Erfarungsbericht: DGN mit eigenen ONT

  • Hallo Zusammen,

    Ich lese hier immer mal wieder still mit und dachte ich teile jetzt einfach meine Erfahrung mit meinem Glasfaseranschluss bei der Deutsche Giganetz.

    Ich war als der Ausbau angekündigt war erst zögerlich da ich schon einige Horror Geschichten gehört und gelesen habe. Aber nun gut ADSL 2+ mit 50/10 was davor bei mir verfügbar ist/war schon immer ein leidiges Thema, vor allem wenn man bedenkt das meine Eltern im Ausland schon gut 10 Jahren faser bekommen haben....

    Ich hatte als der Ausbau plan angekündigt wurde eine Mail an DGN geschrieben mit 2 für mich wichtigen fragen:

    1. Wird es möglich sein seinen eigenen ONT zu betreiben
    2. Wird es möglich sein echtes ipv4 zu bekommen oder nur DS-Light


    leider gab es darauf erst mal keine Antwort, also hab ich gewartet, in der zeit waren 2 Haustürvertreter mal da, die konnten mir aber nicht wirklich helfen, SFP?!, GPON?!, ipv4?! war alles eher Fremdwörter und ich habe einfach darauf verwiesen das ich mich selber informiere und dann entsprechend einen Vertrag abschließe.

    Nachdem ich dann https://www.deutsche-giganetz.de/images/dgn/dow…eigenem_ONT.pdf gefunden habe und auch in der Preisliste ipv4 als Option (monatlich buchbar) gefunden habe war ich bereit zu bestellen.

    Die Hardware und zugangsdaten für PPPoE kamen recht schnell gut 1 monat vor dem leerrohr arbeiten am Haus. Nach etwas googeln und fragen von Kollegen habe ich mich für ein GPON SPF modul entschieden. Hier hilfreich war https://hack-gpon.org/

    Ich hatte mich dann bei der Hotline gemeldet und mein Anliegen mit eigenen ONT geschildert. Nach kurzen warten in der Warteschlange wurde ich gebeten ein BILD von dem Modul und Serial zu machen und per mail an sie zu schicken, und es wird im system hinterlegt. aber Am anfang wenn die Leitung geschalten wird muss der ONT von DGN also der Nokia betrieben werden, danach kann jederzeit gewechselt werden durch melden bei der Hotline. Für mich ok so, und also warten bis

    Der Subfirma die den Ausbau hier gemacht war auch ok, ich konnte sie überzeugen das Leerrohr durch eine vorbereiten Kabelkanal bis zu meinem Netzwerk-Rack zu legen ca 10m.

    Von Leerrohr bis faser durch hat es "nur" 2 Monate gedauert, und Signal lag direkt auf. Also wieder Hotline, der Kollege hat mein Anliegen aufgenommen und gesagt jemand von der Technik ruft mich gleich zurück. Kaum hatte ich aufgelegt rief dieser auch an und hat die Umstellung des ONT gemacht (angeblich auch zum ersten mal, und er brauchte auch ein paar versuche bis es geklappt hat). Aber nach gut 25 Minuten, "starten sie nochmal neu bitte" ging es dann auch, direkt mit ipv4 und gebuchter Bandbreite.

    Ich hatte das Problem das ich Sporadisch sfp links down hatte, konnte ich aber durch spielen mit den Einstellungen in meinem Router beheben. Um das zu testen hatte ich dann auch den Nokia ONT für eine weile am Anschluss nach Umstellung durch Hotline.

    Also alles in allem bin ich zufrieden, bis jetzt nach 30 Tagen testen auch nichts negatives aufgefallen, Verschiedene Speedtests zu unterschiedlichen Tageszeiten waren immer gut bis jetzt, vierstellige Mbps am 2,5G Port vom Router :)

    Router: Mikrotik RB5009UPr+S+IN
    ONT: zyxel pmg3000-d20b

    Einmal editiert, zuletzt von tombo (8. Oktober 2024 um 18:51)

  • Willkommen im Forum und vielen Dank für deinen Bericht!

    Hast Du Modifikationen am Modul vorgenommen (ME 7, 256, 257,...)?

