Bürger haben bald ein Recht auf 15 MBit/s

  • Die Bundestags-Koalitionsfraktionen haben in einem Schreiben die Absicht erklärt, die Datenübertragungsrate für die Mindestversorgung mit Telekommunikationsdiensten noch im Jahr 2024 zu erhöhen.
    Dies soll bald auf 15 MBit/s Download und 5 MBit/s Upload erhöht werden.

    Artikel bei Golem

    Die Werte finde ich mehr so zu weinen.

  • Die Werte finde ich mehr so zu weinen.

    Sie müssten einfach jetzt schon festlegen, das jedes Jahr um 50% gesteigert wird. Dann kann sich jeder Netzbetreiber ausrechnen, bis wann er sein komplettes Netz umgestellt und ertüchtigt haben muss.

  • Du glaubst auch noch an den Weihnachtsmann! In welchen Bereich hat sowas überhaupt mal geklappt in DE. Bis 2018 sollte es schon 50 Mbit/s für jeden Haushalt in Deutschland geben und da hatten die Netzbetreiber schon mehrere Jahre für Zeit gehabt. Oder bis dann und dann sollte das LTE Netz damals fertig sein, alle haben sich dazu verpflichtet.

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  • War das mit den 50 Mbit/s nicht die Förderungsgrenze? Sowas wie "Alle unter 50 Mbit/s dürfen von Fördergeldern ausgebaut werden"? So war das zumindest bei uns im Kreis.

    Ich bin da aber bei Dir, nur weil man es sagt wird hier noch lange nichts passieren. Wenn sich jemand beschwert das er nur 2 Mbit/s bekommt, wird wahrscheinlich von jedem Provider eine LTE Lösung hingestellt bekommen und gut ist.

    Da gabs doch auch vor kurzem eine News, dass StarLink jetzt für die Lückenschließung sorgen soll.

  • Bis 2018 sollte jeder deutsche Haushalt einen Internetanschluss mit einer Bandbreite von 50 Mbit/s nutzen können. Das versprach der Bundestag 2014 in der Digitalen Agenda.


    Wenn sich jemand beschwert das er nur 2 Mbit/s bekommt

    Und die Leute sagen ziehe doch um, du bist doch selber schuld, das auf dem Land wohnst. Aber sage, das nun mal zu Leuten, die in der Stadt wohnen und immer noch kein FTTH haben. Dann bekommst du aber was zu hören, was einen einfallen würde so was zusagen und bla bla.

    Einmal editiert, zuletzt von Crash Override (1. Juli 2024 um 15:17)

  • EU2013/C 25/01:

    Einleitung Punkt 1 "... In der Digitalen Agenda wird erneut das Ziel von Europa 2020 bekräftigt, bis 2013 grundlegende Breitbanddienste für alle Europäer verfügbar zu machen, und sicherzustellen, dass bis 2020 i) alle Europäer Zugang zu deutlich höheren Internetgeschwindigkeiten von über 30 Mbit/s bekommen und ii) mindestens 50 % aller europäischen Haushalte Internetzugänge mit über 100 Mbit/s haben. ..."

    Da steht eben bekommen und haben, nicht buchen können oder in einem Gebiet wohnen, wo dieses teilweise angeboten wird aber nicht in der Menge verfügbar ist ...

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  • War das mit den 50 Mbit/s nicht die Förderungsgrenze? Sowas wie "Alle unter 50 Mbit/s dürfen von Fördergeldern ausgebaut werden"? So war das zumindest bei uns im Kreis.

    Fördergrenze lag früher (bis 2021) bei <= 30 Mbit/s, also dem was die EU als "weiße Flecken" definierte. Ab 2021 waren es 100 Mbit/s, und seit 2022 sind es praktisch alles mit weniger als 1 Gbit/s.

    Was die Ziele für die Breitbandverfügbarkeit anbelangt gab es da verschiedene in Deutschland un EU: in Deutschland gab es mal das Ziel "mindestens 50 Mbit/s für alle" (Verfügbarkeit) bis Ende 2028. Die EU hatte das "mindestens 30 Mbit/s für alle" (ebenfalls Verfügbarkeit) bis Ende 2020.

    Beides war ziemlich unrealistisch. Auch die mindestens 30 Mbit/s für alle in der EU bis 2020 wurden maximal von zwei Ländern geschafft (Zypern und Malta), alle anderen sind daran gescheitert.

  • EU hatte das "mindestens 30 Mbit/s für alle" (ebenfalls Verfügbarkeit) bis Ende 2020

    Beides war ziemlich unrealistisch.

    Nicht wirklich. Alle Telefonanschlüsse in DE waren im Grunde genommen CuDA basierend. Diese Leitungen waren Eigentum der Telekom. Wenn die Telekom konsequent, ab dem Zeitpunkt der Ankündigung bis 2018 alles auf VoIP umzurüsten, das notwendige IP-Netz als GF errichtet hätte, wäre es machbar gewesen. Evtl. nicht alleine sondern koordiniert mit Wettbewerbern. Aber es wäre gegangen. Man wollte nicht ...

    Rechtlich durfte und darf die Telekom aufgrund der GEE/GNV diese Änderungen durchführen.

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  • Wenn die Telekom konsequent, ab dem Zeitpunkt der Ankündigung bis 2018 alles auf VoIP umzurüsten, das notwendige IP-Netz als GF errichtet hätte, wäre es machbar gewesen.

    Das hat wenig mit VOIP zu tun. Notwendig für die 50 Mbit/s war in den meisten Fällen - zumindest - ein FTTC-Ausbau. Wobei in einigen ländlichen Gebieten FTTC auch nicht geeignet war. Für längere Leitungswege über Kupfer, z.B. bei verstreut liegende Gebäuden, ist das eben keine praktikable Lösung. Zumal ohne Vectoring, was zum Zeitpunkt der Zielankündigung 2014 von der EU für Fördergebiete noch nicht zugelassen war.

    Möglich dass es eine Chance gegeben hätte wenn man in den freien Markt eingegriffen hätte und die Baukapazitäten ausschliesslich für die 2014 noch unterversorgten Haushalte eingesetzt hätte. Da wäre ich allerdings nicht sicher. Aber das wäre rechtlich vermutlich auch kaum machbar gewesen die Anbieter bei ihren Ausbauentscheidungen einzuschränken. Aber unter den vorhandenen Umständen war es aber eigentlich absehbar dass es unrealistisch war. Selbst die EU-Pläne von 30 Mbit/s bis 2020 wurden ja auch in 25 von 27 Ländern verfehlt (und bei den anderen beiden Ländern bin ich mir nicht 100% sicher ob sie erreicht wurden).

    Da die Telekom in den 2010er aber tatsächlich auf Masse (FTTC-Abdeckung) statt Klasse (FTTH) gesetzt hat stand und steht Deutschland bei Versorgung mit mindestens 30 bzw. 50 Mbit/s im EU-Vergleich überdurchschnittlich gut da (anders als bei FTTH).