Telekom überbaut lieber als vorhandene Infrastruktur zu nutzen (Open Access)

  • Setzen die mir bekannten ISP* nicht ein... ich vermute mal weil bei Telephonie die Last pro Anschluss entweder 0 oder 1 war, waehrend bei Internetnutzung alle Datenraten zwischen Null und vertraglicher Maximalrate auftreten koennen, und weil die ISPs echte Messwerte der Kapazitaetsnutzung ihrer Kunden haben...


    *) Alle relativ klein, oft WISPs mit zusaetzlichen FTTH-Kunden und alle keine Ex-Telcos aus der POTS Zeit.

  • ??? Nee, Du brauchst IX-Ports und Transit Kapazitaet um die tatsaechliche Primetimelast aller deiner Kunden (plus ein paar parallele Speedtests) abdecken zu koennen oder Du riskierst ausserordentliche Kuendigungen und Minderungen.

    Ja und die legst du auf deine Endkunden Preise um.
    Das zahlst du ja nicht aus eigener Tasche ;)

    Sagen wir mal hast 2x10G am BXIC sind 800€ und hast 1000 Kunden wäre das pro Kunde 80cent.

  • Das ist nicht falsch, die spannende Frage ist halt wieviel Peering-Ports/Transit brauchst Du und wie haengt das von den gebuchten Datenraten ab.

    Deine Hypothese scheint ja zu sein, hoehere Endkunden Vertragsraten sind kostenneutral, d.h. der ISP muss seinen Uplink nicht erweitern. Frag doch da mal bei den ISPs Deines Vertrauens nach in wie weit das hinkommt.


    Zu Deinem Beispiel, wenn Du fuer 1000 Kunden nur 20 Gbps Uplink hast dann darf kein Kunde in der Primetime im Mittel mehr als:

    20000/1000 = 20 Mbps

    verbrauchen, und wenn Du erwartest Dass auch waehrend der Primetime breitbandmessung.de Messkampagnen keine Minderleistung zeigen, brauchst Du noch eine Reserve fuer die zu erwartende Anzahl paralleler Tests...

    Mit allem Respekt, lass uns da weiter drueber diskutieren, nachdem Du mit ISPs gesprochen hast, weil ich Dich erkennbar nicht ueberzeugen kann, dass das Problem etwas komplexer ist als Du zu erlauben scheinst.

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  • ??? Nee, Du brauchst IX-Ports und Transit Kapazitaet um die tatsaechliche Primetimelast aller deiner Kunden (plus ein paar parallele Speedtests) abdecken zu koennen oder Du riskierst ausserordentliche Kuendigungen und Minderungen.

    aber ausserordentliche kündigungen aufgrund von zu wenig Speed müssen doch nachgewiesen werden, wie viele Kunden machen das?


    Aber was klar ist: ein Kunde mit einem hypothetischen 10 Gbps Anschluss kann in der Primetime mehr Kapazitaetsbedarf generieren als einer mit einem 10 Mbps Anschluss.... daher ist die oft gehoerte Idee es waere fuer einen ISP kostenneutral hoehee Kapazitaeten zu schalten, IMHO etwas zu kurz gedacht.

    naja der Kunde muss ja nur bis 10 Gbps zur Verfügung haben, er muss es ja nicht ständig zur Verfügung haben, oder spielt da die BNetzA nicht mit?

  • Deine Hypothese scheint ja zu sein, hoehere Endkunden Vertragsraten sind kostenneutral, d.h. der ISP muss seinen Uplink nicht erweitern. Frag doch da mal bei den ISPs Deines Vertrauens nach in wie weit das hinkommt.

