warum gibt es so keine symmetrischen Privatkundentarife?

  • Das Problem ist, dass es dabei auf die instantan abgerufenen/genutzten Bandbreiten ankommt, und die lassen sich aus den mittleren monatlichen Raten oder Datenvolumina nur schlecht ableiten.

    Der Punkt ist dann aber: In dem Moment, wo ich den Download oder Upload brauche, kann er gar nicht schnell genug sein. Den Rest der Zeit ist es egal. Wie komme ich nun zu einer realistischen Einschätzung der benötigten Verhältnisse (!) von Up- zu Download? Kennst du was Besseres, als reale Nutzungsstatistiken?

  • In der Tat ein kniffliges Problem...

    Ich wuerde z.B. vorschlagen mit relativ hoher zeitlicher Aufloesung (e.g. ein paar Sekunden) die instantane Auslastung zu bestimmen. Und dann z.B. nur solche Samples mit >= 50% Last untersuchen (um Peioden ohne Nutzung zu ignorieren) die Frage ist dann wie die Verteilung der Auslatung aussieht und welcher Anteil groesser als z.B. 90% ist. Das zeigt an wie oft der Upload ein Limit dargestellt hat.

  • Das Problem ist, dass es dabei auf die instantan abgerufenen/genutzten Bandbreiten ankommt, und die lassen sich aus den mittleren monatlichen Raten oder Datenvolumina nur schlecht ableiten.

    Dann hier mal die tatsächliche detaillierte Bandbreitennutzung. 1 Tag/eine Woche.

    Nur aus der App, am Badesee erstellt. Am Desktop geht es genauer.

    Man sieht sehr gut, das ich Lichtjahre entfernt bin von meinem Tarif 1000/500.


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  • Das mit dem groesstenteils idle und meilenweit von 1000/500 entfernt gilt fuer beide Richtungen, zumindest fuer die gezeigte Granularitaet der Daten. Daher ist mein Vorschlag oben darauf ausgerichtet zu bestimmen welcher Anteil der echten Nutzung von hoeherer Kapazitaet profitieren wuerde. Die Auslastungs-Prozentsaetze zur Bestimmung der zu bewertenden Zeitfenster und zur Bestimmung von "Volllast" sind dabei erstmal nur grobe Vorschlaege.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (16. August 2025 um 14:31)

  • Eine Faustformel zu finden dürfte in der Tat schwierig werden. Vielleicht für den ISP für die Dimensionierung sinnvoll, wenn er einen Überblick über alle Anschlüsse hat und sieht, dass diejenigen Kunden, die x mal pro Zeiteinheit ihr Upload-Geschwindigkeit ausgereizt haben, in naher Zukunft zu einem Upgrade tendieren.


    Es ist am Ende ja eine Geldfrage: 1) Profitiere ich von höherer Peak-Leistung und 2) wenn ja, bin ich bereit, den Aufpreis zu bezahlen?
    Im professionellen Bereich kann es kritisch sein, ob meinetwegen ein produziertes Video in 10 Minuten oder in anderthalb Stunden hochgeladen ist - da rechnet sich die Differenz (Zielserver mal außen vor). Gönne ich mir das privat? Betrachte ich als Gefühlssache.


    OT: Im Audiobereich gibt es den Crest-Faktor; Verhältnis von Scheitelwert (momentane Abfrage der Spitzenleistung) zu Effektivwert (Leistung über Dauer verteilt). Nutze ich die Endstufe nur daheim für Musik mit niedrigem Crest-Faktor als Eingangssignal, brauche ich kein Modell mit Reserven.
    Verleihe oder setze ich sie professionell ein und habe keinen Einfluss auf die Musik, soll sie auch bei hohem Crest-Faktor die gelegentlichen kurzen Basskicks ordentlich "schieben". Tut sie das nicht, leiht derjenige wohl nicht mehr bei mir.
    Will ich diesen Dynamik-Spaß aber ohne finanziellen Nutzen auch zu Hause haben, muss ich ebenfalls ein Modell mit großzügiger Leistungsreserve kaufen => mehr Upload, von dem ich 90 % der Zeit nicht profitiere. Oder beim Kochherd, bei dem es meistens egal ist, wie lange er aufheizt. Meistens.

  • ES gibt dazu doch die Formel Erlang.

    Die wurde schon zu Zeiten von reinen Telefonleitungen genutzt, um den Bedarf aus Sicht des Providers für bestimmte Regionen und Leitungsanzahl zu berechnen.

    Mittlerweile seit DSL-Zeiten verfeinert in Richtung Bandbreiten bei Datenverkehr in Verbindung mit Nutzungsverhalten der Endkunden.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (16. August 2025 um 15:14)

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