Glasfaser-Neuling. Umstellung von Telekom VDSL auf Duisburg Citycom Glasfaser mit eigenem Router.

  • Hallo zusammen,

    vorab es geht nicht um meinen eigenen Internetanschluss, sondern bei Bekannten den ich bisher eingerichtet habe.

    Momentan ist hier Telekom VDSL 250 MBit mit dem Smart 3 Router was eher mäßig funktioniert. Regelmäßig Syncabbrüche, von den 250 MBit kommen nur 200 MBit an usw. usf. Techniker ist morgen nachmittag da und schaut sich die Leitung an.

    Der Telekom Router läuft im Bridge Modus und dahinter sitzt ein eigener gekaufter Router, verbunden über PPPoE und VLAN ID 7, funktionierte sofort auf Anhieb.

    Nun haben wir hier seit einiger Zeit bereits einen Glasfaseranschluss in der Wohnung liegen und spielen mit dem Gedanken zu wechseln.

    Der Glasfaseranbieter würde in jedem Fall ein Glasfasermodem stellen und dazu könnte man dann eine Fritzbox 7530 AX oder 7590 AX mieten. Beides soweit ich weiß keine Glasfasermodems. Da wir bereits eigene WLAN 6E Router besitzen würden wir die am neuen Anschluss natürlich gerne weiternutzen.

    Mein Plan war den gekauften Router einfach per LAN an das gestellte Glasfasermodem anzuschließen, die PPPoE Verbindung mit den Zugangsdaten einzurichten und fertig? Oder muss bei Glasfaser auch eine VLAN ID oder sowas angegeben werden und woher bekomme ich diese Infos im Zweifel? Anbieter wäre Duisburg Citycom.

    Gibt es da irgendwas zu beachten oder muss mein eigener Router spezielle Vorraussetzungen erfüllen um mit dem Glasfasermodem zu funktionieren?

    Fernsehen und Festnetz sind völlig irrelevant da nicht genutzt. Geht nur um stabiles und schnelleres Internet.

    Würde mich freuen wenn da jemand ein paar Erfahrungen zu teilen kann oder ein paar Tipps parat hat. :)

    Edit: Laut PDF des Anbieters ist es wohl DS-Lite und kein Dual Stack wie bei der Telekom.

    Den Vertrag schließen wir wahrscheinlich morgen ab. Der Telekom-Vertrag läuft dann als Backup bis zum Januar. Solange hätte ich Zeit mich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

    2 Mal editiert, zuletzt von N3onyx (7. November 2024 um 23:05)

  • und woher bekomme ich diese Infos im Zweifel? Anbieter wäre Duisburg Citycom

    Genau dort müssen die Infos herkommen.

    Konkret VLAN-ID, ob überhaupt PPPoE (Zugangsdaten) oder DHCP (IPoE) zum Einsatz kommt und eventuell auch, ob DS Lite eingesetzt wird. Diese Dinge entscheiden über die notwendige Konfiguration und Kompatibilität des Routers.

    Ob/was der Provider konkret verwendet, ist unabhängig vom Übertragungsmedium. Es kann alles (zum Beispiel bei 1&1) oder nichts davon (zum Beispiel bei der deutschen Glasfaser) zum Einsatz kommen.

    Edit: Ist der nicht genannte Wifi 6E Router denn überhaupt mit DS Lite kompatibel? Das ist keine Selbstverständlichkeit.

  • Laut PDF des Anbieters wird DS-Lite genutzt. Die entprechenden Optionen dafür hab ich im Router bereits gefunden.

    Zugangsdaten bekommt man laut PDF dann wohl zusammen mit dem Vertrag. Sollte dann also eine PPPoE Verbindung sein, richtig?

    Die VLAN ID werden sie mir ja dann hoffentlich auch mitteilen.

    Aber grundsätzlich sollte der Router sofern richtig konfiguriert laufen?

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  • DS-Lite bedeutet ja lediglich, das eine IPv4 Adresse durch eine IPv6 Verbindung getunnelt wird.

    Wie Du die IPv6 Adresse erhältst (PPPoE oder DHCP/IPoE), hat ersteinmal damit nichts zu tun!

    Und für die vielen neuen Mitleser: DS-Lite hat gar nichts mit Dual Stack + CGNAT zu tun, das wird fälschlicherweise immer wieder geschrieben.

    Ein Tipp noch: solltest Du eine Fritze hinter dem ONT verwenden, die vorher an einem VDSL Anschluss werkelte, führe unbedingt einen Reset auf Werkseinstellungen vor dem Anschluss des WAN-Ports durch!

  • Vielen Dank für deine Antwort.

    Der eingesetzte Router wäre irgendein Netgear Modell. Genaues Modell hab ich leider nicht im Kopf, bin gerade nicht vor Ort. Wurde damals nur angeschafft weil das WLAN des Telekom Routers für VR und NAS Streaming zu langsam war.

    Ich bin von einer PPPoE Verbindung ausgegangen da der Anbieter explizit von Zugangsdaten spricht die man erhält wenn man eigene Hardware nutzt.