    Da hier im Forum immer mal wieder MikroTik Hardware auftaucht, wäre es in meinen Augen ganz sinnvoll eine Basisanleitung/Grundkonfiguration vorzustellen, wie der Internetaccess realisiert wurde. Vor allem welche Version des RouterOS verwendet wird.

    Überlege dir doch mal bitte, ob Du das in einem eigenen Thread a la "MikroTik mit SFP-Modul" darlegen kannst.

  • Da hast Du aber echt Glück gehabt mit der Umstellung auf eigenen ONT. Bei mir hat das bisher immer mindestens 6 Tage gedauert und dann auch nur weil ich ab Tag 5 jeden Tag 2x angerufen habe. Mir hat einen vom KD gesagt man könnte auch 2 verschiedene Fritzboxen/GPON anlegen und wechseln nach Bedarf. Aber in Real hat das nicht funktioniert.

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    Hast Du Modifikationen am Modul vorgenommen (ME 7, 256, 257,...)?

    Da hier im Forum immer mal wieder MikroTik Hardware auftaucht, wäre es in meinen Augen ganz sinnvoll eine Basisanleitung/Grundkonfiguration vorzustellen, wie der Internetaccess realisiert wurde. Vor allem welche Version des RouterOS verwendet wird.

    Überlege dir doch mal bitte, ob Du das in einem eigenen Thread a la "MikroTik mit SFP-Modul" darlegen kannst.

    Ich habs auf RouterOS 7.15/16 getestet.

    Also hardware modifikationen an sich nicht, ich hab den speed manuell auf 2,5G gestellt. Aber muss man aufpassen sonst sperrt man sich aus wenn man nur einen sfp port und keinen sfp+ hat.

    Ich bin auch kein Mikrotik profi leider, und ist auch je modul halt unterschiedlich, Ich hab mich für das Zyxel entschieden weil es einfach ein openwrt ist und ich auch per ssh drauf zugreifen kann und z.b. auch SN ändern könnte...

    hier aus meinem post im mikrotik forum was ich noch gemacht habe damit es stabil läuft:

    Ethernet:

    • Auto negation needs to be on but only advertise speed of your module
    • Flow control off

    SFP:

    • Rate select: low


    Da hast Du aber echt Glück gehabt mit der Umstellung auf eigenen ONT. Bei mir hat das bisher immer mindestens 6 Tage gedauert und dann auch nur weil ich ab Tag 5 jeden Tag 2x angerufen habe. Mir hat einen vom KD gesagt man könnte auch 2 verschiedene Fritzboxen/GPON anlegen und wechseln nach Bedarf. Aber in Real hat das nicht funktioniert.

    Das mit dem verschiedenen ONTs wurde mir auch am Anfang so erklärt das der originale immer gehen würde, ist aber nicht der fall, entweder oder... außer man trickst und gibt den ONT einfach die gleiche SN wie der vom Provider.

    3 Mal editiert, zuletzt von tombo (9. Oktober 2024 um 20:41)

  • Ich bin auch kein Mikrotik profi leider, und ist auch je modul halt unterschiedlich,

    Na ja, Du musst doch eine Konfiguration vorgenommen haben, die andere Devices in irgendeiner Art und weise vor dem Internet schützt, also eine Firewall?

    Du wirst doch sicherlich das SFP Modul nicht in der gleichen bridge in Betrieb haben wie die anderen Ports?

    hier aus meinem post im mikrotik forum was ich noch gemacht habe damit es stabil läuft:

    Du kannst gerne hier auf diesen Beitrag verlinken!

  • HubeBube Am besten mit "Quick Set" arbeiten. Damit hat man eine Basiskonfiguration, welche eine sichere Firewallkonfiguration für IPv4 und IPv6 aufsetzt.

