPv4-Adresse des konfigurierten Gateways angezeigt.


    *** Getting U-Boot GPON serial ***
    ==> fw_printenv nSerial

    Code
    nSerial=AVMG........

    Bemerkung: Die verwendete GPON-Serial/Modem-ID/PLOAM.


    *** Getting U-Boot BASE64 encoded EEPROM1 (A2h) information ***
    ==> fw_printenv sfp_a2_info

    Code
    sfp_a2_info=begin-base64 644 sfp_a2_info @...@

    Bemerkung: Der SFP ONT speichert einige Daten in der Variable sfp_a2_info des U-Boot Environments (/dev/mtd1 Flash Partition [uboot_env] auf EEPROM1 [A2h]) ), codiert als BASE64. Zum Dekodieren https://hack-gpon.org/ont-lantiq-print-eeprom/ [EEPROM A2h] nutzen.
    Analyse: Das GPON ONT Password findet man im 5. Feld. Die GPON-Serial ist im 6. Feld. Im Feld 12 befindet sich die Equipment-ID unmittelbar gefolgt von der Vendor-ID. Felder liegen zwischen den @-Zeichen.

    PowerShell:

    Code
    PS > $SfpA2String ="@Xw...==@"
    PS > $SfpA2String -split '@' | Foreach-Object { [Text.Encoding]::ASCII.GetString([Convert]::FromBase64String( $_ )) }

    Die folgende Fehlermeldung ist zu ignorieren:
    Ausnahme beim Aufrufen von "FromBase64String" mit 1 Argument(en): "Die Eingabe ist keine gültige
    Base-64-Zeichenfolge, da sie ein Nicht-Base-64-Zeichen, mehr als zwei Leerstellen oder in den Leerstellen ein Zeichen
    enthält, das ungültig ist."


    *** Getting U-Boot BASE64 encoded EEPROM0 (A0h) Information ***
    ==> fw_printenv sfp_a0_low_128

    Code
    sfp_a0_low_128=begin-base64 644 sfp_a0_low_128 @...@

    Bemerkung: Der SFP ONT speichert einige Daten in der Variablen sfp_a0_low_128 des U-Boot Environments auf EEPROM0 [A0h], codiert als BASE64. Zum Dekodieren https://hack-gpon.org/ont-lantiq-print-eeprom/ [EEPROM A0] nutzen.
    Analyse: Vendor PN/Part Number (GPON-ONU-34-20BI) unmittelbar gefolgt von der Vendor revision/Revision level for part number (01). Ebenfalls ist die eindeutige Vendor SN/Serial Number (G2230326179) [dies ist NICHT die GPON-Serial!] und eindeutiger date code/manufacturing date code (220906) in den Feldern 1 und 2. Felder liegen zwischen den @-Zeichen.

    PowerShell:

    Code
    PS > $SfpA0String ="@AwQ...===@"
    PS > $SfpA0String -split '@' | Foreach-Object { [Text.Encoding]::ASCII.GetString([Convert]::FromBase64String( $_ )) }

    Die folgende Fehlermeldung ist zu ignorieren:
    Ausnahme beim Aufrufen von "FromBase64String" mit 1 Argument(en): "Die Eingabe ist keine gültige
    Base-64-Zeichenfolge, da sie ein Nicht-Base-64-Zeichen, mehr als zwei Leerstellen oder in den Leerstellen ein Zeichen
    enthält, das ungültig ist."


    *** Getting GPON serial from sfp-module ***
    ==> sfp_i2c -g

    Code
    nSerial=AVMG........

    Bemerkung: Die verwendete GPON-Serial/Modem-ID/PLOAM. Die Ausgabe entspricht dem U-Boot Kommando "fw_printenv nSerial".


    *** Getting PLOAM information ***
    ==> onu ploamsg

    Code
    errorcode=0 curr_state=5 previous_state=4 elapsed_msec=1167108

    Bemerkung: curr_state=5 ist der Status der Begierde. Hier eine Übersicht: O1 - Initial, O2 - Standby, O3 - Serial Number, O4 - Ranging, O5 - Operation, O6 - POPUP, O7 - Emergency Stop. https://www.luleey.com/de/gpon-onu-o1-o7-state-transition/


    *** Getting current GPON serial ***
    ==> onu gtcsng

    Code
    errorcode=0 serial_number=AVMG........

    Bemerkung: Ausgabe der GPON-Serial/Modem-ID/PLOAM. Die hexadezimalen Werte nach der Vendor ID (AVMG) sind in Kleinbuchstaben angegeben.