    DS-Lite erwähnen sie nur nebensächlich.

    Dual Stack bedeutet doch eigentlich eine separate IPV4 und IPV6 Adresse, wie jetzt bei der Telekom richtig? CG-NAT hab ich schon mal gehört, müsste ich aber nochmal nachlesen.

    Die Frage ist auch wie viel da noch konfiguriert werden muss. Der Router lässt sich auf IPV6 Only + DS-Lite stellen. Meine Hoffnung war dass der Rest dann automatisch klappt.

    Als Fritzbox hätte ich dann nur meine eigene 6690 Zuhause die ich testweise mit bringen könnte.

    Woran würde ich im Zweifel erkennen dass eine VLAN ID nötig ist, falls der Anbieter mir dies nicht mitteilt?

  • Dual Stack bedeutet doch eigentlich eine separate IPV4 und IPV6 Adresse, wie jetzt bei der Telekom richtig?

    Ja. Aber wenn der Anbieter DS Lite erwähnt, ist es wahrscheinlich, dass du es auch bekommst. Dual Stack ist bei kleineren Anbietern sehr selten standardmäßig, selten überhaupt möglich.

    Ich bin von einer PPPoE Verbindung ausgegangen da der Anbieter explizit von Zugangsdaten spricht die man erhält wenn man eigene Hardware nutzt.

    Das ist eine logische Schlussfolgerung. Manchmal werden allerdings auch irgendwelche Aktivierungscodes als Zugangsdaten bezeichnet, die auf Aktivierungsseiten einzugeben sind und nichts mit PPPoE zu tun haben.

    Woran würde ich im Zweifel erkennen dass eine VLAN ID nötig ist, falls der Anbieter mir dies nicht mitteilt?

    Wenn alles Andere richtig eingestellt ist und trotzdem keine Internetverbindung zustande kommt, also eher schwammig.

    Als Fritzbox hätte ich dann nur meine eigene 6690 Zuhause die ich testweise mit bringen könnte.

    Für den Fall, dass PPPoE-Zugangsdaten geliefert werden, kannst du dir das sparen. Die Cable-Modelle unterstützen gar kein PPPoE (Und kein VLAN).

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  • Wenn alles Andere richtig eingestellt ist und trotzdem keine Internetverbindung zustande kommt, also eher schwammig.

    Für den Fall, dass PPPoE-Zugangsdaten geliefert werden, kannst du dir das sparen. Die Cable-Modelle unterstützen gar kein PPPoE (Und kein VLAN).

    Okay, ja sowas in der Art hab ich befürchtet. Als ich den Telekom Anschluss auf die neuen Router "umbauen" wollte, musste ich die Zugangsdaten bei Betrieb des alten Telekom Routers über ein Windows-Tool mitschneiden und danach im neuen Router eingeben. Da ich bei der Glasfaser ja gar keinen Anbieterrouter bekomme, wird es schwierig da was mitzuschneiden oder die nötigen Daten da bei bestehender Verbindung raus zu ziehen.

    Der Anbieter beschreibt in einem PDF folgendes:

    Der Internetanschluss wird über das Internet-
    Protokoll Version 6 (IPv6) realisiert. Bei der Einwahl wird ein
    dynamischer IPv6-Prefix zugeteilt; die IPv4-Konnektivität wird über ein
    NAT-Gateway realisiert (DS-Lite)

    Und zum Thema eigene Hardware folgendes:

    Dem Kunden steht es frei, ein eigenes, geeignetes Endgerät zu
    verwenden. Hierfür stellt DCC dem Kunden die erforderlichen
    Zugangsdaten und die Schnittstellenbeschreibung für den
    Netzabschlusspunkt (Übergabepunkt zwischen DCC und Kunde an dem
    DCC die Dienste bereitstellt) zur Verfügung.

    Welche Daten übermittelt werden und welche Endgeräte als kompatibel gelten bleibt leider offen.

    Mit der Cable Fritzbox ist natürlich schade, wusste ich nicht.

    Edit: Wie gesagt Vertrag ist noch nicht geschlossen, aber ist defintiv in Planung. Der Telekom Techniker war heute Vorort und meinte ist Stand der Technik, die Leitung ist in Ordnung.

  • die IPv4-Konnektivität wird über ein
    NAT-Gateway realisiert (DS-Lite)

    Ich hoffe mal, die Firma tut sich nur mit der Formulierung schwer und verwendet tatsächlich DS Lite und nicht CGNAT, welches sie nur fälschlicherweise DS-Lite nennt...

    Ich gehe aber davon aus, dass das hinzubekommen sein wird. Im schlimmsten Fall besorgt man sich eine gebrauchte Fritz!Box für ein paar Euro (bestimmte Modelle eignen sich da auch prima als Ersatz/Notfallrouter), bei welcher die automatische Konfiguration gelingt und schaut sich die Daten an. Ich denke aber, dass eine VLAN-ID mitgeteilt werden wird, falls sie notwendig ist.

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