Hallo,
27 Monate nach unserer ersten Hausbegehung hatten wir vor einigen Tagen eine zweite, da anscheinend unsere alten Unterlagen bei DG nicht mehr auffindbar waren. Nach Dutzenden von Telefonaten, E-Mails, Briefen und zu guter Letzt Androhung von Anwälten scheint es jetzt --- 3 Jahre und 8 Monate nach Vertragsunterzeichnung --- auch bei uns weiterzugehen. Die gesamte Nachbarschaft ist bereits seit über einem Jahr via Glasfaser online und zu unserem Haus wurde immer noch kein Leerrohr verlegt...
Kurzer Ist-Zustand:
-Wir wohnen in einem 2-Familienhaus (EG- und OG-Wohnung)
-Später sollen beide Wohnungen über einen GF-Anschluss verfügen
-Es wurde zunächst nur ein Glasfaser-Vertrag abgeschlossen
-HÜP ist in Keller geplant
-GF-TA ist geplant auf Dachboden (für OG-Wohnung)
-GF-TA ist geplant im Keller (für EG-Wohnung)
-Passende Leerrohre wurden von mir verlegt
Mit dem Hausbegeher gab es zunächst einige Verständigungsschwierigkeiten, als ich versuchte ihm klarzumachen, dass passive GF-TAs benötigt werden (für FB5590) und er von einem "Kombigerät" sprach, welches "alles erledigen" kann. Zur Verdeutlichung hat er mir daraufhin 2 Anschlusskits:
DIN Color Code X205
Axess Networks GmbH
215-DGF-K01-030
30m
gezeigt und sogar einfach überlassen. Sehr schön!
Die Kits bestehen aus einer genexis FiberTwist-F2115 fertig angeschlossen an einem 4-adrigen 30m LWL-Verlegekabel. Nachdem ich mich über die FiberTwist Geräte informiert und sie als die eierlegende Wollmilchsau im GF-Bereich erkannt habe, wurden sie beide heute mit Begeisterung von mir angebracht und die Verlegekabel durch die Leerrohre eingezogen. Endlich geht es weiter!
Meine Planung beschäftigt sich nun mit dem Anschluss der GF-Fritzboxen via LWL. Als Endergebnis würde ich gerne im EG- und OG-Flur jeweils eine GF-Unterputzdose haben. Nach meinem aktuellen Verständnis müsste ich diese jeweils mittels eines Patchkabels an den GF-TA (also den FiberTwist-F2115) im Dachboden bzw. dem Keller anschließen, da der HÜP wohl keine Steckverbindung nach außen erhalten wird. Warum nicht? Wegen der 4-adrigen LWL-Verlegekabel, oder?
Wenn die 4-adrigen Verlegekabel sowieso schon in den HÜP eingeführt werden, dann könnte man doch auch die 3 unbenutzen Fasern sinnvoll nutzen und eine Duplex Verbindung zwischen den beiden Base-Plates der FiberTwists herstellen können, oder? Die Switche im Keller und auf dem Dachboden besitzen beide SFP+ Slots, mit entsprechenden Modulen könnte ich dann mehrere CAT7 Netzwerkkabel durch eine 10G LWL Verbindung ersetzten.
Alles was nach meinem Verständnis dafür gebraucht wird:
-Spleißen von grüner und gelber Faser der beiden Verlegekabel im HÜP
-2 Stück LC/APC Faser Pigtail
-2 mal Spleißen von Pigtail an gelbe Faser im Fibertwist
Ist das eine verrückte Idee, oder könnte/sollte ich den Monteuer beim Anschließen des HÜP einfach mal fragen. Wieviel Zeit bzw. Geld für die Kaffeekasse erscheint sinnvoll? Immerhin habe ich ihnen ja auch das Anbringen des GF-TAs und das Einziehen des Verlegekabels abgenommen...
Danke für jede Anmerkung!