    *** Getting current password ***
    ==> onu gtcpg

    Code
    errorcode=0 password=0000000000

    Bemerkung: Entspricht dem nPassword aus der UCI GPON Information. Die Variable nPassword enthält 10 x die 0 (ascii)/30 (hex)/48 (dec).


    *** Getting current password and some more information ***
    ==> onu gtccg

    Code
    errorcode=0 bip_error_interval=8000 sf_threshold=5 sd_threshold=9 serial_number_request_threshold=10 rogue_msg_id_upstream_reset=255 rogue_msg_repeat_upstream_reset=3 rogue_msg_id_device_reset=255 rogue_msg_repeat_device_reset=3 rogue_msg_enable=0 ploam_timeout_1=11000 ploam_timeout_2=100 emergency_stop_state=0 password="48 48 48 48 48 48 48 48 48 48"

    Bemerkung: Das Passwort wurde nicht verändert und ist diesmal als dezimaler Wert vorhanden [10 x 48 (dec)/30 (hex)/0 (ascii)].


    *** Getting options of LAN interface ***
    ==> onu lan_port_status_get
    Bemerkung: Optionen der elektrischen Schnittstelle des SFP-Moduls. Für die Auswertung notwendig.


    *** Getting/Setting Speed LAN Mode ***
    ==> onu lan_port_status_get 0

    Code
    errorcode=0 pport=0 mode=15 enable=1 link_status=4 phy_duplex=1

    Bemerkung: Status der elektrischen Schnittstelle des SFP-Moduls.

    Analyse:
    mode=15 -> TBI_AUTODETECT
    link_status=4 -> 200 Mbps UP (zum Messzeitpunkt war nur ein 100 Mbps Full Duplex Adapter angeschlossen).


    *** Getting LAN port configuration ***
    ==> onu lan_port_cfg_get 0
    Bemerkung: Konfiguration der elektrischen Schnittstelle des SFP-Moduls ausgeben.

    5 Mal editiert, zuletzt von HubeBube (11. März 2026 um 17:14)

  • Auslesen der OpenWrt UCI Einstellungen

    *** Getting OpenWrt UCI Default EEPROM Information ***
    ==> uci show sfp_eeprom.default

    Code
    sfp_eeprom.default=sfp_eeprom
    sfp_eeprom.default.eeprom=1
    sfp_eeprom.default.vendor_name=Lantiq
    sfp_eeprom.default.vendor_partno=Part Number
    sfp_eeprom.default.vendor_rev=0000
    sfp_eeprom.default.vendor_oui=AC:9A:96
    sfp_eeprom.default.serial_no=no serial number
    sfp_eeprom.default.datecode=150414
    sfp_eeprom.default.addr_eeprom_0=0x50
    sfp_eeprom.default.addr_eeprom_1=0x51

    Bemerkung: Daten des Default EEPROMs.


    *** Getting OpenWrt UCI network information ***
    ==> uci show network

    Bemerkung: Wer hätte es gedacht, hier sind u.a. die Daten in Richtung optische (host) und elektrische (lct) Schnittstelle hinterlegt. Ohne explizite Anweisung muss hier nichts geändert werden.


    *** Getting OpenWrt UCI GPON information ***
    ==> uci show gpon

    Bemerkung: Die GPON Konfiguration ist hier enthalten. Die Variable nPassword enthält 10 x die 30 (hex)/0 (ascii)/48 (dec).


    *** Getting OpenWrt UCI system information ***
    ==> uci show system

    Bemerkung: Hier ist die Konfiguration u.a. von Zeitservern, der Zeitzone und dem Hostnamen enthalten.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (11. März 2026 um 14:13)

  • Auslesen der OMCI Managed Entities (ME)
    Die Parametrisierung erfolgt zunächst mit der Class ID/MIB ID, danach folgt die Instance ID/ME instance number.
    Diese IDs werden durch das Hochladen der GPON MIB-Datei (/etc/mibs/data_1g_8q.ini) dem OLT durch den ONT mitgeteilt. Allerdings werden die Inhalte zur Laufzeit teilweise überschrieben!
    Der OLT ist in der Lage die MIB zu überprüfen und ggf. weitere Kommunikation zwischen OLT und ONT abzubrechen. Dies äußert sich u.a. in einem Operational State = O5 jedoch mit nicht vorhandenem Internetaccess!

