Connect Festnetztest 2025

  • Aus der Methodik des Tests:

    Zitat

    Die Analyse von WLAN-Verbindungen trägt der Tatsache Rechnung, dass die meisten Internetverbindungen heute per WLAN stattfinden. Da zudem die mit aktuellen Smartphones möglichen WLAN-Geschwindigkeiten meist deutlich höher sind als die beobachteten Gesamtdatenraten, ist der Einfluss des WLAN-Link-Tempos auf die Messergebnisse zu vernachlässigen.

    Diese Logik ist grenzwertig: nur weil ein modernes Smartphone eventuell XXX Mbps Bruttodatenrate unter bestimmten Bedingungen erzielen kann, und diese XXX ueber den ueblichen Internetzugangsraten lieen, heisst das nicht, dass das selbe Telephon auch tatsaechlich in den Messungen Nettodatenraten > der Netto-Internetzugangsrate erreicht haben.

    Zitat

    Die zugrunde liegende Methodik haben wir im Vorjahr erstmals als Case Studypräsentiert, dieses Jahr fließen die damit ermittelten Resultate mit einer Gewichtung von 10 Prozent ins Gesamtergebnis ein. Der Grund dafür ist, dass wir bei der Bewertung diejenigen Anbieter belohnen wollen, die ihre Leitungen nicht nur in für sie lukrativen Zentren, sondern breit übers gesamte Land verteilt anbieten.

    Das mag fuer die belohnten ISP ja nett sein, aber als Endkunde ist mir egal welcher ISP auch Hintertupfing versorgt, ich will wissen welcher von den bei mir verfuegbaren ISP relativ der "beste" ist.

    Und wie schon beim letzten mal keine Tests die auch nur annaehernd versuchen die Peeringqualitaet der ISPs zu bewerten, bzw. wie gut man vom jeweiligen ISP den Rest des Internets erreichen kann.

    Ich bleibe dabei, der Test mag ganz nett sein, aber eine objektive Bewertung der Qualitaet verschiedener ISPs ist er eher weniger.

  • versuchen die Peeringqualitaet der ISPs zu bewerten, bzw. wie gut man vom jeweiligen ISP den Rest des Internets erreichen kann

    Das wird ja durch "umlaut" indirekt erfasst:

    "Auf ihnen erfolgt bei der Nutzung von Tausenden populären Apps im Hintergrund eine Erfassung der im Folgenden beschriebenen Parameter – sofern der Nutzer der vollkommen anonymen Datenerhebung zugestimmt hat." (https://www.connect.de/vergleich/fest…06265-9989.html)

    Wenn ein Anbieter ein für den Kunden schlechtes Netz betreibt, fließt das in das Ergebnis ja mit ein. Die Peeringpolitik ist für den Kunden daher vollkommen uninteressant, solange das Ergebnis passt.

    "umlaut" erfasst in seiner Methode das tägliche typische Nutzererlebnis. Das mag nicht für jeden Nutzer passen.

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  • Das wird ja durch "umlaut" indirekt erfasst:

    "Auf ihnen erfolgt bei der Nutzung von Tausenden populären Apps im Hintergrund eine Erfassung der im Folgenden beschriebenen Parameter – sofern der Nutzer der vollkommen anonymen Datenerhebung zugestimmt hat." (https://www.connect.de/vergleich/fest…06265-9989.html)

    Indirekt erfasst? Das ist aeusserst positiv/optimistisch...

    Wenn ein Anbieter ein für den Kunden schlechtes Netz betreibt, fließt das in das Ergebnis ja mit ein. Die Peeringpolitik ist für den Kunden daher vollkommen uninteressant, solange das Ergebnis passt.

    Das ist halt keine Methodik mit der man so etwas bestimmen kann... das ganze ist ein komplett unkontrollierter Parameter. Anders gesagt der Test ist schlicht nicht in der Lage relative Peeringqualitaet zu bewerten, weder absichtlich, noch stochastisch. Und das ist fuer den Test auch OK, da gar nicht behauptet wird der Test messe die Peeringqualitaet.

    Das macht den Test immer noch ungeeignet fuer den Zweck die objektive Qualitaet von ISPs zu messen, aber das ist ja auch nicht was Connect damit bezweckt (die wollen Sieger kueren, ohne dabei auch echte Verlierer zu erzeugen, das sind alles auch Werbekunden der Connect).

    "umlaut" erfasst in seiner Methode das tägliche typische Nutzererlebnis. Das mag nicht für jeden Nutzer passen.

    Das ist

  • Wozu auch? Das ist für den Kunden ohne Belang.

    Beim Produkt "Internetzugang" ist die Qualitaet mit der man den Rest des Internets ausserhalb des eigenen ISPS erreichen kann ohne Belang? Ich denke wir muessen in dieser Frage uns darauf einigen, zu unterschiedlichen Bewertungen zu kommen.

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  • Ja, aber das wird ja anhand der Praxiserfahrung bewertet. Wenn die Konnektivität zu anderen Netzen schlecht ist, hat das Auswirkungen auf das Nutzererlebnis.

    Scheint laut "umlaut" also zu passen.

  • Beim Produkt "Internetzugang" ist die Qualitaet mit der man den Rest des Internets ausserhalb des eigenen ISPS erreichen kann ohne Belang? Ich denke wir muessen in dieser Frage uns darauf einigen, zu unterschiedlichen Bewertungen zu kommen.

    Aber genau dies machen sie doch. Sie ziehen die Verbindungsdaten von den am meisten genutzten Apps heran. Besser kann man es doch nicht testen. Die Server dazu hängen doch überall im Netz.
    Auf ihnen erfolgt bei der Nutzung von Tausenden populären Apps im Hintergrund eine Erfassung der im Folgenden beschriebenen Parameter – sofern der Nutzer der vollkommen anonymen Datenerhebung zugestimmt hat.