    Spoiler anzeigen

    ISP: HTP Surf & Fon 1.000 MBit/s Download / 500 MBit/s Upload (Glasfaser)

    Router: MikroTik CCR2004-16G-2S+ (RouterOS 7.22.0) + Genexis Fibertwist F2110-2 (Rev2.0) @ AON (1000BASE-BX)

    VoIP: Gigaset N670 IP Pro Mini Multicell (Firmware 2.67.0), Cisco ATA-191-MPP 2-Port Phone Adapter (Firmware 11-3-2MPP0001-225), Gigaset Fusion (Firmware 2.0.1)

    Handset: Gigaset SL800H Pro (Firmware 131.013.04)

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  • Na ja, Du musst doch eine Konfiguration vorgenommen haben, die andere Devices in irgendeiner Art und weise vor dem Internet schützt, also eine Firewall?

    Ja, im Auslieferungszustand war keine firewall drauf, aber man kann einfach reset mit load default machen, dann hat man eine Basic Firewall, die hab ich für paar Usecases angepasst.

    Ansonsten muss man bei DGN wie bei Telekom VLAN 7 noch schalten für den PPPOE Client

    Du kannst gerne hier auf diesen Beitrag verlinken!


    RB5900: Sporadic SFP link failures - MikroTik

  • Da hast Du aber echt Glück gehabt mit der Umstellung auf eigenen ONT. Bei mir hat das bisher immer mindestens 6 Tage gedauert und dann auch nur weil ich ab Tag 5 jeden Tag 2x angerufen habe. Mir hat einen vom KD gesagt man könnte auch 2 verschiedene Fritzboxen/GPON anlegen und wechseln nach Bedarf. Aber in Real hat das nicht funktioniert.

    Dass ein ISP für dich mehrere ONT-Konfigurationen hinterlegen kann, ist sehr gut möglich.
    Aber es gibt dafür verschiedene Stolpersteine.
    Zum grundsätzlichen ist dies wahrscheinlich sehr abhängig von der Hardware und ganz wichtig Verwaltungssoftware auf Seiten des ISP.

    1. Wie viele Kunden hängen an einem Baum? Wenn die Schnittstelle für 32/64 User ausgelegt ist und dort 32/64 angeschlossen sind, gibt es einfach kein Mehr an ONT zu hinterlegen.
    2. Wenn, wie hier in ländlichen Gebieten, die maximale Userzahl bei weitem nicht ausgelastet ist, können natürlich bis zur maximalen Anzahl ONT-Kennungen hinterlegt werden, wenn dies die Verwaltungssoftware zulässt. Es muss dort die Möglichkeit geben, die 2 oder mehreren ONT einem Kunden zuzuordnen, inklusive der Profile.
    Und dazu muss der Techniker auch in der Lage/berechtigt sein. Ich hatte das Glück in der Startphase bei uns mit einem "echten" Techniker zu kommunizieren. Der war dazu in der Lage. Und bei uns hängen nur so 10-12 Anschlüsse an einem 32er Verteiler. Ich habe daher meine FiberTwist (aktive) und sowohl das Zyxel als auch das LuLeey hinterlegt. Seine Aussage dazu, rufen sie aber bloß nicht bei Support an, dann wird es schwierig. ;):D

    Also technisch gar kein Problem, aber in den Verwaltungsabläufen der ISP einfach nicht vorgesehen.n8)

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  • Ok, Danke.. ich vermute Platz ist genug.. Wir haben im Ort nur 14 Haushalte und nicht alle haben Glasfaser abgenommen :)

    Es wäre für meine Probleme halt echt geschickt wenn man einfach so mal kurz wechseln könnte..

    Ich hatte einen Techniker da.. Der hat am Handy von ONT auf mein GPON gebucht und wieder zurück. Das hat keine 5 Minuten gedauert.

  • Ok, Danke.. ich vermute Platz ist genug.. Wir haben im Ort nur 14 Haushalte und nicht alle haben Glasfaser abgenommen :)

    Es wäre für meine Probleme halt echt geschickt wenn man einfach so mal kurz wechseln könnte..

    Ich hatte einen Techniker da.. Der hat am Handy von ONT auf mein GPON gebucht und wieder zurück. Das hat keine 5 Minuten gedauert.

    Die Frage ist halt nur, ob die Verwaltungssoftware es zulässt, dass bei einem Kundenanschluss 2 oder mehr ONT gebucht werden oder ob immer der alte hinausfliegt. Da wird er vor Ort keine Einfluss darauf haben.

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