    *** Getting information of the software images ***
    ==> omci_pipe.sh meg 7 0
    ==> omci_pipe.sh meg 7 1
    Bemerkung: Version von Image 0 und Image 1 (beide 6BA1896SPLQA42). Es wird ebenfalls ausgegeben, welches Image comitted, aktiv und gültig ist.
    Upload = yes


    *** Getting information of the VLAN Tagging filter ***
    ==> omci_pipe.sh meg 84 4354
    ==> omci_pipe.sh meg 84 4363
    Bemerkung: Beide Instance-IDs (4354,4363) zeigen als Hex-Dump die "VLAN filter list" an und enthalten identische Werte.
    Upload = yes


    *** Getting information of the OLT vendor ***
    ==> omci_pipe.sh meg 131 0
    Analyse:
    OLT vendor id -> ALCL (vormals Alcatel) = Nokia
    Version -> 6 2 4 002 = In der FRITZ!Box GUI als R6.2.04 angezeigt
    Upload = yes (sollte das nicht ein Download sein?)


    *** Getting information of the extended VLAN configuration ***
    ==> omci_pipe.sh meg 171 257
    Bemerkung: Zum Dekodieren des Hex-Dumps "RX frame VLAN table" diese Werte in https://hack-gpon.org/gpon-omci-vlan-parser/ kopieren. VID = VLAN Identifier - die ID eines VLANs ; TPID = Tag Protocol Identifier - identifiziert einen Ethernet-Frame als IEEE 802.1Q-getaggt. VID 4096 = dürfte es nicht geben, da der Bereich lediglich von 0 bis 4095 definiert ist ; VID 0 = für die Übertragung von Prioritäts-Tags (CoS - Class of Service) reservierte ID.
    Analyse:

    ---
    Upload = yes


    *** Querying OMCI ME #256 Vendor-ID + HW-Version + Serial# ***
    ==> omci_pipe.sh meg 256 0
    Analyse:
    Vendor id -> AVMG
    Version -> 13 x die 30 (hex)/0 (ascii)/48 (dec)
    Serial number -> AVMG... (hier steht die GPON-Serial/Modem-ID/PLOAM. Die ersten 4 Zeichen sind in ASCII-Notation, danach folgen 4 hexadezimale Werte)
    Upload = yes


    *** Querying OMCI ME #257 Equipment-ID ***
    ==> omci_pipe.sh meg 257 0
    Analyse: Equipment id -> F!Box5530 (natürlich nur falls eine FRITZ!Box 5530 Fiber verwendet wird)
    Upload = yes


    *** Getting the standard GPON MIB data ***
    ==> cat /etc/mibs/data_1g_8q.ini
    Bemerkung: Die Informationen der GPON Standard MIB stehen in dieser Datei. Die Werte können zur Laufzeit geändert werden!


    *** Getting MIB data using 2.5 Gbps connections ***
    ==> cat /etc/mibs/data_1g_8q_us1280_ds512.ini
    Bemerkung:


    *** Getting almost complete GPON configuration output ***
    ==> debug
    ==> cat /tmp/gtop.txt
    Bemerkung: Hier sind viele der vorherigen gesammelten Informationen zu finden!


    *** Getting some more information ***
    ==> cat /tmp/log/one_click
    Bemerkung: Hier sind noch einige Infos mehr zu finden.


    *** Getting directory listing recursively ***
    ==> ls -l -R /tmp


    *** Getting directory listing recursively ***
    ==> ls -l -R /var/log

    Code
    /var/log:
    -rw-------    1 root     root          5203 Sep 18 03:04 debug
    -rw-r--r--    1 root     root             0 Sep 18 02:39 lastlog
    -rw-r--r--    1 root     root        874124 Sep 18 03:20 one_click
    -rw-r--r--    1 root     root             0 Sep 18 02:39 wtmp

    2 Mal editiert, zuletzt von HubeBube (11. März 2026 um 14:19)

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  • Jetzt habe ich das Modul (GPON-ONU-34-20BI) doch mal wieder aus der Schublade geholt.

    Ich hatte mich im letzten Jahr bereits darauf eingeloggt und stehe aktuell auf dem Schlauch, wieso ich den Stick auf Port 22 nicht mehr erreiche.

    Die optische Verbindung ist aufgesteckt und der Kernel meldet auch einen Link.

    Ich habe ein Interface auf VLAN 50 gelegt und manuell die IP 192.168.1.11 vergeben.