    So in etwa sind sie das, da meisten auch da man schon das x-Fache in der Regal an Kapazität an den IXen,PNI und Transit verfügbar hat.
    100G ist eigentlich schon Standard bei neuen Ports.
    Selbst wenn man nun von 2x10G am BCIX zu 1x100G wechseln würde, wären das pro Kunde 1,95€ zu 80 cent vorher.
    Oder holen wir uns gleich einen 400G Port wären dann 3,95€ pro Kunde nur 2€ mehr wie der 100G.
    Das jetzt kein Grund einem Kunden anstelle von 45€ 100€ abzuknöpfen.
    Nur weil er nun 10G anstelle von 100mbit hat. ( Zu DNS.NET schiel )

    Und 1000Kunden ist halt schon sehe wenig gerechnet.
    Deutsche Glasfaser verzeichnete im Mai 2025 eine Kundenzahl von etwa 1,4 Millionen Verträgen für einen Glasfaseranschluss, wobei das Unternehmen insgesamt rund 2,4 Millionen Haushalte mit FTTH-Anschlüssen (Fiber to the Home) erschlossen hat.

    Die haben 800G am DE-CIX nehmen wir mal die BCIX Preise das sind 7900€ ohne Rabatt.
    Das auf 1.4 Millionen Kunden umgelegt kannst du nicht mal auf einen Kunden runterbrechen so gering ist das.

    Zu Deinem Beispiel, wenn Du fuer 1000 Kunden nur 20 Gbps Uplink hast dann darf kein Kunde in der Primetime im Mittel mehr als:

    20000/1000 = 20 Mbps

    Das war jetzt nur auf den BCIX bezogen welchen Kostenanteil dieser hätte.
    Der meiste Traffic macht Twitch,Youtube,Netflix,Amzn,Facebook etc pp mit denen geht man eh PNI ein da haste dann gar keine Port kosten.
    Da ist viel vom Bulk Traffic den die meisten Kunden machen schon mal von bezahl Ports weg.


    Mit allem Respekt, lass uns da weiter drueber diskutieren, nachdem Du mit ISPs gesprochen hast, weil ich Dich erkennbar nicht ueberzeugen kann, dass das Problem etwas komplexer ist als Du zu erlauben scheinst.

    Ne das Diskutieren lassen wir lieber ,ich kann dich halt auch nicht von überzeugen das 10G an Privat halt nicht das Riesen kosten Problem darstellen.
    Kapazität ist heut echt nicht mehr das Problem.

    Das stammt noch aus dem Jahr 2021.

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  • Die großen Kostentreiber sind nicht die Kosten für PNIs, IX Ports oder Transitports an sich, es ist das Netz mit dessen Komponenten.

    Alleine größere WDM Knoten mit genügend Ports (100G/200G/400G Ports, 800G später aufrüstbar) liegen da hoch 6-stellig.

    Router sind noch teurer, zumindest die Carrierklasse, wenn man nicht Arista Switche einsetzen mag ;)

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  • Ne das Diskutieren lassen wir lieber ,ich kann dich halt auch nicht von überzeugen das 10G an Privat halt nicht das Riesen kosten Problem darstellen.

    In der Tat kannst Du mich nicht ueberzeugen, so ganz ohne Zahlen zu den Kosten.

    Die großen Kostentreiber sind nicht die Kosten für PNIs, IX Ports oder Transitports an sich, es ist das Netz mit dessen Komponenten.

    Interessanter Datenpunkt, Danke, und ein deutlicher Unterschied zu meinen kleineren WISPs, die setzen kleinere Routerhardware ein, mit niedrigeren Kosten daher ist bei denen Transport, Transit bei denen ein relativ groesserer Faktor. Aber ja die lastabhaengigen Kosten betreffen natuerlich auch die notwendige Dimensionierung des eigenen Backbones.

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  • Besser zu groß als zu klein

    Siehe kingpin42 Post, groesser heisst i.d.R. auch teurer und das muss sich halt rechnen. Aktive Hardware haelt so oder so nur ein paar Jahre und wenn ich heute Hardware kaufe die ich waehrend ihrer Nutzungsdauer nie so weit auslaste, dass ich nicht auch mit kleinerer billigerer Hardware hingekommen waere, dann habe ich Geld verschwendet... Klar eine gewisse Ueberdimensionierung macht Sinn, als Reserve fuer Nutzungsspitzen oder Aenderung im Nutzungsverhalten ueber die Lebensdauer der Hardware, aber wer mit einem Mikrotik Router auskommen wuerde aber einen Big-Iron Router von z.B. Cisco kauft der duerfte nicht so lange im Geschaeft bleiben...