Probleme mit DG/Libra bezüglich Hauseinführung

  • Hallo zusammen,

    wir sind in einem Ausbaugebiet der Deutschen Glasfaser. Vertragsunterzeichnung war vor ca. 2 Jahren, die Hausbegehung für den Hausanschluss im Sommer 2023 durch einen Subunternehmer (Libra).

    Mit dem Ergebnis der Hausbegehung war ich schon relativ unzufrieden:

    Die Glasfaserleitung von der Straße her endet in unserer gepflasterten Einfahrt (rotes Kreuz). Ich hätte mir eine Hauseinführung von dort direkt in den Heizungs-/Technikraum gewünscht (rote Linie). Leider befinden sich vor der Haustür und dem Technikraum 2 Treppenstufen, so dass eine Einführung dort angeblich nicht möglich sei, weil der Weg zu lange (für den Bohrer) ist.

    Alternativ wurde dann eine Durchbohrung der Garagenwand links und eine zweite Durchführung von der Garage in den Technikraum vorgeschlagen. Die Leitung sollte in der Garage entlang der Wand verlegt werden (blaue Linie). Dies war das Ergebnis der Hausbegehung. Im Nachhinein war ich damit nicht so glücklich, da ich die empfindliche Leitung nicht gerne offen an der Wand hätte, zumal an dieser Stelle auch unsere Mülltonnen direkt an die Wand geschoben werden usw.
    Daher wollte ich bei der Verlegung vorschlagen, dass die von außen kommende Glasfaserleitung auch innerhalb der Garage unter das Pflaster gelegt wird, so dass sie geschützt ist, und dann mit einer etwas schrägen Bohrung von dort ins Haus geführt wird.

    Nun sollte heute die Hausinstallation stattfinden. Die beiden Techniker von Libra hatten angeblich das Protokoll der Hausbegehung nicht (mir wurde leider damals auch keines ausgehändigt) und bestanden darauf, sämtliche Anschlussboxen (HÜP/GF-TA/NT) IN der Garage an der Wand zu installieren. Die zweite Durchführung ins Haus wollten sie gar nicht machen (sollte ich entweder selbst bohren oder dafür extra bezahlen). Die Kommunikation war mangels Sprachkenntnissen auch eher schwierig.

    Ich habe sie wieder weggeschickt. Ich möchte diese Geräte nicht in der kalten und feuchten Garage haben und dann dort noch mit der Spannungsversorgung rumpfuschen. Ebensowenig möchte ich selbst für den zweiten Durchbruch sorgen - es ist ja nicht mein Problem, dass die die direkte Einführung unter den Treppenstufen hindurch nicht hinbekommen.

    Wie sollte ich hier weiter vorgehen? Ich habe den Eindruck, dass der Subunternehmer hier einfach den Weg des geringsten Widerstands gehen und sich die Arbeit möglichst einfach machen will, auch wenn das mit Sicherheit nachher zu Problemen führen wird (Kälte, Feuchtigkeit, mechanische Beanspruchung etc.).

    Vielen Dank!
    Florian

  • Das ist der Grund, warum wir immer predigen, auf ein ausführliches und präzises Protokoll der Hausbegehung wert zu legen.

    Du solltest noch mal in deine Leistungsbeschreibung und die AGBs vom Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung prüfen: Was ist Bestandteil der Hausinstallation? Häufig ist es so, dass der Subunternehmer wirklich nur den Wanddurchbruch macht, und der Leitungsweg im Haus vom Kunden vorbereitet werden muss.

  • Das ist der Grund, warum wir immer predigen, auf ein ausführliches und präzises Protokoll der Hausbegehung wert zu legen.

    Du solltest noch mal in deine Leistungsbeschreibung und die AGBs vom Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung prüfen: Was ist Bestandteil der Hausinstallation? Häufig ist es so, dass der Subunternehmer wirklich nur den Wanddurchbruch macht, und der Leitungsweg im Haus vom Kunden vorbereitet werden muss.

    Richtig, das ist in meinem Vertrag so - und das wäre für mich auch völlig in Ordnung.
    Allerdings definiert der Subunternehmer jetzt (nachträglich) quasi die Garage als "Haus" - weil eben eine direkte Einführung ins Haus angeblich nicht möglich sei.
    Er macht also sein Problem zu meinem.

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  • Fordere doch erstmal das Protokoll der Hausbegehung an.

    Ich bekam das damals per Email zugeschickt. In meiner Kopie waren allerdings ein paar Kommentare, die auf dem Tablet des Dienstleisters eingetragen waren, nicht enthalten. Auch schade, aber ging letztlich gut.

    Dass sie nicht schräg unter eine Treppe bohren ist ja nachvollziehbar.

    Das Kabel in der Garage würde ich mit einem Leerrohr schützen.