    Code
    ifconfig sfp-wan.50
    sfp-wan.50 Link encap:Ethernet  HWaddr 82:62:A4:E2:85:C0
              inet addr:192.168.1.11  Bcast:192.168.1.255  Mask:255.255.255.0
              inet6 addr: fe80::8062:a4ff:fee2:85c0/64 Scope:Link
              UP BROADCAST RUNNING MULTICAST  MTU:1500  Metric:1
              RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
              TX packets:34 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
              collisions:0 txqueuelen:1000
              RX bytes:0 (0.0 B)  TX bytes:1880 (1.8 KiB)

    Wie man aber erkennen kann, kriege ich von der 192.168.1.10 keine Antwort

    Code
    tcpdump:
    
    22:40:45.006200 ARP, Request who-has 192.168.1.10 tell 192.168.1.11, length 28

    Stehe ich auf dem Schlauch? Der ONU-Stick sollte doch im VLAN 50 auf IP 192.168.1.10 antworten, oder?

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  • Yep, die IPv4 lautet 192.168.1.10

    Ich hatte das Modul jedoch in einem dummen Mediaconverter. An dem RJ45 Port des Konverters war ein USB 2.0 Netzadapter angeschlossen, daher nur 100 Mbps full duplex.

    Dem Windows Laptop hatte ich die IPv4 von 192.168.1.5 (static) verpasst.

  • Tja, das ist für mich gerade auch die sehr spannende Frage. Wenn ich das gemacht habe, hilft mir mein alterndes Gedächtnis leider nicht auf die Sprünge.

    Und einen Factory Reset werde ich wohl auch nicht so einfach hinbekommen.

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  • Ahem? Wo ist dort VLAN 50 erwähnt? Das kann doch bestenfalls als generisches Beispiel erwähnt worden sein. Es funktioniert natürlich ohne taging, das hast Du nun ja schon herausgefunden.

  • Und jetzt erinnere ich mich. Der Versuch eines minimalen "Clonens" habe ich damals unternommen. Das bestand aber lediglich im Setzen der Serial Number, die ich vom ONT des Providers übernommen habe.

    Es verbleibt aber im PLOAM Status 3.

    Nach Auskunft des Providers kann ich per Email und Mitteilen der Seriennummer den eigenen ONT onboarden. Die müssen also noch was anderes am Port umstellen.

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  • Ahem? Wo ist dort VLAN 50 erwähnt? Das kann doch bestenfalls als generisches Beispiel erwähnt worden sein. Es funktioniert natürlich ohne taging, das hast Du nun ja schon herausgefunden.

    Ja, möglicherweise soll die Anleitung (https://resource.fs.com/mall/resource/…ation-guide.pdf) andeuten, dass man die beiden Ports auf untagged VLAN 50 isolieren soll.

    Aber gut, sei's drum. Zugriff ohne VLAN. Merken für die Zukunft.

  • Das bestand aber lediglich im Setzen der Serial Number, die ich vom ONT des Providers übernommen habe.

    Es verbleibt aber im PLOAM Status 3.

    Nach Auskunft des Providers kann ich per Email und Mitteilen der Seriennummer den eigenen ONT onboarden. Die müssen also noch was anderes am Port umstellen.

    Welcher Provider?

    Das stoppt ja noch in einer frühen Phase. Erwartet dein Provider doch ein anderes PLOAM-Password als die 0en, die das Modul im Default liefert, also

    sfp_i2c -i 11 ... ?

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  • Ja, möglicherweise soll die Anleitung (https://resource.fs.com/mall/resource/…ation-guide.pdf) andeuten, dass man die beiden Ports auf untagged VLAN 50 isolieren soll.

    Aber gut, sei's drum. Zugriff ohne VLAN. Merken für die Zukunft.

    Ja, ich erinnere mich nun ebenfalls, dass ich nach dem Satz

    Zitat

    Switch create vlanif (take vlan id 50 as an example) to guarantee the same network segment as GPON SFP ONU

    die Isolierung in ein VLAN nur als Vorschlag wahrgenommen habe.

  • Laut Nachricht benötigen sie nur die Seriennummer.

    Ich hätte ja noch die über den Upload der MIB mitgeteilten Managed Entity IDs in Verdacht bzw. das dort etwas fehlt. M-net hatte einmal solche Behinderungen eingebaut. Diese fehlende ID hatte man jedoch im OMCI Log erkennen können. Allerdings ist der Status 03, meinem Verständnis nach, noch bezüglich des MIB-Uploads zu früh.