    Das ganze bezieht halt sich vielleicht nicht auf dein KO-Kriterium, dürfte aber für die Mehrheit der Nutzer zutreffend sein.
    Ich selber konnte bei den beiden mir bekannten/genutzten Telekom-Anbindungen bisher auch nicht feststellen.

  • Aber genau dies machen sie doch. Sie ziehen die Verbindungsdaten von den am meisten genutzten Apps heran. Besser kann man es doch nicht testen. Die Server dazu hängen doch überall im Netz.

    ??? Natuerlich kann man das besser testen als auf die zufaellige Wahl der zufaellig laufenden Applikationen auf den Smartphones/Tablets zu vertrauen. Die Vorstellung dadurch kaeme man zur einer annaehernd gleichen Wahrscheinlichkeut fuer alle anderen AS ist absurd.

    Freunde, wir kommen da nicht zusammen.

    Das ganze bezieht halt sich vielleicht nicht auf dein KO-Kriterium, dürfte aber für die Mehrheit der Nutzer zutreffend sein.

    Das ist eine Hypothese, die kann man wohl aufstellen, sollte die dann aber auch untermauern koennen.

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  • Aber genau dies machen sie doch. Sie ziehen die Verbindungsdaten von den am meisten genutzten Apps heran. Besser kann man es doch nicht testen. Die Server dazu hängen doch überall im Netz.

    Mmmh gerade folgendes gelesen:

    Zitat

    Zu der neuen Bewertungskategorie kamen weitere Aktualisierungen hinzu. Die wichtigste: Da im Festnetz vergleichsweise hohe Datenraten erzielt werden, haben wir die passive Beobachtung von Upload- und Download-Geschwindigkeiten (also die Protokollierung im Hintergrund, welche Datenraten die im Vordergrund momentan aktive App gerade empfängt beziehungsweise sendet) für den Festnetztest gestrichen.

    D.h. es bleiben nur die aktiven Tests und da ist gar nicht dargestellt gegen welche Gegenstellen gemessen wird und in welchen AS die beheimatet sind.

    Freunde, je tiefer ich in die Methodik schaue, desto mehr schaudert es mich und desto weniger nuetzlich halte ich den Test fuer einen objektiven Vergleich von endkunden-relevanter ISP-Qualitaet. Und ich habe, da will ich ehrlich sein, nicht das Gefuehl, dass Ihr Euch bisher wirklich in die Methodik vertieft habt.

    Was man tun muesste um Peering, also der Erreichbarkeit des gesamten Internets, auf den Zahn zu fuehlen ist eigentlich, regelmaessig gleichzeitig Durchsatz, Latenz, und Paketverlustrate zu ausgewaehlen Servern in verschiedenen ausgewaehlten AS zu messen (z.B. als erste Naeherung Server in allen T1-Netzen, damit testet man die Erreichbarkeit per Transit).


    P.S.: Das Eingestaendnis, dass die passiven Test kaum interpretierbar sind finde ich sehr offen und ehrlich, dafuer grosses Lob an Connect. Viele Anwendungen die man auf SmartPhones nutzt sind so oder so kapazitaetslimitiert und daher ist der instantane Durchsatz einer solchen App kein robustes Mass fuer die "Bandbreite" zur jeweiligen Gegenstelle oder die Qualitaet eines Internetanschlusses.

    2 Mal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (2. Oktober 2025 um 14:49)

  • Was man tun muesste um Peering, also der Erreichbarkeit des gesamten Internets, auf den Zahn zu fuehlen ist eigentlich, regelmaessig gleichzeitig Durchsatz, Latenz, und Paketverlustrate zu ausgewaehlen Servern in verschiedenen ausgewaehlten AS zu messen (z.B. als erste Naeherung Server in allen T1-Netzen, damit testet man die Erreichbarkeit per Transit).

    Das wäre easy umsetzbar dafür braucht es nicht mal mehrere Server.
    Alles was es braucht ist einen eigenen AS und Transit Verbindungen zu den verschiedenen T1.

    Will dann jemand einen Test machen schaust in der Routing Tabelle über welche T1 diese IP direkt zu erreichen ist und änderst einfach bei jedem Test den Announce zu der IP nur über den jeweiligen T1.
    So kannst du wunderbar Upload / Download /Latenz und Packet-Loss testen.

  • dass wir bei der Bewertung diejenigen Anbieter belohnen wollen, die ihre Leitungen nicht nur in für sie lukrativen Zentren, sondern breit übers gesamte Land verteilt anbieten.

    [...]

    Das mag fuer die belohnten ISP ja nett sein, aber als Endkunde ist mir egal welcher ISP auch Hintertupfing versorgt, ich will wissen welcher von den bei mir verfuegbaren ISP relativ der "beste" ist.

    Interessant dass Connect genau das hervorhebt und dennoch die Telekom gewinnt. Klar, sie baut überregional aus - das ist nett. Aber genau die Kernaussage wird in der Praxis eher selten erfüllt: Das Hintertupfing ausgebaut wird. Ok, vielleicht wird Hintertupfing-City versorgt. Das benachbarte Hintertupfing-Nebenort bleibt aber außen vor, und das ist für den Wettbewerb echt uncool. Wird ja gern als "Rosinenpickerei" betitelt und das trifft es irgendwie. Weil aber die "kleinen größeren Orte" so zahlreich mit in den Projekten auftauchen (insb. über GlasfaserPlus) hat das für Connect vermutlich gereicht.

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